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Migrationspakt

verlierer - 19.11.18    

Da in Deutschland meines Erachtens nicht unbedingt realistisch darüber berichtet wird, mal ein Bericht aus USA über die Rolle Merkels. Ich befinde mich gerade im Urlaub dort und musste feststellen, dass die Amis in dieser Frage mehrheitlich hinter Trump stehen, der diesen Pakt ablehnt.

https://www.usatoday.com/story/news/worl..

attacca - 19.11.18    

Na dann schönen Urlaub

Aletea - 19.11.18    

Österreich,Ungarn und Dänemark sowie noch einige andere Länder lehnen dieses Abkommen auch ab. In den deutschen Medien wird dieser Migrationspakt als nicht
bindend den Bürgern verkauft. In den Medien wird außerdem nur unzulänglich darüber berichtet.Dabei steht in diesem Migrationspakt oftmals "wir verpflichten uns",diesen entsprechend umzusetzen.

blaessupp - 19.11.18    

Bring ein Stappel dieser Berichte aus der Zeitung mit und verteile sie in Berlin.....
Schönen, angenehmen Gump zurück.

verlierer - 19.11.18    

Wer sich damit beschäftigen möchte und den vollständigen Wortlaut erfahren will, sollte mal Googeln...
Ich habe nicht gefunden, dass es eine vollständige Veröffentlichung seitens der Bundesregierung oder namhafter Medien gibt.

Geldvernichter - 19.11.18  

Es grenzt eigentlich an ein Wunder,dass diese Merkel noch Bundeskanzlerin ist. Das kann man nur schwer begreifen. Nach dem,was diese Frau getrieben hat mit der Grenzöffnung 2015. Nachts allein auszugehen ist nicht mehr möglich. Das schlimmste sind die Gutmenschen, die das alles abstreiten. Obwohl es so ist. Jeden Tag liest man von Überfällen in unserer Gegend. Den Tätern passiert meistens nichts. Gut Nacht Deutschland.

Cornwall - 19.11.18   +

@ Verlierer: Ich nehme an, mit deiner Überschrift "Migrationspakt" meinst Du den UN Migrationspakt. Geht es darum in dem von Dir veröffentlichen Link ? Mein englisch ist sicherlich nicht so gut wie deines, aber soweit ich das richtig verstehe, geht es in dem Artikel, um den "Migrationskompromiss" den die deutsche Bundesregierung (insbesondere Merkel / Seehofer) geschlossen hat (im Juli).

Und ich habe ungefähr drei Minuten gebraucht, um im Webauftritt des ZDF einen Link zum vollständigen Wortlaut zu finden. Ich wollte wissen, wie oft das Wort Verpflichtung (oder ähnlich) vorkommt. Tatsächlich hat mein PC 89x gezählt. Aber es steht dort auch, dass die Vereinbarung nicht verbindlich ist.

keinstein - 19.11.18    

Eine nicht verbindliche Verpflichtung also?
Dann ist der Pakt doch wertlos oder?

Cornwall - 19.11.18    

und dann versuche ich mal den Link zum ZDF-Artikel anzugeben, in dem der Link zum vollständigen Text des UN Migrationspaktes zu finden ist.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kom..

Cornwall - 19.11.18    

@Keinstein: Dieser Satz steht in dem Dokument:

"Dieser Globale Pakt stellt einen rechtlich nicht bindenden Kooperationsrahmen dar, der auf den Verpflichtungen aufbaut, auf die sich die Mitgliedstaaten in der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten geeinigt haben."

Nach dem Satz würde ich (kein Jurist) eher sagen, der Pakt ist nicht rechtlich bindend.

Canal_Prins - 19.11.18    

@ Cornwall

Der Text betont das "souveräne Recht der Staaten", ihre Einwanderungspolitik selbst zu bestimmen. Sie sollen weiterhin über erwünschte und unerwünschte Migration entscheiden können. Formal ist der Pakt völkerrechtlich nicht bindend. Allerdings ist in dem Text wiederholt die Rede davon, dass die Unterzeichner "sich verpflichten", die genannten Ziele auch umzusetzen, freilich "unter Berücksichtigung der unterschiedlichen nationalen Realitäten, Kapazitäten und Entwicklungsstufen".

Völkerrechtler sprechen von einem "weichen Gesetz", das zunächst nicht bindend ist, aber durch moralischen Druck auf einzelne Länder sowie die Urteile nationaler und internationaler Gerichte, die sich auf den Text berufen, zu verbindlichen Verpflichtungen werden kann.

verlierer - 19.11.18    

@cornwall
Es geht um den UN-Migrationspakt, der im December unterzeichnet werden soll, bzw. den Umgang Merkels damit, Meinung anderer Politiker, 5 Punkte Plan...

Cornwall - 19.11.18    

@verlierer: sorry, ich finde in dem von dir verlinkten Artikel die Erwähnung des Masterplans Seehofers, nichts vom UN-Migrationspakt. Überhaupt nur eine Zusammenfassung des Streites um den Masterplan und die „Lösung“. Nichts aber auch gar nichts worüber nicht auch in D berichtet wurde. Der Artikel stammt ja wohl auch von der Deutschen Welle.

attacca - 20.11.18    

Es gibt viele Gesetze, die zwar bindend sind, aber vom Bürger weich gehandhabt werden. Insbesondere im Strassenverkehr. Rot ist nicht für jeden rot, zB.

attacca - 20.11.18    

Aus der Geschichte gelernt, verantwortlich handeln und Vorbild sein. Das macht stolz.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sch..

