Chess

Tournament rules

FMPrzemyslaw, 1/39, 07. Mar '26

FMPrzemyslaw - 07. Mar '26
I took part in a mini tournament where i read the rules before. There it was said that engines were not allowed.
Is there anyone here who controls it?
I had an opponent who I thougt he was possibly a GM or Super GM but then after the game I discovered he was even better: stockfish.
Now I understand why my team mates do not like playing correspondence chess at higher level.

Alapin2, 2/39, 07. Mar '26

Alapin2 - 07. Mar '26 Edited
I looked at your games.You just lost 1 Game against "Vabanque",who is a good and well trained Member.
Sorry,but you lost because you played, in this game, quite badly and nothing else.
Vabanque is here well-known as absolutely honorable !
It is of course always possible to cheat playing Correspondence.Not in this case !
...Myself,"Elo-Number" here 1928 ,won or drew against several FM s or IM s ,sitting on the board, without Stockfish.It is possible !

Sidel, 3/39, 07. Mar '26

Sidel - 07. Mar '26
Habe es mal nach gespielt mit einen etwas älteren Schach Programm.

Weiß hat nur 1 mal ein anderen Zug gemacht als mein Pogramm Schwarz 3 -bis 4 mal ein anderen Zug . 3 Züge wurden dabei immer vorgeschlagen.

Bemerkenswert bei der Wertung von beiden.

Alapin2, 4/39, 07. Mar '26

Alapin2 - 07. Mar '26 Edited
Na,da fragen wir doch mal die guten und absolut unverdächtigen Spieler hier, was die meinen.Gammapappa,Haribo,Cutter,toby +Co !(hoffentlich keinen vergessen, kenne aber auch nicht alle).
Es gibt eben Stellungen, die bei schlechtem Gegenspiel "aus dem Handgelenk" funktionieren.
P.S. : Vielleicht sollte SF Sidel (Als "Gulaschkanone" vor längerer Zeit hier gesperrt)sich mal ein eigenes Bild ohne sein "älteres Schachprogramm" machen.

Vabanque, 5/39, 07. Mar '26

Vabanque - 07. Mar '26 Edited
In that game, White's moves were quite obvious: Opening the g-file, doubling rooks on it, gathering additional pieces around the enemy king, exchanging defenders (everything as any textbook recommends).
Even now, replaying the game, I can hardly see any alternatives to my moves.
Probably most advanced players would have played the same moves, even in an OTB game, I guess. There is not a single move in that game which had been hard to find.

shaack, 6/39, 07. Mar '26

shaack - 07. Mar '26 Edited
Das Getrolle von @Sidel sollte gleich mal beendet werden. Das ist das größte Problem hier.

Vabanque, 7/39, 07. Mar '26

Vabanque - 07. Mar '26
Now I was interested and have pulled the game through Stockfish myself.
At depth 21, the engine gives different choices on moves
9 Nbd2 (rather than Nc3 as played by myself)
11 Nd2 (rather than Ng5)
19 Rg3 (instead of Rg2)
25 Qd1 (instead of Bxh7)

Peke, 8/39, 07. Mar '26

Peke - 07. Mar '26
@vabanque
I agree with you. And it's both bothering and annoying that people who are playing badly often blame their opponent for using computers

aguirre, 9/39, 08. Mar '26

aguirre - 08. Mar '26
Well, it's just as annoying and irritating when bad players are accused by stronger players of cheating by using the computer when they win against it :-)

aguirre, 10/39, 08. Mar '26

aguirre - 08. Mar '26
I don't remember who said that beautiful saying: The true greatness of a player is not shown in how he wins, but in how he loses!

Ottonormal, 11/39, 08. Mar '26

Ottonormal - 08. Mar '26
@shaack womit hat sidel getrollt? Kann ich nicht nachvollziehen. Da wäre linares eher ein Verdachtsfall..warum der nach seinen wiederholten Ausfällen noch schalten und walten darf ist ein Rätsel.

toby84, 12/39, 08. Mar '26

toby84 - 08. Mar '26
@aguirre:
On the other hand, you would like to know if you were being beaten by a machine. I know that vabanque has accused other players of cheating before. And you can never know for sure; it is a problem without a solution.

With vabanque, we do at least know that he is real and that he definitely can play chess, as he has met several other chessmailers and shaack himself in real life. But what about players who have not proven themselves in real life?

shaack, 13/39, 08. Mar '26

shaack - 08. Mar '26 Edited
@Ottonormal Threads bitte nicht mischen, du hast dich da selbst drüber beschwert letztens! Der ist nicht zum ersten Mal auffällig geworden.

Ottonormal, 14/39, 08. Mar '26

Ottonormal - 08. Mar '26 Edited
Ich habe keine Threads gemischt. Sidel hat sich hier normal geäußert. In einem anderem Thread bat ich darum, dass ausschweifende, abschweifende Diskussionen im SmallTalk besser zu besprechen sind. Immer noch weiß ich nicht, wie linares sich Aussagen wie " Idiot" etc mit direkter Adressierung an den Betreiber erlauben kann und weiter werkt, wobei hier schon Mitglieder für weniger gesperrt wurden.?.
Edit: erledigt

aguirre, 15/39, 08. Mar '26

aguirre - 08. Mar '26
@toby84
My comment wasn't directed at Schachfreund Vabanque, but rather at the general situation with cheating accusations. It's neither helpful when weaker players accuse stronger players of cheating, nor when stronger players accuse weaker players of cheating. I can't and won't judge Schachfreund Vabanque; it's not my place anyway, and I'm far too bad at chess.

toby84, 16/39, 08. Mar '26

toby84 - 08. Mar '26
My comment also referred to the general situation; Vabanque was just a good example. To say that no one should ever accuse anyone of cheating would mean ignoring the fact that cheaters do exist. That is no solution either. As I said: cheating is a problem for which no solution exists. You just have to live with it somehow and find an adequate way to deal with it.

