Partie beenden bei Zeitüberschreitung

CColumbus, 1/19, 11. Aug '26

Früher konnte man bei Zeitüberschreitung des Gegners selber entscheiden, ob die Partie beendet wird oder nicht. Jetzt entscheidet das System dass die Partie als gewonnen zählt. Warum eigentlich????? Man sollte dem Gegener doch noch eine Chance geben können.

Vabanque, 2/19, 11. Aug '26

Es ist, so weit ich weiß, nur bei Turnierpartien so, und es wurde eingeführt, um die Verschleppung von Turnierrunden zu verhindern und einen zügigen Turnierablauf zu gewährleisten.

CColumbus, 3/19, 12. Aug '26

Eine Verschleppung von Tunierrunden könnte man auch dadurch verhindern, daß man die Anzahl der Partien von Teilnehmenden (außer den Tunierpartien) auf bspw. 25 Partien begrenzt. Jemand der sich noch um 25 andere Partien kümmern muss, wird bei den Tunierpartien immer die maximale Bedenkzeit ausreizen.

toby84, 4/19, 12. Aug '26

toby84
es gibt spieler, die grundsätzlich jeden tag nur die anstehenden partien des tages bedienen und sich dann wieder ausloggen. dieses vorgehen ist nicht verboten. dein vorschlag würde daran nichts ändern.

man kann zudem argumentieren, dass es nicht vom glück mit dem gegner abhängen sollte, ob eine eigene partie auf zeit verloren geht oder nicht.

ich hatte selbst kürzlich einen ärgerlichen fall, in dem mein gegner einfach vergessen hat, in der zweiten partie zu ziehen (zeitnot, schnell gezogen, gedacht, in der zweiten partie schon gezogen zu haben), was außerordentlich schade war. aber ich kann verstehen, dass es besser ist, wenn sowas in turnieren vereinheitlicht wird.

Tschechov, 5/19, 12. Aug '26

Da bin ich ganz bei toby84. Solange es noch die freie Wahl bei Turnieren gab, ob man bei Zeitüberschreitung beenden soll oder nicht, gab es auch immer wieder persönliche Vorwürfe, wenn man aufgrund von ZÜ beendete. Das ist nun zum Glück vorbei.

kh11, 6/19, 12. Aug '26

Ich kann nur für mich selbst sprechen.Den Vorschlag von CColumbus finde ich nicht gut. Ich spiele fast ausschließlich Turniere, 2 oder 3 Tage Bedenkzeit. Ich habe gewöhnlich 30 bis 40 Partien am laufen und meine Züge erfolgen meist am selben Tag.

Es liegt am Spieler, sich das richtig einzurichten. Wer es darauf anlegt, wird immer die maximale Bedenkzeit ausnutzen. Solche Maßnahmen, wie oben vorgeschlagen, behindern aber unschuldigerweise eine Menge anderer. Das, bitte ich, zu bedenken.

LG Hans

Peke, 7/19, 12. Aug '26

Es geht m. E. nicht nur um die Beschleunigung der Turnierabläufe, sondern um gleiche und damit auch faire Bedingungen für alle Teilnehmer gerade in Turnieren. In realen Turnieren gibt es auch keine zweite Chance nach Zeitüberschreitung. Bei Zeitüberschreitung ist die Partie verloren, das weiß jeder Turnierspieler. Wenn ich matt bin, habe ich ebenfalls verloren. Oder käme da jemand auf die Idee, eine zweite Chance zu erhalten, indem der letzte Zug zurückgenommen werden darf. Wohl nicht

BANKHAR, 8/19, 12. Aug '26

Da bin ich voll und ganz bei dir @Peke
Ich würde das automatische Beenden seitens chessmail bei allen Partien befürworten, gehört die Zeitbeschränkung doch zu den maßregelnden Vorgaben bei Partiestart. Vielen ist es sicher schon so ergangen, dass nach manuellem Beenden einer Partie aufgrund von ZÜ negative Worte vom Gegner kamen. Man ist in einer freien Partie quasi schon in einer moralischen Zwickmühle.."soll ich beenden oder nicht?" Meist spielen dann auch Faktoren wie Sympathie/Antipathie für den Gegner eine Rolle..oder Platz für neue Partien..wäre es streng nach Regeln implementiert, würde das alles wegfallen.

toby84, 9/19, 12. Aug '26

Bri freundschaftsspielen will ich das weiterhin selbst entscheiden.

