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Corona

keinstein - 26.02.20    

- kein Thema?
- ist das Virus noch eindämmbar?
- wirtschaftliche Auswirkungen?

Englisch - 26.02.20    

Im Moment ist das Thema halt in der Presse sehr präsent.

keinstein - 26.02.20    

Ist jemand für stärkere Reisebeschränkungen?
In der Zeit von Internet und Videokonferenzen ist Reisen doch gar nicht nötig.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen können m.E. katastrophal werden.

Vabanque - 26.02.20    

Presse lebt u.a. auch von Panikmache.
Täglich sterben weitaus mehr Menschen bei Unfällen oder an anderen Erkrankungen als am Coronavirus.
Selbst die Wahrscheinlichkeit, einem Mord zum Opfer zu fallen, dürfte immer noch höher sein, als am Corona-Virus zu sterben.

keinstein - 26.02.20    

Das ist alles richtig; neu ist aber, dass Städte und Regionen abgeriegelt und Firmen stillgelegt werden. Warum nur?

Hanswurst01 - 26.02.20    

zu Keinsteins Eingangsbeitrag:

für mich ist das sehr wohl ein Thema.
Als Querschnittgelähmter, der intensiv Sport treibt, achte ich grundsätzlich auf meine Gesundheit.
Ich befürchte, daß sich die weltweite Ausbreitung gar nicht mehr eindämmen läßt. Unklar bleibt, wie gefährlich dieses Virus wirklich ist.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sieht man leider jetzt schon:
Als Kleinaktionär habe ich heute morgen meine Aktien verkauft. Hätte ich das schon Ende letzter Woche getan, wären meine Gewinne deutlich höher ausgefallen. Leider bin ich nicht Nostradamus, sondern nur der Hanswurst
:-(

Englisch - 26.02.20    

Wenn ich richtig informiert bin, ist die Ursache des Virus wohl der unsachgemäße Handel mit Wildtieren in China.

JamesBond007 - 26.02.20  

Eben ist ein Sack Reis in China umgefallen...

Aletea - 26.02.20    

Ich glaube da ist schon etwas mehr als ein Sack Reis umgefallen und das man eher ermordet wird als durch das Corona Virus zu sterben sehe ebenfalls nicht so.
Nimmt man die aktuellen Zahlen (wobei diese auch nicht stimmen müssen)
dann dürften ca. 3,5% der infizierten Personen versterben. Umgerechnet auf das Land wo wir schon länger leben, dürften das schon einige sein, sollte das Corona Virus nicht unter Kontrolle gebracht werden.
Die Chinesen riegeln nicht umsonst ihre Städte ab. Die machen das auch nicht aus Spaß. Andere Länder folgen. Wir werden auch den wirtschaftlichen Einbruch und die Auswirkungen in den nächsten Monaten noch kräftig zu spüren bekommen.

MarkD - 26.02.20    

Die Rechnung mit den 3,5% stimmt zum Glück so nicht. Man kann davon ausgehen, dass es eine große Dunkelziffer an Infizierten ohne oder mit nicht identifizierten Symptomen gibt. Dann sind die etwa 2,5% letalen Fälle schon "nur noch" vielleicht 0.5%. Selbst wenn es 1% ist, sind aber bei der hohen Ansteckungsgefahr kombiniert mit 14 Tagen Inkubationszeit noch durchaus viele Tote in Deutschland zu befürchten, vor allem "vorgeschädigte" Menschen. Eindämmen wird sich das wohl nicht mehr lassen, ich fürchte, auch "wir" müssen da "durch".

Vabanque - 26.02.20    

Ich fürchte, die ganzen Berechnungen von Wahrscheinlichkeiten sind hier falsch bzw. allenfalls bedeutungslos. Man kann keine Wahrscheinlichkeit angeben, sich zu infizieren, und auch keine, an der Infektion zu sterben. Von Bedeutung sind hier nur bedingte Wahrscheinlichkeiten, unter der Bedingung bestimmter Vorerkrankungen. Für 'Gesunde' (also Menschen ohne für diesen Fall relevanten Vorerkrankungen) dürfte die Wahrscheinlichkeit, an der Infektion zu sterben, nahezu verschwindend sein, in diesen Fällen konnten die Infizierten alle das Krankenhaus ziemlich schnell wieder verlassen.

keinstein - 26.02.20    

Mit der Virus-Ausbreitung in Italien
sei eine "neue herausfordernde Lage für
Deutschland" entstanden, so Regierungs-
sprecher Seibert. Wichtig sei sich bei
den Maßnahmen zu Eindämmung "mit den
europäischen Partnern" abzustimmen.

laut nt-v

Wichtig wäre es, die richtigen Maßnahmen zu treffen:Z.B. Schließung der Grenze zu Italien?

keinstein - 26.02.20    

Was wäre denn so schlimm, wenn man Grenzen schließen würde??
Der Güterverkehr könnte sicherlich weiterlaufen; den könnte man ja durch Desinfektionsmaßnahmen begleiten.

mr20 - 26.02.20    

Das Unberechenbare macht Angst. Grippewellen gibt es jedes Jahr - auch mit Toten, aber da weiß man ungefähr, was zu erwarten ist.
Bei der neues Krankheit hat man keine Erfahrung und keine erprobte Therapie. Isolation ist eine der wenigen Methoden, auf die man sich zur Zeit verlassen kann.

Vabanque - 26.02.20    

Grenzen zu schließen, ist sehr vermutlich ein Verstoß gegen EU-Recht ... ebenso könnten ja auch die Grenzen zu NRW geschlossen werden, wo bundesweit die meisten Corona-Fälle sind.

kimble - 26.02.20    

Über 25.000 Tote in einem Jahr in Deutschland nach Grippewelle:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1..

Da scheint mir die gegenwärtige Situation zu corona trotz aller Dramatik doch ziemlich gehypet.

FranzM - 26.02.20    

Hi Leute,
man kann es auch Übertreiben

japetus1962 - 26.02.20   +

wieviele Leute auf der Welt sterben jeden Tag an Unterernährung, mangelnde Hygiene, an Lepra, an sonstigen Seuchen, die sich u.a. wegen der dortigen Lebensbedingungen ergeben? und wieviel wird darüber seriös berichtet? da komme ich schon ein bisschen ins Grübeln.

Aletea - 26.02.20    

Ja, man kann es auch übertreiben. Alles halb so schlimm. Es trifft eh nur die alten Leute und die mit Vorerkrankungen. Wer es glaubt!
Ein recht gesunder Arzt ist mit 33 Jahren in China daran gestorben. Pech gehabt.
Wenn Corona nur so mit einer Grippe zu vergleichen wäre warum dieser ganze Aufwand?

Vabanque - 26.02.20    

>>kimble - vor 1 Std.

Über 25.000 Tote in einem Jahr in Deutschland nach Grippewelle:<<

Das wird das Corona-Virus ganz sicher nicht schaffen, anscheinend nicht einmal weltweit.

kimble - 26.02.20    

...damit wollte ich die Problematik nicht relativieren oder gar schmälern.
Die Panik ist in unseren Köpfen, aktuell ein, wie ich finde, passender Artikel von faz online hierzu:
https://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/g..

keinstein - 26.02.20    

Es geht doch nicht darum, Todeszahlen miteinander zu vergleichen.
Aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge können wir nicht verlässlich in die Zukunft schauen.

Es geht darum, dass bei diesem Virus schon jetzt Maßnahmen ergriffen werden, die möglicherweise die Wirtschaft lähmen. Dieser Vorgang führt zur allgemeinen Schwächung. Können wir ausschließen, dass diese Schwächung auch die Gesundheitssysteme betrifft, sodass sich hier eine negative Spirale auftut? Ärzte werden krank, Medikamente werden knapp etc.??

kimble - 26.02.20    

"Es geht doch nicht darum, Todeszahlen miteinander zu vergleichen."...Dein Zitat @keinstein.
Ja, so kann man auch die Moralkeule schwingen.
Natürlich vergleicht jeder von uns.
Im Rahmen einer realistischen Risikoeinschätzung nimmt jeder Vergleiche vor. Und orientiert sich an parallelen Ereignissen. Nur so ist realistisches Risikomanangement möglich.
Das schmälert natürlich nicht eine persönliche Betroffenheit bei Todesfällen, übrigens auch nicht wenn ursächlich "nur" eine Grippe war.

Ich arbeite in der Pflege in NRW.
Erschreckend was da die letzten Tage und Stunden ablief.
Nicht bei den zu Pflegenden, bei den Kollegen.
"Habe Verwandte in Norditalien, bin dann mal krank..."...

Wenn die Wirtschaft Schaden nimmt, dann durch den Hype.

siramon - 26.02.20    

@keinstein, was willst du mit Grenzschliessungen erreichen?

@Vabanque, woher weisst, du dass das Virus die 25'000 auch weltweit nicht schaffen wird?

@kimble, man kann das dann im Nachhinein (hoffentlich) als Hype bezeichnen. Momentan wäre ich da mal noch vorsichtig.


Wir wissen ja eigentlich noch nicht so viel über den Virus:
- Wir kennen die nachgewiesenen und gemeldeten Erkrankten
- Wir kennen die tödlichen Fälle
- Wir kennen die Genesenen

- Man geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus, dazu habe ich noch keine Grössenordnungen gesehen
- Man geht von einer Inkubationszeit von 2 - 14 Tagen aus, ist sich aber noch keinesfalls sicher
- Man kennt nun auch Fälle von Erkrankten (und somit ansteckenden Fällen) ohne wirkliche Symptome
- Man hat noch keine Standardtherapien entwickelt
- Man hat noch keinen Impfstoff (das dauert sicher noch 12 - 18 Monate)

Kurz: Man weiss wohl schon etwas mehr als damals beim SARS-Ausbruch, aber noch immer zu wenig um genauer abschätzen zu können was nun notwendigerweise zu tun ist und was über das Ziel hinausschiesst.

Noch kürzer: shitty situation

Und deshalb ist es richtig, mit Quarantänen zu arbeiten.

Was können wir tun? Hände waschen! Oft und richtig (mit Seife; jede Ecke erwischen; dauert mind. 30 Sekunden)...

keinstein - 26.02.20    

@siramon
je mehr Grenzen wir schließen, desto weniger wird gereist; je weniger gereist wird, desto weniger wird das Varus verbreitet. Das ist nur eine zusätzliche Unterstützung von Quarantänen.
Ich denke man sollte radikal vorgehen und hätte auch Karnevalsveranstaltungen verbieten und Kinos schließen sollen.
Das tut doch alles nicht weh und schadet der Wirtschaft nur sehr begrenzt.

siramon - 26.02.20    

Naja, Grenzen schliessen schadet definitiv der Wirtschaft - Stichwort Grenzgänger...

Wie lange willst du denn die Grenzen schliessen? 14 Tage? 1 Jahr?
Was machst du, wenn die Grenze zw. A und B geschlossen ist, der Virenträger dann aber von A über C nach B kommt?

Übrigens, Beispiel Italien: Alle Grenzen nach Italien zu (inkl. Flughäfen) = Quarantäne...
Aber wieso würdest du das auf Länderebene tun wollen? Das Virus ist ja auch schon in D-A-CH...

Jupp53 - 27.02.20    

Antibiotika werden in der Tierproduktion (bewusst nicht "-mast") industriell verfüttert und über Corona wird überall aufgeregt geschrieben.

Was lernt uns das?

Famulus - 27.02.20    

Wer lernt kann lehren.

siramon - 27.02.20    

@Jupp, keine Ahnung. Hilf uns Unwissenden! (Kleiner Hinweis: Antibiotika wirken u.a. gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren)

cesmoll - 27.02.20    

Ich hoffe für alle, die jetzt schreiben, alles wird nur aufgebauscht und total übertrieben dargestellt (um nicht auf ´Eben ist ein Sack Reis in China umgefallen...´hinzuweisen), dass es nicht bald eine Belehrung zum Besseren gibt!!
Ich bin leider ein wenig näher dran am Ursprung des Geschehens und nur durch beherztes und konsequentes Eingreifen der Behörden hier konnte ein Ausbruch von COVID-19 bis jetzt verhindert werden. Allein in China liegt die Dunkelziffer der Infizierten und Opfer um ein Vielfaches höher als in den westlichen Medien kommuniziert.
Hoffen wir, dass auch in meinem Heimatland ein Gesundheitsminister wie Jens Spahn langsam die Augen öffnet und die Gefahr erkennt, denn am Anfang hat er das ganze Ausmaß nicht visualisiert, sondern fahrlässig banalisiert.

NickNick - 27.02.20    

@ Keinstein sie haben die Bundesligaspiele vergessen. Ein Virus ist schlecht aufzuhalten am Anfang. Keiner weis wer sich wo wann angesteckt hat. Geschlossene Grenzen bringen auch nicht viel, wenn z.B. infizierte aus Infektionsgegenden mit Rückholaktionen das Virus einschleppen.

Aletea - 27.02.20  

Danke Cesmoll für deinen Beitrag und den Hinweis, das in China die Dunkelziffer
der Infizierten und Opfer doch um ein Vielfaches höher ist als hier in Deutschland kommuniziert.

keinstein - 27.02.20    

@siramon
Ich dachte daran, dass Italien seine Grenzen zu allen Nachbarstaaten geschlossen hätte. Weitere Länder könnten folgen. Ich denke es gäbe immer noch einen positiven Effekt auch im Hinblick auf die Länder Afrikas.

@NickNIck
Ja, natürlich sollten alle Massenveranstaltungen unterbleiben. Ich kam auf Kinos, weil gemeldet wurde, dass der Infizierte aus Göppingen ein Kino in Ulm besucht hat.

@Jupp53
Wie viele Tote durch multiresistente Keime haben wir denn?
Aber es geht hier doch nicht darum, die eine Katastrophe gegen die andere aufzurechnen.

Hat jemand gestern Lanz gesehen? Da hat ein Virologie die Gefährlichkeit von Corona beschrieben und dem Gesundheitswesen hierzulande kein gutes Zeugnis ausgestellt.

keinstein - 27.02.20    

Viele sprechen gleich von Panikmache; ich denke die Sache ernst zunehmen statt sie zu banalisieren, wäre der richtige Weg!

Jupp53 - 27.02.20    

@keinstein

Wer rechnet denn auf? Ich reagiere nur kühl auf eine Situation, die für mich mit einer chronischen Lungenerkrankung, die auf einer Autoimmunreaktion basiert, wirklich gefährlich ist.

Meine letzte Grippe habe ich mir im Krankenhaus geholt. Das ist der Ort, wo sich multiresistente Keime die Hand geben und wo ich 30 Jahre auf Station gearbeitet habe.

@corona

Hier mal ein paar sachliche Informationen, die unters Volk gehörten, statt der populäre Mist mit Einreisebeschränkungen.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1..

Jupp53 - 27.02.20    

Nachtrag:
Im Krankenhaus als Patient geholt. (Als Beschäftigter hatte ich meine Umgebung so unter Kontrolle, dass mit weniger passierte.)

siramon - 27.02.20    

gutes Interview zum Thema: https://www.woz.ch/-a653

„ Das Virus hat null Interesse, seinen Wirt zu töten. Es will zusammen mit dem Wirt überleben.“

keinstein - 27.02.20  

Dem Virus "einem Nullzeller" ein Interesse zuzuschreiben ist wohl eher humoristisch gemeint.

Andrerseits ist der Artikel durchaus bedenkenswert!

Wie ist die Lage?
Ist es für drastische Maßnahmen zu spät?
Haben sie überhaupt etwas gebracht?

Die Menschheit wird wohl überleben, wenn man fast gar nichts tut.

Die getroffenen Maßnahmen beschneiden die Wirtschaft erheblich mit negativen Auswirkungen auch auf das allgemeine Gesundheitssystem.

Insbesondere das produzierende Gewerbe und die Verteilung der Güter müssen aufrecht erhalten werden.

Nun würde mich noch interessieren, ob und in welchem Maße man durch begleitende Maßnahmen die Sterblichkeit senken kann.

Stehen genügend Betten für schwererkrankte zur Verfügung?
Laut dem Virologen von Lanz eher nicht!

Cottbuser - 27.02.20    

Gerade eben ein Interview mit einem Professor von der Charité (Berlin) im Info-Radio gehört, dieser erklärt, dass das Corona-Virus gefährlicher ist als das Influenza-Virus, weil es keinen Impfstoff dagegen gibt und auch in absehbarer Zeit keinen geben wird, weil es schlicht keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Der Virus wird nicht mehr aufzuhalten sein und er sprach sogar von Pandemie.
Aber er sagt auch, dass nicht alle gleich bedroht sind, die höchste Sterberate ist bei älteren Männern, die geringste bei Kindern.

Cottbuser - 27.02.20  

Ich habe vor circa 2 Jahren von einem Kollegen etwas über eine Deagel-Liste gehört... habe es gelesen und als Verschwörung abgetan, wenn ihr mutig seid, schaut sie euch an, mal sehen, ob dann noch geäußert wird, es ist alles ganz harmlos.

Famulus - 27.02.20    

Bin Mann über 60 mit Vorerkrankung. Bleibe am Besten zu Haus.

Vabanque - 27.02.20    

Meine Nachbarin deckt sich momentan, in der Befürchtung, dass demnächst die Supermärkte alle schließen könnten (wohlgemerkt, wir sind in München!), mit Lebensmitteln ein.
Nach Meinung einiger Forenuser handelt diese Frau ja wohl keinesfalls in blinder Panik, sondern sehr umsichtig und vorausschauend? ;-)

Egal wie harmlos oder kritisch eine Situation ist, sie wird durch Panik immer nur verschlimmert. Panik führt dazu, dass eine harmlose Situation kritisch wird, und eine bereits kritische verheerend. Panik führt immer zu Eskalation.
Es ist nicht so sehr der Virus, den wir fürchten müssen, sondern die Panik, die dadurch - vor allem durch die Darstellung in manchen Medien - ausgelöst wird.
Wenn wir Angst haben müssen, dann davor, dass sich die Panik in der Bevölkerung ausbreitet.

Hier dazu die Meinung eines Kinderarztes in der SZ:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/cor..

verlierer - 27.02.20    

Hamsterkäufe sind Unfug und fördern die Panik.
Wer sich paar Flaschen Handdesinfektion zulegt, macht bestimmt nichts verkehrt, aber es müssen keine 20 sein!
Es wird weltweit nach einem Impfstoff geforscht...
Hier noch ein interessanter Artikel:

https://amp2.handelsblatt.com/technik/re..

triangel - 27.02.20   +

Ich mach mir da keinen Kopf. Hier in Deutschland ist das Krisenmanagment in solchen Situationen sehr gut.
Außerdem, was bringt mir die ganze Panik. Händewaschen tue ich immer, wenn ich von draußen reinkomme und gesund ernähre ich mich.

Alles andere, ob jetzt ein Impfstoff gefunden wird, wer krank wird, wer nicht, wer geheilt wird, wo sich der Virus ausbreitet, liegt nur beschränkt in meiner Macht oder gar nicht.

Mein Leben hat sich durch Corona nicht verändert. Morgen gehe ich normal zur Arbeit. Wenn es soweit kommt, dass ich oder jemand anderes krank wird, stelle ich mich drauf ein.

Da könne die mir mit einer Horrornachricht nach der anderen oder irgendwelchen Verschwörungstheorien kommen, ich nehme die Dinge so wie sie kommen.

Vabanque - 27.02.20    

Vor über 15 Jahren war SARS, Jahre später dann die Schweinegrippe und die Vogelgrippe, alle noch deutlich gefährlicher als Corona, auch wenn sie sich vielleicht nicht so stark und schnell verbreitet haben.
Aber jedesmal die gleiche Panik, und dann nach einigen Monaten ein Abflauen und schließliches Vergessen.
Haben diese Epidemien (teilweise wurde sogar von Pandemie gesprochen) unser Leben verändert? Wer von euch kennt Betroffene, oder zumindest Leute, die Kontakt mit Betroffenen von einer dieser Epidemien hatten? Ich zumindest kenne niemanden.
Warum gehen bei jeder neuen Epidemie (und es werden sicher noch viele kommen!) alle davon aus, dass sie selber die nächsten Betroffenen sein könnten?
Seien wir doch froh, dass wir nicht in früheren Jahrhunderten leben, wo es Pest und Cholera gab, und wo Scharlach, Diphterie oder Pocken noch das Todesurteil bedeuteten ...

keinstein - 27.02.20    

Ich denke mal, dass aufgrund der wirtschaftlichen Eintrübung, viele betroffen sein werden!

Vabanque - 27.02.20    

Bei einer Epidemie meine ich mit 'Betroffenen' natürlich schwer Erkrankte.

Vabanque - 27.02.20    

Bzw. im engeren Sinne sogar Todesopfer.

triangel - 27.02.20   +

Ich stimme dir zu, Vabanque.
@keinstein da hast du recht. Bestimmt werden, wenn wir den Einfluss des Coronavirus auf wirtschaftlicher Ebene betrachten mehr menschen betroffen sein.
Der Grund warum ich das aber nicht erwähne oder betrachte ist, dass man aus einer wirtschaftlich schweren Lage immer leichter herauskommt oder zumindest sich mental darauf einstellen kann, während bei einer schweren Krankheit ja das Leben davon abhängt und selbst da gibt es Leute, die damit ihren Frieden schließen.

Es gibt im Leben immer mal schwere aber auch gute Zeiten im Leben. Wenn ich bedenke wie meine Großeltern gelebt haben, denke ich immer wie stark sie gewesen sind. Vieles war in allen Lebenbereichen soviel schwerer, egal ob Finanzen, Gesundheit, Sorge ums Leben etc.
Deswegen verspüren ich keine Angst.

Man kann übrigenst zu Hause sich oft mit höherer Wahrscheinlichkeit schwere Unfälle einhandeln. Ich sag du nur dazu, immer schön langsam die Treppen rauf und runtergehen ;)

Passt auf euch auf und schönes Wochenende!

Jupp53 - 28.02.20    

Nur am Rande: Die Deagel-Liste geht von dem Zusammenbruch des Finanzsystems und der Sozialsysteme in USA und Westeuropa und Australien aus. Infolge dessen wird eine massiven Migration in Richtung Asien und Afrika bei den Bevölkerungsdaten vermutet. Nette Idee für einen Roman. ;)
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Lebensmittelvorsorge für 14 Tage braucht keine Hamsterkäufe. 1 kg Reis, Nudeln, ein paar Konserven mit Gemüse und ein paar haushaltsübliche Kleinigkeiten und über 14 Tage kommt man klar. Wasser geht über das Übliche hinaus.

Insgesamt ist die Diskussion hier eher interessiert als angespannt. Gut so!

Vabanque - 28.02.20    

Wieso sollte man eine Lebensmittelvorsorge für 14 Tage benötigen?

Jupp53 - 28.02.20    

Sehe ich auch nicht. Bloß wird das von der Bundesregierung aus anderen Gründen empfohlen und tauchte hier auf. (Oder war das in einem Artikel?)

verlierer - 28.02.20    

Soeben gefunden:

https://www.rtl.de/cms/coronavirus-impfs..

jujuhehe - 28.02.20   +

Ich kann Vabanque nur zustimmen. Wenn man mal so über 6 Jahrzehnte gelebt hat, hat man auch einiges überstanden ohne Panik und Hysterie. Auch diese Epidemie wird vorübergehen und sehr wahrscheinlich in Vergessenheit geraten.
Und was die Wirtschaft angeht, tut es uns allen gut, mal etwas zurück zu schrauben. Es muß nicht immer nur mehr...weiter...größer werden. Sondern jeder sollte auch mal mit weniger zufrieden sein.