Oli1970, 17/39, 08. Mar '26

Oli1970 - 08. Mar '26
Da ich mich vor einiger Zeit mal (recht intensiv) mit den Möglichkeiten des Nachweises von Enginenutzung im Fernschach auseinander gesetzt hatte, war ich neugierig geworden. Enginenutzung nachzuweisen ist bei langen Bedenkzeiten fast unmöglich, es ist fast immer ein Indizienbeweis. Man nutzt Standardabweichungen zu sonstigen Spielen des Spielers, rechnet mit Centipawn-Verlusten, prüft auf stille Züge usw. usf. Vor allen Dingen benötigt man relativ viele Vergleichspartien eines Spielers, was es zur Herausforderung macht. Hier habe ich versucht, diese eine Partie zu untersuchen und mit meinen Gedanken zu Stockfishs Zugfindung zu kommentieren.

Ich glaube, ich kann mit Sicherheit sagen, dass Schwarz keine Unterstützung genutzt hat. Und ich glaube, dass man die Züge des Weißen logisch erklären kann, ohne Enginenutzung unterstellen zu müssen, denn überraschend sind sie nicht. Ich behaupte nicht, dass ich alle Züge gefunden hätte - aber jemandem mit jahrzehntelanger Erfahrung im Nah- und Fernschach, 290 (!) Analysen allein auf chessmail und knapp 2000 FIDE-Elo ist das wohl zuzutrauen. Der Angriff basiert auf einem üblichen Muster und Schwarz trifft im 18. - 20. Zug nicht die besten Entscheidungen. Entlastet das Weiß vom Verdacht? Natürlich nicht, wie denn auch? Aber muss Weiß seine Unschuld beweisen? Die Unschuldsvermutung sollte hier ebenso gelten, wie vor Gericht. Meiner Beurteilung nach spricht wenig für und viel gegen Enginenutzung, aber davon darf sich jeder selbst sein Bild machen.


[Event "Tournament game 46cxrBPjqiVP"]
[Site ""]
[Date "2026.02.05"]
[Round "-"]
[White "Vabanque"]
[Black "FMPrzemyslaw"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "2024"]
[BlackElo "2171"]