BANKHAR, 10/19, 12. Aug '26

Und ich will Kühe..was halt auch nicht den Regeln entspricht. Entweder konsequent oder Kleinstaaterei 🤷‍♂️

toby84, 11/19, 12. Aug '26

toby84
Entweder konsequent oder Kleinstaaterei

im schachclub kannst du selbstverständlich zu jedem beliebigen zeitpunkt sagen: "ach, lassen wir die zeit einfach weg. die stellung ist so interessant." habe ich mehr als einmal erlebt. es wäre um die schönen chessmail-freundschaftspartien genauso schade, wenn diese ohne not beendet würden.

programmseitig ist das höchstwahrscheinlich die änderung einer einzigen zeile, denn die funktionalität ist für turnierpartien ja bereits drin.

erweitert:
ach ja, und was das angeht:

was halt auch nicht den Regeln entspricht

das hängt davon ab, worüber genau du redest:

a) chessmail-regeln: die werden genau hier definiert. aktuell lauten sie: automatisch werden nur turnierpartien automatisch beendet, der rest nur vom spieler. das sind die regeln.

b) FIDE- oder schachbund-regeln: niemand dort schreibt vor, wie freundschaftsspiele zu handhaben sind. alle reglen sind ausschließlich auf turniere ausgelegt. du wirst keine verwarnung vom deutschen schachbund bekommen, wenn du deine privaten schachpartien nach deinem gusto spielst.

niclas, 12/19, 12. Aug '26

Bei Beendungen von durch Zeitüberschreibung wäre nicht schlecht die Regeln von Schachbund und der Fide gültig sind. Ist technisch möglich, Stellungen erkannt die trotz Zeitüberschreibung Remis ausgehen.

Im Schach gilt eine Zeitüberschreitung grundsätzlich als Verlust. Es gibt jedoch ein Remis (Unentschieden), wenn der Spieler, der noch Zeit auf der Uhr hat, über unzureichendes Material verfügt. Das bedeutet, er hat keine theoretische Möglichkeit mehr, den Gegner mit irgendeiner legalen Zugfolge mattzusetzen.

toby84, 13/19, 12. Aug '26

toby84
Es gibt jedoch ein Remis (Unentschieden), wenn der Spieler, der noch Zeit auf der Uhr hat, über unzureichendes Material verfügt.

Das sollte auch bereits so implementiert sein. Oder hast du ein gegenbeispiel?

Alapin2, 14/19, 12. Aug '26

Niclas : Sehr guter Einwand !👍
...allerdings gibt es da auch Streitfälle....
Carlsen-Firoujia (oder wie hieß der ?) Zeitüberschreitung von F.,Carlsen konnte in einem Endspiel mit ungleichen Läufern nicht mehr gewinnen.
Da hat dann irgendein Hilfsmatt-Fachmensch eine völlig idiotische Stellung konstruiert...F. rennt mit seinem König nach h8 in die Ecke (würde er nie machen)
und mit anderen Hilfen seinerseits gibt es dann doch ein Mattbild.
Carlsen wurde der Gewinn zugesprochen.
Sowas müsste man dann ausschließen.
Die gaanz toten Stellungen sind natürlich nicht gemeint.

Peke, 15/19, 12. Aug '26

@Alapin2
Mit "würde er nie machen" solltst du als Autor der Reihe "Weltmeistermurks" eigentlich nicht kommen. Aber andererseits ist Firouzja auch kein Weltmeister. Vielleicht würde er so etwas tatsächlich nicht spielen...

Alapin2, 16/19, 12. Aug '26

Peke : Okay, was ist mit einer Festung ? Völlig zugerammeltem Bauernendspiel ? Wo ist die Grenze ?
Ist mir schon klar, daß K+L gegen König o.ä. remis gegeben werden muß.Steht ja auch so in den Regeln.
Bei K+2Springern gegen nackten König fängt es aber schon an : Gibt ne Gewinnstellung, wenn der "Nudist😄" sich auf h8 oder so einnistet.
P.S.: Wir spielen hier Fernschach.Hat eigentlich nix mit Zeitnot im klassischen Sinn zu tun.Da sollte man doch eigentlich seine Zeit auf der Reihe haben.Plötzlich Krankenhaus oder so ist doch sowieso ein anderes Thema.
P.P.S. : Makaber aber wahr : Weiß von 3 Leuten, die während einer Turnierpartie tot
umgekippt sind.
P.P.P.S.: ...was ich damit sagen will : Wer in einer FERNPARTIE in theoretisch völlig ungewinnbarer Stellung des Gegners die Zeit überschreitet, ist doch wirklich selbst schuld,oder ?

japetus1962, 17/19, 12. Aug '26

Zurück zum Anfang. Bei Freundschaftspartien würde ich wie bisher gerne selber entscheiden ob ich vom Recht einseitiges Beenden Gebrauch mache oder nicht.

niclas, 18/19, 13. Aug '26

Bei Spiele wo mein mich das Mitglied rechtzeitig informiert habe kein Problem, dass das beenden verzichten. Früher habe das Mitglied eine Nachricht geschrieben.
Bei Freundschaftsspiele und bei normalen Spielen (keine Turnierspiel bei Partien mit Mitgliedern, wo ich öfters spiele) selber entscheiden.

niclas, 19/19, 13. Aug '26

Alapin2
Plötzlich Krankenhaus hast du Recht.
Außerdem gibt es die Möglichkeit Urlaub einzutragen. Manche Personen schreiben sogar Nachrichten an seine Mitspielern, wenn Urlaub gehen, op haben,..