MarkD - 20.11.18    

ein gut einordnender Kommentar

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan..

mit Faktenzusammenfassung am Ende...

keinstein - 20.11.18    

Zum obigen Artikel:
Wenn Migration wie Schwerkraft ist (absoluter kann man es ja nicht formulieren), ist es dann im Umkehrschluss unmöglich Fluchtursachen zu bekämpfen?

Wenn Migration wie Schwerkraft ist, muss dann der nicht verbindliche, aber wohl verpflichtende (wenn Gerichte es zukünftig so entscheiden dürfen) Migrationspakt automatisch gut sein?

Ist die Diskussion eines durchaus schwammigen Papiers also von vorneherein ausgeschlossen?

MarkD - 21.11.18    

nun, wie immer ist es "überstaatlich" schwer, sich aus dem "schwammigen" zu erheben. Da sind dann Absichtserklärungen und nicht verbindliche Dinge immerhin besser als gar keine Dinge. Diskutieren kann man immer, Aber bitte ohne Populismus...

keinstein - 21.11.18    

Ist der Begriff Populismus nichzt auch furchtbar schwammig?

Jupp53 - 21.11.18    

@keinstein

Die Frage bleibt, ob die Orientierung an Worten oder an Inhalten stattfindet. Weil Begriffe von einigen schwammig verwendet werden, sind sie noch lange nicht schwammig.

Jenseits von pro oder contra Kapitalismus sind sich wohl alle Ökonomen einig, dass die Produktion die Stärke und die Distribution die Schwäche dieser Gesellschaftsform sind. Die ungleiche Verteilung des Produzierten sorgt für Armut und Not. Menschen fliehen aus Armut und Not, wenn sie eine Alternative sehen. Das kann mit der Schwerkraft verglichen werden. Dieser Vergleich hat den Vorteil für Interessierte die Zusammenhänge als unabdinglich, unveränderlich darzustellen.

keinstein - 21.11.18    

Meine Eltern sind damals mit mir aus dem Osten geflohen.
Dies geschah natürlich nicht freiwillig sondern wir hätten bevorzugt , man hätte es vermieden. Für meine Eltern war der Verlust der Heimat eben schmerzhaft. Die Vertreibung war eben nicht so unvermeidlich wie die Schwerkraft.
Will man denn wirklich nicht mehr darüber nachdenken, wie man Fluchtursachen vermeiden kann.
Wenn man das aufgegeben hat, würde ich nicht von Schwerkraft sondern von Resignation sprechen!

MarkD - 21.11.18    

Migration ist nicht immer Flucht!
Natürlich gibt es Flucht vor politischen Bedingungen und vor Krieg.
Natürlich kann und soll man darüber nachdenken, wie das zu vermeiden ist.
(Lösungsansatz: keine Rüstungsexporte!)
Aber es gibt dennoch immer Migration und man muss sich (auch als
Weltgemeinschaft) darüber Gedanken machen, wie man damit umgeht.
Das ist genau das Gegenteil von Resignation, das ist Vernunft.

keinstein - 21.11.18    

Immerhin haben die DDR und der Ostblock uns über Jahzehnte gezeigt , wie leicht es ist Migration weitgehend zu verhindern; von Schwerkraft habe ich da nichts gespürt.

Der Vergleich ist und bleibt in meinen Augen untauglich; er wurde in dem Artikel ja wohl auch mit dem Ziel Herrn Spahn lächerlich zu machen ins insinuiert.

MarkD - 21.11.18    

Diese Schwerkraft hast Du am 9.11.1989 zu spüren bekommen!

Es soll meines Erachtens nicht Hr. Spahn lächerlich gemacht werden,
sondern die (gefährliche) Tendenz deutlich gemacht werden, selbst
mit banalen (weil einfach vernünftigen) Themen zu "zündeln".

keinstein - 21.11.18    

Es geht hier ja nicht um den Druck, den Menschen verspüren ein ungeliebtes Land zu verlassen.
Es geht um die Behauptung, dass Migration so unweigerlich existiert wie Schwerkraft exististiert. Ich halte das für ziemlich falsch.

macmoldis - 21.11.18    

Behauptung, dass Migration so unweigerlich existiert wie Schwerkraft exististiert

Als Migration wird eine auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes einer oder mehrerer Personen verstanden.
de.m.wikipedia.org/wiki/Migration

... und so gesehen zählen die Schwaben in Berlin, sächselnde Kellner in Frankfurt am Main auch als Migration.
So gesehen existiert Migration nur nicht, wenn jeder auf seiner Scholle bleibt, auf der er geboren wurde ... und dann kann man noch darüber diskutieren wie groß die Scholle ist bzw. gesehen wird.

Und wenn die DDR angeführt wird wie Migration verhindert wurde, ein Blick nach Syrien oder Afghanistan, dahin will zur Zeit auch keiner fliehen, die haben wohl auch keine Probleme mit der Migration.

keinstein - 21.11.18    

Schwaben in Berlin.....
Es ist schon eigenartig, wenn Leute, die sich Schwaben in Berlin gegenüber intolerant zeigen andrerseits aber die große Welttoleranz ausrufen.

Vielleicht sollten wir hier mal über die konkreten Inhalte des UN- Migrationspaktes diskutieren!
Ich habe ihn jedenfalls mal überflogen; Maßnahmen zur Eindämmung der Migration habe ich nicht gefunden.

Dabei glaube ich nicht, dass dieses Phänomen mehrheitlich der Lust am Wandern , dem Bedürfnis nach Farbe und Offenheit geschuldet ist.

macmoldis - 21.11.18    

Ziel des Migrationspaktes ist auch nicht eine Eindämmung, sondern wie man damit international umgeht, das ist das jetzige Problem.