1.d4 d6 2.Nf3 f5 3.Bf4 Nf6 4.e3 g6 5.Be2 Bg7 6.h3 Nbd7 7.c4 O-O 8.O-O Ne4 9.Nc3 $10
{Verlässt die Theorie, Sbd2 oder a4 empfohlen. Sc3 ist üblich nach z. B. 8...h6 oder 8...De8.}
9...b6 $6
{+1.26 Der Zug soll vermutlich 10...Sxc3 11. bxc3 a5! vorbereiten oder zu 10.a4 auffordern.}
10.Nxe4 $1
{Die beste Antwort, aber auch folgerichtig mit Blick auf den Damenflügel.}
( 10.a4 Nxc3 11.bxc3 Nf6 {oder 11...Kh8} 12.a5 Bd7 $10 )
( 10.Ng5 {+0.23, deutlich schwächere Alternative.} 10...Nxg5 11.Bxg5 h6 $10 )
10...fxe4 11.Ng5
{Auch 11.Sd2 war möglich, um e4 anzugreifen. Es gibt jedoch keinen Grund zurückzuspielen, wenn man Druck auf die Königsstellung geben kann.}
11...Nf6 $1
{Mit weitem Abstand der beste Zug, aber auch ein "menschlicher" Zug. Die folgenden Züge 12.-15.Lxg5 entsprechen der Stockfish-Linie.}
12.Qc2
{Die Alternative 12.f3 wäre eine denkbare Wahl (öffnet die Turmlinie, schwächt jedoch die eigene Königsstellung), jedoch gilt auch hier das Prinzip der Figurenverbesserung: Die Dame ist aktiviert, unterstützt den Angriff auf e3, stützt c4 und positioniert sie gegen die Königsstellung.}
( {+1.19} 12.Qc2 Bf5 13.g4 h6 14.gxf5 hxg5 15.Bxg5 Nh7 16.h4 gxf5 17.f4 Qd7 18.Rf2 e6 19.Rh2 Nxg5 20.hxg5 Kf7 21.d5 Rh8 22.Bh5+ Ke7 23.dxe6 Qxe6 24.Rd1 Rac8 25.Kg2 a5 26.Kg3 c6 27.Qa4 d5 28.Qb3 d4 29.exd4 Rcd8 30.Qxb6 Qxc4 31.d5 cxd5 32.Qg6 Bxb2 33.Qf7+ Kd6 34.Rhd2 Kc6 35.Kg2 Ba3 36.Qf6+ Kb7 37.Be2 Qc5 38.Qf7+ Kc6 39.Qxf5 Bb4 40.Rb2 )
( {+0.74} 12.f3 exf3 13.Bxf3 Rb8 14.Qb3 h6 15.c5+ d5 16.Ne4 Ba6 17.Nxf6+ Rxf6 18.Qxd5+ Qxd5 19.Bxd5+ e6 20.Bxc7 Rxf1+ 21.Rxf1 Re8 22.Be4 Bxf1 23.cxb6 axb6 24.Kxf1 Rf8+ 25.Ke1 Rc8 26.Bg3 Kf7 27.Kd2 Rd8 28.Kd3 e5 29.Bf2 Rc8 30.Be1 exd4 31.exd4 b5 32.a3 Bf6 33.Bd2 Rc7 34.Bf3 Bg5 35.Ba5 Ra7 36.Bc3 Rc7 37.Ke4 Rd7 38.Be2 Re7+ 39.Kf3 Rb7 )
12...Bf5 13.g4 $3
{+1.16, der einzige Zug, der das Spiel nicht kippen lässt. Aber sieht man sich die Optionen an, ist er auch der einzige Zug, der was leistet. Sicherlich nicht allzu schwer zu finden.}
( {+0.37} 13.d5 {Bewirkt nichts außer die Sicherung von e6 und c6. Weiß gibt einfach nur ein Tempo aus der Hand und erlaubt Schwarz, sein Spiel zu konsolidieren.} 13...Qc8 {Stützt zunächst den Läufer, erlaubt auch, die Dame künftig über a6 oder b7 ins Spiel zu bringen. Auf d8 bleibt die Dame vollständig inaktiv.} 14.Rad1 {mit dem Ziel Td4; sichert das Zentrum vor einem Bauernhebel und greift nochmal e4 an.} 14...a5 15.Rd4 c5 $15 16.Rdd1 )
( {-0.51} 13.Bg4 Nxg4 14.hxg4 Bxg4 15.Nxe4 Bf5 16.f3 $19 {Die Probleme des Schwarzen sind vollständig gelöst.} )
13...h6 14.gxf5 hxg5 15.Bxg5 gxf5
( {+1.18} 15...Nh7 {Die von Stockfish bevorzugte Wahl.} 16.h4 gxf5
( 16...Rxf5 $4 17.f4 exf3 18.Bxf3 $1 {Mit Angriff gegen Ta8} 18...Rb8 19.Bd5+ Kh8 20.Rxf5 gxf5 21.Qxf5 )
17.f4 Qd7
( 17...exf3 $4 18.Bxf3 $1 )
18.Rf2 Nxg5 19.hxg5 {nebst Th2.} )
16.Kh2
{Der erste Zug, der hinterfragt werden sollte: Warum Kh2 und nicht Kh1, wenn Tg1-Tg2-Tag1 vorbereitet werden soll? }
( 16.Kh1 $2 {+0.48 Setzen wir genauso fort, wie in der Partie.} 16...e5
( 16...Kf7 $1 17.Bxf6 Rh8 {wäre allerdings die beste Partiefortsetzung und Weiß hat bestenfalls noch den Anzugvorteil. Lf6 muss ziehen.} 18.Bg5 Bf6 19.Rg1 Rxh3+ 20.Kg2 Qh8 $10 {Das Spiel ist absolut ausgeglichen, der weiße Angriff verpufft.} )
17.Rg1 exd4 18.exd4 {und Weiß stünde tatsächlich vergleichbar gut. Trotzdem ist der Zug deutlich schlechter bewertet, denn diese Linie funktioniert nur, weenn Schwarz bei seinem Spielzug bleibt.} )
16...e5
( 16...Kf7 $4 {funktioniert in dieser Konstellation nicht, es sei denn, Weiß bliebe bei Tg1.} 17.f3 $1
( 17.Rg1 Rh8 18.Rg3 $14 )
17...Ke8
( 17...exf3 $2 18.Rxf3 )
18.Bxf6 Bxf6 19.fxe4 )
17.Rg1
{Stockfish kann also nachweisen, das Kh2 der bessere Zug ist. Warum spielt Mensch ihn statt Kh1? Die Antwort ist relativ einfach: Auf h2 deckt der König h3, g2 und g1 gleichermaßen; nach Kh1 bliebe h3 schutzlos - und das ist tatsächlich mit bloßem Auge und ohne Rechenpower zu sehen!}
17...exd4 18.exd4 Qe7 $6
{Aktiviert die Dame, aber viel zu spät. Beeste Fortsetzung war 18...c5.}
19.Rg2 Kh8 20.Rag1
{Verdoppelung der Türme ist ein bekanntes Motiv.}
20...Rg8 $6
{+4.00 Sperrt den König in der Ecke ein. Eventuell wäre 19...Kf7 zu bevorzugen gewesen, da die Verdopplung der Türme vorhersehbar war. Statt Tg8 war De6 die Empfehlung der Engine, mit einer Bewertung von +3.30.}
21.Qd2
{Die beste Fortsetzung wurde gespielt. Tatsächlich wirkt der Zug wie ein "stiller Zug", also einer, der nichts zu leisten scheint, keine Drohung aufstellt oder ähnliches, sondern lediglich der Vorbereitung eines von einer Engine berechneten Angriffs dient. Also sollte er näher beleuchtet werden.}
( {+4.09} 21.Qd2 Raf8 22.Bh5 Qe6 23.Bg6 Nh7 {Entspricht vollständig der gespielten Linie.} )
( {+2.90} 21.Bh5 {Deutlich schlechter als der Spielzug. Sxh5 geht nicht wegen Lxe7. Also einer menschlichen Taktik entsprechend in Betracht zu ziehen.} 21...Bh6 22.Bxh6
( 22.Bxf6+ $4 Qxf6 23.Rxg8+ Rxg8 24.Rxg8+ Kxg8 $10 )
22...Nxh5 $18 )
( {+2.75} 21.Qc1 {ist analog zur gespielten Linie spielbar. Allerdings muss man hier bedenken, dass die Dame von d2 aus mehr Wirkungsfelder hat und ggf. noch zum Damenflügel schwenken könnte. Auch ein menschlicher Spieler würde Dd2 immer vorziehen.} 21...Raf8 22.Bh5 Qe6 23.Bg6 Nh7 24.Bf4 )
21...Raf8 22.Bh5
{Nun folgt auch Lh5, die Alternative zum 21. Zug. War 21.Dd2 also der "stille Zug" einer Engine? Vermutlich nicht, denn es ist naheliegend, seine stärkste Figur zu verbessern und sie in den Angriff einzuschalten, der nun vollzogen wird.}
22...Qe6 23.Bg6 Nh7 24.Bf4
{Blockiert den Läufer. Rückzug bis e3 lädt zu f5-f4 und Öffnung der Linie ein.}
( 24.Be3 f4 25.Bxf4 )
24...Qxc4 $4
{+8.32 Der kapitale Fehler, der sofort verliert. Die Dame hätte mit De7 die siebte Reihe verteidigen sollen; hier gewinnt sie nur einen Bauern und manövriert sich ins Abseits.}
25.Bxh7
{+5.30 Verpasst die beste Fortsetzung, beweist damit jedoch die Verfolgung eines ursprünglichen Plans!}
( {+8.51} 25.Qd1 Bxd4 26.Qh5 $1 Rg7 27.Bh6 Qg8 28.Bxg7+ Bxg7 29.Bxf5 Rxf5 30.Qxf5 d5 31.Rxg7 Qxg7 32.Rxg7 Kxg7 )
25...Kxh7 26.Rg5
( {So hätte es weiter gehen können: } 26.Rg5 Bh6 27.Rh5 Rxg1 28.Rxh6+ Kg8 29.Kxg1 )
1-0