Vabanque - 28.02.20    

>>Jupp53 - vor 11 Std.

Nur am Rande: Die Deagel-Liste geht von dem Zusammenbruch des Finanzsystems und der Sozialsysteme in USA und Westeuropa und Australien aus. Infolge dessen wird eine massiven Migration in Richtung Asien und Afrika bei den Bevölkerungsdaten vermutet. Nette Idee für einen Roman. ;)<<

Der dann bestimmt die Spiegel-Bestsellerliste wochenlang anführen würde, den ich aber ebenso bestimmt nie lesen würde ...

keinstein - 28.02.20    

Bezüglich der Wirtschaft erhebt sich aber schon die Frage, ob es bei etwas weniger bleibt. In meinen Augen hat die Wirschaft durch die Globalisierung an Stabilität verloren.
Nur ein Beispiel ist die Knappheit an manchen Medikamenten.
Hoffen wir mal, dass die Wirtschaft und Politik lernfähig sind und allzugroße Abhängigkeiten noch rechtzeitig rückgängig machen können.

cesmoll - 28.02.20  

Tut mir leid, aber das Geschreibsel hier deckt sich leider mit den überheblichen Statements der deutschen Behörden. In China wähnt sich die Opferzahl schon längst im 6-stelligen Bereich, aber quatscht ruhig über wirtschaftliche Folgen..

Vabanque - 28.02.20    

Interessant fand ich den Bericht (auf dem newsblog von sueddeutsche.de) über den ersten Infizierten in Deutschland. Ich zitiere mal daraus:

>>Freitag, 28. Februar, 11.45 Uhr: Deutschlands erster Coronavirus-Patient ist sich nach eigenen Worten nie richtig krank vorgekommen. (...) In den Tagen vor seiner Isolierung Ende Januar habe er zwar Schnupfen, Husten und Fieber gehabt, dies allerdings der Jahreszeit wegen als normal abgetan und sich dann auch wieder gesund gefühlt. "Mir ging es eigentlich auch nie schlecht."
Zweieinhalb Wochen war der Mann im Klinikum München-Schwabing. "Es war ein sehr, sehr langweiliger Alltag", sagte er. Zugleich wirft er den Behörden vor, sich sehr lange Zeit gelassen zu haben, um die Kriterien für eine Entlassung aus dem Krankenhaus festzulegen. "Da hat man keine Rücksicht auf uns genommen." Das Warten und die Perspektivlosigkeit hätten ihn und die anderen Patienten psychisch sehr belastet. "Wir waren gesund, wir waren mehr oder weniger gefangen in dieser Anstalt und wir mussten darauf warten, bis das Ministerium sich entscheidet."<<

Über die anderen deutschen Coronavirus-Patienten finden sich ähnliche Berichte. Da frage ich mich doch, würden wir in Deutschland den Virus ohne den 'Hype' aus den anderen Ländern überhaupt wahrnehmen? Würden wir die Symptome nicht einfach als normale Erkältung abtun und dann ja auch sowieso wieder gesund werden? In früheren Zeiten hätten uns in einem solchen Fall auch keine Nachrichten aus China erreicht - oder erst sehr spät.

Der andere interessante Umstand in dem von mir zitierten Bericht ist die Rolle der Bürokratie. Dazu kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen ...

Bei manchen Schreibern hier (ich nenne bewusst keine Namen) habe ich wirklich den Eindruck, dass sie sich vehement eine Katastrophe wünschen bzw. diese herbeireden wollen. Wenn ihnen dies dann auch gelingt (was ich nicht hoffe), heißt es natürlich: 'Wir haben es euch ja gesagt. Wer hat nun Recht gehabt?' Nur - wer hat etwas davon?

Ich schlage vor, dass wir uns in ein paar Monaten wieder über die Sache unterhalten. Dann wissen wir mehr über den Verlauf der Epidemie. Mathematisch lässt sich dieser Verlauf zwar erfahrungsgemäß immer in etwa durch eine Gaußsche Glockenkurve beschreiben, doch momentan wissen wir noch nicht, zu welchem Zeitpunkt sie ihr Maximum erreicht.

keinstein - 28.02.20    

Es geht nicht darum Katastrophen herbeizureden; es gilt Einsichten zu verschaffen, negative Entwicklungen zu verhindern!

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Menschen mit Vorlieben für die eine oder andere Entwicklung lieber Vorwürfe erheben, als Gegenargumente zu bringen!

Solche Polarisierungen helfen doch nicht weiter!

Vabanque - 28.02.20    

>>dass Menschen mit Vorlieben für die eine oder andere Entwicklung<<

Erstaunlicherweise scheinen manche wirklich eine Vorliebe für eine negative Entwicklung der Umstände zu haben!

keinstein - 28.02.20    

Jemanden, der Ursachen für eine mögliche negative Entwicklung benennt, eine Vorliebe für dieselbe zu unterstellen, erscheint mir abwegig.

trollinger - 28.02.20    

>> vabanque - vor 19 Std. +
..
Haben diese Epidemien (teilweise wurde sogar von Pandemie gesprochen) unser Leben verändert? Wer von euch kennt Betroffene, oder zumindest Leute, die Kontakt mit Betroffenen von einer dieser Epidemien hatten? Ich zumindest kenne niemanden.<<

Bei uns ist corona inzwischen angekommen, 500m entfernt sitzt jemand in Quarantäne! Denke und hoffe, dass es uns nicht erwischt, da wir schon länger wenig 'unter Menschen gehen', das allerdings ursprünglich wegen der Grippewelle.

verlierer - 28.02.20    

Es geht nicht um Hysterie, es geht um Tatsachen.
Allein der Fakt, dass sich die Zahl der Infizierten über Nacht verdreifacht hat, sollte zu denken geben.
Die wirtschaftliche Entwicklung ist keinesfalls zu vernachlässigen, weil auch die Produktion von Nahrungsmittel, Medikamenten, uvm darunter leiden wird. Ob paar Autos oder Konsumgüter weniger produziert werden ist weitgehend unerheblich.
Was geschieht, wenn Krankenhauspersonal, Ärzte etc erkranken und ausfallen?
Hier muss keinem etwas unterstellt werden, der sich Sorgen macht.
Aber blauäugig etwas zu ignorieren, was sich als großes Problem herausstellen könnte, ist nicht nur dumm, sondern auch verantwortungslos!

Beule - 28.02.20   +

"...was sich als großes Problem herausstellen KÖNNTE...".

Aber das ist doch genau das Problem. Es "könnte" sich als ein Problem, ggf. auch als ein großes Problem, herausstellen. Aber das, was im Moment in den Medien geschieht, ist ein "hypen" der Situation. Hier wird bei leichtgläubigen Menschen die Meinung gefestigt, das wir uns kurz vorm aussterben befinden.
Die Fakten sprechen im Moment noch eine andere Sprache:

https://influenza.rki.de/

Diese Fallzahlen stellen meines Erachtens die des Corona-Virus in den Schatten (und bitte...wie ich schrieb....meines Erachtens, also nach meiner persönlichen Meinung...nur für den Fall, das sich jemand bemüßigt fühlen sollte ...)

Fallzahlen (Stand 28.02.20, 19:35):

Deutschland: 58 Erkrankungsfälle (Einwohnerzahl : knapp 81,5 Mio.)
*Quellen :
https://countrymeters.info/de/Germany
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Ne..


Und jetzt die Zahlen aus China:

VR China, Hongkong, Taiwan und Macau: Knapp 79.000 Erkrankungsfälle (Einwohnerzahl 2020: rund 1,4 Mrd!! Menschen).

(Quellen wie oben).

Was ich damit meine ist nicht, das Problem ist zu klein und kann unter den Teppich gekehrt werden. Allerdings sollte man nicht überreagieren, den gesunden Menschenverstand spielen lassen (vor allem, wenn man sich seine "eigene Meinung" in sozialen Netzwerken zusammensucht!!) und vor allem Ruhe bewahren.

Hier noch ein kleiner Tipp für die, die trotzdem verstärkt zu Panik neigen:

https://www.welt.de/satire/article206143..

;-)

Gruß
Andi

Vabanque - 28.02.20    

>>Deutschland: 58 Erkrankungsfälle (Einwohnerzahl : knapp 81,5 Mio.)<<

Entspricht ca 0,00007 % der Bevölkerung

>>VR China, Hongkong, Taiwan und Macau: Knapp 79.000 Erkrankungsfälle (Einwohnerzahl 2020: rund 1,4 Mrd!! Menschen).<<

Entspricht ca 0,006 % der Bevölkerung

verlierer - 28.02.20    

Was soll das Hochrechnen vom Stand heute?
Daraus lässt sich keine Prognose ableiten. Könnte man folgenden link entgegenhalten:

https://amp.welt.de/vermischtes/live2053..

Vorsicht hat noch keinem geschadet.
Panik ist falsch.

triangel - 29.02.20    

@verlierer Das mögen vielleicht gute Punkte sein. Aber viele dieser Faktoren liegen nicht in unserer Hand. Ich als Indivuum kann durch bestimmte Verhaltensweisen, wie z.B. Home Office, Händewaschen, Abstand nehmen zu anderen etc. zwar das Risiko mindern, aber abgesehen davon bockt mich der Virus nicht. Da ich erstenst meine Hände so oder so wasche, Home Office sowieso aus Berufsgründen machen usw.

Dem Ottonormalverbraucher kann es herzlich egal sein. Alles andere sollen ja die Politiker, Mediziner, Forscher etc, machen, die erstenst mehr Ahnung haben und zweitenst auch die nötige Entscheidungsmacht haben.
Das ist der Grund warum es mir alles so gleichgültig ist. Nicht weil ich die Todesfälle klein reden will, sondern, weil es überhaupt keinen Nutzen hat, sich da reinzusteigern und ich sowieso keinen Einfluss darauf habe bzw. mein Lebensstil ja sowieso zu der anscheinend kritischen Situation passt.
Es ändert sich einfach 0 für mich persönlich und deswegen lese ich mir auch keine Statistiken durch.

Jupp53 - 29.02.20    

So denken wahrscheinlich die meisten und handeln dann. Heute war in dem großen REWE-Laden um 13.00h fast alle getrockneten Hülsenfrüchte und Reissorten aus den Regalen weg, Die Verkäuferin meinte, das gehe schon die ganze Woche so. Frischwaren waren wie üblich da, Fleisch und Käse auch. Bei den Getränken waren auch einige Regale leer.

Der Bund der Organtransplantantierten hat heute um Empfehlungen des Max-Planck-Instituts gebeten, wartet auf Antwort. Da ist der Stand also unverändert und die Patienten sollten eigentlich wissen, was sie zu tun haben. Entsprechende Schulung in der Reha gehört nach und vor der OP zum Standart.

Alapin2 - 29.02.20    

Ist doch Klasse,daß WIR Fernschach spielen ! Wer will denn beim Nachschach
nach jedem Zug die Figuren desinfizieren ???
Weiter so, Leute ! ( Ironie an! )

Hasenrat - 29.02.20    

Die No-Hands-Kampagne wäre jedenfalls sicherlich auch im organisierten Spielbetrieb sinnvoll einzuführen. Wenn die FIDE mitzieht.

http://www.no-hands.de/

Hasenrat - 29.02.20    

Corona sollte dazu nicht Ursache, sondern Anlass sein ...

Beule - 29.02.20    

hier noch ein (in meinen Augen) guter Beitrag zum Thema....

https://www.youtube.com/watch?v=CxzQtg-z..

Hasenrat - 01.03.20    

Tatsächlich hat der Schachbund nun die Konsequenzen gezogen!
Auch heute im Verbandsspielbetrieb blieben die Hände sozusagen am Mann hinter der eigenen Bretthälfte ...^^

https://www.schachbund.de/news/empfehlun..

Hasenrat - 01.03.20    

Ich find es gut - unabhängig von Corona!
Schleppt sich doch so mancher halbkranke Schachfreund erfahrungsgemäß ohnehin eher noch zum Mannschaftskampf als ins Büro ...^^

Cottbuser - 07.03.20    

Für mich ist Händeschütteln eine Selbstverständlichkeit, ebenso das gründliche Hände waschen (bereits von Kindesbeinen an). Ich werde daran natürlich weiter festhalten. Ich bin froh, dass es sich bei meinen Arbeitskollegen, Vereinsmitgliedern und Freunden ebenfalls so verhält.

triangel - 07.03.20    

Sehe ich genauso. Wir hören doch nicht auf die Hände zu waschen nur weil Corona gerade um die Welt geht. Gesund ernähren muss man sich so oder so.
Wenn mehr Leute grundlegende Hygiene einhalten würden bzw. von ihrer guten Erziehung, wenn vorhanden Gebrauch machen würden, hätten wir das aktuelle Problem gar nicht.
Wer krank ist, bleibt zu Hause. Das galt damals wie heute.

keinstein - 07.03.20    

Was nutzt Händewaschen, wenn man zu einem Fußballspiel geht, wo man sich das Virus per Tröpfcheninfektion holt. Der mittlere Abstand zum anderen ist hier doch sehr klein.
BVB gegen Mönchnchengladbach (10 km von Heinsberg entfernt) sollte man m.E. verschieben oder ohne Zuschauer stattfinden lassen

Famulus - 07.03.20    

War bei Kaufland. Küchenrolle, Toilettenpapier nur die Hälfte sonstiger Tage.
Auf meine Frage, ob gehortet wird: Ich hätte mal diese Woche kommen sollen, kaum noch was da, jetzt wieder aufgefüllt. Corona wird ernst genommen.

Hasenrat - 07.03.20    

Die Gefahr der Übertragung der Viren über Gegenstände ist wohl äußerst gering. Zerfallszeit der Viren ist sehr kurz an Objektoberflächen. Hauptweg ist nach wie vor Schmierinfektion über die Hände.
Also im Nahschach das Handreichen strikt meiden - und Blitzschach! Beim Blitzen ist man womöglich schneller als die Virenzerfallszeit.
Blitzen ist einmal mehr ungesund.

keinstein - 07.03.20    

Wenn man sich zu nahe kommt, geht es wohl direkt über den Austausch von Tröpfchen, die dem Gegenüber ins Gesicht geatmet werden.
In Bus, in der Bahn und im Flugzeug im Wartezimmer etc. kann man solche Begegnungen kaum vermeiden.
Hier gibt doch wohl noch keine Erkenntnis, ob dies nicht sogar der häufigere Übertragungsweg ist?

Hasenrat - 07.03.20    

Das stimmt.
RKI: "Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Theoretisch möglich sind auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen."

Hasenrat - 07.03.20    

"Tröpfcheninfektion: Es kann davon ausgegangen werden, dass die hauptsächliche Übertragung über Tröpfchen erfolgt (1, 2). Epidemiologische Studien, die dies untermauern, konnten noch nicht identifiziert werden.

Aerosol: keine Evidenz

Schmierinfektion: (1) Eine Übertragung durch Schmierinfektion ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, , vermutlich spielt dies jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da häufig Infektionsketten identifiziert werden konnten, die eher für eine direkte Übertragung, z. B. durch Tröpfchen, sprechen."

(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Ne..)

Vabanque - 08.03.20    

'Die Zahl der Infizierten ist weiter gestiegen' liest man täglich.

Wie soll es denn anders auch sein, wenn auch die geheilten Fälle ständig noch mitgezählt werden? Dann kann die Anzahl der Infektionen ja nur steigen, allenfalls könnte sie konstant bleiben (falls es keine Neuinfektionen mehr gäbe), sinken kann sie jedenfalls nie, d.h. sowohl die nächsten Wochen wie auch Monate wie auch Jahre kann sich diese Meldung niemals ändern. Also besitzt die Meldung keinerlei Informationsgehalt.

Freilich wird manchmal auch die Zahl der 'aktuell Infizierten' genannt, aber das ist seltener. So selten, dass es schwer ist zu verfolgen, wie sich diese Zahlen entwickeln.

Das beste Maß wäre die Anzahl der Neuinfektionen in einem bestimmten Zeitraum, sagen wir pro Woche. Nur daran könnte man den Zeitpunkt des Rückgangs der Ausbreitung erkennen.

Wie dem auch immer sei, bisher sind in Deutschland keine Todesfälle zu vermelden, und auch nur ganz wenige schwere Fälle. Mindestens 85% der Infizierten haben hierzulande nur geringe bis gar keine Symptome, also viel weniger als bei einer 'herkömmlichen' Virusgrippe. Insofern ist es unverständlich, dass das Coronavirus eine viel größere Hysteriewelle ausgelöst hat als die Influenza. Ich muss sagen, wenn ich die Wahl hätte zwischen Corona und Influenza, würde ich mich für Corona entscheiden :-)

Die Folgen der Hysterie sind bisher jedenfalls weit schlimmer als die direkten Folgen des Virus, egal ob es sich um leere Regale im Supermarkt, gestoppte Züge, die stundenlang nicht weiterfahren dürfen, um Chaos in den Arztpraxen, oder um geschlossene Schulen handelt. Die Abiturienten trifft es besonders hart, wenn wenige Wochen vor dem Abitur (Ende April) noch wochenlang Unterricht ausfällt. Es sei denn, das Abitur selbst würde verschoben, aber sinnvoll ist das kaum, denn einige Wochen Verschiebung werden die Situation wohl nicht ändern. Da müsste man die Abiturprüfung dieses Jahr schon komplett ausfallen lassen, was noch weniger sinnvoll ist.

Abgesehen von leeren Regalen für Toilettenpapier und Konserven nehme ich bisher in München aber bisher keine veränderten Verhältnisse wahr. Die U-Bahnen sind erstaunlicherweise genauso gedrängt voll wie immer (ich wäre ja froh, wenn das Virus für schwächer gefüllte U-Bahnen sorgen würde!), und ich sehe auch so gut wie nie jemanden mit Atemschutzmaske.

Ich stelle auch nicht fest, dass es leichter wäre, Theaterkarten zu bekommen, die Veranstaltungen sind genauso ausverkauft wie immer. Ärgerlich wäre es natürlich, wenn die Theater schließen würden, aber ich wüsste nicht, dass das aktuell geplant wäre.

Viele der bisherigen Maßnahmen (z.B. die Stoppung von Zügen auf reine Verdachtsfälle hin) richten jedenfalls mehr Schaden als Nutzen an. Hamsterkäufe sowieso, und die Schließung von Schulen ebenfalls, wie oben dargelegt.

Vielleicht wird aber dieses Jahr das Oktoberfest abgesagt, was ich persönlich keinesfalls bedauern würde, im Gegenteil. Denn gerade durch die so sehr geliebte 'Wiesn' wurden voriges Jahr wieder so viele Erreger nach München eingeschleppt, dass Wochen danach in meinem Bekanntenkreis fast alle richtig krank waren - mit weit schlimmeren Symptomen als bei Corona ...

Vabanque - 08.03.20    

Interessant auch dieser Artikel über 10 Vorteile der Corona-Welle:

https://www.t-online.de/gesundheit/krank..

keinstein - 08.03.20    

Mir scheint es schon wichtig, den Anstieg mit geeigneten Maßnahmen einzudämmen, damit die Gesundheitssysteme nicht überlastet werden.

Wenn ich aber sehe, dass Menschen einerseits sinnlos hamstern und andrerseits aber in Scharen zu Fußballspielen laufen, habe ich doch Bedenken, dass wir das Ziel, die Systeme zu entlasten auch erreichen.

In BW haben wir eine steigende Anzahl an Fällen, weil verantwortungslos in Südtirol Ski gefahren wurde, als das Problem in Italien schon bekannt war.

Zitat:"...dass Wochen danach in meinem Bekanntenkreis fast alle richtig krank waren - mit weit schlimmeren Symptomen als bei Corona …"

Die Corona-Toten würden wahrscheinlich zustimmen.
Sie haben ja keine Symptome mehr.

Vabanque - 08.03.20    

Die Zahl der Grippetoten ist deutlich höher:

https://www.mta-dialog.de/artikel/zahl-d..

keinstein - 08.03.20  

Ist es nach allem, was die Experten sagen so schwer, zu sagen: Noch?

toby84 - 09.03.20    

"Wenn ich aber sehe, dass Menschen einerseits sinnlos hamstern und andrerseits aber in Scharen zu Fußballspielen laufen"

Das klingt so, als handele es sich um dieselben menschen. Immer wenn ich so etwas lese, frage ich mich: woher weiß der, dass es dieselben sind?

keinstein - 09.03.20  

Ich frage mich schon, woraus schließt der, dass behauptet wurde, es seien dieselben?

toby84 - 09.03.20    

Es tut mir Leid, für mich ergibt sich das unzweideutig aus der Formulierung. Hier wird ganz klar suggeriert, dass es sich um dieselben Menschen handelt.

Wenn du unterschiedliche Gruppen meinst, erwarte ich eine Formulierung wie "Wenn ich aber sehe, dass manche Menschen sinnlos hamstern und andere in Scharen zu Fußballspielen laufen". Deine Formulierung sieht man oft, und jedes Mal finde ich sie unpassend. Die Menschen predigen Öko und fahren dann mit dem SUV zum Supermarkt. Die Menschen wollen mehr Niveau im Fernsehen, schauen sich dann aber Big Brother an. Solche Sätze sind doch blanker Unsinn, da ist es im Prinzip schon egal, was darin verglichen wird.

Du wirst selbst am besten wissen, wie du deine Formulierung gemeint hast. Hast du es nicht so gemeint, wie ich es interpretiere, dann nimm meinen Kommentar als Information hin, dass deine Formuierung irreführend ist oder wenigstens zu Missverständnissen führen kann.

keinstein - 09.03.20  

Ich sehe das anders! Bei den großen Mengen an Menschen, die jeweils betroffen sind, ist es m.E. trivial, dass es nicht ausschließlich dieselben sind.

Man kann Formulierungen (wenn man sie denn anders sieht) im Zusammenhang aber auch wohlwollend interpretieren!

Für mich jedenfalls ist das Thema zu ernst, um mich hier über Formulierungen zu streiten!

verlierer - 09.03.20    

@toby
aua, die Nadel im Heuhaufen:-)
Woher nimmst Du die Sicherheit, dass es nicht Menschen gibt, die sich derert paradox verhalten?

Vabanque - 09.03.20    

Erste (?) Kritik an den Schulschließungen wird von fachkompetenter Seite laut:

https://www.merkur.de/bayern/coronavirus..

Ich zitiere aus dem Update von 11:32h:

>>Dabei zeigen erste Datenanalysen: Anders als bei der Grippe sind Kinder bei Covid-19 wahrscheinlich keine bedeutsamen Treiber für die Ausbreitung des Virus in der Gemeinschaft. Für Sars-CoV-2 sei abzusehen, dass Kinder nur sehr selten deutliche Symptome entwickeln, hieß es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Anzunehmen ist demnach auch, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken - Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.