Eine Eindämmung? Da sollte man sich vielleicht nochmal 2015 anschauen, was diesen Marsch von Syrien nach Europa auslöste, als Beispiel wie man es nicht machen sollte.
http://m.faz.net/aktuell/politik/fluecht..


und dann kann man auch mal über Rüstungsexporte reden ... aber solange damit Geld verdient wird und UN-Veto-Mächte quasi Stellvertreterkriege führen sieht es mit Bekämpfung von Fluchtursachen nicht gerade rosig aus.

keinstein - 21.11.18    

Ich dachte bei der Eindämmung jetzt auch im allgemeineren Sinn der Migration u.a. an wirtschaftliche Maßnahmen. Hier gäbe es sicherlich einen langen Katalog.
Spontan fällt mir die Aufgabe der unmoralischen Abwerbung von Fachkräften ein.

Im Gegenzug müsste z.B. Deutschland überlegen, ob hier nicht etwas schief läuft, wenn wir unsere eigenen Probleme nicht ohne Hilfe von außen lösen können.

macmoldis - 21.11.18  

Auch die Anwerbung von Fachkräften, deren hiesiger Mangel hat seine Ursache in vergangenen Tagen, das unsrige Problem ist nun auch nicht von heut auf morgen lösbar, bis dahin bleibt die Anwerbung als "Lösung"

Jupp53 - 21.11.18    

Die DDR und der Ostblock haben die Migration erschwert, nicht verhindert. Sie war damals aus ähnlichen Gründen erwünscht, wie heute.

keinstein - 21.11.18    

Beim Fachkräftemangel darf man schon überlegen, ob hier nicht die Gier nach zu viel Wohlstand der Ausgangspunkt ( neben anderen Fehlern) ist.
Sicher gehört auch Verzicht z.T. zum Lösungsansatz der globalen Probleme.
Ganz abgesehen davon, dass grosse wirtschaftlche Unterschiede allein schon zu Spannungen führen.

Jupp53 - 21.11.18    

Nebenbei: Ich bin Rheinländer im hessischen Arbeitsexil und nur wegen der Arbeit hierher gezogen. Wie viele Migranten bleibe ich dort wohl hängen, aus sozialen Gründen.

Und keiner bezweifele unterschiedliche Kulturen in Deutschland!

keinstein - 21.11.18    

Die kulturellen Unterschiede zwischen Schlesien und dem Westen Deutschlands waren wohl noch etwas größer.
Im Vergleich zu den Kulturen im Einzugbereich des Islam empfinde ich diese Unterschiede nach meinen vielen Reisen aber eher als sehr gering. Von den Sprachbarrieren sehe ich dabei schon ab.

Jupp53 - 23.11.18    

In dem Zusammenhang:

Versteht das wer? http://www.spiegel.de/wirtschaft/abschie..

mailwurm - 23.11.18    

Diese Abschiebung ist kompletter Irrsinn. Eine Krankenpflegerin mit Job wird abgeschoben.
Aber die Regierung will ja jetzt Fachkräfte anwerben. So in 2 Jahren, wenn das greift, kann die Frau sich dann bewerben, oder verstößt das wieder gegen ein ehernes Prinzip?
Jetzt versteht man, warum die SPD den "Spurwechsel" wollte. Der hätte geholfen.

macmoldis - 23.11.18    

Diese Abschiebung (klar Irrsinn, aber) entspricht der gegenwärtigen Gesetzeslage. Manchem noch nicht rigoros genug.
... und ja, ein Spurwechsel bzw. passendes Einwanderungsgesetz hätte geholfen.

Wobei diese Ausweisung bzw. die Abholung durch die Polizei auch nicht von heut auf morgen erfolgte, da ging bestimmt schon lang vorher ein Bescheid zur Ausreise bzw. Beendigung der Duldung raus.

Jupp53 - 29.11.18    

"Wobei diese Ausweisung bzw. die Abholung durch die Polizei auch nicht von heut auf morgen erfolgte, da ging bestimmt schon lang vorher ein Bescheid zur Ausreise bzw. Beendigung der Duldung raus."

Immer, wenn ich lese, dass einer ähnlich verständlichen Handlung ein geordneter Verwaltungsakt vorausging, bin ich beruhigt. Dann weiß ich: Es liegt an einer Gruppe und nicht an einem Einzeltäter, ähh, verschrieben, einem Einzelnen.

macmoldis - 29.11.18    

"ein geordneter Verwaltungsakt" ... mit duetscher Gründlichkeit
tja, es werden mehr solcher Geschichten folgen, wenn der Flüchtlingsstatus weg fällt, wenn mehr Staaten zu sicheren Staaten bzw. auch nur teilweise zu sicheren Zonen erklärt werden


Da kennt der deutsche Amtsschimmel nichts, die Ausländerbehörden stehen da unter Druck, da wird duchgesetzt, egal ob Frau mit Risikoschwangerschaft im Krankenhaus liegt, da kommt man nachts zur Abholung ... letztendlich durch die Ärzte verhindert
https://m.thueringer-allgemeine.de/web/m..

oder aber der werdende Vater der seiner Frau beistehen will, wird während der Geburt aus dem Kreißsaal abgeholt ... die Hebammen intervenieren
https://www.thueringer-allgemeine.de/web..

oder aber wie oben genannte Krankenschwester

Hanniball - 29.11.18    

@ macmoldis

Eine Frage habe ich an dich:

Macht dir die Überfremdung unseres Landes und deren Kosten keine Angst?

kimble - 29.11.18    

Hier mal eine Definition zum "Überfremdungs"-Begriff, die aus meiner Sicht keines weiteren Kommentares bedarf:

Quelle wikipedia:

"Überfremdung ist ein politisches Schlagwort, das im deutschen Sprachraum ein scheinbares Übergewicht von als fremd und schädlich bewerteten Einflüssen auf Gesellschaft, Kultur, Nation oder Sprache bezeichnet. In der Wirtschaft bezeichnet der Ausdruck den Aufkauf größerer Kapitalanteile eines Unternehmens mit dem Ziel, maßgeblichen Einfluss auf dessen Führung zu gewinnen. Im Rechtsextremismus wird der Ausdruck für ausländer- und fremdenfeindliche Forderungen, Maßnahmen und Ziele benutzt. 1993 wurde der Ausdruck zum deutschen Unwort des Jahres gewählt."

