Vabanque, 1/11, 10. Aug '25
Schachroboter erwürgt nach Partieverlust seinen Konstrukteur
Gibt es nicht? Doch, in Ambrose Bierce's Kurzgeschichte 'Moxons Herr und Meister' ('Moxon's Master') von 1899 (!!) gibt es das durchaus.
Der titelgebende Moxon ist ein Konstrukteur, der in einer geheimen, sonst niemandem zugänglichen Werkstatt einen Schachroboter gebaut hat. Der Ich-Erzähler bekommt aber eines Tages zufällig Einblick in diese Werkstatt und wird Zeuge einer Schachpartie, die Moxon gegen den von ihn geschaffenen Schachautomaten spielt. Als der Mensch die Maschine schachmatt gesetzt hat, zeigt der Roboter zunächst immer stärkere Anzeichen von Wut, bis er sich schließlich auf seinen Schöpfer stürzt, diesen erwürgt und am Ende die ganze Werkstatt in Brand setzt.
Der Handlung vorausgeschickt ist eine etwas längliche Diskussion darüber, ob eine Maschine ein Bewusstsein haben kann, die aber dennoch angesichts der immer noch aktuellen KI-Debatte überraschend zeitgemäß wirkt.
Erstaunlich, was sich da der amerikanische Schriftsteller Ambrose Bierce bereits vor über 125 Jahren ausgedacht hat!
Allerdings brauchen wir, so denke ich, zumindest im Hinblick auf Schach so etwas heute nicht mehr zu befürchten, denn welche KI wird mittlerweile noch gegen einen Menschen verlieren? Somit kann es kaum passieren, dass die KI aus Rache wegen einer verlorenen Partie den Spieler tötet.
Die Thematik, dass von Menschen geschaffene Maschinen schließlich Macht über den Menschen erlangen (und die Menschheit sogar vernichten oder überflüssig machen), wurde erst deutlich später in vielen SF-Erzählungen aufgegriffen. Ambrose Bierce scheint da der Vorreiter gewesen zu sein.
Gibt es nicht? Doch, in Ambrose Bierce's Kurzgeschichte 'Moxons Herr und Meister' ('Moxon's Master') von 1899 (!!) gibt es das durchaus.
Der titelgebende Moxon ist ein Konstrukteur, der in einer geheimen, sonst niemandem zugänglichen Werkstatt einen Schachroboter gebaut hat. Der Ich-Erzähler bekommt aber eines Tages zufällig Einblick in diese Werkstatt und wird Zeuge einer Schachpartie, die Moxon gegen den von ihn geschaffenen Schachautomaten spielt. Als der Mensch die Maschine schachmatt gesetzt hat, zeigt der Roboter zunächst immer stärkere Anzeichen von Wut, bis er sich schließlich auf seinen Schöpfer stürzt, diesen erwürgt und am Ende die ganze Werkstatt in Brand setzt.
Der Handlung vorausgeschickt ist eine etwas längliche Diskussion darüber, ob eine Maschine ein Bewusstsein haben kann, die aber dennoch angesichts der immer noch aktuellen KI-Debatte überraschend zeitgemäß wirkt.
Erstaunlich, was sich da der amerikanische Schriftsteller Ambrose Bierce bereits vor über 125 Jahren ausgedacht hat!
Allerdings brauchen wir, so denke ich, zumindest im Hinblick auf Schach so etwas heute nicht mehr zu befürchten, denn welche KI wird mittlerweile noch gegen einen Menschen verlieren? Somit kann es kaum passieren, dass die KI aus Rache wegen einer verlorenen Partie den Spieler tötet.
Die Thematik, dass von Menschen geschaffene Maschinen schließlich Macht über den Menschen erlangen (und die Menschheit sogar vernichten oder überflüssig machen), wurde erst deutlich später in vielen SF-Erzählungen aufgegriffen. Ambrose Bierce scheint da der Vorreiter gewesen zu sein.