Translation with help from an engine :-):

Having spent some time (quite intensively) exploring the methods of detecting engine use in correspondence chess, my curiosity was piqued. Proving the use of an engine is nearly impossible given the long time controls; it almost always comes down to circumstantial evidence. One looks for standard deviations compared to a player’s other games, calculates centipawn loss, checks for "quiet moves" and so on. Above all, a relatively large sample of a player’s games is required, which makes it a significant challenge. Here, I have attempted to examine this single game and comment on it with my thoughts on Stockfish’s move selection.

I believe I can say with certainty that Black did not use any assistance. Furthermore, I believe that White’s moves can be explained logically without having to assume engine use, as they are not particularly surprising. I am not claiming that I would have found all these moves - but such a performance is certainly plausible for someone with decades of experience in OTB (over-the-board) and correspondence chess, 290 (!) analyses on chessmail alone, and a FIDE Elo of nearly 2000. The attack is based on a common pattern, and Black fails to make the best decisions between moves 18 and 20. Does this clear White of suspicion? Of course not - how could it? But must White prove their innocence? The presumption of innocence should apply here just as it does in a court of law. In my assessment, there is little evidence for and much against the use of an engine, but everyone is free to form their own opinion.


[Event "Tournament game 46cxrBPjqiVP"]
[Site ""]
[Date "2026.02.05"]
[Round "-"]
[White "Vabanque"]
[Black "FMPrzemyslaw"]
[Result "1-0"]
[WhiteElo "2024"]
[BlackElo "2171"]