Hanniball - 29.11.18    

@kimble

Ich wählte das Wort "Überfremdung" hier bewusst und nicht als Unwort.

Mir bereitet ein ungebremster Zuzug und Aufnahme andersrassiger Menschen und deren Kulturen Sorgen, nicht unbedingt für mich persönlich , sondern für meine Enkelkinder. Wenn man von derzeit 986.000 (Flüchtlingen, Asylanten oder Wirtschaftsflüchtlingen) in der Bundesrepublik ausgeht , so sind deren Kosten enorm. Vor 8 Jahren hatte man für die Rentner , die hier gearbeitet, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern bezahlt hatte kein Geld für eine Rentenerhöhung. Danach unterstützte man in der Finanzkrise Griechenland mit Milliarden, die irgendwo im Haushalt locker gemacht wurden. Danach kam die Flüchtlingswelle ...auch hier hatte man sofort Milliardenbeträge bereit, während man das eigene Volk weiterhin am Spartropf hing.

Solche Unzulänglichkeiten eines Staates bedürfen einer schriftlichen Meinungsäußerung , da diese nicht stillschweigend mehr hingenommen werden können.

Cornwall - 30.11.18    

Nicht stillschweigend hingenommen werden dürfen derartige "Meinungsäußerungen".

Zunächst: Ein Unwort bleibt ein Unwort, so wie ein Schimpfwort ein Schimpfwort bleibt - da gibt es nichts zu beschönigen. Wenn ich jemanden einen Idioten nennen, kann ich hinter nicht sagen, ich hätte das nicht als Schimpfwort gemeint.

Wenn dann zu der "Überfremdung" noch die Ausdrücke "andersrassig" und "das eigene Volk" hinzukommen, stufe ich den Beitrag nicht als "unzulänglich" (das ist er im Bezug auf die angeführten Beispiele auch) sondern als rassistisch ein.

siramon - 30.11.18    

Lieber SF Hanniball

Sorge dich nicht um deine Enkel, sorge dich um dich!

Ich sehe bei meinem Vater ähnliche Tendenzen, ihm macht vieles auch Angst. Ich versuche ihm diese Angst in stundenlangen Gesprächen zu nehmen und auch die positiven Seiten der heutigen Zeit aufzuzeigen. Manchmal fehlt mir die Energie, ich werde wütend und reagiere unverständlich - bin froh, dass mein Vater trotzdem beim nächsten mal seine Ohren wieder spitzt und wir weiter diskutieren können... Ein steter, strenger Prozess - aber eben auch ein sehr wichtiger!

Deine Wortwahl kommentiere ich jetzt mal nicht, da hat SF Cornwall schon alles dazu gesagt.

LG
Rolf

keinstein - 30.11.18   +

Das Wort "Überfremdung" sollte man m.E. in der Tat nicht mehr benutzen, da uns die Kulturen der Menschen, die zu uns kommen aus Presse , Internet und Reisen genauso bekannt sind wie ggf. auch die Gefahren (wie z.B. die Unterdrückung der Frauen), die solche Kulturen beinhalten können.
Das Wort "Rasse" ist mittlerweile zu einem Unwort geworden, da die Nazis diesbezüglich völlig entgleist sind.
Warum das Wort "Volk" nicht mehr benutzen soll, leuchtet mir aber nicht ein.

Schließlich haben wir Staaten, denen m.E. wir trotz aller Migration Völker zuordnen.
Oder gibt es z.B. das französische Volk nicht mehr?
Wenn wir einem Staat aber ein Volk zuordenen, dürfen wir auch vom eigenen Volk sprechen.

Oder haben die Migration das Reisen und die Kommunikation mittlerweile einen solchen grauen Einheitsbrei erzeugt, dass wir Völker gar nicht mehr unterscheiden können? Ich denke, dass das noch nicht der Fall ist.

Kellerdrache - 30.11.18   +

Der Begriff Rasse bei Menschen, jedenfalls da wo es um mehr als äußere Merkmale wie Haut- und Haarfarbe geht, ist völlig sinnlos.
Die unterschiedliche Kultur aus der jemand kommt ist ein ganz anderes Kapitel. Es ist schwer aus seit der Kindheit angelernten Denkmustern auszubrechen und sich in einem völlig anderen Wertesystem zurecht zu finden. Schwer, aber nicht unmöglich. Viele Flüchtlinge/Einwanderer haben politische oder wirtschaftliche Probleme hinter sich lassen wollen. Soweit möglich wollen sie aber so leben wie sie es gewohnt sind. Das geht in einem westeuropäischen Land natürlich nur begrenzt.
In der Regel lernt man das so Stück für Stück, je länger man irgendwo lebt. Die Gettobildung, wo Einwanderer isoliert unter sich sind, steht dem Lernprozess allerdings sehr entgegen. Den die fördern ja die Illusion, das man noch in der gewohnten alten Gesellschaft lebt.
Man sagt ja gerne, dass Integration nicht bedeuten soll die eigene Kultur aufzugeben. Aber sie 100%, wie zu Hause weiterzuführen, geht eben so sicher ebenfalls nicht.

manne - 30.11.18  

Meine Enkelkinder profitieren vom hohen Ausländeranteil (über 20%) in ihrem Viertel. Sie wachsen ohne Berührungsängste mit anderen Religionen und Hautfarben auf. Auf dem Sportplatz feuern Mütter mit Kopftuch ihre Kinder genauso an wie Mütter ohne Tuch. Ich empfinde dies alles als sehr entspannt und angenehm.

seluona - 30.11.18  

Wer's glaubt wird selig, ich bedaure schon heute welchen Herausforderungen Ihm als dann Minderheit noch erwachsen werden, da ist ein Kopftuch noch das kleinere erwartbare Übel.