„Schulschließungen können sinnvoll sein, wenn man Hygiene-Maßnahmen nicht gewährleisten kann“, sagt die Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität (TUM) und vom Helmholtz Zentrum München. „Aber man muss die enormen Auswirkungen auf die Wirtschaft und vor allem auch auf das Gesundheitssystem bedenken, wenn die jungen Eltern dann nicht mehr zur Arbeit gehen können, sondern sich um ihre Kinder kümmern müssen.“<<

Da frage ich mich dann doch: Wie kann es sein, dass bei der großen Grippewelle 2017/18, die in Deutschland (nicht etwa weltweit!) 25000 Todesopfer forderte (ja, die Zahl ist authentisch und auf vielen Internetseiten nachzulesen), keine Schulschließungen angeordnet wurden? (Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern.) Verhältnismäßigkeit ist hier jedenfalls nicht gegeben. Und jetzt erzähle mir bitte keiner, dass wir in den nächsten Wochen oder Monaten auch noch 25000 Corona-Tote in Deutschland (wie gesagt, nicht weltweit, und nicht etwas Infektionsfälle, sondern Todesfälle!) zu erwarten hätten. Selbst die pessimistischsten Prognosen deuten so etwas nicht einmal annähernd an.

Nicht dass ich damit behaupten würde, dass man aus einer Mücke einen Elefanten machen würde. Aber vielleicht aus einem Hund einen Elefanten.

Und ja, die Absage von Großveranstaltungen kann durchaus sinnvoll sein. Die Absage des Oktoberfests (und zwar nicht nur dieses Jahr, sondern für immer) wäre auf jeden Fall ein signifikanter Beitrag zur Weltgesundheit, nicht nur im Hinblick auf Corona.

crimsonfripp - 09.03.20   +

"Die Absage des Oktoberfests (und zwar nicht nur dieses Jahr, sondern für immer) wäre auf jeden Fall ein signifikanter Beitrag zur Weltgesundheit, nicht nur im Hinblick auf Corona."

Grins - und Daumen rauf!

verlierer - 09.03.20    

*Nicht dass ich damit behaupten würde, dass man aus einer Mücke einen Elefanten machen würde. Aber vielleicht aus einem Hund einen Elefanten.*

Ohne hier Verschwörungstheorien befeuern zu wollen, drängt sich die Frage auf:
Warum?
Wieso werden so drastische Maßnahmen ergriffen, welche bei der (ungefährlich) propagierten Infektion enormen wirtschaflichen Schaden anrichten?
Gibt es Hintergrundinformationen, welche nicht publik gemacht werden?

keinstein - 09.03.20    

Wir stehen ja mit der Ausbreitung des Corona- Virus am Anfang der Verbreitung.
Ich sehe nicht, warum wir nicht versuchen sollten, in die Zukunft zu schauen.

Ich habe nun schon mehrere Virologen gehört, die vermuten, dass noch bevor ein Impfstoff verfügbar ist, mehr als 50% der Bevölkerung infiziert sein werden.

In Deutschland wären das mehr als 40 Millionen Menschen. Bei einer angenommenen Letalität von 1% kämen wir dann auf 400000 Tote.

Ich finde das erschreckend.

triangel - 09.03.20   +

Das klingt erschreckend, aber was folgt daraus für unser persönliches Leben?
Ich werde zwar vorsichtiger sein, aber so einfache Dinge wie grundlegende Hygiene sind für mich selbstverständlich, egal ob mit Corona oder nicht.
Ich verstehe nicht, was die Leute damit bezwecken wollen, wenn sie sagen, dass das Ganze erschreckend und besorgniserregend ist.

Ich bin nicht der Forscher, der den Impfstoff entwickelt. Ich bin nicht der Politiker, der bestimmte Maßnahmen für das Land beschließt.

Ich habe weder Macht noch Wissen, dem Coronavirus viel entgegenzusetzen außer grundlegender Hygiene und gesunde Ernährung. Wobei diese beiden Sachen sowieso als Standard gelten sollen, egal ob wir Grippewelle, Coronawelle haben oder sogar gar keine Krise haben.

Vabanque - 09.03.20    

Ich habe irgendwo gelesen, dass manche Virologen davon ausgehen, dass irgendwann sogar 60-70% der Bevölkerung das Coronavirus in sich tragen werden ... doch jetzt kommt das Entscheidende: die Situation würde dann - so behauptete die Quelle - so ähnlich sein wie gegenwärtig beim Herpesvirus: die meisten haben es zwar, aber nur bei den wenigsten kommt es irgendwann überhaupt zu Symptomen.

keinstein - 09.03.20    

@triangel
Für mich, der ich als älterer Mensch der Risikogruppe angehöre, hat das schon Konsequenzen jenseits der normalen Hygiene.
- soll ich noch zu größeren Schachturnieren gehen?
- soll ich weiterhin das Fitnessstudio aufsuchen
- etc.
Darüber hinaus sehe ich eben schon Gefahren für die Wirtschaft:
Es ja einfach zu sagen, gut für die Umwelt, wenn die Wirtschaft schrumpft, aber was ist mit der einhergehenden Arbeitslosigkeit und den möglichen Folgen für die Gesellschaft?

siramon - 09.03.20   +

@triangel, mir hat die momentane Lage mal wieder vor Augen geführt, wie und wann man Hände waschen soll. Es ist erwiesenermassen so, dass sehr viele Leute eben genau das nicht wissen.

@Cottbuser, wieso ist es ein solches Problem, mal für eine Weile auf Händeschütteln zu verzichten? Gibt lustige Alternativen (Tänzchen etc.) ;-)

@Vabanque, ja die meisten von uns werden mit dem Virus in Kontakt kommen. Bis wir aber die geeignete Therapie oder allenfalls einen Impfstoff entwickeln ist es nur sinnvoll, die Risikogruppen zu schützen. Zumindest in der Schweiz zielen alle Massnahmen in diese Richtung: Die momentanen "Zielpersonen" zu schützen. Schlagwort "Social Distancing".


Wir werden wohl noch eine Weile Ausnahmezustand haben - oder sogar diesen noch intensivieren müssen. Genau bis wir die geeigneten Therapie und/oder Impflösungen finden.

Bezüglich Auswirkungen auf unsere Gesundheit gibt es ja schon ganz "gute" Prognosen. Den wirtschaftlichen Schaden können wir aber wohl noch nicht in seiner Gesamtheit erfassen.

Schauen wir uns die Situation mal mit etwas Distanz an, gibt es schon jetzt sehr viel Spannendes zu beobachten:
- Wie wichtig uns uns unsere Freizeit ist (Fussball, Veranstaltungen, Clubs). Die wenigsten denken dabei an die wirtschaftlichen Folgen (für Veranstalter und diese Zulieferungskette), sondern ganz egoistisch: ich will meinen Fun!
- Wie unglaublich abhängig wir in dieser globalisierten Welt geworden sind. Stichworte: Schutzbekleidung (Masken etc.), Rohstoffe für die Medikamentenproduktion, allg. Wertschöpfungsketten
- Wie hartnäckig wir an kulturellen Errungenschaften festhalten (wollen): z.B. Händeschütteln
- Wie wichtig es uns ist, sichere Infos zu erhalten (trotz unsicheren Zeiten)
- Wie stark uns Unbekanntes verängstigt (die Angst vor dem Virus ist schon da, bevor das Virus kommt)
- Wie abhängig wir an vielen Orten von offenen Grenzen sind. Stichwort beispielsweise: Gesundheitseinrichtungen im Kanton Tessin - viele Pflegende/Ärzte sind Grenzgänger aus Norditalien
- Umgang der Presse mit der Situation
- SocialMedia in dieser Situation
- ...

Vabanque - 09.03.20    

>>keinstein - vor 5 Std. Ich habe nun schon mehrere Virologen gehört, die vermuten, dass noch bevor ein Impfstoff verfügbar ist, mehr als 50% der Bevölkerung infiziert sein werden. In Deutschland wären das mehr als 40 Millionen Menschen. Bei einer angenommenen Letalität von 1% kämen wir dann auf 400000 Tote.<<

Und mit der gleichen 'Rechnung' kämen wir dann in China auf über 70 Millionen Todesopfer ... wo liegt da der Denkfehler? (Ich bin mir aber sicher, dass irgendwer auch diese Zahl noch als 'realistisch' glauben wird ... )

Also bitte mal auf dem Teppich bleiben, es handelt sich weder um die Pest noch um die Cholera ... und stellt euch vor, auch diese wahren Geißelungen hat die Menschheit schon überlebt ...

Ich habe irgendwo im Netz auch gelesen (wenn man halt immer alle Links speichern würde ... ), Corona wäre ein 'guter Testlauf' für wirklich ernste Bedrohungen ... wenn das so ist, so sind viele Menschen an diesem 'Test' wohl bereits gescheitert, wie ihre vielfach kontraproduktiven Reaktionen zeigen.

keinstein - 09.03.20    

Zitat: Und mit der gleichen 'Rechnung' kämen wir dann in China auf über 70 Millionen Todesopfer ... wo liegt da der Denkfehler? (Ich bin mir aber sicher, dass irgendwer auch diese Zahl noch als 'realistisch' glauben wird ... )

Die Logik, auf diese Art zu zweifeln verstehe ich nicht. 1% bleibt auch in China 1%.

Die Frage ist doch, worauf müssen wir die diskutierte Letalität beziehen!

Vabanque - 09.03.20    

>>1% bleibt auch in China 1%<<

Und in Deutschland auch? Dann hätten von bisher 1100 Infizierten ja 11 sterben müssen.

Vabanque - 09.03.20    

Natürlich haben diese simplen Zahlen geringe Aussagekraft, aber auch wenn wir die weltweit über 110000 Corona-Fälle zu den 3800 Toten in Beziehung setzen, dann komme ich da nur auf eine Sterblichkeit von unter 0,4 %. Das würde dann wohl in etwa der einer gewöhnlichen Grippewelle entsprechen.

Vabanque - 09.03.20    

Was aber auf jeden Fall positiv zu vermelden ist: es gibt deutlich mehr Geheilte als aktuell Infizierte, und zumindest in China geht die Anzahl der Neuinfektionen drastisch zurück.

keinstein - 09.03.20    

Übrigens sterben in Deutschland jährlich etwa 1 Million Menschen im Schnitt (meine ich mal gelesen zu haben).
Das entspricht etwa 17,5 Millionen Menschen in China.

Ich komme bei der Corona-Rechnung übrigens "nur" auf 8,8 Millionen Tote in China.

keinstein - 09.03.20    

Irgendwie haben wir auch in der Prozentrechnung eine unterschiedliche Auffassung: 3,8 auf110 entspricht 3,45 Prozent.
Jetzt hoffe ich nur, dass ich da keinen Denkfehler habe; das wäre ja peinlich:-)

MarkD - 09.03.20    

ich wollte hier je eigentlich nicht schreiben, aber 3800 von 110000 sind dann unter 0,4%? Wirklich, Vabanque? ;-)

Vabanque - 09.03.20    

Vermutlich bin ich heute etwas überarbeitet, irgendwo habe ich da eine Null zu viel oder zu wenig gesehen :-)

Aber wie gesagt, die Zahlen sagen eh kaum was aus ...

Vabanque - 09.03.20    

Und mich gleich zweimal um je eine Null vertan? Wahrscheinlich schaffen das wirklich nur Mathelehrer :-))

Dann ist es aber noch seltsamer: Ist die Letalität tatsächlich 3,5 %, dann müssten von den 1100 bundesweiten Fällen ja mehr als 38 verstorben sein.

Egal wie man es rechnet, man stößt auf Unstimmigkeiten, die natürlich nur besagen können, dass diese Rechnungen sinnlos sind.

keinstein - 09.03.20    

Als Mathelehrer sollte man ja auch wissen, dass Statistiken bei kleineren Zahlen nicht so zuverlässig sind.
Mit einem Prozent befinde ich mich jedenfalls in dem Bereich, der von den Virologen genannt wurde.
Natürlich wird es auch landesspezifische Unterschiede geben.

Vabanque - 09.03.20    

>>Als Mathelehrer sollte man ja auch wissen, dass Statistiken bei kleineren Zahlen nicht so zuverlässig sind.<<

Genau das habe ich heute einem Nachhilfeschüler erklärt, und zwar sogar an einem konkreten Zahlenbeispiel. Da haben wir sogar die Fehler 1. und 2. Art bei Erhöhung des Stichprobenumfangs ausgerechnet, und er staunte Bauklötze, dass die plötzlich beide kleiner wurden, wo man sonst doch nur den einen Fehler auf Kosten des jeweils anderen verkleinern kann.
Der Mathematiker verrechnet sich auf Grund von Flüchtigkeit zwar bei konkreten Zahlen, vertut sich aber selten bei allgemeinen Prinzipien.

Übrigens wird man aber bei 1100 Fällen in Deutschland noch nicht unbedingt von kleineren Zahlen im Sinne der Statistik sprechen können.

Bei extrem seltenen Krankheiten (gut, das führt etwas abseits) führen Mediziner ja sogar statistische Tests durch, die auf 10 oder gar nur 5 Krankheitsfällen basieren, weil einfach nicht mehr Material vorliegt.

Vabanque - 09.03.20    

Eigentlich wollte ich ja nur aufzeigen, dass man dem Problem ja gerade NICHT mit statistischen Methoden beikommen kann, und mich dann völlig verrannt :-(

Stellmacher - 09.03.20    

Von welcher "Dunkelziffer" muss man da eigentlich ausgehen?

Bei gegenwärtig etwa 1200 "bestätigten" Infektionen gibt es doch sicher eine nicht geringe Anzahl an Menschen in Deutschland, die halt ihre Corona-Infektion für eine ganz normals Grippe o.ä. halten und deswegen auch nicht gleich zum Arzt gehen. Kann man diese Größe denn ungefähr abschätzen?

siramon - 10.03.20    

Ein passende Grafik dazu: https://twitter.com/SiouxsieW/status/123.. (Wir müssen die Kurve glätten!)

Längeres und überaus informatives Video eines CH-Epidemologen zur Situation und den nötigen Massnahmen: https://www.youtube.com/watch?v=u0cjSnAy..

(leider beides englisch)

keinstein - 10.03.20    

Ja, je eher man (wirksame) Maßnahmen ergreift, desto flacher verläuft die Glockenkurve; so verstehe ich das.

Ernst nehmen statt klein reden ist also die verantwortungsvolle Vorgehensweise.

Vabanque - 10.03.20    

Im Gegensatz dazu zitiere ich mal aus
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/C..

>> Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, bezifferte die Covid-19-Todesrate Anfang März nach den derzeitigen Daten auf 0,3 bis 0,7 Prozent. Von 1.000 Infizierten würden also drei bis sieben Personen sterben, so Drosten. Wahrscheinlich liege die tatsächliche Rate aber darunter.<<

verlierer - 10.03.20    

Seit gestern werden vom RKI keine Fallzahlen veröffentlicht, warum auch immer.

Hier noch ein interessanter Artikel:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1..

eika13 - 10.03.20    

Ich mag garnicht rechnen, wenn es sich bestätigt was unsere Kanzlerin annimt das sich 2/3 der Bevölkerung anstecken werden und von den Risikogruppen wie geschwächte, chronisch Kranke und Personen über 65 Jahre knapp unter 1 Prozent sterben ...
Da bin ich ja direkt froh das ich erst 69 Jahre alt,nicht geschwächt bin und meine chronische Krankheit sogar vor dem Virus schützt.

keinstein - 10.03.20    

@shaack
Hier hat ja niemand 3,4% Sterblichkeit wirklich ins Spiel gebracht. Wenn ich von antagonistischen Versuchen mal absehe.
Zur Ermittlung der Sterblichkeit sind ja vielfältige Aspekte zu beachten.
Natürlich spielen bei den Todesfällen auch Zufälle eine Rolle, weshalb eben m.E. kleine Todeszahlen wie etwa 2 noch keine statistische Relevanz haben
Soweit ich Virologen gehört habe, wurden Zahlen von 0,5% bis 1,5% Letalität genannt, weshalb ich zur Rechnung mal 1% angenommen habe.
Die Sterblichkeit hängt sicher u.a. auch von der Effizienz des jeweiligen Gesundheitssystems ab. Dabei kann ich mir vorstellen, dass diese Effizienz nicht nur vom Land abhängt sondern auch von der Belastung des jeweiligen Systems.

Eine Überbelastung des Systems gilt es m.E. energisch zu verhindern.

Frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, scheint mir daher sehr vernünftig.
Ein Problem ist sicher, dass es sich um ein neues Virus handelt und niemand z.Z. die Gefährlichkeit genau einschätzen kann. Aber gerade deshalb scheint mir Vorsicht geboten!

Vabanque - 10.03.20  

>>Ich mag garnicht rechnen, wenn es sich bestätigt was unsere Kanzlerin annimt das sich 2/3 der Bevölkerung anstecken werden<<

Na klar, sie ist ja ganz bestimmt Expertin! ;-)

Das Problem ist doch immer dasselbe: Politiker, die von der Sache nicht die allergeringste Ahnung haben, treffen Entscheidungen (hier z.B. Schließung von Schulen, Theatern ... ), treten mit Aussagen an die Öffentlichkeit, über die Experten im besten Fall lachen, im schlimmsten Fall aber die Hände ringen.

Ich habe in den letzten Tagen mit zwei Ärzten gesprochen: beide hielten die Hysterie der Medien für das eigentliche Problem, nicht den Virus selbst, beide schätzten die Influenza für schlimmer ein als das Corona-Virus, beide verstanden nicht, wieso beim Coronavirus so drastische Maßnahmen ergriffen werden, bei der Influenza nicht, beide hielten die Keime, die jährlich durch das Oktoberfest eingeschleppt werden, für schlimmer als Corona etc. etc.

Aber nein, die Kanzlerin weiß es ja besser als studierte Ärzte. Darf ich eine Runde lachen? Nein, lieber nicht, es ist zu traurig :-(

Vabanque - 10.03.20    

Um ernst zu bleiben: Natürlich hat die Kanzlerin diese Info auch von Virologen. Ich hatte das ja oben auch mal geschrieben, und zitiere 'mich selbst', obwohl der Inhalt natürlich nicht von mir stammt, sondern auch oben nur von mir wiedergegeben wurde:

>>Ich habe irgendwo gelesen, dass manche Virologen davon ausgehen, dass irgendwann sogar 60-70% der Bevölkerung das Coronavirus in sich tragen werden ... doch jetzt kommt das Entscheidende: die Situation würde dann - so behauptete die Quelle - so ähnlich sein wie gegenwärtig beim Herpesvirus: die meisten haben es zwar, aber nur bei den wenigsten kommt es irgendwann überhaupt zu Symptomen.<<

Wie gesagt, zumindest manche Virologen prognostizieren diese Möglichkeit, aber wenn sie ohne den geeigneten Hintergrund vermittelt wird, und nur als Info 'irgendwann werden sich 2/3 der Bevölkerung' anstecken, dann sind solche Meldungen natürlich nur Panik-schürend und damit absolut kontraproduktiv.

Denn ich betone es nochmals, die meisten Experten sind sich darüber einig, dass die Folgen der Hysterie weit schlimmer sind als die Folgen des Virus.

Und deswegen gehört jedem, der diese Hysterie noch schürt (z.B. mit Halb-Informationen), im virtuellen Sinne eins über die Rübe gegeben ... und das hat nichts mit 'klein reden' zu tun. Das Problem ist zweifellos da und auch real, aber es ist nicht annähernd so groß, wie die Medien (zumindest viele) es darstellen. Corona ist eben tatsächlich mehr eine mediale als eine medizinische Infektion. Wie könnte es sonst sein, dass ausgerechnet Mediziner die Gelassenheit selbst sind?

keinstein - 10.03.20    

Wir alle haben Zugang zu Expertenmeinungen in den unterschiedlichsten Informationskanälen.
Offensichtlich nehmen wir diese Meinungen ganz unterschiedlich wahr.

eika13 - 10.03.20    

@Vabanque
Sehr vage deine Darstellung:
irgendwo gelesen ...
die Quelle - welche ? ...
prognostizieren ...
die meisten Experten ... welche, wieviele mit welcher Qualität ?
usw.

Vabanque - 10.03.20    

Wenn ich die Quelle noch finde, poste ich sie.

Vabanque - 10.03.20  

Um die Quelle geht es ja jetzt auch wohl nicht in erster Linie; ich wollte nur darlegen, in welchem Sinne Merkels Aussage durchaus auch von Experten gestützt wird, nämlich in einem weit weniger bedrohlichen Sinne.

Politiker können alles behaupten. Sie müssen es nicht begründen und schon gar keine Fachkompetenz aufweisen. Dafür sind sie ja auch Politiker. Sie haben in diesem Sinne Narrenfreiheit. Sie haben auch die Freiheit, Bürger in dem Sinne zu entmündigen, indem sie die Absage von Veranstaltungen anordnen, wo doch jeder Bürger um das Risiko weiß und selbst in der Lage ist zu entscheiden, ob er die Veranstaltung besuchen mag. Aber das ist eben Politik, das ist Macht.

Es geht hier überhaupt nicht um Medizin bzw. Virologie. Es geht ganz allein um Politik.

Wäre Merkel eine hochranginge Virologin oder Epidemiologin, so würde man ihre Aussage zumindest ernst nehmen müssen.

So aber ist ihre Aussage ungefähr so wertvoll wie eine Aussage von mir über Rap oder Hiphop ;-)

keinstein - 10.03.20  

Aber nein, die Kanzlerin weiß es ja besser als studierte Ärzte. Darf ich eine Runde lachen? Nein, lieber nicht, es ist zu traurig :-(

Um ernst zu bleiben: Natürlich hat die Kanzlerin diese Info auch von Virologen

Wäre Merkel eine hochranginge Virologin oder Epidemiologin, so würde man ihre Aussage zumindest ernst nehmen müssen.

So aber ist ihre Aussage ungefähr so wertvoll wie eine Aussage von mir über Rap oder Hiphop ;-)

Vabanque - 10.03.20    

Was soll das bitte, dass du Versatzstücke meiner Beiträge mit copy&paste hier zusammenstellst?

keinstein - 10.03.20    

Es tut mir leid, aber ich wollte die Widersprüchlichkeit verdeutlichen.

Vabanque - 10.03.20    

Ich sehe da keine Widersprüche, vor allem dann nicht, wenn du die herausgerissenen Sätze in dem Zusammenhang belässt, in dem ich sie geschrieben habe.

keinstein - 10.03.20    

Ja ich denke, wir haben auch da eine ganz verschiedene Wahrnehmung.

Vabanque - 10.03.20  

Sonst aber machst du genau das, was die Kanzlerin macht: Sie verbreitet irgendeinen aus dem Zusammenhang gerissenen Fetzen, den sie von irgendeinem Epidemiologen aufgeschnappt hat. Aber so funktioniert eben Propaganda, so funktioniert Politik. Mit Wissenschaftlichkeit hat das jedenfalls nichts zu tun.

keinstein - 10.03.20    

Über Wissenschaft haben wir ja auch schon diskutiert!