1.d4 d6 2.Nf3 f5 3.Bf4 Nf6 4.e3 g6 5.Be2 Bg7 6.h3 Nbd7 7.c4 O-O 8.O-O Ne4 9.Nc3 $10
{Leaves theory; Nbd2 or a4 is recommended. Nc3 is usual after, e.g., 8...h6 or 8...Qe8.}
9...b6 $6
{+1.26 This move is likely intended to prepare 10...Nxc3 11. bxc3 a5! or to provoke 10.a4.}
10.Nxe4 $1
{The best response, but also consistent with a view toward the queenside.}
( 10.a4 Nxc3 11.bxc3 Nf6 {or 11...Kh8} 12.a5 Bd7 $10 )
( 10.Ng5 {+0.23, a significantly weaker alternative.} 10...Nxg5 11.Bxg5 h6 $10 )
10...fxe4 11.Ng5
{11.Nd2 was also possible to attack e4. However, there is no reason to play backward when one can exert pressure on the king's position.}
11...Nf6 $1
{By far the best move, but also a "human" move. The following moves 12.-15.Bxg5 correspond to the Stockfish line.}
12.Qc2
{The alternative 12.f3 would be a conceivable choice (opens the rook file, but weakens one's own king position). However, the principle of piece improvement applies here as well: the Queen is activated, supports the attack on e3, bolsters c4, and is positioned against the king's side.}
( {+1.19} 12.Qc2 Bf5 13.g4 h6 14.gxf5 hxg5 15.Bxg5 Nh7 16.h4 gxf5 17.f4 Qd7 18.Rf2 e6 19.Rh2 Nxg5 20.hxg5 Kf7 21.d5 Rh8 22.Bh5+ Ke7 23.dxe6 Qxe6 24.Rd1 Rac8 25.Kg2 a5 26.Kg3 c6 27.Qa4 d5 28.Qb3 d4 29.exd4 Rcd8 30.Qxb6 Qxc4 31.d5 cxd5 32.Qg6 Bxb2 33.Qf7+ Kd6 34.Rhd2 Kc6 35.Kg2 Ba3 36.Qf6+ Kb7 37.Be2 Qc5 38.Qf7+ Kc6 39.Qxf5 Bb4 40.Rb2 )
( {+0.74} 12.f3 exf3 13.Bxf3 Rb8 14.Qb3 h6 15.c5+ d5 16.Ne4 Ba6 17.Nxf6+ Rxf6 18.Qxd5+ Qxd5 19.Bxd5+ e6 20.Bxc7 Rxf1+ 21.Rxf1 Re8 22.Be4 Bxf1 23.cxb6 axb6 24.Kxf1 Rf8+ 25.Ke1 Rc8 26.Bg3 Kf7 27.Kd2 Rd8 28.Kd3 e5 29.Bf2 Rc8 30.Be1 exd4 31.exd4 b5 32.a3 Bf6 33.Bd2 Rc7 34.Bf3 Bg5 35.Ba5 Ra7 36.Bc3 Rc7 37.Ke4 Rd7 38.Be2 Re7+ 39.Kf3 Rb7 )
12...Bf5 13.g4 $3
{+1.16, the only move that prevents the game from slipping away. Looking at the options, it is also the only move that achieves anything. Certainly not too difficult to find.}
( {-0.37} 13.d5 {Achieves nothing except securing e6 and c6. White simply spends a tempo and allows Black to consolidate.} 13...Qc8 {Initially supports the bishop; also allows the Queen to be brought into play later via a6 or b7. On d8, the Queen remains completely inactive.} 14.Rad1 {with the goal of Rd4; secures the center against a pawn lever and attacks e4 again.} 14...a5 15.Rd4 c5 $15 16.Rdd1 )
( {-0.51} 13.Bg4 Nxg4 14.hxg4 Bxg4 15.Nxe4 Bf5 16.f3 $19 {Black's problems are completely solved.} )
13...h6 14.gxf5 hxg5 15.Bxg5 gxf5
( {+1.18} 15...Nh7 {Stockfish's preferred choice.} 16.h4 gxf5
( 16...Rxf5 $4 17.f4 exf3 18.Bxf3 $1 {With an attack against Ra8} 18...Rb8 19.Bd5+ Kh8 20.Rxf5 gxf5 21.Qxf5 )
17.f4 Qd7
( 17...exf3 $4 18.Bxf3 $1 )
18.Rf2 Nxg5 19.hxg5 {followed by Rh2.} )
16.Kh2
{The first move that should be questioned: Why Kh2 and not Kh1, if Rg1-Rg2-Rag1 is being prepared?}
( 16.Kh1 $2 {+0.48 If we continue exactly as in the game.} 16...e5
( 16...Kf7 $1 17.Bxf6 Rh8 {would be the best continuation, however, and White has at best a starting advantage. Bf6 must move.} 18.Bg5 Bf6 19.Rg1 Rxh3+ 20.Kg2 Qh8 $10 {The game is absolutely balanced; the white attack evaporates.} )
17.Rg1 exd4 18.exd4 {and White would indeed stand similarly well. Nevertheless, the move is evaluated significantly lower because this line only works if Black sticks to his plan.} )
16...e5
( 16...Kf7 $4 {Does not work in this constellation unless White sticks with Rg1.} 17.f3 $1
( 17.Rg1 Rh8 18.Rg3 $14 )
17...Ke8
( 17...exf3 $2 18.Rxf3 )
18.Bxf6 Bxf6 19.fxe4 )
17.Rg1
{Stockfish can thus prove that Kh2 is the better move. Why would a human play it instead of Kh1? The answer is relatively simple: On h2, the King covers h3, g2, and g1 equally; after Kh1, h3 would remain defenseless—and that is actually visible to the naked eye without computing power!}
17...exd4 18.exd4 Qe7 $6
{Activates the Queen, but far too late. The best continuation was 18...c5.}
19.Rg2 Kh8 20.Rag1
{Doubling the rooks is a well-known motif.}
20...Rg8 $6
{+4.00 Traps the King in the corner. Perhaps 19...Kf7 was preferable, as the doubling of the rooks was foreseeable. Instead of Rg8, Qe6 was the engine's recommendation, with an evaluation of +3.30.}
21.Qd2
{The best continuation was played. Indeed, the move acts like a "quiet move"—one that seems to achieve nothing, poses no threat, but merely serves to prepare an attack calculated by an engine. Therefore, it should be examined more closely.}
( {+4.09} 21.Qd2 Raf8 22.Bh5 Qe6 23.Bg6 Nh7 {Corresponds completely to the line played.} )
( {+2.90} 21.Bh5 {Significantly worse than the move played. Nxh5 doesn't work because of Bxe7. Thus, it should be considered in accordance with human tactics.} 21...Bh6 22.Bxh6
( 22.Bxf6+ $4 Qxf6 23.Rxg8+ Rxg8 24.Rxg8+ Kxg8 $10 )
22...Nxh5 $18 )
( {+2.75} 21.Qc1 {is playable, analogous to the line played. However, one must consider that the Queen has more fields of influence from d2 and could potentially still swing to the queenside. A human player would also always prefer Qd2.} 21...Raf8 22.Bh5 Qe6 23.Bg6 Nh7 24.Bf4 )
21...Raf8 22.Bh5
{Now Bh5 follows, the alternative to move 21. Was 21.Qd2 thus the "quiet move" of an engine? Probably not, as it is obvious to improve one's strongest piece and involve it in the attack now being executed.}
22...Qe6 23.Bg6 Nh7 24.Bf4
{Blocks the bishop. Retreating to e3 invites f5-f4 and the opening of the file.}
( 24.Be3 f4 25.Bxf4 )
24...Qxc4 $4
{+8.32 The capital blunder that loses immediately. The Queen should have defended the seventh rank with Qe7; here, she only wins a pawn and maneuvers herself out of play.}
25.Bxh7
{+5.30 Misses the best continuation, but thereby proves the pursuit of an original plan!}
( {+8.51} 25.Qd1 Bxd4 26.Qh5 $1 Rg7 27.Bh6 Qg8 28.Bxg7+ Bxg7 29.Bxf5 Rxf5 30.Qxf5 d5 31.Rxg7 Qxg7 32.Rxg7 Kxg7 )
25...Kxh7 26.Rg5
({This is how it could have continued: } 26.Rg5 Bh6 27.Rh5 Rxg1 28.Rxh6+ Kg8 29.Kxg1 )
1-0

toby84, 18/39, 08. Mar '26

toby84 - 08. Mar '26
vielen dank für die mühe, die du da reingesteckt hast. das fazit bleibt für mich gleich: wenn man dezentes programmspiel nachweisen will, ist der aufwand groß, das resultat nur eingeschränkt sicher und ein kleiner server wie chessmail nicht mal annähernd in der lage, bei jeder programmspielunterstellung so einen aufwand zu stemmen.

Oli1970, 19/39, 08. Mar '26

Oli1970 - 08. Mar '26
Das sehe ich wie Du, Toby. Das kann weder chessmail noch unsereiner in Heimarbeit. Die Analyse kann ich automatisiert machen, da habe ich ein Python-Programm für geschrieben. Das Problem liegt eher darin, zuerst die Spiele herunterzuladen und dann die auffälligen manuell vertieft zu analysieren und zu bewerten. Dann hat man eine Meinung, aber noch keinen statistischen Wahrscheinlichkeitsbeweis. Dafür braucht es mehr. Für unsere Turniere betreibe ich einen gewissen Aufwand und lade z. B. alle Spiele zur Analyse runter. Aber mit welchen Konsequenzen, außer vielleicht Spieler für die Zukunft trotz fehlender absoluter Sicherheit auszuschließen? Das Turnier ist für alle Beteiligten versaut.