Jupp53 - 30.11.18    

@Hannibal

Ich habe hier in Frankfurt am Main Schachkurse für Kinder an Schulen und für Tagesstätten gegeben. In der ersten Vorstellungsrunde habe ich jedesmal gefragt, wo sie herkommen. Die meisten sagten: Aus Frankfurt. Manchmal aus einer anderen Stadt. Die Eltern eines Kurses kamen mindestens aus drei Kontinenten, meistens aus fünf (Nordamerika und Südamerika als zwei Kontinente gezählt).

Da war nichts überfremdet. Bedrohlich finde ich nur die Menschen, die aus Furcht vor "Überfremdung" verhindern, dass diese Kinder hier normal leben und sich entwickeln können. Sei es durch Ablehnung und Diskriminierung, sei es durch die tägliche Gewalt und deren Verharmlosung, die aus diesem furchtbaren und fruchtbaren Schoß kommt.

keinstein - 30.11.18    

@seluona

Soviel zu der mannes heiler Welt:

manne - 28.07.17
Mein Sohn hat die Rasse gemischt, meine Schwiegertochter ist eine bildhübsche schwarze Frau, meine drei kleinen Enkel sind "Mischlinge". Ich erlebe den täglichen Rassismus hautnah und ich habe eine panische Angst vor Brandstiftern und Biedermännern. Nun wollte ich in aller Ruhe Schach spielen und da sind sie schon wieder, die " das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen" Bürger mit dem grenzenlosen Hass auf alles Fremde. Ich bin froh und dankbar für jeden Menschen der in dieses ekelhafte Geheule nicht einstimmt! Vielen Dank an cm!

mailwurm - 30.11.18    

Meine Kinder gehen ebenfalls mit Menschen unterschiedlichster Kulturen um.
Sie empfinden es als normal und manchmal auch als sehr interessant. Sie haben dadurch einen weiteren Horizont als ich, der ich Dorfkind war.
Ich habe nicht die Angst, dass sie sich eines Tages als Minderheit sehen. Die Trennung von Bio-Deutscher und Migrant ist doch völlig künstlich. Wer hier aufwächst, ist doch Teil unseres Volkes. Im Guten wie im Schlechten.

Hanniball - 30.11.18    

@ keinstein

Es freut mich das du eine sehr hübsche Schwiegertochter hast, die sich hier in der BRD integriert hat.

Ich wollte nur klar stellen, dass ich Andesdenkende Menschen oder die eine andere Hautfarbe haben, nicht hasse.

Ja wer hier aufwächst und sich in unsere Gesellschaft integriert, da ist auch nichts einzuwenden, da bin ich mit Dir einer Meinung. Wer jedoch das Gastrecht missbraucht, der sollte mit Ausländerrechtlichen Sanktionen rechnen müssen. Die dann aber auch konsequent angewandt werden müssten.

Gruß Hanniball

keinstein - 30.11.18    

@Hanniball:
Es ist doch mannes Schwiegertochter!
Ich hab' doch nur zitiert.

manne - 30.11.18  

@keinstein
Dein Zitat ist völlig daneben. Meine Schwiegertochter lebte damals woanders und hat sehr unter rassistischen Bemerkungen ihrer Nachbarn gelitten.Das ist heute anders. Du redest über eine Sache, die Du gar nicht kennst

kimble - 30.11.18  

Es wäre auch sehr aufschlussreich und liesse tief blicken, wenn sich keinsteins Einschätzung des Sachverhaltes nun ändern würde, nachdem die zitierte Schwiegertochter sich nun nicht als die eines "aufrecht und Konsequenten" sondern eines Linken herausstellen würde...;-)

keinstein - 30.11.18    

@manne

Ich rede ja nicht sebst; ich habe Deinen Beitrag vom 28.07.17 kopiert.

Dieser Beitrag hört sich doch etwas anders an, als das was Du vor 10h geschrieben hast!

macmoldis - 01.12.18    

@ Hanniball
Zitat; "Macht dir die Überfremdung unseres Landes und deren Kosten keine Angst?

Ob ich Angst vor Überfremdung habe? Aber klar doch ... Angst ist ein natürlicher Abwehrmechanismus und mir ist in diesem Lande so einiges fremd geworden.

Siehst du, ich bin in der DDR aufgewachsen und ich erinnere mich als man für ein offenes Land "visafrei bis Hawaii" demonstrierte. Und als dann die Mauer fiel konnte ich ich die Bundesrepublik kennen lernen, diesmal nicht nur aus dem Westfernsehen oder von der DDR-Propagands, diesmal persönlich. und was soll ich sagen, es war vieles nicht in Ordnung, aber es ging weltoffen zu, man war auf den Weg nach Europa, die Grenzen innerhalb Europas wurden obsolet.
Und heut? Heut werden Stimmen laut, welche die Grenzen wieder dicht machen wollen, die raus aus Europa wollen.
das ist mir fremd ...

