Im Grunde spielen die Russen auf weltpolitischer Bühne Schach, das haben sie immer schon getan, ob Zarenreich, Sowjetunion oder in Putins Autokratie.
Katharina die Große, selber eine begnadete Schachspielerin ihrer Zeit, war ja selbst unter den damaligen geopolitisch, strategischen Aspekten als Preussin im Sinne eines burgfriedlichen Verhältnisses mit den Preussen ins Zarenhaus eingeheiratet worden.
Die Dame als Faustpfand sozusagen.
Ihre eigene Politik war ebenso strategisch ausgerichtet.
Die Sowjets mit ihren immensen Aufrüstungen " balancierten" den Frieden , besser formuliert, Nichtkrieg, über SS20 Raketen, modernen " stonewalls", denen USA und Schachspielender Bündniskanzler Helmut Schmidt mit NATO Doppelbeschluss entgegentraten.
Es ist für mich nicht verwunderlich, wenn die Russen unter Putin ziemlich unmittelbar nach zugesicherter EU Hilfe für die neu erwachte Ukraine die Krim besetzen.
Ein durch die EU gesponsertes Land wird zu langfristigen NATO Stützpunkten an seinen östlichen Grenzen nämlich nicht Nein sagen können.
Das ist der leibhaftige feindliche Freibauer vor der eigenen Grundlinie...
Die Kritik wird ausgesessen. Wer will denn auch wirklich etwas ausrichten können?!
Sicherlich nicht eine Deutschlanddominierte EU mit Merkels " Kontaktgruppe" an der Spitze, oder eine kurz vor finanziellem Bankrott stehende USA.
Die Leidtragenden sind die ehrlichen Demonstranten vom Majdan.
Sie werden, wie so häufig auf weltpolitischer Bühne, Höherem geopfert.
Man kann nur hoffen, dass in Russland die junge und wache Demokratiebewegung soweit an Einfluss gewinnt, dass solche aussenpolitischen Übergriffe zukünftig nicht mehr möglich sind.
Wieder einmal hatte Olympia ihren Schleier über die gravierenden Defizite eines Gastgeberlandes legen können.
Nachdenklich,
kimble