Mit der Arbeit hierfür will ich in erster Linie zeigen, wie unterschiedlich man interpretieren kann, wie schwer Beweisführung ist. Ich mag das nicht, wenn man ohne konkrete Hinweise zu geben einen Verdacht in den Raum stellt und jemanden in eine Verteidigung drängt, aus der er sich kaum befreien kann - es wird immer was bleiben. Ohne Analysebasis hat man nicht mal eine Gesprächsgrundlage, nur Beschuldigungen ohne Fundament. Wenn sogar jemand wie ich ohne großen schachlichen Scharfblick Züge plausibilisieren kann, sollte das Anschuldigungen zumindest fragwürdig machen. Das Argument „mein Programm hat auch so gezogen“ allein ist jedenfalls gar nichts wert und diese Analyse ohne Spielerprofil, Vergleichspartien etc. auch nichts.

Alapin2, 20/39, 08. Mar '26

Alapin2 - 08. Mar '26
Wow, Oli,hast Dich mal wieder selbst übertroffen !!👏👍

japetus1962, 21/39, 08. Mar '26

japetus1962 - 08. Mar '26
+1 wie Oli . Danke für deine Mühen.

Vabanque, 22/39, 08. Mar '26

Vabanque - 08. Mar '26 Edited
Nachdem meine Partie von SF Oli1970 ja jetzt schon so ausführlich durch die 'Mühle' gedreht worden ist, möchte ich kurz noch einmal ein paar Sachen zu meinen Zügen selbst sagen (denn meine eigenen Gedanken dahinter konnte SF Oli1970 ja nicht wissen, obwohl er sie meistenteils ganz gut erraten hat):

Den nach 10. Sxe4 entstehenden schwarzen Bauern auf e4 hatte ich als Schwäche gesehen; zusätzlich peilt nach 11. Sg5 der weiße Springer auch noch die potenzielle Schwäche e6 an (was in der Partie dann allerdings keine Bedeutung erhielt).

Das doppelte Ausrufungszeichen nach 13. g4 würde ich so nicht unterschreiben, denn wie SF Oli1970 ja schon selber richtig bemerkt, es ist der einzige Zug, der etwas leistet, in dem Sinne, dass der mit Sxe4 begonnene weiße Plan nicht ein Schuss in den Ofen war. Der Lf5 kann ja nicht ziehen, ohne den Bauern e4 preiszugeben, also ist der folgende Gegenangriff mit h6 für Schwarz erzwungen, wonach Weiß die g-Linie gegen den schwarzen König öffnen kann. Wie stark das sein würde und ob es mir überhaupt viel einbringen würde, war mir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht klar. Aber immerhin, schon mal eine offene Linie, auf die ich später meine Türme zu platzieren gedachte, wie es dann ja auch geschah.

Zwischen 16. Kh1 und Kh2 musste ich mich freilich entscheiden, aber wie ebenfalls SF Oli1970 schrieb, habe ich Kh2 nicht auf Grund von irgendwelchen Berechnungen gewählt, sondern einfach aus der Überlegung heraus, dass dann der Bh3 geschützt war (falls das irgendwann mal wichtig sein würde, was man ja nie so genau wissen kann ... )
Nach dem schwarzen 16... e5 dachte ich aber zuerst, ich hätte vielleicht doch besser Kh1 gespielt, denn nun drohte plötzlich Sg4+!
Aber das sowieso geplante 17. Tg1 verhindert die Drohung automatisch.

Über die anschließende Turmverdopplung erübrigt sich es wohl zu reden.

Aber 21. Dd2 verdient wieder eine kleine Erläuterung. Die Dame leistet im Sinn der Fortführung des Königsangriffs ja nichts auf c2 (im Grunde leistet sie hier tatsächlich momentan überhaupt nichts), also soll sie zum Königsflügel überführt werden. Ich hatte hier mit Dd2 auch mögliches späteres Lh6 im Auge, wozu es im Folgenden allerdings nicht kam, weil die Züge des weißfeldrigen Läufers nach h5 und g6 zur weiteren Einklemmung des schwarzen Königs (an der Schwarz selbst mit seinen Zügen aber auch schon 'mitgearbeitet' hatte) vielversprechender aussahen (und sich letztlich auch so herausstellten).

Warum ich auf 23... Sh7 24. Lf4 spielte und nicht Le3, hat SF Oli1970 ja schon herausgestellt. Ich wusste zwar nicht, ob auf Le3 schwarzes f5-f4 wirklich ein Ärgernis für Weiß darstellen würde, aber wieso dies durchrechnen, wenn sich der Bauer bequem blockieren lässt?

Der Engine-Vorschlag 25. Dd1 sieht hinterher ja eigentlich wegen der Absicht Dh5 völlig logisch aus, aber den Zug habe ich während der Partie überhaupt nicht gesehen. Da wäre aber - glaube ich - etwas mehr durchzurechnen gewesen als bei meiner Fortsetzung 25. Lxh7 nebst Tg5, was einfach eine Verteidigungsfigur abtauscht und mit dem Turm auf der h-Linie Vernichtung droht. Da Schwarz ja seinen Tg8 eingeklemmt hat, ist nicht schwer zu sehen, dass es da keine Verteidigung mehr gibt. (Auf Df7 würde ich einfach mit De2 die Drohung Th5+ erneuern.)

brauna, 23/39, 09. Mar '26

brauna - 09. Mar '26
Danque für die Schachgedanquen!