Vabanque - 10.03.20  

Die Strategie der Regierung besteht offenbar darin, Panik zu schüren, obwohl dies nach Ansicht aller Wissenschaftler gerade in der gegenwärtigen Situation absolut kontraproduktiv ist.
Da ich selber Wissenschaftler bin (promovierter Mathematiker und Physiker), brauche ich wohl keine Diskussion über Wissenschaft zu scheuen. Ich würde aber bestimmt nicht wagen, definitive Aussagen über Wissenschaftsgebiete, die ich nicht studiert habe, zu treffen. Immerhin wage ich aber, solche in Zweifel zu ziehen. Sowohl beim Klimawandel wie auch bei der Ausbreitung eines Virus werden die Grenzen der Wissenschaft ganz klar offenbar. Es gibt zwar Modelle, aber keine verlässlichen, zumindest was Prognose betrifft.

keinstein - 10.03.20    

Zitat: Sowohl beim Klimawandel wie auch bei der Ausbreitung eines Virus werden die Grenzen der Wissenschaft ganz klar offenbar. Es gibt zwar Modelle, aber keine verlässlichen, zumindest was Prognose betrifft.

In diesem Punkt sind wir doch gar nicht so weit auseinander. Ich neige vor dem Hintergrund der Unsicherheit eben eher zur Vorsicht.

Das gilt sowohl für den Klimawandel als auch für das neue Virus.

Vabanque - 10.03.20    

Leider ist die Quintessenz des Ganzen die Unsicherheit, mit der wir in allen Bereichen leben müssen.

siramon - 10.03.20    

@Vabanque Ich habe in den letzten Tagen mit zwei Ärzten gesprochen: beide hielten die Hysterie der Medien für das eigentliche Problem, nicht den Virus selbst, beide schätzten die Influenza für schlimmer ein als das Corona-Virus, beide verstanden nicht, wieso beim Coronavirus so drastische Maßnahmen ergriffen werden, bei der Influenza nicht, beide hielten die Keime, die jährlich durch das Oktoberfest eingeschleppt werden, für schlimmer als Corona etc. etc.

Ich weiss ja nicht was deine beiden Quellen geraucht haben, aber sie sollten aufhören.

In Italien bricht gerade das Gesundheitssystem zusammen und zwei deutsche Ärzte halten (angeblich) die Medien für das Problem und nicht den Virus. Ein Vergleich mit Influenza ist auch für nix, weil es momentan nicht darum geht zu wissen, was nun schlimmer ist (sein wird).

Momentan ist nur wichtig, dass das Gesundheitssystem die Fälle tragen kann.

triangel - 10.03.20    

Das Problem ist, dass unabhängig vom Coronavirus grundlegende Hygiene nicht eingehalten wird. Von Grippe sind jedes Jahr viele Menschen betroffen, aber dennoch schleppen sich Leute krank zur Arbeit, waschen ihre Hände nicht etc.
Das wurde mir von kleinauf beigebracht und den Kindern im Kindergarten ständig beigebracht.

Letzten Endes kann man die Verbreitung jeglichen Erregers in dieser Schwere nur auf menschliche Dummheit/Unachtssamkeit zurückführen.

verlierer - 11.03.20    

Hier mal ein paar Zahlen zum Virus, dem Ärzteblatt entnommen:

“Die Case-Fatality-Rate beträgt in China insgesamt 2,3 % (1.023 Todesfälle unter 44.672 bestätigten Fällen). In der Gruppe von 9 Jahren und jünger traten keine Todesfälle auf, im Alter von 70 bis 79 Jahren starben 8,0 % und im Alter ab 80 Jahren 14,8 % der Erkrankten.

Höhere Case-Fatality-Rate bei Begleiterkrankungen
Begleiterkrankungen erhöhten das Sterberisiko. Die Case-Fatality-Rate betrug bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen 10,5 %, bei Diabetikern 7,3 %, bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen 6,3 %, bei Patienten mit Bluthochdruck 6,0 % und bei Krebspatienten 5,6 %”

verlierer - 11.03.20    

Ich meine weiter oben einen Vergleich zum Herpesvirus gelesen zu haben, möge sich der Schreiber selbst einen “virtuell über die Rübe geben” :):):)

clemensro - 11.03.20    

Erde zur Venus: Du siehst nicht gut aus, hast du ein Virus ?
Venus: nein und du ?
Erde: ja, ich habe Homo sapiens

eika13 - 11.03.20    

https://www.n-tv.de/panorama/Virologe-ho..

Also noch weniger Hoffnung.

triangel - 11.03.20    

Die Nachrichten empfehlen schreiend im Kreis rumzulaufen. Wenn möglich soll man andere Menschen dazu motivieren dasselbe zu tun.

eika13 - 11.03.20    

Eine Bundespressekonferenz ist sicher nicht medienverfälscht, so wie heute geschehen.
Durch verniedlichen wird es noch schlimmer als durch übertriebene Vorsicht.
Gesund ist ja immer gut und in der Sache sollte man ein gesundes Maß walten lassen.

Vabanque - 11.03.20    

>>verlierer - vor 10 Std.

Ich meine weiter oben einen Vergleich zum Herpesvirus gelesen zu haben, möge sich der Schreiber selbst einen “virtuell über die Rübe geben” :):):) <<

Ach ja? Der Vergleich stammt 'zufälligerweise' von Kassenpräsident Andreas Gassen, nachzulesen in folgendem Artikel:
https://www.focus.de/gesundheit/news/bei..

Ich zitiere mal die relevante Stelle daraus:
>>Auch Kassenarztpräsident Andreas Gassen geht davon aus, dass sich ein Großteil der Bevölkerung anstecken wird, bevor die Ausbreitung zu einem wirklichen Halt kommt.

"Das mag für den Laien schockierend wirken, ist aber nüchtern betrachtet nichts Bedrohliches: Es gibt Viren, die praktisch jeden mindestens einmal befallen. Zum Beispiel Herpes und Influenza", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "NOZ". Man spreche in dem Fall von einer "Durchseuchung" der Gesellschaft, die dann letztlich zu einer Art Herden-Immunität führe.

"Auch das Coronavirus dürfte nicht verschwinden", sagte Gassen. Die Frage sei, wie lange die "Durchseuchung" dauere. "Das kann vier oder fünf Jahre dauern. Je schneller es geht, je größer ist die Herausforderung für das Gesundheitswesen. Aber dass wir selbst bei einem weiteren raschen Anstieg der Fälle an Grenzen stoßen, sehe ich definitiv nicht." Derzeit sei Corona "eher eine mediale als eine medizinisch relevante Infektion", so Gassen.<<

Vabanque - 11.03.20    

Im selben Artikel wird auch der Chef-Virologe der Charité, Christian Drosten, zitiert:

>>Fallsterblichkeit bei Corona
Diese liege derzeit zwischen 0,3 und 0,7 Prozent, sagt Drosten, der damit anderen Rechnungen widerspricht, die von mehr als zwei Prozent ausgehen.
"In den sozialen Medien wird hierzu viel Drama gemacht. Und es gibt auch viele Bestrebungen, Drama zu machen." So gebe es inzwischen auch Unternehmen, die Profit aus den Zahlen schlagen wollten und gezielt hohe Sterblichkeitsraten streuen würden, so Drosten. "Ich finde nicht gut, wenn man die Fallzahlen nicht korrekt betrachte." Viele würden so rechnen, dass die neu erkrankten ja in zwei Wochen alle noch sterben könnten und damit die Rate deutlich steigen könnte. Aber dies sei keine seriöse Art der Berechnung.<<
Und weiter unten:
>>Grundsätzlich betonte er: "Es gibt viele milde Fälle. Das ist im Grund wie eine Erkältung." Für den Einzelnen sei die Krankheit deshalb kein großes Problem, wenn er zu keiner Risikogruppe gehört.<<

Vabanque - 11.03.20    

Eine entscheidende Frage für uns Laien ist halt schon: Sollen wir lieber den Aussagen eines renommierten Virologen glauben oder der Panikmache der Medien und der Politiker?
Meine persönliche Antwort auf diese Frage steht jedenfalls fest. Aber jedem ist hierin natürlich seine eigene Entscheidung überlassen.

cesmoll - 11.03.20    

https://www.t-online.de/nachrichten/pano..
Dann schauen wir mal nach Italien

https://www.google.at/amp/s/web.de/amp/3..
Oder Iran.
Hier ist jetzt übrigens ein Franzose der erste offizielle Fall. Einheimische sitzen 2 Wochen Quarantäne, aber die Ignoranz aus eben einer Region mit nachgewiesenen Fällen reist erstmal direkt nach Ankunft 5 Tage durchs Land und geht jeden Tag in 3 verschiedenen Restaurants speisen.. Kann die Leute hier verstehen, dass sie sauer sind.

Hanswurst01 - 11.03.20   +

ich habe hier neulich in einem Statement folgendes gelesen:
"Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt."

Hier ist es doch genau so:
wirklich belastbare Erkenntnisse bezüglich der Sterblichkeit haben wir erst am Ende der Pandemie. Und bis dahin gilt es, die unvermeidbare Ausbreitung so lange wie möglich zu verzögern.

verlierer - 11.03.20    

Ein großer Unterschied zwischen Grippe und Corona ist die Mutationszeit. Corona hat es geschafft innerhalb weniger Wochen, ein Grippevirus benötigt dazu bis zu mehreren Jahren.

Weil hier Herr Drosten zitiert wurde noch einmal ein link:

https://www.focus.de/gesundheit/news/che..

keinstein - 11.03.20    

Ich habe gar nicht den Eindruck, dass in Deutschland oder hier im Forum die Panik ausgebrochen ist (wenn ich von den unsinnigen Hamsterkäufen mal absehe, die vielleicht auch eher ein Sport sind).
Jene, die zu Fußballspielen gehen oder jene, die in Italien Ski fahren sind jedenfalls nicht panisch.

Auch habe ich nicht den Eindruck, dass die Regierung hier panisch handelt.

Da ich den Medien misstraue, würde ich auch gern auf die Medien eidreschen; ich kann es aber nicht, da m.E. ausreichend Experten zu Wort kommen.

Kann es nicht sein, dass jene die im Forum von Panik reden der Panik näher sind und unbewusst Angst vor ihrer eigenen Panik haben?

Ich jedenfalls, der ich der Risikogruppe angehöre verspüre keine Panik.

Ich habe einen guten Teil meines Lebens hinter mir und freue mich über jeden weiteren Tag.

Vabanque - 11.03.20    

>>Jene, die zu Fußballspielen gehen oder jene, die in Italien Ski fahren sind jedenfalls nicht panisch.<<

Nun, das geht ja jetzt beides nicht mehr.

Vabanque - 11.03.20    

>>Hanswurst01 - vor 19 Min. +

ich habe hier neulich in einem Statement folgendes gelesen:
"Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt."

Hier ist es doch genau so:
wirklich belastbare Erkenntnisse bezüglich der Sterblichkeit haben wir erst am Ende der Pandemie. Und bis dahin gilt es, die unvermeidbare Ausbreitung so lange wie möglich zu verzögern.<<

Das könnte ein gutes Schlusswort für diesen Thread sein. Denn letztendlich ist alles andere, was über das Thema gesagt wird, Spekulation, selbst wenn sie von Experten stammt.

verlierer - 11.03.20    

Fernab jeglicher Hysterie sollte sich jeder so verhalten, dass die Gefahr einer Infektion möglichst gering bleibt. Nicht nur zum Selbstschutz, sondern vor allem darum, um nicht als Virenschleuder andere zu gefährden.
Ich gehöre auch zur Risikogruppe, und werde nicht in Panik verfallen :)

Vabanque - 11.03.20  

Irgendwie scheinen hier fast alle zu einer Risikogruppe zu gehören?!

toby84 - 11.03.20    

Ich gehöre nicht zur risikogruppe. Meine hände werde ich trotzdem weiterhin waschen

keinstein - 11.03.20    

Als Techniker habe ich Schätzverfahren zu schätzen gelernt auch wenn sie keine eindeutigen Ergebnisse liefern. Ihre Ergebnisse nicht als Leitlinien für Handlungen zu benutzen fände ich töricht.
Alles zu belassen wie es ist, die Lage nicht zu diskutieren und abzuwarten was am Ende herauskommt kann ja wohl nicht der Weisheit/ Wissenschaft letzter Schluss sein.

triangel - 11.03.20    

Die Leute unterschätzen das Händewaschen. Im Kampf gegen Ebola z.B. ist Hände waschen einer der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Die Leute mussten wirklich vehement darauf hingewiesen werden.

Hände waschen ist wichtig!

Jupp53 - 12.03.20    

Meine angehende Schwiegertochter wohnt mit ihrer Mutter in einem Haus. Die Mutter ist Krankenschwester und seit einer Woche zu Hause, weil ein Patient auf Station coronapositiv war. Jetzt hat mir der Pflegedienst für mindestens eine Woche abgesagt.

So läuft das, Leute.

keinstein - 12.03.20    

@Jupp53
Woran liegt es?
Gibt es keine Schutzkleidung für den Pflegedienst?

verlierer - 12.03.20    

Deutschland ist auf solche Notfälle nicht sehr gut aufgestellt, es fehlen nicht nur Schutzanzüge.......
Die Industrie ist leider nicht sehr flexibel, ihre Produktion auf die fehlenden Produkte umzustellen.

Hier mal ein gutes Beispiel, dass es auch anders geht:

https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norde..

Aletea - 12.03.20    

Hatte auch vernommen das Deutschland vor einigen Wochen größere
Mengen an Schutzmasken und Bekleidung nach China geliefert hat.

Jetzt scheinen diese hier zu fehlen.

Jupp53 - 12.03.20    

@keinstein

Die haben keine Schutzkleidung, nur Atemmasken, die ich auch habe. Die wirken eher auf der Verhaltensebene. Ich brauche im Moment nur Haushaltshilfe, würde also in der Situation lieber zwei Wochen Konserven essen und das Bett nicht beziehen, als dringend benötigte Schutzkleidung bei mir verschwendet zu sehen. Klartext: Schön ist anders, aber ich packe es.

Hier die Informationen, wie die Türkei es geschafft hat nur einen Fall zu haben:
https://www.reddit.com/r/China_Flu/comme..

keinstein - 12.03.20    

Wenn man nun zu Beginn der Corona- Krise schon Angst vor einer Überlastung der Krankenhäuser hat, was hat man denn 2018 bei den 25.000 Grippetoten getan?
Da muss es doch jede Menge Patienten in der Intensivpflege gegeben haben!

Hat da jemand eine Vorstellung?

shaack - 13.03.20    

Es geht hier nicht um Angst, sondern um eine richtige Einschätzung der Lage von Anfang an.

shaack - 13.03.20   +

Hier werden irgendwelche Behauptungen mit gefährlichem 10% Wissen aufgestellt.

oliniehaus - 13.03.20    

...welche denn ? Ob deine Behauptung richtig ist, lässt sich nur nachweisen, in dem du Ross und Reiter benennst, was du ja offensichtlich können solltest, um eine Aussage wie die deine machen zu können ;-)

Famulus - 13.03.20    

Jedenfalls ist chessmail ideal bei Corona, da der Empfehlung Merkel gefolgt wird, Sozialkontakte nicht virtueller Art zu vermeiden. Die Schachfiguren und Spielpartner hier sind nicht kontaminiert.

macmoldis - 13.03.20    

... und in der Regel hat man auch
ein Anti-Viren-Progtamm auf dem Rechner

NickNick - 13.03.20    

@ Verlierer
mal daran gedacht, das diese Masken garnicht in DE hergestellt werden? Zum anderen kann sich jeder für den häuslichen persönlichen Gebrauch solche Masken selber herstellen. Da muss man nicht Hamsterkäufe machen.

@ Famulus

sind sie sich da sicher? :-(

Vabanque - 13.03.20    

>>shaack - vor 1 Std.

Hier werden irgendwelche Behauptungen mit gefährlichem 10% Wissen aufgestellt.<<

Wie immer hier ... dafür ernten aber Meinungen von Experten (nein, ich bin keiner, aber ich habe welche zititert) Widerspruch.

cesmoll - 13.03.20  

@Vabanque: ich meine von dir mal gelesen zu haben, dass du dich nicht aus dem Fenster lehnst, wenn das relevante Wissen nicht fundiert ist.. wieso tust du es dann hier? Zu diesem Thema hat niemand (auch kein Experte!!) fundiertes Wissen. Ich kann nur mein Gefühl ausdrücken.. und demnach stehen wir erst am Anfang. Ich bin hier leider sowohl gesellschaftlich als auch mittlerweile wirtschaftlich stark betroffen, aber das ist nebensächlich in Anbetracht der menschlichen Verluste.

Vabanque - 13.03.20    

>>Zu diesem Thema hat niemand (auch kein Experte!!) fundiertes Wissen.<<

Hört hört ...

cesmoll - 13.03.20  

So ein dummer Kommentar.. entschuldige.
Wie kann es nach ein, zwei Monaten, die sich die Experten nun mit dem Virus beschäftigen, fundiertes Wissen geben?
Wie lange wird es dauern, bis es einen Impfstoff gibt? Mit fundiertem Wissen wäre es wohl eine Frage von Tagen.
Langsam kommt zu der Ignoranz auch noch Sturheit.

cesmoll - 13.03.20  

Nimmt man mal an, das Coronavirus wäre extrem von der Umgebungstemeratur abhängig, was impliziert dann der Wert von 800 Opfern/12000 Infizierten in Italien im Kopf eines Mathematikers in bezug auf die bevorstehende saisonale Erwärmung in Deutschland?

toby84 - 13.03.20   +

Inzwischen konnten wir alle auf unterschiedlichsten quellen eine menge zu sars-cov-2 lesen. Ich erkenne hier eher tendenze als klare eindeutige aussagen, weil es die wohl tatsächlich kaum geben kann. Aber ändern die genauen zahlen denn so viel? Für mich ist folgendes klar:
- das virus ist sehr ansteckend
- eine infektion verläuft meist schwach, kann aber auch einen schweren verlauf nehmen und ggf. tödlich enden irgendwo zwischen 0,5 bis 2% der fälle.
- gar nichts zu tun kann offensichtlich nicht sinn der sache sein
- panik zu schüren kann offensichtlich nicht sinn der sache sein

Was folgt, ist meine persönliche und subjektive meinung:
Es ist richtig, das virus ernst zu nehmen. Das bedeutet aktive aufklärung über regelmäßiges hände waschen, was sowieso immer gut und sinnvoll ist. Das bedeutet für mich aber auch, großveranstaltungen vorerst auszusetzen. Das ist doch wirklich kein schrecklich großes opfer, oder sieht das jemand anders? Und was das hände schütteln angeht: ich bin sowieso kein freund von traditionen, die nachweislich schädlich sind und keinen nutzen mehr haben. Vermutlich hat der letzte punkt das potenzial, eine eigene debatte anzustoßen.

123zecher - 13.03.20    

Soeben wurde beschlossen, dass in Niedersachsen ab Montag alle Schulen geschlossen werden "Coronaferien"....könnte das nächste Unwort des Jahres werden. Daran schließen sich die Frühjahrsferien an. Ich halte das für sinnvoll, wir sind zwar direkt betroffen, da wir ein Kind in der Grundschule haben, aber wenn´s hilft, dann ist das so.

cesmoll - 13.03.20  

Danke für die Minuszeichen.. könnten die Geber bitte auch eine Begründung kommunizieren? Oder ist das der Scheuklappentechnik geschuldet?

kingcrusher - 13.03.20  

Das mit den Minus-Bewertungen ist ja nichts neues hier :-((
Es sind letztlich immer dieselben Leute, die das machen. Traurig, aber wahr.
Auf das Plus und Minus hier gebe ich einen Dreck, denn es bedeutet rein gar nichts!!

toby84 - 13.03.20    

Es tut mir leid, aber auch hier stellt sich mir wieder die frage: woher weiß der das? Vielleicht stimmt es sogar, vielleicht sind manche wirklich immer dieselben minusgeber, vielleicht aber auch nicht. Wenn man jetzt noch namen mit den angeblichen minusgebern verbindet, hat man ein waschechtes vorurteil.

Unabhängig davon ist es legitim, selbst zu bestimmen, welches gewicht man den plus- und minusbewertungen gibt.

keinstein - 13.03.20    

@onlinehaus
Ich nehme mal an shaack meint Vabanque, der gleich zweimal sich um einen Faktor 10 vertan hat.

Aber denke, das waren nur freudsche Fehler; shaack sollte hier so nachsichtig sein, wie wir es auch waren!
Es geht hier ja schließlich um ein sehr ernstes Thema; ich denke mal, jeder versucht hier aus seiner Sicht konstruktiv beizutragen.

Es tut mir ja auch leid, dass ich versucht habe, die Widersprüchlichkeit von Vabanques Aussagen aufzuzeigen. Da der gesamte Text aber wenige Zeilen weiter oben zu lesen war, habe ich sicherlich nicht, wie mir vorgeworfen wurde, versucht irgendetwas aus dem Zusammenhang zu reißen!

cesmoll - 13.03.20  

Okay, aber bei einem solch brandaktuellen und wichtigen Thema würden mich die Beweggründe schon Stich interessieren.
Zur kurzen Erläuterung: ich lebe in einem Nachbarland von China. Hier gab es bisher keinen einheimischen Fall, ob das nun der nationalen Umsicht geschuldet ist oder den noch herrschenden tiefen Temperaturen, sei erstmal zweitrangig.
Des Weiteren bin ich allerdings Subunternehmer für eine österreichische Firma und dadurch auch tragend für 7 Jungfamilien. Da macht man sich definitiv Gedanken, wenn die Wirtschaft in Mitteleuropa anfängt kleinere Brötchen zu backen.

keinstein - 13.03.20    

@cesmoll
Es ist ja nicht der Sinn der Minus- /Pluszeichen, dass man sie begründet oder sich gar zu erkennen gibt.
Ich persönlich stimme Deinen Äußerungen eher zu.
Wir sollten aber verbal zurückhaltend bleiben.
Das Thema ist wie gesagt zu ernst; andere Meinungen vervollständigen das Bild.

Wir sind nicht nur keine Experten sondern wir haben auch keinen umfassenden Zugriff auf die Fakten. Deshalb gehe ich davon aus, dass niemand hier glaubt die einzig richtige Einschätzung zu haben.

shaack - 13.03.20   +

Nee, ich meine Behauptungen, wie "Deutschland ist auf solche Notfälle nicht sehr gut aufgestellt, es fehlen nicht nur Schutzanzüge....... Die Industrie ist leider nicht sehr flexibel, ihre Produktion auf die fehlenden Produkte umzustellen."

Das ist gefährliches 10% Wissen, das Panik erzeugt. Und es ist falsch, Deutschland ist nach Prof. Drosten wesentlich besser aufgestellt, als andere Länder, hier @verlierer und andere Panikmacher bitte mal nachhören, was die Wissenschafft dazu sagt: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coro..

shaack - 13.03.20   +

Auch hier schreiben die Großmäuler, die keine Ahnung haben, am meisten. Ich dachte, das wäre nur ein Facebook Phänomen.

cesmoll - 13.03.20  

In Italien ist die Opferzahl mittlerweile auf über 1000 gestiegen. Selbst Wissenschaftler sind über die Mortalitätsrate erstaunt.

shaack - 13.03.20   +

Welcher Wissenschaftler genau ist erstaunt? Und worüber ist er genau erstaunt? Bitte Quellenangabe!

cesmoll - 13.03.20    

'Auch hier schreiben die Großmütter (absichtlich verfälscht), die keine Ahnung haben, am meisten'.. wie darf man das vom Seitenbetreiber verstehen?

shaack - 13.03.20   +

Weitere Postings ohne Quellenangabe mit willkürlichen Behauptungen führen ab jetzt zur Sperrung aus dem Forum, das ist nicht auszuhalten!

siramon - 13.03.20    

@cesmoll, so wie es da steht ;-)

Vabanque - 13.03.20    

Komme gerade vom Arzt (Internist). Er sieht die Lage bezüglich Corona ganz entspannt, ist aber in Sorge wegen der wirtschaftlichen Schäden, die durch die ergriffenen Maßnahmen entstehen ...