Und wer kennt noch die DDR-Bezeichnung für die Mauer, den "antifaschistischen Schutzwall"?
Was für eine blöde Bezeichnung damals, da waren Nazis und Rechte noch der relative Einzelfall, in beiden Teilen Deutschlands eine mehr oder minder zu beachtende Minderheit. Das hat sich geändert. Heut werden sie von Parteien hoffähig gemacht, man macht auf der Strasse offen Werbung für den Nationalsozialismus ... aber ach, war ja nur ein Vogelschiss in der Geschichte
das ist mir total fremd ...

Und ich mit aufgewachsen mit Beatles-Musik und ihrer Botschaft "All You Need Is Love", Give Peace A Chance, Peace and Love
Hass auf andere Menschen hat da keinen Platz ist mir fremd, ich teile sie auch nicht nach irgendwelchen Rassen ein.
Mensch ist Mensch, alles andere ist mir fremd

Und war es hier oder in einem anderen Thread, wo es darum ging, die Frau nicht allein auf die Strasse zu lassen. Also meine ist letzte Woche nach Mitternacht alleine los und hat unseren Sohn vom Bahnhof abgeholt. Da hat sie mich ganz allein zu Haus im Schlafzimmer zurück gelassen, dabei weiß doch jeder, dass da nachts unterm Bett und im Kleiderschrank die Monster lauern, was ich da für eine Angst hatte, kannste dir nicht vorstellen.


Ich will dir aber auch was über die Stadt hier erzählen, wo ich wohne.
Einwohnerzahl zu Wendezeiten waren es über 126 Tsd. heut sind's nur noch rund 95,7 Tsd.
Der Altersdurchschnitt liegt bei 48 Jahren, das sind so einige Jahre über dem Bundesdurchschnitt. An andere Stelle war davon die davon dass 53% über 49 Jahre alt sind. Die Stadt zählt in Thüringen als Altershochburg, die Stadt mit den meisten hochbetagten (über 80 Jahre alt), im Bund liegt die Stadt damit auf Platz 5. Im Jahre 2017 waren es rund 800 Geburten gegenüber 1400 Todesfällen. Die Stadt schafft sich ab
Der Ausländeranteil in der Stadt ist mit 6,2% zwar unter dem Bundesdurchschnitt, aber gegenüber dem der neuen Bundesländer dann doch schon relativ hoch, und da waren zu diesem Zeitpunkt diejenigen aus der Erstaufnahmeeinrichtung nicht mal mitgezählt. Die ist mittlerweile aufgrund gesunkener Flüchtlingszahlen wieder geschlossen.
Und ja, das Strassenbild in der Stadt hat sich geändert, neben den Alten, die mit ihren Rollatoren (fünfe nebeneinander) in der Fußgängerzone unterwegs sind, sieht man nun auch viele junge Gesichter, sehen nicht alle deutsch aus, aber was soll's .... Und ja gab es dort Streitereien und entsprechende Polizeimeldungen, aber vieles davon nichts anderes, was deutsche Jugendliche nicht auch tun. Aber doch, ein paar Unterschiede hab ich doch persönlich erlebt, da wird in der Strassenbahn aufgestanden und für ältere Platz gemacht während der deutsche Teenager auf sein Smartphone stiert. Da wird als es eng wird meine Frau versehentlich angerempelt, da wird sich tausend mal dafür entschuldigt. Gleiche Situation, deutscher Teenager? der pöbelt noch dazu. Aber ja, sind ja nicht alle so.


Aber schauen wir uns mal "deine Überfremdung" nach Zahlen an?
Der Ausländeranteil in Deutschland liegt mit 10,6 Millionen bei rund 12,8%. Hier auch mit drin EU-Bürger und auch mit drin, welches die größte Gruppe ist, die aus der Türkei. Viele davon schon länger in Deutschland und mehr ins deutsche Steuersäckel gezahlt, als so manch junger Hüpfer, der sich über die aufregt.
Ich kann aber auch von deiner Zahl ausgehen, 986.000, runden wir auf, auf 1 Mio. Dann sind das im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Deutschland gerade mal 1,2%.
Und vor denen hast du Angst, dass die uns "überfremden"?
mal auf chessmail übertragen und die Rangliste auf 2000 aufgerundet, sind das 256 Ausländer in der Rangliste, inkl. den EU-Bürgern und Türken. Von deiner Zahl ausgehend sind's 24, und die schaffen es die chessmail-Rangliste zu überfremden, 24 von 2000?
Oder nur diesen Thread hier, wenn ich richtig gezählt hab, haben sich bisher 18 daran beteiligt. Rechnerisch müßten gut zwei von denen Ausländer sein (genau genommen 2,3) Und um mit deiner Zahl rechnerisch einen ganzen Asylanten in diese Diskusion zubekommen, müßten sich 65 weitere daran beteiligen. Und dieser eine Asylant schafft es dann diesen Thread hier zu überfremden? Davor hast du Angst?

Ich hab da was für dich:
http://www.obergrenze.net/

macmoldis - 01.12.18  

Ach, du fragtest ja auch nach der Angst für die Kosten?
Abschieben hab ich als Lösungsansatz gehört und gelesen
HIER: https://http://www.der-postillon.com/2011/04/stu..


Aber wenn man sich die Haushaltslage der Bundesrepublik in den letzten Jahren anschaut. Der Haushalt schreibt schwarze Zahlen, die Schuldenuhr läuft mittlerweile rückwärts und auch die Renten steigen wieder. Dass es 2010 eine Rentennull wurde und nun wieder erhöht wird, ergibt sich aus einer Rentenformel in deren Berechnung aber der Bundeshaushalt nicht mit vorkommt und die Flüchtlinge waren da auch noch nicht in dem Umfang da um Schuld zu sein.