Vabanque, 24/39, 09. Mar '26

Vabanque - 09. Mar '26
Naja, normalerweise vermeide ich es ja, hier eigene Partien vorzuführen, aber hier habe ich mich quasi verpflichtet gefühlt, obwohl wie gesagt SF Oli1970 die Gedanken hinter meinen Zügen schon recht gut erkannt hat. Aber wie er selber festgestellt hat, schwierig waren die Züge ja nun alle nicht. Die ganzen Alternativen und Varianten, die SF Oli1970 in seiner Engine-gestützten Analyse noch vorführt, habe ich in der Partie alle nicht gesehen.

AlDi, 25/39, 09. Mar '26

AlDi - 09. Mar '26
Das Beispiel zeigt, dass der Vorwurf gegen Vabanque ziemlich sicher unberechtigt war. Es zeigt nicht, dass sich Engine-Vorwürfe nie nachweisen ließen. Wer immer wie eine Engine zieht, nutzt sicher eine. Gegen schwächere Spieler kann man das durch gelegentliche Abweichungen zu verschleiern versuchen, gegen eine andere Engine würde man damit jedoch verlieren.

toby84, 26/39, 09. Mar '26

toby84 - 09. Mar '26 Edited
gut, also ist engine gegen engine das totschlagargument? nehmen wir mal an, dass das mit 100%iger sicherheit stimmen würde, dass ein menschlicher spieler mit eröffnungsbuch, analysebrett, endspieldatenbank und jeder menge zeit (was er in chessmail alles hat oder zumindest haben darf) mit 0% chance ein remis gegen stockfish erreichen kann:

was genau wird dann mit dieser annahme gemacht? sobald der verdacht von enginespiel im raum steht: engine anwerfen und gucken, ob der mutmaßliche cheater in der nächsten partie ein remis dagegen schafft? wie genau sollte dieses modell auf chessmail umgesetzt werden? wer soll die spiele durchführen? wie lässt sich sowas moralisch überhaupt rechtfertigen, wenn derjenige vorher nicht gecheatet hat? wie lässt sich sicherstellen, dass derjenige bei der nächsten partie nicht einfach nach den ersten 10 zügen lunte riecht und nicht mehr nur enginezüge spielt? turniere, bei denen engines erlaubt sind und manche deren nutzung einfach nicht angeben, dürften ja eher die ausnahme sein.

Erweitert:
oder willst du alle spiele des spielers auf engine-züge abklopfen? Wird dann nur auf eine engine überprüft oder auf alle? Die machen auch nicht immer dieselben züge. wo ist die grenze für definitiven engine-nachweis? 100% der züge?

AlDi, 27/39, 09. Mar '26

AlDi - 09. Mar '26
Es gibt keine absolute Sicherheit, aber durchaus 100-prozentige (gerundet auf Prozent, Promille oder sogar noch kleinteiliger) in manchen Fällen. Momentan ist hier Engine-Nutzung verboten, wird aber null kontrolliert oder sanktioniert. Die Kontrolle von jedem Spiel wäre übertrieben, obgleich andere Schach-Server das machen. Doch es könnten starke Verdachtsfälle oder auch die Gewinner größerer Turniere und die obersten Ränge routinemäßig überprüft werden. Das müsste shaack nicht alles alleine machen, doch er müsste es zumindest zulassen und selbst wollen.

toby84, 28/39, 09. Mar '26

toby84 - 09. Mar '26 Edited
shaack tut sich schwer damit, weil das am ende immer ein kampf gegen windmühlen ist. wo willst du die grenze setzen? ja gut, niemand schafft 100% enginezüge. dann lernt der cheater (oder der nächste cheater) nach der ersten disqualifikation dazu und macht einmal pro spiel nur den viertbesten zug, wo es keine gravierenden auswirkungen hat. was machst du dann? sanktionieren, wenn mindestens 99% der züge enginezüge sind? auch da kann der cheater drunter bleiben. letztendlich kann er sich einfach der menschlichen spielstärke annähern, bis irgendwann tatsächlich ununterscheidbar ist, wer da spielt. und es ist ein wettrennen, das der seitenbetreiber unmöglich gewinnen kann. es macht nur arbeit. ich kann nachvollziehen, warum shaack sich darauf nicht einlassen will.

und was die großen server angeht:
ja, die investieren viel geld in cheating-bekämpfung, aber wie verlässlich ist die tatsächlich? wir haben ja gar keine daten über false negatives und false positives bei der detektion, sie selbst auch nicht. letztendlich können sie nur sagen: ja, wir kümmern uns um das problem. gerade dass sie so extrem viel geld in das problem stecken, zeigt in meinen augen, wie schwierig die cheating-bekämpfung tatsächlich ist.

aguirre, 29/39, 09. Mar '26

aguirre - 09. Mar '26
DerPauschalverdacht gegen die "oberen Ränge"....ist nichts anders als wenn ich als tapferer 1600 einen Pauschalverdacht gegen alle 2000 äußere.

Warum kann es nicht sein das einige Schachfeunde hier einfach viel besser Schach spielen als andere Schachfreunde?

Vorschlag:
Wer hier öffentlich einen anderen Spieler des Betruges bezichtigt, führt auch den Nachweis.
Das Argument "aber das kann ich doch gar nicht..." tja,woher weißt Du es dann, das du öffentliche Vorwürfe erhebst?