Das ist jetzt der dritte Arzt, der mir mündlich (!) eine Aussage dieser Art liefert.

Aber nach Meinung mancher Forenschreiber hier haben die ganz sicher alle drei keine Ahnung ...

cesmoll - 13.03.20    

@soramon: das wäre ein Armutszeugnis

shaack - 13.03.20   +

@cesmoll Das ist so zu verstehen, dass die die Ahnung haben, sich eher zurück halten und die die keine Ahnung haben, hier lauthals rumschreien. Das ist nicht nur hier so, sondern auch in der Politik und es nervt!

Vabanque - 13.03.20    

>>shaack - vor 1 Min.

Weitere Postings ohne Quellenangabe mit willkürlichen Behauptungen führen ab jetzt zur Sperrung aus dem Forum, das ist nicht auszuhalten!<<

Ups, das habe ich erst nach meinem Posting gelesen. Werde ich jetzt gesperrt?
Ich kann meine mündlichen Quellen nachreichen (Nennung der Namen der betreffenden Ärzte), aber wäre das sinnvoll?

shaack - 13.03.20    

@cesmoll Sehr witzig, eine Quellenangabe, die selbst Behauptungen ohne Quellenangabe aufstellt. Ich meine Aussagen von Wissenschaftlern und Zahlen!

cesmoll - 13.03.20  

Wie kann man nur so (Entschuldigung für die nächsten Worte) besch...en arrogant sein??
@Vabanque: hast du überhaupt einen einzigen meiner Links mal durch gelesen? Die Lage in Italien zeigt klar, was passieren kann. Aber rede du nur weiter über die Meinung von deinem Internisten... bescheuert ignorant.

shaack - 13.03.20    

@Vabanque Quellenangabe "Mein Internist" ist schon ok und 1000 mal besser als "Ich hab das aber im Internet gelesen".

cesmoll - 13.03.20   ——

@Seitenbetreiber: was bist du eigentlich für eine Witzfigur? Sind dir die Todesopfer nicht Zahlen genug? Ich wollte nur ein bissel mehr Vorsicht mahnen, bekomme aber von selbst ausgelobten Welterklärern ständig Kontra, wo es vernünftigerweise eigentlich keins geben kann. Aber scheinbar gilt hier der Klüngel mehr als humane Gedanken

siramon - 13.03.20    

@vabanque, dieser Internist ist nun Experte für was genau im Bezug auf das Virus?

Einfach eine weitere Meinung, wie deine oder meine. Und ja, auch dieser Arzt sollte weniger von dem Zeug nehmen ;-)

siramon - 13.03.20    

@cesmoll, lebst du in Taiwan?

cesmoll - 13.03.20    

@Siramon: nein, in der Mongolei. M der einzige bisher bekannte Fall hier ist ein Franzose, der vor 11 Tagen über Moskau einreiste und dann erstmal 5 Tage durchs Land fuhr bevor er sich krank meldete.. aber alle Tests von Kontaktpersonen waren bisher negativ.

keinstein - 13.03.20    

Wenn man Zahlen im Fernsehen z.B. in Talkshows einmal oder auch mehrfach gehört hat, ist es schwer die genaue Quelle anzugeben. Ich merke mir jedenfalls nicht wann das in welcher Talkshow gesagt wurde.


Soll man solche Aussagen dann hier nicht mehr diskutieren dürfen?

Jeder kann ja (dann am besten mit Quellenangabe) widersprechen.

keinstein - 13.03.20    

Zitat:
@Vabanque Quellenangabe "Mein Internist" ist schon ok und 1000 mal besser als "Ich hab das aber im Internet gelesen".

Diese Ansicht teile ich (ohne Quellengabe) nicht!

keinstein - 13.03.20    

Leider tritt das Thema mal wieder in den Hintergrund!

keinstein - 13.03.20    

Aufgrund der aktuellen Ereignisse ist der komplette Spielbetrieb des Schachverbandes Württemberg eingestellt.
Das betrifft alle Liga, also auch die Ligen in Oberschwaben sowie Verbandsliga, Oberliga und Jugend.

Quelle "Mein Abteilungsleiter"

shaack - 13.03.20    

Ja dann glaub halt, was die Populisten ins Internet schreiben aber verschone das chessmail Forum damit.

shaack - 13.03.20    

Ja, und die Schulen werden geschlossen, das sind Fakten. Nicht Fakten sind "Wissenschaftler wundern sich". Warum muss ich so was erklären?

verlierer - 13.03.20  

@shaack
Mir Panikmache vorzuwerfen, zeugt davon, dass Du sehr schlecht informiert bist!
In der Arztpraxis wo ich am Dienstag einen Termin hatte, waren noch 43 Schutzmasken auf Lager.
Auf Anfrage bei der KV wurde ihm geraten, sich bei anderen Ärzten welche zu leihen!!!
Wenn diese Aussage Dir nicht belastbar erscheint siehe folgenden link zu einem Grosshändler:

https://www.megro.de/catalogsearch/resul..
manufacturer=&q=Masken

cesmoll - 13.03.20  

@Shaack: weil es von Mitgefühl zeugt, dass in Italien prozentual so viele Menschen sterben, dass selbst Wissenschaftler erstaunt sind ob der enormen Mortalitätstate. Warum muss man sowas erklären??? Bin ich hier im "Ist-mir-egal"-Forum?

keinstein - 13.03.20  

Zitat: Ja dann glaub halt, was die Populisten ins Internet schreiben aber verschone das chessmail Forum damit. Quelle: shaack

Was ich glaube oder nicht, sollte der Seitenbetreiber mir überlassen.
Womit sollte ich das Forum verschonen? Mit meinem Glauben?

shaack - 13.03.20    

Welcher Wissenschaftler ist erstaunt? Was heisst das, "erstaunt"?

cesmoll - 13.03.20    

Dass selbst Wissenschaftler erstaunt sind, war auch kein Fakt. Sondern eher, dass von ca. 12000 Infizierten in Italien bisher mehr als 1000 gestorben sind.

shaack - 13.03.20    

Welcher Wissenschaftler behauptet, dass 12.000 Infizierte die echte Zahl der infizierten ist? Ich habe da bisher keinen seriösen Wissenschaftler gehört, der das behauptet. Also?

shaack - 13.03.20    

Ich meine, das ist die Zahl der getesteten und positiv bewerteten und nicht die Zahl der infizierten. Merkst Du den Unterschied?

cesmoll - 13.03.20  

Selten solch einen apathischen Zeitgenossen erlebt... sagen wir, 30.000 sind infiziert. Kannst du die mehr als 1.000 Gestorbenen dann besser einordnen? Ist die Mortalitätsrate dann in einem Rahmen, dass du sagen kannst 'okay, mein Hund hat mehr Postboten auf dem Gewissen. '??

shaack - 13.03.20    

Unverschämtheit. Mir reicht's jetzt.

cesmoll - 13.03.20  

Shaack, du bist in der Diskussion einfach unterirdisch. Seite super, Betreiber traurige Figur. Tut mir leid

verlierer - 13.03.20    

Sachlich bleiben bitte!
Ob erstaunt oder überrascht von der Entwicklung sei dahingestellt.
ZB vielleicht von der Tatsache, dass anfangs von einer Überlebenszeit des Virus von 3-5 std ausgegangen wurde.
Neue Erkenntnis:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/c..

cesmoll - 13.03.20    

Ich bin durchaus sachlich, aber wenn ich mir zum Beispiel Arztberichte aus der Lombardei durchlese und dann hier Relativierungen und teilweise Negierungen lesen muss, kommt in mir das Kontra hoch.

Famulus - 13.03.20    

Schulen schliessen zeitweise, chessmail vielleicht auch?

cesmoll - 13.03.20    

Auf welcher Grundlage?

jujuhehe - 13.03.20   ++

Ich wäre dafür dieses Thema endgültig zu beenden. Was nützt diese ganze Diskutiererei mit allen möglichen Links. Es ändert nichts an der Ausbreitung.
Jeder ist für sich selbst in die Pflicht genommen, etwas umsichtiger und überlegter zu leben. Etwas anderes ist nicht möglich!

Jellycube - 13.03.20    

Eigenveranwortung bedeutet auch Soziale Kontakte aufs äusserste einschränken!

keinstein - 13.03.20    

@jujuhehe

Ich denke, fürchte dass uns das Thema noch einige Zeit begleiten wird und uns jederzeit vor neuartige Probleme stellen kann.

Dabei ist es völlig gleichgültig, ob die Probleme von der Krankheit selbst, einer gewissen aufkommenden Panik oder der Einleitung falscher Maßnahmen geschuldet ist.

Sich hier gegenseitig Anregungen zu geben und Einschätzungen auszutauschen fände ich eigentlich eine gute Sache.

Die Betonung liegt nach dem was hier abgeht auf "eigentlich"!

Bauernopfer - 13.03.20   +

ich denke das der kollegge cesmoll ein corona-troll ist ..... einfach sperren , sonst infiziert er auch noch die stimmung .
das BO ;O)

Alapin2 - 13.03.20   +

Leute !
So,wie die Stimmung in der Bevölkerung hochkocht,so anscheinend jetzt auch
hier.Anscheinend weiß keiner so ganz genau,wie die Sache mit Corona weitergeht.
Wir werden sehen.Statt Euch rumzustreiten,wartet lieber ab ! Wir haben hier
einen Vorteil : Ansteckung nur über COMPUTER-Viren.Ansonsten kann man sich
bei Quarantäne hier auf nette Art beschäftigen !
Gens una sumus ! ...Doch kein Streit wegen sowas !....

keinstein - 13.03.20    

@verlier: Coronavirus übersteht bis zu 72 Stunden auf Stahl und Kunststoff

Das ist z.B. ein interessanter Beitrag.

Hier kann man durchaus auch überlegen, ob und wie man Kontaktwege vermeiden kann.

Das würde mich auch bei vielen anderen Sachen interessiere: Z.B. Obst und Gemüse.

Beule - 13.03.20   +

Vollste Zustimmung, Alapin 2!!
Das schlimme an vielen Diskussionen hier (und auch sonst) ist, das jeder denkt die richtige Meinung oder das richtige Fakt in der Hand zu halten und auf Gedeih und Verderb die anderen von seiner Meinung überzeugen zu müssen.
Das es zu einem Thema viele Meinungen geben kann sollte eigentlich als gegeben hinnehmbar sein. Man kann auch kontrovers diskutieren, ohne andere zu überrennen....übrigens ... das ist nur meine Meinung ;-)

verlierer - 13.03.20    

@keinstein
Nicht nur auf Lebensmitteln. Was ist mit Türklinken, Einkaufswagen, etc?

triangel - 13.03.20    

@cesmoll Ich schlafe ruhig. Verstehe die ganze Unruhe nicht.
Hände waschen, bei Krankheit zu Hause bleiben, Abstand zu kranken Leuten halten, gesunder Lebensstil sind Sachen, die vor, während und nach Corona immer ihre Gültigkeit behalten werden. Das kriegen die Leute ja nicht mal bei einer normalen Grippewelle hin. Im Moment habe die Leute ein größeres Bewusstsein für Hygiene.
Alles andere lass mal die Politiker und Forscher machen, ich mach mir da keine Kopp.

Finde es sehr kontraproduktiv schreiend im Kreis herumzulaufen, daher bevorzuge ich andere Aktivitäten wie z.B. arbeiten, auf chessmail Schach spielen etc. Solltest du auch mal ausprobieren.

keinstein - 13.03.20    

Wenn man vom Einkaufen nach hause kommt, hat man ja nicht die Waren und alles mögliche sondern auch das eigene Auto angefasst. Da nutzt dann auch sofortiges Händewaschen zu Hause nicht unbedingt. Als Rentner kann ich das Auto ja 72 Stunden stehen lassen :-).

Alapin2 - 13.03.20   +

Leute,verrennnt Euch nicht ! Das war auch mit "alten" Viren nie anders ! Am
Besten,im Bett bleiben oder was!? In Hamburg gibt es inzwischen Vorgaben vom
Schachverband : Vor der Partie kein faires Händeschütteln mehr,Remisangebot
nicht laut herausposaunen sondern Handzeichen in einer Art Gebärdensprache.
(Wer desinfiziert nach jedem Zug die Figuren? Schlagen nur noch mit Handschuhen ?? Mindestabstand 1,50 m,also breitere Tische ?? ).
55 Jahre Turnierschach ! Wegen verschiedener Grippearten,Herpes,Windpocken
und was da noch alles rumflog,müsste ich schon lange tot sein....
Im Spiellokal gab es auch immer Türklinken,völlig versyphte Klos und laut-
hals niesende Gegner....

triangel - 13.03.20    

Heutzutage kann man alles online kaufen von Lebensmitteln bis Toilettenpapier. Lasse mir alles liefern. Weiß nicht, wann ich das letzte Mal in einem Buchladen war.
Wenn Du zur Risikogruppe gehörst, kannst du das ja machen.

keinstein - 13.03.20    

Niemand sagt, dass die hier gefunden Regeln nicht auch für die "normale" Grippe gelten!
Darüber, wie lange sich Grippeviren auf Oberflächen halten, habe ich noch nichts gehört!
Als Angehöriger einer Risikogruppe ist mir ja auch die Grippe nicht egal. Hier gibt es ja wohl auch Unterschiede in der Gefährlichkeit je nach Virusart.

Ein Tipp ist den Mund und Rachen feuchthalten und die Schleimhaut pflegen.
(Quelle.: ZDF Hallo Deutschland 13.03.2020 17:42 :-))

kingsindian - 13.03.20    

Macht es vielleicht Sinn, bei der jetzigen Situation ein Aussetzen der Liga abzusprechen? Klar, die einen haben jetzt mehr Zeit.

Aber es kann auch sein, dass es etliche Kranke gibt, die kurzfristig nicht mehr ziehen können. Auch haben sicher die einen oder anderen wichtigere Sachen aktuell im Kopf

Englisch - 13.03.20    

Ich werde mein Verhalten nicht ändern. Wenn es passiert, dann passiert es halt. Hundertprozentige Sicherheit gibt sowieso nicht.

Eudora - 13.03.20    

@keinstein: Grippe-Impfung?

Englisch - 13.03.20    

Einen Coronaimpfstoff gibt es noch nicht.

Famulus - 13.03.20    

Die, die zu Hause sitzen und 24 Stunden hier Schach spielen und sich Nahrung liefern lassen, können so weiter machen.

keinstein - 13.03.20    

@Eudora
Geht bei leider nicht; habe schon Krankheiten, die das nicht erlauben, so mein Hausarzt!

keinstein - 13.03.20  

Vielleicht frage ich aber meinen Hämatologen noch mal!
Danke für die Anregung!

Eudora - 13.03.20    

@keinstein:
Selbst jetzt wäre eine Grippeimpfung noch sinnvoll für Angehörige von Risikogruppen, um die Kombination aus einer Grippeinfektion und einer SARS-CoV-2-Infektion zu vermeiden. Grippe-Impfserum ist problemlos erhältlich.

kingcrusher - 13.03.20  

Mein Proktologe sieht das alles sehr gelassen; ihm geht es am Arsch vorbei ;-)

Btw: mal wieder schön anzusehen, wie Leute hier mal wieder mundtot gemacht werden! Wow, Hut ab & weiter so!

keinstein - 13.03.20    

proktologisch gesehen ist ja jeder ein ...

verlierer - 14.03.20    

https://www.welt.de/kultur/article206548..

Satire oder einfach geschmacklos?

cesmoll - 14.03.20    

Satire darf das.
Ein Ex-Kollege aus Österreich meinte, China hätte das Virus gezüchtet und dann die Kontrolle darüber verloren (als nicht ganz ernst gemeinte Verschwörungstheorie um die Rentenkassen zu entlasten).
Danke @Bauernopfer: wie kommst du dazu mich als Troll einzustufen und meine Sperre zu fordern? Ich habe hier nur diesen einen Beitrag von dir gefunden, an der Diskussion nimmst du also nicht teil.
@Triangel: ich schlafe auch sehr ruhig, arbeiten kann ich derzeit nicht, da hier Quarantäne für alle Ausländer herrscht, bin seit 5 Tagen nicht vom Grundstück herunter gekommen..
Schach spiele ich natürlich auch, also alles entspannt, außer die Kinder, die langsam durch drehen, da alle Kindergärten und Schulen schon seit 2,5 Monaten geschlossen sind.
Hier nochmal die Quintessenz meiner Schreiberei: seid umsichtiger, nehmt die Situation nicht auf die leichte Schulter und denkt an die Risikogruppe.

verlierer - 14.03.20    

Hier noch ein bisschen 10%Wissen!

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/..

siramon - 14.03.20    

@cesmoll, du hast geschrieben, dass du in der Mongolei lebst und nun schreibst du, bei euch seien die Schulen seit 2.5 Monaten geschlossen? Da passt was nicht...

toby84 - 14.03.20    

Wie wäre es mit: nur weil satire geschmacklos ist, muss sie nicht verboten werden? Schließlich ist es auch nicht verboten, geschmacklose witze zu erzählen.

Da ich von der verschwörungstheorie "china-labor" schon gehört habe, habe ich mal gegoogelt. Der britische daily express hat einen entsprechenden artikel drin, gespickt mit unsinn. Dann ist hier noch was auf einer seite namens ccn mit sitz in norwegen. Das alles werde ich nicht verlinken. Insgesamt sind es nur wenige solche artikel.

Wikipedia hat einen ausführlichen artikel zu corona missinformation:
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Misinfor..

Laut https://www.defenseone.com/ideas/2020/02.. haben die who und google im februar verkündet, dass sie sich gegen missinformation zum coronavirus-ausbruch verbündet haben. Vielleicht findet man deshalb relativ wenige corona-verschwörungsartikel über google

toby84 - 14.03.20    

Ups ist schon spät. Oder früh. Da steht ja nichts von verbot, das waren frühere diskussionen und wäre hier überinterpretiert. Wie wäre also "geschmacklose satire"?

cesmoll - 14.03.20    

@Siramon: was passt da bitte nicht?

verlierer - 14.03.20    

Im Anblick auf viele Tote empfinde ich es als unpassend. Satire soll, kann und muss. Kann aber auch Empörung auslösen, erinnern wir uns an Charly Hebdo.
Angenehmen Start ins WE!

Jupp53 - 14.03.20    

Nur nebenbei: Satire soll sogar Empörung auslösen.

Wenn jetzt Trump & Cie und die passenden Charaktere auf der chinesischen Gegenseite mit Verschwörungstheorien zu dem Thema aufwarten, dann ist das keine Satire und doch empörend.

Stimmt, was Christian Heller in einer Podcast-Sendung sagte? : "Frank Herbert ... außer Würmern. Intelligentes Leben gibt es in seinem Universum nicht. Das ist alles von Menschen besiedelt."

keinstein - 14.03.20    

Ich denke ja weniger in Toten als vielmehr in reduzierter Lebenszeit.
Die reduzierte Lebenszeit alter oder gar alter und kranker Menschen sehe ich dann auch nicht mehr so dramatisch.
M.E. war es auch ein "Fehler" bei den NOX-Diesel-Toten nicht eher in reduzierter Lebenszeit zu denken.
Über alles haben wir durch den technischen Fortschritt, die Hygiene und die Medizin in den letzten 150 Jahren die durchschnittliche Lebenszeit ja deutlich erhöht.
Trotzdem bin natürlich dankbar für alle Versuche die Sterblichkeit in Folge von Corona zu senken.

Jupp53 - 14.03.20    

@keinstein

Vernünftiger Ansatz.

Jupp53 - 14.03.20    

Eine Frage mit der Bitte um Schweigen oder seriöse Antworten, weil es genug Witze dazu gibt:

Wieso wird Klopapier gehortet? Ich verstehe es nicht.

Hasenrat - 14.03.20    

Ein Begleitsymptom der Infektion ist bei einigen Menschen auch Durchfall.

Vabanque - 14.03.20    

>>keinstein - vor 1 Std.

Ich denke ja weniger in Toten als vielmehr in reduzierter Lebenszeit.
Die reduzierte Lebenszeit alter oder gar alter und kranker Menschen sehe ich dann auch nicht mehr so dramatisch<<

Wenn man es ganz drastisch ausdrückt: Ein großer Teil der Corona-Toten hätte auch ohne Corona nicht mehr sehr lange gelebt.

triangel - 14.03.20    

Im Verlauf der Woche wird angekündigt, ob wir alle zu Hause bleiben sollen. Grenzen zu und alle sollen für einen Monat zu Hause bleiben. Wenn das die ganze Welt macht, ist alles paletti. Problem ist nur, dass Menschen nicht gezwungen werden können (zumindest in Demokratien) dieser Empfehlung nachzugehen. Gab vor kurzem einen aus Gießen der an Corona erkrankt ist. Der hat ja unbedingt auf seinen Urlaub bestanden.

Getreu nach dem Motto: "Auf meinen Urlaub verzichten? Nur über meine Leiche!"

Vabanque - 14.03.20    

Soeben auf https://www.br.de/nachrichten/deutschlan.. gelesen:

>>15.30 Uhr: Virologe Drosten: Ins Freie gehen - Flaschenbier trinken
Wegen der Coronavirus-Epidemie müssen sich die Menschen in Deutschland nach den Worten des Virologen Christian Drosten nicht von heute auf morgen zu Hause einschließen. "Wir haben jetzt im Moment in Deutschland noch nicht eine so hohe Infektionsdichte, dass man überall hinter jeder Ecke den nächsten Infizierten vermuten muss", sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité am Freitag im NDR-Podcast. Bei Menschen, die momentan Symptome hätten, sei derzeit immer noch wahrscheinlicher, dass eine Grippe oder eine normale Erkältungskrankheit dahinterstecke.
"Natürlich kann man jetzt noch einkaufen gehen in den Supermarkt", sagte Drosten. Über Hamsterkäufe nachzudenken, sei Unsinn. Dazu gebe es keinen Anlass. Er empfehle insbesondere den Aufenthalt im Freien: Virus-Tröpfchen seien nur eine kurze Zeit in der Luft und fielen dann zu Boden. "Es ist nicht so, dass man sich beim Spazieren gehen, wenn man sich begegnet, infiziert."

Den Besuch einer Kneipe solle man sich hingegen eher überlegen - ein Treffen mit Freunden könne auch in die eigenen vier Wände verlagert werden. Aber im engen Kontakt mit vielen anderen Menschen über den Abend verteilt in einer Kneipe erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit. Auch über unzureichend gespülte Gläser könne das Virus übertragen werden. Er selbst bestelle generell immer, schon seit vielen Jahren, Bier aus der Flasche, sagte Drosten.<<

Langes Zitat, ich gebe es zu. Ich fand es aber in dieser Länge sehr interessant. Während die Regierung immer wahnwitzigere Maßnahmen ergreift und bald alles verbietet, wirkt diese Äußerung eines renommierten Virologen ja fast schon entwarnend.

Vabanque - 14.03.20    

>>triangel - vor 2 Min.