Aber ja, Geld ist in diesem Lande genug und reichlich da, trotz oder immer noch genug neben Griechenland- und Flüchtlingskrise.
Nur unterstützte man Griechenland wirklich mit Milliarden? wohl nur indirekt, es war wohl eher eine Bankenrettung.
Ach ja, Deutschland hat mit der Griechenland-Hilfe aber auch schon ein paar Milliarden verdient, gilt bisher als einer der größten Profiteure dieser Hilfe
https://http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-v..

Da fällt es auch nicht auf, wenn sich Banker und Anwälte aus dem deutschen Steuerhaushalt bedienen und sich über 33 Milliarden Steuern zurück zahlen lassen (in ganz Europa über 55 Mrd.), Steuern welche sie gar nicht gezahlt haben. Aber wer regt sich schon über Cum-Ex auf, wenn man die Flüchtlinge hat.

Tja die Kosten für die Flüchtlinge? Wo ging das Geld eigentlich hin, wer verdiente damit? War es nicht eher ein Investionsprogramm in die deutsche (Flüchtlings-)Industrie. Es ist im Grunde nichts anderes, als wenn jeder Ossi nach Grenzöffnung sein Begüßungsgeld abholte und ausgab.
Mehr Konsum - mehr Produktion, mehr Arbeit, mehr Steuern und Sozialabgaben, im Grunde kommt alles wieder zurück.

Und ja, dreimal JA kann man den deutschen Steuerzahler entlasten und mehr Geld in die Hand geben, aus den selben Gründen (aber ob er's nun wirklich auch hier in D ausgibt bzw. nicht auf der Bank verstauben lässt ist ein anderes Ding). Aber es ist genug Geld da, es lässt sich sogar ein bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen - Hartz IV für alle - ohne Drangsalierung und Sanktionen, ohne §249 DDR-StGB

Ist aber anscheinend mehrheitlich wohl nicht gewollt ...

Da ist einem diese Bildgeschichte halt immer noch lieber und lässt sich so schön ausspielen
http://chrisbeck.de/wp-content/uploads/2..

Wünsche allen ein angstfreies Wochenende
und morgen einen schönen 1.Advent

siramon - 01.12.18  

*meld* bin der Quotenausländer in diesem Thread. Jetzt müssten sich noch 1.3 andere melden, dam SF macmoldis These stimmt ;-)

Übrigens, danke für deine Beiträge hier SF mm, wie immer mit guten Argumenten und spannenden Perpektiven, dazu eins, zwei Links und fertig ist das Rezept für ein gutes (tm) Posting.

Grüsse aus der Schweiz
Rolf

Vabanque - 01.12.18  

Ich glaube, die Schweizer zählte macmoldis irgendwie nicht dazu.

Oder gibt es hier Deutsche, die sich von den Schweizern als Ausländern irgendwie bedroht fühlen, und befürchten, dass wir bald von der schweizer Kultur überrollt werden? ;)

kimble - 01.12.18  

...am Bodensee und Umgebung haben einige Supermärkte wohl Kassen nur für Schweizer...;-)

Vabanque - 01.12.18  

Diskriminierung! Warum schreit da niemand auf und macht das publik? ;-)

Vabanque - 01.12.18  

Und wenn sich jetzt hier noch ein paar Österreicher, ein Luxemburger, ein Niederländer und ein Däne melden, dann ist der Thread bald von Ausländern überfremdet :-)

Jupp53 - 01.12.18  

Bloß nicht! Dann wandere ich nach Australien aus.

Österreicher:
https://www.youtube.com/watch?v=cXyNnhFV..

Luxemburger:
https://www.youtube.com/watch?v=1k15gzZE..

Holländer:
https://www.youtube.com/watch?v=VQ_5nehW..

Schweizer:
https://www.youtube.com/watch?v=cb5yfcol..
und dann noch Hazel Brugger

keinstein - 01.12.18    

Zitat: Rechtsextreme sind häufiger arbeitslos, gewalttätiger und schlechter gebildet als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Dieser Satz findet sich in der Studie des IBW.

1. Es sieht so aus als ob der Sozialstaat hier total versagt hat und eine größere Gruppe an Menschen nicht mitgenommen hat.

2. Nicht untersucht wird der Anteil an Migranten in der rechtsextremen Szene.

Nach meiner persönlichen Erfahrung haben insbesondere Menschen aus dem ehemaligen Ostblock eher rechtsextremes Gedankengut. Die DDR kann man im weiteren Sinne dazu rechnen.

Ich gehöre Übrigens zu denen, die eine Vertreibung dieser Menschen für nicht richtig halten.

Eine gezielte Integrationspolitik erschiene mir aus mitmenschlichen Gründen vernünftiger.

Auch hier haben wir ein Beispiel wie schwer Integration offensichtlich sein kann.

Anders sehe ich das bei Menschen, die offensichlich illegal zu uns gekommen sind.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintegrund, dass wir ganz offensichtlich schon in der bisherigen Gesellschaft nicht in der Lage waren unsere Hausaufgaben zu machen!

siramon - 01.12.18  

@Jupp53, also da gefällt mir (rein musikalisch) https://www.youtube.com/watch?v=reuJ8yVC.. besser :-)

Bezüglich "Angst vor Schweizern", "Schweizer = Ausländer" sind die Reaktionen hier interessant. Ich fasse zusammen, die Schweizer sind keine Ausländer. Jäh nu, wo ziehen wir denn die Grenze? Statistisch sind wir Ausländer - sogar Dritt-Staaten -Ausländer. Möglich, dass wir kulturell den Deutschen (was ist das überhaupt?) näher sind... Stimmt das, wenn wir Tessiner und Ostfriesen vergleichen? Stimmt das wenn wir Ostschweizer und Südbadener vergleichen? Sind sich die Frankfurter und die Zürcher ähnlich?