Roland54, 30/39, 09. Mar '26

Roland54 - 09. Mar '26
Es gibt hier SF, die nach 2,3 verlorenen Partien, vor allem im Live Schach, PC Behauptungen aufstellen.
IdR spielen sie halt nicht so gut.
Diese SF kann man dann ja meiden.

toby84, 31/39, 09. Mar '26

toby84 - 09. Mar '26
eigentlich muss man sich nur eine KI trainieren, die lernt, "menschlich" zu spielen. das sollte kein problem sein, indem man einfach auf menschlichen datensätzen trainiert. dann erst ganz normal die stellung berechnen und kandidatenzüge finden. von diesen macht die KI dann den besten zug, von dem sie annimmt, dass auch ein mensch ihn realistischerweise spielen würde. ein hoch auf die schöne neue welt 😁

Vabanque, 32/39, 09. Mar '26

Vabanque - 09. Mar '26 Edited
Wie ich in einem anderen Thread neulich schon geschrieben habe: Vor einigen Wochen hatte ich in einem Nahschach-Ligaspiel eine Partie, wo wir beide über eine Serie von zig Zügen hinweg immer den Engine-Zug gefunden haben! Und beim neulichen Ligaspiel hat mir mein 'Gegner' einen ähnlichen Fall von sich selbst erzählt und noch dazu gemeint: 'Kramnik hätte sicher sofort Alarm geschlagen!'
Also, wenn das schon im Nahschach bei Spielern um 1800-2000 DWZ möglich ist, um wie viel mehr kann man das in chessmail mit Analysebrett und Datenbanken erwarten!
Ab einer gewissen Spielstärke sind Engine-Übereinstimmungen nicht auszuschließen, falls man in bestimmte Stellungen kommt, wo Züge entweder nach allgemeinen Prinzipien oder durch einfache Durchrechnung gefunden werden können.
In Blitzpartien ist die Lage natürlich anders, obwohl ich auch da nicht ausschließen will, dass ein GM da in bestimmten Positionen die besten Züge rein intuitiv oder mit Turbo-Durchrechnung findet.
Ich glaube jedenfalls, dass die Cheating-Kontrolle mancher Server auch viele ehrliche Spieler ausschließt.

AlDi, 33/39, 09. Mar '26

AlDi - 09. Mar '26
Engine-Nutzung lässt sich mit Doping vergleichen, aber ein noch besserer Vergleich ist aus meiner Sicht die Nutzung von Fahrzeugen bei virtuellen Läufen, von denen es gerade in der Corona-Zeit viele gab. Denn Doping verschafft nur dem ohnehin sehr guten Sportler einen weiteren Vorteil, mit dem er zu Weltspitze aufschließen oder diese sogar überholen kann. Bei virtuellen Läufen muss ich gar nicht laufen können, um mit dem Fahrrad, dem Auto oder der Bahn schneller zu sein als der Weltmeister. Mit Stockfish schafft das auch (fast) jeder im Schach.

Es gibt dementsprechend völlig eindeutige Betrugsfälle. Wer virtuell einen Marathon in unter zwei Stunden gelaufen ist, hat sicher gemogelt, auch wenn es angeblich mit Rückenwind bergab war. Hier bei chessmail gibt es das auch, doch es hat keine Konsequenz, weil man so nicht jeden Betrugsfall erkennen kann. Letzteres ist richtig; gerade wenn eindeutige Engine-Nutzung sanktioniert würde, gäbe es Ausweichreaktionen zu weniger klaren Fällen. Aber spricht das wirklich dagegen, zumindest die eindeutigen Fälle auszusortieren?

toby84, 34/39, 09. Mar '26

toby84 - 09. Mar '26
auf einem kleinen server, auf dem jedes feature arbeitszeit kostet, das von unserer unterstützung finanziert wird? für mich persönlich hat das keine relevanz, weil ich fast nur die verschiedenen varianten durchprobiere (zu schachfußball müsste man sich die KI schon selbst trainieren). die wertungszahl ist mir sowieso wurscht, wertungsspiele mache ich schon seit jahren nur noch, wenn ich mal vereinzelt dazu eingeladen werde. aber auch wenn ich spielen würde, bin ich mit 1800 in einem spielstärke-bereich, in dem eindeutige cheating-fälle überhaupt nicht gegen mich kommen würden. man muss schon sehr subtil spielen, um mit programm auf dem niveau 1800 cwz zu bleiben.

also ich bleibe da bei meinem fazit: aufwand groß, erfolg gering. und da du gefragt hast, kommt dazu: tangiert mich persönlich gar nicht.

Vabanque, 35/39, 09. Mar '26

Vabanque - 09. Mar '26
Und da nun seit 11 Beiträgen (!) in diesem Thread kein einziger mehr ein 'Like' bekommen hat, scheint es mir zu sein, dass das Interesse an diesem Thema nun doch stark abgeflaut ist.

FMPrzemyslaw, 36/39, 09. Mar '26

FMPrzemyslaw - 09. Mar '26
Apparently people here do not have the courage to face the unpleasant truth but probably it is a lack of knowledge.
Alapin sounds like he is his lawyer. I really do not know anyone who does not look 'quite badly' while he gets destroyed by stockfish.
Game near perfection and moves in blitz chess style or pre-moves while our second game paused. Then he stops this game and only the other one is played.
But of course everyone has the right to form their own opinion.

Alapin2, 37/39, 09. Mar '26

Alapin2 - 09. Mar '26
FMPrzemyslaw : Sorry, but your play in 1)d4 d6 2)Sf3 f5 was ,in my eyes, really not according to a FM.
Why can't really good Middle-class-players win against a FM (...could even be a fake!??...), who is using a dubious Dutch-Variation ?
Your French-Variation in the other game was just the one,I beat a WIM some years ago in a face-to face match.As black !

crimsonfripp, 38/39, 15. Mar '26

crimsonfripp - 15. Mar '26
Ewig langweiliges Thema.
Gestern habe ich im Turnierschach nach 56 (!) Zügen verloren - mein Gegner hatte eine Genauigkeit von 95 % laut Lichess.
Wäre hier bei chessmal sofort der Beweis, dass es nicht mit rechten Dingen zuging, oder?

Vabanque, 39/39, 15. Mar '26

Vabanque - 15. Mar '26
Ja genau. Ich habe weiter oben auch schon solche Fälle aus dem Nahschach erwähnt, aber anscheinend haben sie niemanden interessiert. Zu langweilig eben.