Im Verlauf der Woche wird angekündigt, ob wir alle zu Hause bleiben sollen. Grenzen zu und alle sollen für einen Monat zu Hause bleiben.<<

Ach wirklich? Ebenfalls auf https://www.br.de/nachrichten/deutschlan.. gelesen:

>>12.42 Uhr: Bundesgesundheitsministerium warnt vor Fake-News
Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache angesichts der Corona-Krise gewarnt. "Achtung Fake News", schrieb das Ministerium am Samstag auf Twitter. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."<<

Wobei das Ministerium ja auch seine Meinung täglich ändert ... noch 2 Tage vor der Ankündigung der Schulschließungen waren diese ausdrücklich ausgeschlossen worden.

siramon - 14.03.20    

@cesmoll, die Schulschliessung hätte ja dann schon Ende Dezember stattfinden müssen.

In der CH sind sämtliche Schulen ab Montag geschlossen, was wieder ganz neue Herausforderungen birgt. Bin gespannt wie wir als Gesellschaft mit dieser Situation umgehen werden.

Mich würde die Situation in der Mongolei interessieren @cesmoll. Was ist deine Einschätzung? Hat man es geschafft, bisher eine Ausbreitung zu verhindern? Welche Massnahmen (neben Schulschliessung) wurden zudem umgesetzt (Hände waschen, Social Distancing etc?) und wie hat das die Gesellschaft akzeptiert? Taiwan kämpft übrigens momentan auch sehr gut gegen das Virus, anscheinend konnte da bisher der Ausbruch in Grenzen gehalten werden.


@Vabanque, danke für die Auszügen von Drosten. Schon spannend, wie unterschiedlich Virologen und Epidemiologen die Situation einschätzen können: (aus TagesAnzeiger 14.3.2020 https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/coro..)
"F: Werden wir in einigen Tagen noch einschneidendere Massnahmen brauchen?
Salathé, EPFL: Was der Bundesrat heute beschlossen hat, geht schon weit. Wir können nur hoffen, dass wir nicht in einigen Tagen in eine ­derartige Notsituation geraten, dass es noch drastischere Vorgaben braucht. Ich kann nur wiederholen: testen, testen, testen. Das ist das beste Mittel, um einen ­Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern."

Nur zur Info, was der Bundesrat in der CH gestern beschlossen hat:
- sämtliche Schulen geschlossen
- Keine Veranstaltungen mit mehr als 100 Pers
- Clubs, Bars, Restaurants: nicht mehr als 50 Personen im Raum (inkl. Personal)
- Öffentlichen Verkehr meiden
- Grenzkontrolle an der ital. Grenze. Keine Grenzübertritte ohne zwingende Gründe.

Das sind sehr einschneidende Massnahmen. Ich glaube nicht, dass es politische Massnahmen sind, sondern eben, man hört auf die Epidemiologen.

Bleibt gesund!

triangel - 14.03.20    

Der Lockdown kommt bestimmt diese Woche. In meiner Umgebung sind bereits alle Schulen, Kindergärten, Bibliotheken geschlossen.

keinstein - 14.03.20    

Zitat Vabanque: Wenn man es ganz drastisch ausdrückt: Ein großer Teil der Corona-Toten hätte auch ohne Corona nicht mehr sehr lange gelebt.

Um das mal auf eine quantitative Basis zu stellen:
Alter... Lebenserwartung
60 . . . . . 21,3
70 . . . . . 13,9
80 . . . . . 7,7
90 . . . . . 3,7
100 . . . . 1,9
Mittlere verbleibende Lebenserwartung gemäß Sterbetafel (2010/2012) des statistischen Bundeslandes

keinstein - 14.03.20    

Entschuldigung: Bundesamtes

jujuhehe - 14.03.20    

Wird jetzt nach Statistik gestorben......???? Das darf langsam alles nicht mehr wahr sein....!!!!

Spielt Schach, der Virus läßt sich durch diese Schreiberei hier bestimmt nicht stoppen...

Tschechov - 14.03.20    

Naiv, wie ich nun mal bin, strackste ich gerade noch mal eben zu Rewe, um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, wie etwa ein paar Champignons. Pustekuchen! Die Gemüseregale waren leergefegt. Die spinnen, die Gallier.

siramon - 14.03.20    

@juhuhehe aber es tut gut sich darüber auszutauschen. Geht zumindest mir im realen sowie im digitalen Leben so.

Wie sehen das andere?

Mikrowelle - 14.03.20    

Austausch kann gut tun, aber digital detox ebenfalls.

Vabanque - 14.03.20  

>>Tschechov - vor 8 Min.

Naiv, wie ich nun mal bin, strackste ich gerade noch mal eben zu Rewe, um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, wie etwa ein paar Champignons. Pustekuchen! Die Gemüseregale waren leergefegt. Die spinnen, die Gallier.<<

Gemüse-Konserven?

jujuhehe - 14.03.20    

@siramon
Gegen einen sinnvollen Austausch ist auch nichts zu sagen. Aber wenn hier nur noch Zahlen und Statistiken in den Raum geworfen werden....hört`s auf mit sinnvoll.

Tschechov - 14.03.20    

@Vabanque: Eben nicht. Frisches Gemüse. Was machen die damit? Frieren sie das ein? Vermutlich.

Vabanque - 14.03.20  

Das ist allerdings seltsam. Alles was nur kurz haltbar ist, z.B. Wurst und Brot, war bisher immer noch in ausreichender Menge vorhanden.
Eventuell fürchten die Leute, dass demnächst auch die Supermärkte geschlossen werden, oder sie fürchten eine generell Ausgangssperre. Für eine solche hätte ich allerdings auch nicht genügend Vorräte zu Hause. In diesem Fall hätten die Hamsterer Recht behalten. Aber dann hätten uns in diesem Fall sowohl Virologen wie auch Politiker falsch beraten, denn von Hamsterkäufen raten ja alle ab.

Famulus - 14.03.20    

Dann kommt es zum Heilfasten, ob das gegen Corona hilft?

Bauernopfer - 14.03.20    

jetzt haben wir den corvit 19 schon im knast , er breitet sich gemütlich aus , hat sich in jede ritze eingenistet , er ist ein ausbrecherkönig .... unglaublich und das im hochsicherheitstrakt!!! ....... ..... , und trägt weiterhin mundschutz .......

ich halte euch auf dem laufenden .......
das BO ;O)

macmoldis - 14.03.20    

Ich hab zu dem Thema meine Meinung schon reichlich korrigiert ... aber manche Erkenntnisse aus Berlin sind dann doch erschreckend, hat man dies eigentlich so schon offiziell gehört?

... haben das medizinisch nicht im Griff
... dies Jahr kein wirksames Gegenmittel mehr, Impfstoff erst recht nicht
... es wird wohl noch zwei Jahre anhalten, in denen sich ca 70% der Bevölkerung mit dem Virus infizieren
... man ist kurz davor den Katastrofenfall auszurufen

... Das für Thüringen ... aber warum sollte es im Rest der Republik anders aussehen


https://www.otz.de/politik/ramelow-wir-f..

Florian1971 - 14.03.20    

>> Jupp53 - vor 7 Std.
Eine Frage mit der Bitte um Schweigen oder seriöse Antworten, weil es genug Witze dazu gibt:
Wieso wird Klopapier gehortet? Ich verstehe es nicht.<<

Klopapier wird gehortet, weil es äußerst unangenehm werden kann ohne. Und das vermutlich an erster Stelle. Wasser wird noch lange bzw. hofffentlich immer aus Wasserhähnen fließen und verhungern wird mensch auch nicht so rasch. Ohne Klopapier aber ...

Und dabei gehe ich gar nicht mal von einem Lieferengpass aus. Mein Beweggrund ist ein anderer: Ich war bis Montag früh, 10.03.2020 im Zillertal. Am Freitag Abend, 13.03.2020 wird das Bundesland Tirol zum Risikogebiet erklärt. Nun bin ich wieder in Hamburg und darf vermutlich noch 1,5 Wochen zu Hause absitzen und nicht arbeiten bzw. Home Office austesten. Ich darf zwar das Haus verlassen, bin aber angehalten, mich in freiwillige Quarantäne zu begeben. Um also andere nicht unnötig beim EInkaufen zu gefährden, haben ich für mich und meine Familie zwei oder drei zusätzliche Packungen Klopapier und ein paar Lebensmittel gekauft (und dabei natürlich darauf geachtet, nichts anzufassen und mit Karte bezahlt). Das erscheint mir äußerst sinnvoll.

Daher kann ich auch nicht ganz verstehen, dass Politiker und (selbsternannte) Experten in den Medien tönen, Hamsterkäufe seien unnötig. Klar, einerseits dürfen sie gar nichts anderes sagen. Wenn die das Gegenteil erklären würden, wäre das Chaos perfekt. Aber inhaltlich kann ich das nicht nachvollziehen. Ich möchte einfach nicht darauf angewiesen sein, dass mir Nachbarn/Freunde Klopapier vorbeibringen, sondern habe mich selber eingedeckt. So einfach, zumindest aus meiner Sicht.

Wie seht Ihr das?

Tschechov - 14.03.20    

Wie lange dauert denn die Quarantäne? Es ist doch eine Atemwegserkrankung und nicht die Ruhr.

freak40 - 14.03.20    

Ich verstehe die ganze Hysterie nicht.
Durch alle Maßnahmen läßt sich die Verbreitung nur verlangsamen....es haut durch....es ist nur eine Frage der Zeit.
Corona hat nicht die Mortalitätsrate wie z.B. Ebola.
Deshalb einfach entspannt das Leben leben.
Hype, hype.....

Florian1971 - 14.03.20    

Die (freiwillige) Quarantäne dauert 14 Tage, also muss ich noch bis zum 24. März zu Hause bleiben.
Gesundheitlich sehe ich das für mich und meine Familie auch recht entspannt. Ich könnte aber theoretisch meine ganze Firma anstecken und damit zum Stillstand bringen. Das will ich natürlich möglichst vermeiden. Es reicht ja völlig, wenn die zwei Dutzend Kollegen in den nächsten Monaten und Jahren alle der Reihe nach, einzeln mal ausfallen.

Florian1971 - 14.03.20    

Und was mir natürlich am meisten fehlt, sind endlich wieder neue Turniere auf Chessmail! Fühlt sich denn gar kein Club berufen, mal wieder ein Turnier aufzusetzen?

triangel - 14.03.20    

Man kann ja mal probeweise die ganze Welt mal nen Monat auf Quarantäne setzen. Die Kranken auskurieren und danach ist alles so wie vorher.

Tschechov - 14.03.20    

@Florian1971: Ich bin Single und lebe allein. Aktuell habe ich eine angebrochene und 11 unberührte Rollen Klopapier. Das sollte doch wohl reichen? Wozu die Hamsterkäufe?

Florian1971 - 14.03.20    

Wie lange könnte das reichen? Wenn Du gerade nur noch vier Rollen hast und dann erfährst, dass Du 14 Tage zu Hause bleiben musst? Und bei einer Infektion könnte Durchfall hinzukommen, dann könnte es knapp werden ;-)
Was natürlich in gewissem Maße auch dazu kommt, ist der deutsche Herdentrieb. Der hat schon immer funktioniert...

triangel - 14.03.20    

11 Rollen? Also ich weiß nicht wie dein täglicher Papierverbrauch ist, aber für zwei Wochen reicht das locker.

niclas - 15.03.20    

Habe mich auf das Grenkeopen in Karlsruhe gefreut (ich hätte beim b Turnier teilgenommen). Das Turnier wurde wegen den Coronavirus abgesagt. Mehrere Sportvereine und schachvereine stellen Training- und Spielbetrieb in Baden Württemberg ein.

Hasenrat - 15.03.20    

Und jetzt das WM-Kandidatenturnier 2020?
Geisterspiele ohne Publikum?

Vabanque - 15.03.20    

Mich wundert, dass es überhaupt statt findet. Finde das aber gut. Ich hoffe, das Turnier darf auch zu Ende gespielt werden. Nicht dass es so kommt wie bei Mannheim 1914, das ja auch als Kandidatenturnier geplant gewesen war, dann aber durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs unterbrochen wurde, (Und bitte dass mir jetzt keiner unterstellt, ich würde das Virus mit einem Weltkrieg vergleichen!)

keinstein - 15.03.20    

Weltweit werden radikale Maßnahmen ergriffen: Sind die alle bescheuert??

siramon - 15.03.20    

Ich gehe nicht davon aus, dass das Turnier stattfindet. Allenfalls wird es gestartet, aber nicht zu Ende geführt. Russland ist da wo wir vor einer/zwei Wochen waren (Quelle: https://coronavirus.jhu.edu/map.html). Über wirksame Massnahmen habe ich noch nichts gelesen - weiss da jemand mehr?
(Disclaimer: das war 10%-Wissen)

Hasenrat - 15.03.20    

Radjabov ist ja auch zurückgetreten von seiner Teilnahmeberechtigung. Dafür ist MVL nachgerückt.
Und die chinesischen Teilnehmer missten zuvor durch eine 14-tägige Quarantänenschleuse, gewissermaßen.

Vgl. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kandidat..

keinstein - 15.03.20    

Wie findet ihr Trumps Bestreben, sich die Württembergische Impfstofffirma CureVac und alle Rechte ausschließlich für die USA zu sichern?

Ich hoffe, es gibt Möglichkeiten, das zu verhindern. Quelle SWR4 und diverse Internetseiten.

Wenn diese Meldungen stimmen, entpuppt sich Trump einmal mehr als so übel, wie ich es direkt nach seiner Wahl hier formuliert habe!

kimble - 15.03.20    

Stimme Dir in Deiner Einstellung zu Trump vollstens zu.
Auch diese Maßnahme würde er als "great deal" verstehen, im Grunde kauft er sich die Welt ganz unverblümt für seine egoistischen Ziele.

Bemerkenswert ist ja auch der Umstand, daß die nun fehlende gesetzliche KV bei den Amis voll durchschlägt im negativen Sinne.
Bleibt zu hoffen, daß die Wählerschaft das in diesem November entsprechend würdigt.

Vabanque - 16.03.20    

Diesen Artikel fand ich recht gut:

https://einguterplan.de/corona-achtsamkeit

Insbesondere die Punkte 2 (sich nur so viel zu informieren wie nötig, um sich nicht von der Hysteriewelle anstecken zu lassen), 3 (ob man sich Vorräte anlegen soll) und 6 (dass man für sich entscheiden kann, nicht über das Thema zu kommunizieren) fand ich persönlich für mich ansprechend.

Ein ähnlicher, sogar noch aktuellerer Artikel einer Psychologin - Drei Tipps gegen die Corona-Angst:

https://www.t-online.de/gesundheit/krank..

Sie erklärt darin auch sehr gut, warum sich die Menschen von der Hysteriewelle so leicht anstecken lassen. Und genau wie der andere Autor empfiehlt sie auch, den Medienkonsum zu begrenzen. Sonst klappt das mit der Gelassenheit nämlich nicht so recht.

Vabanque - 16.03.20    

Und schließlich noch ein m.E. sehr guter Artikel eines amerikanschen Mental-Coachs:
https://www.realitycreation.org/a-consci..

Zwar ist der Artikel bereits von Februar, aber um den aktuellen Stand der Lage geht es darin sowieso nicht, sondern um den mentalen Umgang mit einer Epidemiewelle generell.
Der Autor weist auf den wichtigen Punkt hin, dass Angst und Panik, statt irgendetwas Positives zu bewirken, lediglich das Immunsystem schwächt, so dass sich Ängstliche leichter infizieren. (Daraus folgt, dass wir ohne Hysteriewelle vermutlich sogar weniger Infektionen hätten.)
Es ist also, wie der Autor im letzten Absatz betont, sehr hilfreich, fest daran zu glauben, dass man selbst von der Infektion verschont bleibt.
Die Berichterstattung der Medien, die immer nur von neuen Infektionen und Todesfällen berichten und kaum etwas über Heilungen und milde, ungefährliche Verläufe, kritisiert er ebenfalls:
>>I remain aware of the fact (as of February 2020) that only 1% to 2% of those who contract the virus, die. As tragic as that is, 98% of those who carry the Virus will recover and survive. It’s important to put things in perspective. The Ego or World-Mind (of which the “Media” is an extension), tends to over-blow death-cases and tuck away and downplay recoveries. Most likely, those who die were already in bad health to begin with.<<

keinstein - 16.03.20    

nt-v Experte Dr.Specht in Panorama: Bei 80% der Infizierten sind nur milde Symptome zu erwarten. Das ist aber kein Grund zur Entwarnung. Es bestehe zwar überhaupt kein Grund zur Panik, allerdings deuteten erste Untersuchungen in den USA darauf hin, dass auch bei milden Krankheitsverläufen einige Erkrankte Lungenfibrosen zurückbehalten, also Einschränkungen der Lungenfunktion.
"Das ist natürlich keine so gute Nachricht" so Dr. Specht.
Quelle nt-V

keinstein - 16.03.20    

@Vabanque: (sich nur so viel zu informieren wie nötig, um sich nicht von der Hysteriewelle anstecken zu lassen)

"sich nur so viel zu informieren wie nötig" wie geht das? Braucht man nicht Informationen, um zu wissen was nötig ist?

keinstein - 16.03.20    

Sicherlich muss man nicht ständig die neuesten Zahlen lesen, aber die Gesamtsituation ist doch sehr dynamisch, so dass es täglich etwas Neues gibt.

Tschechov - 16.03.20    

Ich bin jetzt schon gewissermaßen unmittelbar betroffen, denn mein Arbeitgeber - ich arbeite in einer Seniorenwohnanlage (keinem Altenheim) - hat mich und meine Kollegen auf unbestimmte Zeit freigestellt, also ich schätze für mindestens zwei Monate. Was ich in der Zeit tun werde? Endlich mal die Bibel lesen, und zwar die ganze, auch die langweiligen Passagen (A zeugte B. B lebte x Jahre und zeigte C. C lebte y Jahre und zeugte D. D lebte...)

Vabanque - 16.03.20    

Und die Gesetzesvorschriften in den Büchern Mose ('davon dürft ihr nicht essen ... davon aber dürft ihr essen') ...

Vabanque - 16.03.20    

Vieles davon waren damals auch Hygiene-Vorschriften ... und damit haben wir ja richtig elegant die Kurve zu Corona gekriegt ;-)

cesmoll - 16.03.20    

Ich bin nun sicher auch erstmal 2 Monate außer Betrieb, bis die Reiserei in Mitteleuropa wieder möglich ist.
Gibt zum Glück genug an Haus und Hof zu tun, der Frühling steht vor der Tür und der Nachwuchs hält mich sicher auch ordentlich auf Trab.

Vabanque - 16.03.20    

Ebenfalls die Ansichten eines Philosophie-Professors:

https://bnn.de/lokales/karlsruhe/corona-..

Zitat daraus:

>>Zu welcher Haltung rät die philosophische Tradition in gefahrvollen Lebenslagen?

Generell zu Gelassenheit. Bei Epikur heißt es: „Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der Grundsatz, dass kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann“. Man sollte sich also keine Sorgen machen, die über den Tag hinausgehen. Wer Angst hat, lebt nicht in der Gegenwart und kann das Leben eigentlich nicht genießen. (...)

Gibt es weitere philosophische Handreichungen, die helfen?

Es gibt im Daoismus den Begriff „Wu-Wei“. Er bedeutet in etwa „Handeln durch Nichthandeln“ und ist eine Art minimal-invasives Verfahren. Durch Nichthandeln oder zumindest sehr geringe Veränderungen geht der Mensch mühelos seinen Weg – in unserem Fall durch die Corona-Krise. Wir sollten immer daran denken, dass die Zukunft weder ganz noch gar nicht in unserer Hand liegt.<<

Epikur also und Lao-Tse ... erstaunlich, dass deren Gedankengut auch heute noch angesichts aktueller Probleme Bestand hat. Es gibt halt doch ewige, bleibende Werte. Und an die sollte der heutige Mensch sich halten.

kimble - 16.03.20    

Rheinisches Grundgesetz:

Artikel 3:
Et hätt noch emmer joot jejange.

Hilft auch...:-))

toby84 - 16.03.20    

@vabanque: eine böse zunge könnte behaupten: du suchst dir aus den vielen antiken philosophischen schulen zwei heraus, die gut zu deiner ansicht passen, wie mit der aktuellen situation umgegangen werden soll. nach beschreibung nur genau dieser beiden schulen gelangst du zum fazit, wie erstaunlich es doch ist, dass schon "die alten schulen" wussten, was heutzutage zu tun ist ;)

was würde denn jesus sagen, wie wir handeln sollen? wenn durch das "weiter wie bisher" größeres leid entstünde, nehme ich an, dass er das nicht gutheißen würde? nach meinem verständnis von wu-wei wäre das dort hingegen legitim.

ich lehne mich mal aus dem fenster und wage eine einschätzung deiner person: wärest du nicht der ansicht, dass gelassenheit im umgang mit dem coronavirus diejenige handlungsweise ist, die am wenigsten leid verursacht, würdest du sie nicht vorschlagen, sondern du würdest dich an christlichen richtlinien orientieren, die das aktive handeln zum wohl der gemeinschaft empfehlen.

Vabanque - 16.03.20    

Eigentlich hat Jesus genau das Gleiche gesagt wie Epikur.

'Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage' (Mt 6,34)

Und Lao-tse mit seiner Philosophie des 'Nicht-Tuns' (allzu oft als Nichts-Tun missverstanden) hat mich auch schon immer fasziniert.

Hanswurst01 - 16.03.20   +

eure philosophischen Exkurse führen zu überhaupt nichts.

wir haben es mit einem in gewissem Umfang tödlichen Virus zu tun. Wir haben noch keine Medikamente, wir haben noch keinen Impfstoff. In etwa einem Jahr werden wir höchstwahrscheinlich über beides verfügen, so daß dann Gelassenheit angesagt ist.
Aber bis dahin sollten wir doch dringend unsere Verhaltensweisen dahingehend anpassen, uns selbst bestmöglich zu schützen und unsere sozialen Kontakte möglichst gen Null herunterzufahren.
Je mehr sich jeder selbst schützt, umso größer ist auch der Schutz des Allgemeinwohls.

Als Freiluftsportler genieße ich gerade das geile Frühlingswetter und bin mehrere Stunden pro Tag in Hannovers Grünanlagen unterwegs. Ich bin dabei allerdings alleine. Gleichzeitig bin ich gestern nachmittag an einem Biergarten vorbeigekommen, in dem Menschen übereinander gestapelt gesessen haben.
So werden wir die Ausbreitung niemals wirksam verzögern können. Und wenn dann die Politik merkt, daß die bisherigen Maßnahmen keinen Erfolg bringen, werden auch wir Ausgangssperren wie in Italien und Spanien bekommen.

Wollt ihr das?

Mein Appell: geht an die frische Luft, aber tut dies alleine oder eben intrafamiliär. Vermeidet soziale Kontakte, wir müssen da im Moment einfach durch.

Das alles ist keine Panikmache, sondern meine Einschätzung der Situation.