Ist das überhaupt relevant? Ja. Ich glaube fest, wir Menschen haben noch immer das Stammesdenken in uns. Das ist ja meistens lustig v.a. wenn wir alle in der Schweiz gegen die Zürcher gifteln (nebenbei, mittlerweile wohne ich da *g*) und soll neckisch und nett gemeint bleiben. Wir müssen aber höllisch aufpassen, dass dieses Stammesdenken uns nicht bei politischen Entscheiden oder diffusen Ängsten lenkt oder Überhand nimmt.

Nebenbei, Stichwort Ängste. Ich bin nicht sicher, wer dem Deutschen mehr Angst machen soll, der Schweizer oder der Saudi? Picken wir mal einen Deutschen in Waldshut heraus. Die Schweizer überollen Waldshut täglich und wochenendlich mit dem Auto für den Grosseinkauf. Ergo - viel Verkehr und höhere Einkaufspreise. Meines wissens eines der grössten Themen in der Bevölkerungen von Waldshut...

Fazit: Es gibt kein Schwarz-Weiss sondern nur viel und kompliziertes Grau!

macmoldis - 01.12.18  

ich muß, wiill noch was zur Altersstruktur in der Stadt nachtragen

Die 53% der über 49 jährigen in der Stadt betrifft nur die Deutschen, aufgrund des Ausländeranteils sinkt der Altersdurchschnitt auf 48 Jahre. Der Altersdurchschnitt bei den Ausländern beträgt 27,1 Jahre. Bei denen ist nämlich nur jeder zehnte über 49 Jahre.
Und wenn ich mir die Jüngeren anschaue, die Altersgruppe unter 30, dann macht das innerhalb der Deutschen fast 1/3 aus, bei den Ausländern sind's über 2/3.
und wenn ich in die Zukunft schaue, wenn die deutschen geburtensstarken Jahrgänge 1964/65 in Rente gehen und älter werden, dann sieht die Abschiebung dann wohl so aus.
https://bc-v2.pressmatrix.com/de/profile..



Aber hier gings ja eingangs um den Migrationspakt und nicht ausreichend in den Medien informiert.
mal abgesehen von obigen ZDF-Link mal geschaut, also am 13.Juli einigten sich 192 UN-Staaten auf diesen Pakt, ist in an diesem und folgenden Tagen in vielen Medien zu finden, die FAZ verlinkte am 14.Juli auch zum Pakt (hier noch in englisch). In den folgenden Wochen wird weiter berichtet dass sich Ungarn und weiter aus diesem Pakt zurück ziehen wollen, ist in vielen, fast allen gängigen zu finden.

Interessant ist natürlich auch zu hören, dass die AfD im Mai die Möglichkeit hatte ihre Ideen bzw. Vorschläge zu diesem Migrationspakt in einer Anhörung vorzubringen. Bundestagsabgeordnete hatten eine Einladung zur UN nach New York, auch der Herr Hampel, außenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag. Er nahm die Einladung nicht an. Einer anderen Abgeordneten (Linke) wurde seitens des Obmann im Auswärtigen Ausschuss, Petr Bystron (ebenfalls AfD) der Dienstreiseantrag abgelehnt mit der Begründung, man sehe keinen Nutzen für diese Reise.
Da war wohl wenig Interesse an diesem Migrationspakt seitens der AfD

https://youtu.be/kEh85cwUyXU?t=41

keinstein - 01.12.18    

Jedenfalls fällt mir auf, dass die (konkreten) Inhalte des Migrationspaktes hier eher nicht diskutiert werden.

Geldvernichter - 01.12.18    

Wäre interessant zu wissen,was hier in 200 Jahren los ist. Wahrscheinlich gibts da gar keine Deutschen mehr. Dann haben es die Gutmenschen geschafft. Aber die gehören dann auch der Vergangenheit an,weil sie nicht mehr gebraucht werden. Entschuldigung,dass ich ab u zu mal meinen Senf dazu gebe hier. Aber was die weniger intelligenten denken,muss auch mal an die Öffentlichkeit.

Jupp53 - 01.12.18  

@siramon
Der Film ist besser. Da gebe ich mich geschlagen.

@Geldvernichter
Als SF-Fan, der auch viele alte Zukunftsromane gelesen hat, weiß ich um die Schwierigkeit technische und soziale Entwicklungen vorauszusagen.
"Gutmensch" ist ein interessantes Wort. Es zeigt, wie verdreht einige denken, die es gebrauchen.
Natürlich werden Deine satirischen Beiträge entschuldigt, selbst wenn sie Senf sind. Anders als entschuldigend ist damit ja wohl kaum umzugehen.
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Wer FB hat, hier ein interessanter Beitrag zum Verhalten der AfD in Sachen Migrationspakt:
https://www.facebook.com/ihre.sz/videos/..
Eine andere Quelle?

Und dann noch ein kleiner Ausschnitt aus meinem gestrigen Tag:

Soeben in der Bäckerei

Mit Sauerstoffbrille und -flasche an der Schulter kaufe ich einen Tee und ein Teilchen. Als ich das Tablett zum Tisch trage, kommt der Tee ins Rutschen. Ich kann ihn gerade aufhalten und werde von einem Mann angesprochen: Ist die Sauerstoffflasche eine Bombe?
Meine Antwort: Ja. Gleich rufe ich Inch'Allah und Sie sind nicht mehr da. Der Mann wird blass, der orientalisch aussehende junge Mann zwei Meter weiter grinst.

attacca - 01.12.18  

Wasser auf die Mühlen?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/un..

Wohl nein

Jupp53 - 01.12.18  

@attacca

Was ist jetzt gemeint? Was hat Korruption in Uganda mit dem Thema hier zu tun, außer dass Korruption eine Fluchtursache ist?
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