Alapin2 - 16.03.20    

Ist ja faszinierend,was in unserer Konsum-und Freizeitmentalität durch den "Virus"
alles so hochkommt !Plötzlich nicht mehr nur "Kaufen,Kaufen ;Verreisen,Verreisen
usw.?"Die ganzen alten Philosophien+Glaubenssachen,die durchaus Weisheiten
beinhalten.Kann das sein,daß plötzlich doch der "äffische Urmensch" (Ihr seid
nicht gemeint!) mit dem Versuch,diese verrückte Welt zu begreifen,durch die
Krise wieder durchkommt ?Werden wir vielleicht ja sehen !

niclas - 16.03.20    

Wollte über Ostern ein Grenkeopen (B) in Karlsruhe teilnehmen aber das Turnier wurde absagt. schade, dass Turnier abgesagt wurde. Aber zum Glück würde ganze Turnier abgesagt wegen den Coronavirus. Der Spielbetrieb- und Trainingbetrieb in den schachverein (Sv23 Böckingen) ruht zurzeit. Aber zum Glück kann schach online spielen. Manche Museumen und Bäder haben geschlossen auch wegen den Coronavirus.

duennbraddel - 16.03.20   +

Ich fände es jetzt gut, wenn das öffentlich rechtliche Programm auch mal Theatervorführungen, Buchlesungen oder ähnliches organisiert, damit man etwas anspruchvolle Unterhaltung anbietet. Außerdem ist jetzt Nachbarschaftshilfe angesagt und eine solidarische Gemeinschaft. In meinem Beruf (Lehrer) kommt eine Nachricht nach der anderen rein. Gestern hieß es noch: Dienst-und Anwesenheitspflicht für alle! Heute waren überwiegend keine Kinder in den Notbetreuungen in unserer Stadt. Dann kam die Nachricht des Dienstherren: Ab Mitte der Woche auch Homeoffice möglich. Das Geschehen ist dynamisch. Unsere Eltern helfen sich gegenseitig und das ist sehr gut. Viele Kolleginnen haben sich für andere soziale Dienste angeboten, als klar wurde, dass keine Kinder zu betreuen sind. Stay healthy!

jujuhehe - 17.03.20    

Ich sehe diesen Virus als Reißleine unserer Erde. Es gibt der Menschheit die Möglichkeit sich wieder auf "alte" vergessene Tugenden zu besinnen - wie Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit untereinander. Kreativität ist wieder gefragt, manche haben ganz vergessen, was das ist. Unsere Umwelt und Natur atmet auf.

NickNick - 17.03.20    

@duennbraddel
schau doch mal auf ARD-alpha (ehemals BR-alpha).

Vabanque - 17.03.20    

Für die Umwelt sind die derzeit getroffenen Maßnahmen wohl in der Tat ein Segen.

Ansonsten noch interessant:

https://www.infranken.de/ratgeber/gesund..;art154607,4809633

Zitate daraus:
>>"Andere konnten ihr Shampoo nicht mehr riechen, und Essen fing an, fade zu schmecken." Wann diese Symptome genau auftreten, lasse sich noch nicht genau sagen. "Wir glauben aber, etwas später in der Infektion", vermutet Streeck.

Zusammen mit seinen Kollegen hat der Virologe nach eigener Aussage mehr als 100 Infizierte befragt. Der typische Covid-19-Patient zeige dabei nur milde Symptome. Zu demselben Ergebnis ist Streeck zufolge auch eine chinesische Studie aus der Metropole Shenzhen gekommen, die herausgefunden hat, dass 91 Prozent der Infizierten nur milde bis moderate Symptome zeigen.<<

>>Sogenannte chirurgische Gesichtsmasken seien eigentlich nicht zum Schutz vor Ansteckungen gemacht, erläutert Salzberger. Vielmehr sollen sie dafür sorgen, dass aus dem Atemtrakt von Chirurgen keine möglicherweise infektiösen Tröpfchen in das Operationsgebiet gelangen. Es mache Sinn, zum Beispiel als Grippekranker eine Maske zum Schutz anderer Menschen zu tragen. "Aber der Schutz vor einer Infektion von außen ist sehr, sehr schlecht damit", sagte Salzberger. Die Wirkung sei nicht besser als mit einem Schal vor Mund und Nase.<<

Und am Schluss:

>>Eine Notwendigkeit, sich hier selbst vor einer Ansteckung zu schützen, sieht der Mediziner Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg auch nach den ersten Fällen in Deutschland nicht: "Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig", sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie der dpa. Die Gesundheitsbehörden kümmerten sich "hervorragend", darauf könnten sich Bürger verlassen.<<

Vabanque - 17.03.20    

Und der vorläufig letzte Artikel; ein Psychiater nimmt zur Corona-Angst Stellung:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/isola..

>> Gerade dort, wo Politik und Experten gemeinsam Stellung nehmen, wird sehr besonnen kommuniziert. Ich sehe aber auch das Gegenteil, leider gerade in manchen Medien: Wenn mit dem Coronavirus Schlagzeilen gemacht werden, nur um Aufmerksamkeit zu erregen. Zum Beispiel durch die Präsentation im schreilauten Newstickermodus. Leider verleitet das Thema durch seine Ausnahmehaftigkeit dazu, sehr reißerisch präsentiert zu werden. Das ist schädlich. Das schürt Angst statt aufzuklären.<<

>>Wichtig ist, dass man sich klarmacht: Das ist kein Dauerzustand. Das hilft oft schon sehr. Wenn Sie aus betrieblichen Gründen im Home Office sind, können sie es zwischenzeitlich auch mal verlassen und sich etwas Gutes tun. Mein Rat wäre zum Beispiel: Wenn der Arbeitsweg wegfällt, kann man sich die gewonnene Zeit zur Selbstfürsorge nutzen. Man kann sich die Frage stellen: Was tut mir heute gut? Zum Beispiel Sport machen, abends wieder mehr zu lesen. Wichtig ist: Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern die Dinge tun, zu denen man sonst keine Gelegenheit hat.<<

>>Ich habe, wie vermutlich die meisten, alle Dienstreisen abgesagt. Alle Veranstaltungen fallen sowieso aus. Das bringt paradoxerweise auch ein Stück Freiheit. Ich komme plötzlich zum Lesen abends, kann jetzt Dinge erledigen, die ich vorher vor mir herschieben musste.<<

trollinger - 17.03.20    

@vabanque: ich finde es gut, dass du zu deinen Links auch ein paar Sätze zu den Inhalten schreibst. Das ist viel besser als die Unsitte, zu 'diskutieren' indem man sich gegenseitig die Links an den Kopf schmeißt. Danke dafür!

Zum Mundschutz tragen: ich teile die zuvor gegebene Einschätzung. Mir ist allerdings aufgefallen, dass das Gebot des Abstand haltens kaum eingehalten wird. Im Gegenteil: die Drängelei hat teilweise zugenommen. Meine Tochter hat mir gerade berichtet, dass ein Mundschutz hier Abhilfe schaffen kann. Sie hat beim Einkauf einen aufgesetzt und die 'Abschreckung' wirkte, man hielt deutlich Abstand.

toby84 - 17.03.20    

auf spektrum.de stand, dass der mundschutz vor allem deshalb nur einen eingeschränkten schutz aufweist, weil eine menge luft ungefiltert an den seiten der maske einströmt. es wurde erfolgreich getestet, dass bei abdichtung der ränder mit klebeband die schutzwirkung der masken vor tröpfchenwolken ganz erheblich steigt. die frage ist nur, wer sich diesen aufwand aufbürdet?

abgesehen von dem schutz vor tröpfcheninfektion schützt die maske allerdings auch davor, sich selbst ins gesicht zu fassen, was auch ohne klebeband ein wichtiger faktor sein kann.

Jupp53 - 17.03.20    

Eine Wiederholung:

Neben dem "technischen" Aspekt der Virenabwehr gibt es die Verhaltensaspekte. Die Medien berichten darüber nicht, weil die Mediziner davon selten fundiert Ahnung haben. Sie wissen, was man tun sollte, nicht was real passiert.

Tschechov - 17.03.20    

Einen recht interessanten Aspekt brachte heute telefonisch (man telefoniert halt nur noch, man trifft sich nicht mehr) ein Freund von mir ein: Wird es durch den Corona-Virus zu einer Zunahme häuslicher Gewalt kommen? Der Großteil der Menschen zumindest hier in Hamburg scheint ja durchaus vernünftig zu sein, die öffentlichen Verkehrsmittel bspw. werden deutlich weniger frequentiert als üblich. Wenn aber Hinz und Kunz tagaus tagein einander auf der Pelle hocken: Wann kommt es zum Lagerkoller?

Famulus - 17.03.20    

Und kommt es zum Babyboom in 9 Monaten?

Florian1971 - 17.03.20    

Eher nicht; GV unter Corona-Risiko klingt irgendwie nicht so sexy.

Famulus - 18.03.20    

Wenn dann mit Maske.

Vabanque - 18.03.20    

Warum eine Ausgangssperre in Deutschland juristisch schwierig durchzusetzen ist:

https://www.merkur.de/welt/corona-krise-..

>>Eine Ausgangssperre an sich gibt es in Deutschland nicht. Meines Erachtens gibt es dafür auch keine gesetzliche Regelung“, erklärt ein hochrangiger Jurist im Gespräch mit der Ippen Digital Zentralredaktion: „Sollte es allerdings in Deutschland so weit kommen - wie jetzt in Frankreich - dann könnte/müsste der Bund ein entsprechendes Gesetz erlassen. Oder eine Verordnung, die auch ausreichend sein dürfte.“

Heißt konkret: Bundestag und Bundesrat müssten im Eilverfahren ein entsprechendes Gesetz beschließen, in dem eine Ausgangssperre detailliert geregelt und definiert wäre.

Das ist während der Corona-Pandemie freilich schwierig, weil überall in der Bundesrepublik ein Versammlungsverbot von über 100 Personen gilt.<<

Was meint denn unser Jurist Famulus dazu? Wie könnten die Politiker dieses Gesetz umgehen? Welche Winkelzüge gäbe es? (Ich könnte mir vorstellen: Zuerst Ausnahmen vom Versammlungsverbot erlassen, dann Bundestag und Bundesrat zusammentreten lassen, dann Gesetz beschließen.)

Und noch wichtiger: Könnten einzelne Bundesländer, Begierungsbezirke oder Städte quasi 'im Alleingang' eine Ausgangssperre verhängen, ohne vom Bund gestützt zu sein? Sie wird ja immer angedroht, aber wenn sie tatsächlich illegal in ganz Deutschland wäre, dann ist das ja eine komplett leere Drohung ...

macmoldis - 18.03.20   +

Infektionsschutzgesetz Paragraf 28, wie auch die folgenden ...

Bund und Bundesrat?
Der hochrangige Jurist hat wohl noch nicht mitbekommen, dass dies Ländersache ist.

Siehe dazu auch Paragraf 32
Rechtsverordnungen der Landesregierungen, welche auch Einschränkung der Grundrechte ermöglichen.

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/..

Hanniball - 18.03.20    

@macmoldis

Art. 35 GG in Verb. mit dem Infektionsschutzgesetz berechtigt dem Gesetzgeber ein Ausgehverbot anzuordnen.

Vabanque - 18.03.20  

>>Siehe dazu auch Paragraf 32
Rechtsverordnungen der Landesregierungen, welche auch Einschränkung der Grundrechte ermöglichen.

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/.. <<

Danke. Die in dem Artikel genannten Maßnahmen sind aber, so weit ich es sehe, alle bereits voll ausgeschöpft. Von einer Ausgangssperre lese ich da nichts.
Freilich steht da der böse Satz: 'sie kann auch Personen verpflichten, den Ort, an dem sie sich befinden, nicht zu verlassen', nur müsste mir jetzt ein Jurist sagen, ob dies auch ALLE Personen betreffen kann oder (wie ich als Nicht-Jurist es lesen würde) nur bestimmte (so wie es sowieso schon gehandhabt wird, Stichwort Quarantäne).

Einschränkung der Grundrechte hinterlässt (zumindest bei mir) immer einen ganz schlechten Beigeschmack, nämlich den der Unterwanderung der Demokratie zwecks Umwandlung in eine Diktatur :-(

Ich hoffe sehr, dass die Politiker sich (mag es juristisch nun aussehen wie es will) angesichts der deutschen Vergangenheit (Weimarer Republik und Drittes Reich) bewusst sind, dass sie sich momentan mit ihren Maßnahmen auf äußerst dünnem Eis bewegen ...

santo - 18.03.20    

Ich glaube einige verstehen immer noch nicht den Ernst der Lage.
Wenn auch nur ein Menschen Leben deswegen gerettet wird nehme ich das im Kauf. Das wichtigste dabei ist Gesund zu bleiben.

Vabanque - 18.03.20  

Angenommen (nur mal angenommen, aber das Szenario scheint mir durchaus vorstellbar!), durch die getroffenen Maßnahmen wird das Leben eines 90jährigen Pflegebedürftigen 'gerettet' (d.h. er lebt noch ein paar Monate), dafür werden aber Tausende von Kleinunternehmern wirtschaftlich ruiniert, von denen sicherlich einige Suizid begehen?

MarkD - 18.03.20   +

Ich finde die Argumentation auch rhetorisch sehr grenzwertig, Vabanque. Zunächst mall sprichst Du von einem und dann von Tausenden und dann noch einigen. Das geht auch verbal ausgewogener!

Aber zur Beruhigung: "es trifft auch die Jungen", um dieser leidigen "die Alten sterben doch eh bald" Argumentation aus dem Weg zu gehen:

https://www.spiegel.de/gesundheit/corona..

Vabanque - 18.03.20    

Es war ein Gedankenspiel von mir gewesen, um zu zeigen, dass man nicht einseitig denken darf.

Vabanque - 18.03.20    

Es wäre halt schon sehr hilfreich, wenn die Medien nicht immer nur die Anzahl der (Neu-)Infektionen bekannt geben würden (eine Zahl, die letzten Endes sehr wenig besagt, zumal es sich ja auch nur um die Zahl der positiv Getesteten handelt!), sondern vor allem auch die Zahl der schwer Erkrankten, und zwar mit Altersverteilung und Angabe der Vorerkrankungen. Das wäre deutlich aussagekräftiger als die aktuelle Berichterstattung.

Vabanque - 18.03.20    

So weit ich es sehe, sind die Vorerkrankungen ein mindestens so großer Risikofaktor wie das Alter. Und diese beiden Faktoren sind ja auch stark korreliert: mit dem Alter nehmen die Vorerkrankungen in der Regel stark zu. Aber selbstverständlich gibt es auch ganz junge Menschen mit schweren Vorerkrankungen.

123zecher - 18.03.20    

Einschränkung der Grundrechte hinterlässt (zumindest bei mir) immer einen ganz schlechten Beigeschmack, nämlich den der Unterwanderung der Demokratie zwecks Umwandlung in eine Diktatur :-(

@Vabanque: Wie kommst Du jetzt darauf??

Alapin2 - 18.03.20    

Wieso hat Vabanque für seine Kommentare mehrere " Minus" bekommen ?
Ich fand das sachlich und sachdienlich !Wie steht denn Ihr " Minusschreiber "
dazu ?? Würde mich schon interessieren !

Tschechov - 18.03.20    

Bestimmte Leute tragen hier ihre Fehden per Minusvergabe aus, der Inhalt des Posts ist dabei vollkommen gleichgültig. Ich habe bereits vorgeschlagen, die Minusvergabe kommentarpflichtig zu machen, das würde zwar nicht viel ändern, da die Kritiker dann einfach mit nichtssagenden Floskeln wie "nicht hilfreich" operieren würden, aber immerhin wären sie gezwungen, sich zu outen.

macmoldis - 18.03.20   +

@Alapin2
Also ich hab oben Santo einen Daumen hoch verpasst, dieser Beitrag hatte zu diesem Zeitpunkt ein Minus, was ich auch nicht verstand ... wobei ich den Beitrag jetzt noch ein wenig kommentieren/ korrigieren möchte, das wichtigste dabei ist, niemanden anzustecken.
Ein Großteil wird sich in nächster Zeit infizieren und davon wird ein Großteil das auch relativ gut wegstecken ... nur eben nicht alle. Ein Teil muss im Krankenhaus auch intensiv behandelt werden.
Wir können auch alle Schutzvorkehrungen über den Haufen schmeißen, bekommen tun wir es eh in nächster Zeit, also dann doch gleich jetzt. Nur haben wir dann auch alle Intensivfälle zur gleichen Zeit und das schafft das Gesundheitswesen nun garantiert nicht ... deswegen soll die Ansteckung ja hinaus gezogen werden ... also so nach und nach


Der darauf folgende Beitrag von Vabanque bekam von mir ein Daumen runter, ganz einfach weil ich die wirtschaftliche Aufrechnung gegenüber Menschenleben nicht mag ... auch nicht, nicht mal angenommen


Soll jetzt aber keine Diskussion über plus/minus werden, hat auch nix mit einer Fehde zu tun, wüsste gar nicht warum.
... und man muss ein plus/minus auch nicht immer kommentieren es ist einfach ein einfacher Ausdruck von Zustimmung/Ablehnung, mehr nicht

Feyerabend - 18.03.20    

Bei solchen Kommentaren wie: Gelassenheit pflegen, und "das Leben eines 90jährigen Pflegebedürftigen 'gerettet' (d.h. er lebt noch ein paar Monate), dafür werden aber Tausende von Kleinunternehmern wirtschaftlich ruiniert" sollte klar sein, dass wir bei der Art der Vorgehensweise mit Corona über Hunderttausende Tote bzw. Lebende sprechen.
Dazu ein paar Fakten (auch wenn wir die alle kennen und wir uns hier nicht um kleinere Abweichungen der Zahlen streiten sollten. Es geht mir um die prinzipielle Sache).
Wenn wir in Deutschland eine "Durchseuchung" von ca. 70 % erwarten, sprechen wir grob von 50 Millionen infizierten Menschen.
Wenn die Sterblichkeit bei 1 % liegt, handelt es sich um 500.000 Tote.
In Ländern mit überlastetem Gesundheitssystem sind auch 2-4 % üblich: Bei uns entsprächen das 1 - 1,5 Mio. Tote.
Durch unsere Maßnahmen versuchen wir die Sterblichkeit zu drücken. Wenn es gut läuft, könnten wir "nur" 100.000 Tote schaffen (ca. 0,2 % Sterblichkeit")
Aber dafür müssen wir (möglichst alle) sehr starke und wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen.

Vabanque - 18.03.20  

Die Maßnahmen bewirken aber allenfalls (falls sie greifen) einen langsameren Anstieg der Infektionen, nur die Anzahl der insgesamten Infektionen ändern sie wohl kaum, da das Integral der 'gestreckten' Kurve (flacher, dafür aber breiter) nicht notwendigerweise beeinflusst wird.

Stellen wir uns doch einmal vor, im 19. Jh. hätte uns aus China so eine neue Mutation eines Virus erreicht. Da uns die Nachrichten aus China nur sehr verzögert oder gar nicht erreicht hätten und auch die aus Italien recht spät, hätten wir vermutlich nur eine etwas stärkere Grippewelle in dem betreffenden Jahr konstatiert. Vielleicht hätten wir auch gar nichts bemerkt, weil ja (je nach Angaben) 80-90% der Infektionen mild verlaufen und von einer normalen Erkältung gar nicht zu unterscheiden sind. Die schweren Fälle und gar die Toten wären wohl in den normalen Statistiken untergegangen.

Selbst wenn wir - sagen wir - in den nächsten 2 Jahren insgesamt 100.000 Corona-Tote bekämen, dann würden die 50.000 Toten pro Jahr in der knappen Million Menschen, die in Deutschland pro Jahr sterben, kaum auffallen.

Ein weiterer bedenkenswerter Umstand ist die Frage, woran die 'Corona-Toten' denn nun wirklich gestorben sind, am Virus oder letztlich doch als Folge ihrer Vorerkrankungen, und das Virus war nur der Auslöser?

Egal ob meine Erwägungen nun stichhaltig sind oder nicht, jedenfalls finde ich Merkels Vergleich des Virus mit dem 2. Weltkrieg als absolut unpassend und geschmacklos angesichts der (je nach Quelle) 6 bis 8 Millionen deutschen Opfern, die dieser Krieg gefordert hat. Wahrscheinlich war Merkel da von Macron 'infiziert', der auch schon den völlig unpassenden Kriegs-Vergleich gebracht hat.

Vabanque - 18.03.20    

Was eine allgemeine Ausgangssperre für Deutschland betrifft, so weist (zumindest für mich als juristischen Laien) die Autorin auf

https://www.juwiss.de/27-2020/

schlüssig nach, das nach der gegenwärtigen Gesetzeslage eine solche Ausgangssperre juristisch nicht zu rechtfertigen ist (allenfalls für einzelne Personen, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit infiziert sind, aber nicht für alle Personen!), auch nicht für einzelne Länder oder Städte, nicht einmal im Katastrophenfall.
Damit hat sich der Landkreis Tirschenreut vermutlich mit seiner verhängten Ausgangssperre einer Rechtsverletzung schuldig gemacht, und wenn ein Bürger dagegen klagt, kann das problematisch werden (Juristen mögen mich hier gerne korrigieren!).
Die Autorin räumt allerdings am Ende ihres Artikels ein, der Bundestag könnte am kommenden Mittwoch ja eine diesbezügliche Gesetzesänderung veranlassen. Es bleibt spannend ...

siramon - 19.03.20   +

@Vabanque, du weisst was exponentielles Wachstum bedeutet, du kannst dir somit auch selbst ausrechnen, wie die Situation (Infizierte) in zwei Wochen ist, oder in 3 Wochen - ohne einschneidende Massnahmen.
Du hast auch schon gelernt, dass Menschen ansteckend sind bevor sie Symptome zeigen.
Du weisst auch das die heutige Situation ein Blick in die Vergangenheit ist, will heissen, die heute erwähnten Fälle sind im Schnitt seit einer Woche infiziert (und waren nach ca. 2-3 Tagen ansteckend).
Du weisst auch, dass viele Intensivpflegeplätze schon durch andere Fälle (Unfälle etc.) belegt sind und kannst dir ugf. vorstellen was mit solchen „normalen“ Fällen (Herzinfarkte etc.) passiert, wenn die Intensivpflegeplätze schon durch corona-Patienten belegt sein werden.
Du bist dir auch im klaren, dass diese Patienten durch Fachpersonal betreut werden (jede Person, die den Raum betritt ist geschult - von der Reinigungskraft bis zur Ärztin) und das Fachpersonal auch erkranken (sprich für 7-14 Tage ausfallen) kann.

Du bist Mathematiker, rechne!

Das alles hilft dir zu verstehen, wieso Merkel heute durch die Blume ausgedrückt „StayTheFuckHome“ gesagt hat und ich bin sicher auch letzende eine Ausgangssperre verhängen wird (und auch die jurist./polit. Mittel dafür findet).

Bleib gesund!

siramon - 19.03.20    

Quellen:
Prof Salathé, Epidemiologe EPF Lausanne: https://m.youtube.com/watch?v=6kZ4gE---NU
Modellierung der Washington Post: https://www.washingtonpost.com/graphics/..

Vabanque - 19.03.20    

>>@Vabanque, du weisst was exponentielles Wachstum bedeutet,<<

Nein, es ist kein exponentielles Wachstum, höchstens näherungsweise in der Anfangsphase.
Hier
http://www.mathe.tu-freiberg.de/~wegert/..

werden präzise mathematische Modelle vorgestellt (Kurven gibt es auf den Seiten 6, 9 und 12 zu sehen).

Mikrowelle - 19.03.20    

Hier ein Link zur WHO:
https://experience.arcgis.com/experience..

Die Diskussion ist doch akademisch. Wir haben über 200 000 bestätigte Fälle weltweit und ca. 8700 Tote. Hört auf Prof. Drosten im NDR Podcast. Er sagte z.B. gestern dass das Virus in Afrika schreckliche Folgen haben wird! BLEIBT DAHEIM!

siramon - 19.03.20   +

@Vabanque: Definiere Anfangsphase?

Falls du magst, kannst du ja erläutern, welche der Kurven in diesem PDF nun in etwa passen?

Dass es ohne Massnahmen am Schluss wie eine Gausssche Glockenkurve aussehen wird, hast du ja erwähnt. Das versuchen wir im übrigen zu vermeiden, drei Stichworte (sorry bin Twitter-geschädigt ;-), aber ist eigentlich die Zusammenfassung von Merkel gestern):

-> #FlattenTheCurve
deshalb #SocialDistancing
und darum #StayTheFuckHome !

Vabanque - 19.03.20    

Die Anfangsphase kann man genau definieren: sie geht bis zum ersten Wendepunkt der Kurve, d.h. bis zu der Stelle, wo der steilste Anstieg (an Neuinfektionen pro Zeiteinheit) zu verzeichnen ist. Denn bis dahin ist die Kurve linksgekrümmt (eben ähnlich einer Exponentialfunktion), danach rechtsgekrümmt. Das bedeutet: nach diesem Punkt steigt die Anzahl der Neuinfektionen pro Zeiteinheit zwar immer noch an (!!), aber weniger stark. Erst nach dem Hochpunkt geht auch die Anzahl der Neuinfektionen pro Zeiteinheit zurück, zuerst schneller, dann (nach dem 2. Wendepunkt) wieder langsamer.

In grober Näherlung bleibt es übrigens immer eine Glockenkurve, trotz aller Maßnahmen, sie wird lediglich auseinandergezogen. D.h. die ganze Entwicklung verläuft genauso, nur zeitlich langsamer. Sprich: die Epidemie verläuft scheinbar schwächer, bleibt uns aber desto länger erhalten. Ohne Maßnahmen ist sie schneller vorbei. Ich bewerte jetzt nicht, was besser ist (ich weiß es auch gar nicht, zu wissen scheinen es nur die Politiker). Aber China hat ja denkbar drastische Maßnahmen ergriffen, und trotzdem scheint das Land bereits nach 3 Monaten (obwohl die Kurve doch eigentlich auseinandergezogen sein sollte?) am rechten Rand der Glockenkurve angekommen zu sein.

Dummerweise weiß man immer erst hinterher, welches Modell am besten passt. Z.B. kann man chinesische Verhältnisse leider nicht auf Deutschland anwenden. Wenn dies so wäre, so müssten bei uns irgendwann im Mai null Neuinfektionen zu vermelden sein. Gerne würde ich das ja glauben, aber an einem derart günstigen Verlauf der Epidemie habe ich ebenso starke Zweifel wie an Horror-Szenarien. Ich bin eben ein genereller Zweifler. Meistens liegt die Realität ja sowieso irgendwo zwischen der günstigsten und der ungünstigsten Prognose (was wiederum freilich eine Binsenweisheit ist).

Übrigens - um noch einen Hoffnungsstrahl anzufügen - scheint die Zahl der Geheilten aktuell stärker anzusteigen als die der Toten:

>>Gesamt (Stand 18.03., 20.35 Uhr): 12.300 (34 Tote, mindestens 105 Geheilte)

Stand vom Vortag (17.3. - 21.00 Uhr): 9036 (26 Tote, mindestens 67 Geheilte)<<

(Quelle: focus.de)

Natürlich muss man auch die Entwicklung der Heilungen über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen, um wirklich eine Aussage treffen zu können. Nicht dass es sich um die berühmte Schwalbe handelt, die noch keinen Sommer macht.

Vabanque - 19.03.20    

Im Übrigen brauchen wir uns auch gar nicht zu streiten: die meisten Präventivmaßnahmen finde ich ja auch in Ordnung.

Aber 'Hausarrest' für alle Personen (nicht nur für Infizierte und Verdachtsfälle) hätte für mich einen sehr strengen Geruch nach Diktatur und Polizei- bzw. Überwachungstaat ... und so etwas wollen wir doch alle in Deutschland niemals mehr erleben, oder?

keinstein - 19.03.20   +

Am Anfang ist es ziemlich genau eine Exponentialfunktion; Der Effekt des exponentiellen Wachstums wird dann durch Sättigungseffekte eingebremst (je mehr infiziert sind/ waren, desto weniger findet, der Infizierte, die er neu infizieren kann) .
Dass das exponentielle Wachstum nicht unbeschränkt weitergehen kann, ergibt sich ja trivialer Weise schon aus der endlichen Bevölkerungszahl!
Der erste Wendepunkt der Glockenkurve ist dann ein Zeichen, dass man vom Maximum noch ein gutes Stück entfernt ist. Das sind aber alles theoretische Überlegungen; Maßnahmen können dies alles verändern.

Vabanque - 19.03.20    

@keinstein: Danke für die ergänzenden Erläuterungen!

shaack - 19.03.20    

Ein Hausarrest scheint notwendig, weil es unvernünftige Jugendliche gibt. Es finden in Berlin und anderen Städten Coronapartys statt. Die Leute wollen es anscheinend nicht anders.

jujuhehe - 19.03.20   +

Genauso ist es. Wenn es eine Ausgangssperre gibt, haben wir sie der Unvernunft der Menschen zu verdanken. Das hat nichts mit Diktatur zu tun, sondern einzig und allein mit Vernunft und Rücksichtnahme in dieser Ausnahmesituation. Es ist im Moment kein Platz für persönliche Befindlichkeiten, sondern jeder sollte etwas zurückstecken.
Ich habe viele Jahre auf einer Intensivstation gearbeitet. Das Personal war zu "normalen" Zeiten und ohne Corona schon oft am Limit. Diese Einschränkungen dienen dazu, die Ausbreitungswelle zu verlangsamen, sonst kollabiert unser Gesundheitssystem. Und ich glaube, das will keiner, vor allem wenn er dann wirklich Hilfe braucht.
In diesem Sinne, denkt drüber nach, was ihr tut und ob das wirklich sein muß!

siramon - 19.03.20    

Danke @jujuhehe für die klaren Worte. Man kann es als unvernünftig bezeichnen. Meine Vermutung ist aber eher, dass viele es einfach noch nicht begriffen haben - noch nicht wahrhaben wollen (vgl. 5 Phasen der Trauer).

@Vabanque
"Dummerweise weiß man immer erst hinterher, welches Modell am besten passt. Z.B. kann man chinesische Verhältnisse leider nicht auf Deutschland anwenden. Wenn dies so wäre, so müssten bei uns irgendwann im Mai null Neuinfektionen zu vermelden sein. Gerne würde ich das ja glauben, aber an einem derart günstigen Verlauf der Epidemie habe ich ebenso starke Zweifel wie an Horror-Szenarien. Ich bin eben ein genereller Zweifler. Meistens liegt die Realität ja sowieso irgendwo zwischen der günstigsten und der ungünstigsten Prognose (was wiederum freilich eine Binsenweisheit ist)."

Das.ist.nicht.der.Punkt.Es.geht.darum.unsere.Gesundheitssystem.zu.schützen!

jujuhehe - 19.03.20   +

@siramon, das mag durchaus sein, daß der Ernst der Lage noch nicht überall angekommen ist, aber ich hoffe, es dringt durch.
Ich habe auch eine Weile gebraucht, denn beruflich hatte ich sehr viel mit Viren, Bakterien aller Art zu tun - war quasi Alltag.
Aber was man wirklich sehr ernst nehmen sollte, ist diese rasante und noch nie dagewesene Ausbreitung - und das sollte uns allen zu denken geben!

Vabanque - 19.03.20    

>>jujuhehe - vor 1 Std. +

Wenn es eine Ausgangssperre gibt, haben wir sie der Unvernunft der Menschen zu verdanken.<<

Selbstverständlich stimme ich hierin zu. Diejenigen, die sich vernünftig verhalten, müssen dann für die Unvernunft der anderen mit büßen. Und 'Unvernunft' ist ja noch weit untertrieben, wenn es sich um Dinge wie 'Corona-Partys' handelt. So ein Verhalten muss man ja schon mit 'saudumm' bezeichnen.

Vabanque - 19.03.20    

Leipziger Soziologe warnt vor Ausgangssperre:

https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipz..

Vabanque - 19.03.20    

Oder auch ein ausführlicheres Interview mit Prof. Lengfeld:

https://idw-online.de/de/news743379

Vabanque - 19.03.20    

Es stellt sich mir auch die Frage, warum die jetzigen Maßnahmen nicht auch schon bei der großen Grippewelle 2017/2018 ergriffen wurden, die in Deutschland über 25000 Todesopfer gefordert hat:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.d..

Ich frage mich unwillkürlich, wovon die ergriffenen Maßnahmen also abhängen? Vielleicht ja doch von der medialen Aufmerksamkeit, die das Thema bekommt?

Natürlich bin ich mir bewusst, dass darauf entweder wieder die Standard-Antwort 'Darum geht es hier nicht' (aber warum eigentlich nicht?) kommen wird, oder dass gesagt wird: 'Corona ist aber noch schlimmer.' Doch Letzteres wissen wir noch nicht, es wird sich erst zeigen. Eine Grippesaison wird von Oktober bis Mai gerechnet, das sind 8 Monate. Coronafälle haben wir erst seit 1-2 Monaten im Land. Wir müssen also noch mindestens 6 Monate abwarten, bevor wir Corona mit der Influenza wirklich vergleichen können. Standard-Antwort: 'Solche Vergleiche bzw. Statistiken bringen nichts.' Sicher, den Infizierten bringen sie tatsächlich nichts. Genauso wie den Verkehrstoten die Aussage: 'Die Anzahl der Verkehrstoten ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen' nichts bringt. Trotzdem werden solche Statistiken ja nicht ohne Grund erstellt.

siramon - 19.03.20    

@Vabanque, danke für die Links zu Prof. Lengfeld. Mal schauen, welche Art von sozialem Kontakt wir in den nächsten Wochen entwickeln werden. Ich bin überzeugt, dass es neue Formen geben wird und wir uns selbst (und hoffentlich auch die Fachwelt) damit überraschen werden.

@Vabanque "Eine Grippesaison wird von Oktober bis Mai gerechnet, das sind 8 Monate. Coronafälle haben wir erst seit 1-2 Monaten im Land"

Das wären dann ja 25'000 Todesopfer über einen Zeitraum von 240 Tagen gewesen (Influenza). Die Mathematik dahinter überlasse ich andern (Form der Glocke etc.)

Eigentlich erübrigt sich der Vergleich zwischen Influenza und dieser Pandemie, einerseits weil man die Fallzahlen erst abschliessend beurteilen kann (wie du richtig sagst) und zweitens "weil es nicht darum geht" (hmm, ich wiederhole mich). Lass uns das Zahlenspielen auf den Herbst bzw. nächstes Jahr verschieben.

Über die Situation in Italien bekommen wir ja eigentlich mit, was uns hier und da erwarten wird, aber nun die aktuelle Lage in der Schweiz - und schauen wir dabei nur die Todesfälle an (Fokus Kanton Tessin):

Am 5.3. wurde über den ersten Todesfall in der CH berichtet (vor 14! Tagen im Kanton VD im Westen der CH).
Am 10.3 (vor 9 Tagen) wurde über den ersten Todesfall im Kanton Tessin berichtet (CH-weit: 3 Todesfälle)
Am 11.3. wird im Kanton Tessin beschlossen: Schulen werden geschlossen
Am 12.3 (vor 1 Woche) im Tessin die Fälle 2 und 3 (CH-weit: 6 Todesfälle)
Am 13.3 (vor 6 Tagen) wird das öffentliche Leben in der CH "heruntergefahren" (was das heisst, steht weiter oben in einem Beitrag von mir) (CH-weit: 9 Todesfälle)
...
Heute sagt Daniel Koch (quasi das Gesicht des Bundesrats - er ist Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten): "«Die Situation um Tessin ist dramatisch», Die Spitäler kämpften schon jetzt darum, genügend Intensivpflegebetten zu haben. Deren Zahl sei zwar erhöht worden. Bisher habe auch vermieden werden können, dass Patienten selektioniert werden mussten, sagte Koch. «Aber es ist absehbar, dass es nicht reichen wird.» Es sei nun der absolut der letzte Moment, in dem man verhindern könne, dass Patienten hospitalisiert werden müssten."

Innerhalb von 14 Tagen sind wir in einem Kanton von "es hat infizierte Fälle" zu "es ist dramatisch" gewechselt.
Ähnliche Berichte lassen sich übrigens auch aus Italien finden. Diese Berichte sind aber schon "älter" (so ca. 7 Tage).

Also können wir bitte das Rechnen auf später verschieben und uns an die Empfehlungen der Fachleute halten?

#FlattenTheCurve
deshalb #SocialDistancing
und darum #StayTheFuckHome !

Vielleicht noch was zu diesem eben fast nicht fassbaren exponentiellen Wachstum:
https://projekte.sueddeutsche.de/artikel..

Bleibt gesund!

Vabanque - 19.03.20    

Über die formal-juristischen Voraussetzungen für eine Ausgangssperre sind ja im Moment offenbar sogar gestandene Juristen uneins.

In diesem Artikel wird z.B. behauptet, dass der Bund momentan die rechtlichen Grundlagen für so einen Schritt prüft:

https://www.businessinsider.de/politik/d..

Es kommen aber auch sehr kritische Stimmen zu so einem Schritt zu Wort, u.a. heißt es:

>>Ähnlich kritisch äußerte sich der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. Menschenansammlungen sollten vermieden werden, aber gegen das Ausführen des Hundes spreche nichts. „Wir müssen die für Deutschland passenden Maßnahmen ergreifen“, so Chanasit. Dabei bringe es nichts, auf andere Länder zu schauen. „Die Gesundheitssystem, die Strukturen, die kulturellen Hintergründe sind verschieden.“<<

Wie sieht die Lage denn juristisch denn eigentlich aus? Weiter heißt es in dem Artikel:

>>Rechtlich dürfte eine allgemeine Ausgangssperre heikel werden. (...)
Dreh- und Angelpunkt ist der Paragraf 28 des Infektionsschutzgesetzes, der die Bundesländer zu allerlei Schutzmaßnahmen ermächtigt. Nach dieser Vorschrift können die zuständigen Behörden „auch Personen verpflichten, den Ort, an dem sie sich befinden, nicht zu verlassen, bis die notwendigen Schutzmaßnahmen durchgeführt worden sind“.

Die nach dieser Vorschrift erlaubten Ausgangssperren seien primär für bestimmte Personen gedacht, nicht aber pauschal auf die gesamte deutsche Bevölkerung zugeschnitten, so Karpenstein. Es sei außerdem zu klären, welches die „notwendigen Schutzmaßnahmen“ seien, die einen temporären Freiheitsentzug rechtfertigen und begleiten sollen.<<

(NB: Kursive Hervorhebung von mir!)

Das Interessanteste kommt aber am Schluss des Artikels:

>>Nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat das Bundesjustizministerium erklärt, dass man „an den juristischen Vorbereitungen einer Ausgangssperre in Deutschland“ nicht arbeiten würde. „Wir dementieren“, so ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Business Insider bleibt aber bei der Darstellung, dass Bund und Länder die rechtlichen Grundlagen für diese Eskalationsstufe prüft.<<

Wie soll das nun zu verstehen sein? Ist doch keine Ausgangssperre geplant, oder soll sie ohne 'juristische Vorbereitungen' ausgerufen werden?

Vabanque - 19.03.20    

Zum schwierigen Thema 'Widerspricht Ausgangssperre einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung?' habe ich noch einen Artikel aus der 'Zeit' gefunden, der erstens hervorragend geschrieben ist, und zweitens meine Meinung zu diesem Thema recht genau wiedergibt (und nein, ich hatte mir meine Meinung schon vor der Lektüre des Artikels gebildet gehabt, hätte sie aber niemals so gut darlegen können):

https://www.zeit.de/politik/deutschland/..
(bitte auch Seite 2 lesen!)

Ich möchte diesmal nicht einzelne Passagen zitieren; der Artikel ist einfach zu gut, um derart 'zerpflückt' zu werden.

Infos zum Autor: https://www.zeit.de/autoren/B/Volker_Boe..

keinstein - 19.03.20   +

Seit dem Aufsetzen des Grundgesetzes sind Jahrzehnte und eine gigantische technische Revolution an uns vorübergezogen. Wer hätte sich damals vorstellen können, dass man im Internet direkt, über Filme oder Fotos sich die ganze Welt ansehen kann? Wer hätte gedacht, dass man einfach über das Internet kommunizieren kann? Wer hätte gedacht, dass man in einem solchen Umfang von zu Hause aus einkaufen kann?
Die Einschränkung der Freiheit ist heute bei einer Ausgangssperre m.E. nicht mehr so hoch, wie sie damals war.

Dennoch ist es natürlich richtig, bei der Verhängung einer Ausgangssperre zu zögern.

Hoffen wir, dass das Internet funktionsfähig bleibt!

Vabanque - 19.03.20    

Ich gebe ja Nachhilfe, vor allem für zukünftige Abiturienten. Daher kenne ich die Problem sehr 'hautnah', die diese Schüler durch die Schulschließungen haben, und daher wehre ich mich auch strikt gegen den Begriff 'Coronaferien'. Für die Fünftklässer mag es sich ja wie Ferien anfühlen (obwohl das auch bald nicht mehr so sein wird, wenn sie sich nicht mehr mit anderen Kindern treffen dürfen), aber für die Oberstufe ist es richtig hart. Fast täglich bekommen sie Arbeitsaufträge in allen Fächern von ihren Lehrern, deren Bearbeitung oft Stunden harter Arbeit (selbst wenn sie die Aufgaben mit mir bearbeiten) erfordert. Fernunterricht funktioniert halt doch nur sehr begrenzt und kann den Unterricht in der Klasse nicht ersetzen. Wenn jetzt auch noch die Ausgangssperre kommt, können die Schüler nicht mehr persönlich zu mir kommen (und ich nicht zu ihnen). Dann wird es noch einmal eine Stufe härter. Denn bisher konnte ich ihnen den Stoff, den sie in der Schule nicht mitgekriegt haben, der aber durch E-Mails oder online dennoch 'behandelt' wurde (er MUSS ja behandelt werden!), ja noch von Person zu Person vermitteln. Vorher hatte ich Nachhilfe so betrieben, dass das, was im Unterricht behandelt wurde, von mir noch einmal intensiv nachbereitet wurde. Jetzt aber, wenn es in der Email des Lehrers heißt 'Bitte lest im Buch die Seiten 149/150 und bearbeitet dazu die Aufgaben Nr. 1 bis 5 auf den Seiten 151/152', muss ich mit den Schülern nicht nur die Aufgaben üben, sondern den ganzen Stoff von vorne erklären. Das ist alles viel anstrengender für beide Teile, und wenn wir dann (wegen Ausgangssperre) nur noch Fern-Nachhilfe (über Videoanruf) machen können, wird es noch einmal eine Stufe anstrengender sowohl für mich als für die Schüler. Das ist momentan der Hauptgrund, warum ich die Ausgangssperre fürchte, und nicht etwa (wie manche vielleicht geglaubt haben?), dass ich Partys im Englischen Garten feiern möchte! :-/

MarkD - 19.03.20    

auch ohne Ausgangssperre, solltest Du Deine Nachhilfeschüler nicht mehr persönlich unterrichten - das ist der Sinn der Aktion!

Vabanque - 19.03.20    

Das wird natürlich mit denen UND ihren Eltern abgesprochen!

MarkD - 19.03.20    

nein, gerade nicht. Der Sinn der Aktion ist, das nicht mehr individuell zu entscheiden. Stay at Home! In dem Fall Deine Schüler...

siramon - 19.03.20    

Meine Grosse (8j) hatte eben eine halbe Stunde Gitarrenunterricht via Skype und ja, es geht.
Nach einer Woche der Eingewöhnung pendelt sich der Schulunterricht langsam ein. Ab nächster Woche versuchen wir noch mehr Struktur in den Schulalltag zu Hause zu bringen. Die Lehrer:innen unterstützen uns dabei sehr. Eine der Ideen: Morgens ein Begrüssungsritual der ganzen Klasse via Microsoft Teams.
#LebenInCoronaZeiten

Vabanque - 19.03.20  

Ich unterrichte ja nicht in Gruppen. Das würde ich unter den gegebenen Umständen auch nicht tun.
Nachhilfe ist auch kein 'sozialer Kontakt', den es einzuschränken gilt. Es ist Arbeit. Dann müssten ja ALLE Home-Office machen ...

siramon - 19.03.20   +

Ja, alle die KÖNNEN, SOLLEN Home-Office machen. Du - mein Glücklicher - kannst!

santo - 19.03.20    

Selbst die Schülerhilfen machen zu. Selbstschutz und weil sie auf diese Situation handeln mussten
Es werden Lösungen geben.
Das privat noch Nachhilfe gegeben wird kann ich nicht verstehen.
Das man gar nicht drann denkt was passieren könnte aber im Forum schreibt oder postet wie schlimm alles ist durch medizinische Quellen
passt nicht zusammen.

niclas - 19.03.20    

Die Hansterkäufer sind verrückt und das Konflikte mit Gewalt gibt nur wegen Klopapier.

Vabanque - 20.03.20  

Der Vorsitzende des Weltärztebunds hält Ausgangssperren für verfehlt:

https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-..

Famulus - 20.03.20    

Ein Mann voller Demut.

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20..

Vabanque - 20.03.20    

Für einen rein informativen Link ein Minus? Leute, ihr seid lustig ;-)

trollinger - 20.03.20    

dann bekommst du von mir auch noch eines, Lustig ist das nämlch jetzt nicht mehr!! :(

fraesgott_andi - 20.03.20    

.

fraesgott_andi - 20.03.20    

Ich weiß auch nicht genau warum ich das mache aber meine Gedanken sind folgende: 2017 hatten wir 22.500 Tote durch Influenza. Im Moment liegen wir durch Corona noch unter 100. Selbst wenn sich die Totenzahlen alle 10Tage verdreifachen würden, wären meine Gedanken:es ist ja immer noch ein Virus. Und sobald es Frühling= Sommer wird, bzw die Temperaturen sich erhöhen, geht die VirenSaison zu Ende weil sich ein Virus dann einfach nicht mehr so krass vermehrt.
Jeder Tote tut mir leid, ich beachte die Hygienevorschriften und bleibe soweit es geht zu Hause.
Ich bin relativ einfach gestrickt, aber ich versuche logisch zu denken und die ruhe zu bewahren.

Sollte sich die Lage bis in den Mai nicht verbessert haben und sich dieses Ding weiterverbreitet dann wird es ernst.
Klingt komisch, ist aber so bei mir. Und jetzt viel Spaß beim zerlegen.
:-)))

kimble - 20.03.20    

zumindest was die Wärmeargumentation angeht wäre ich da vorsichtig:
Im Iran ist eś jetzt bereits so warm wie bei uns Mitte des Jahres, zu helfen scheint es nicht wirklich...

Mikrowelle - 20.03.20   +

Es ist doch jetzt wurscht egal was ein Vabanque oder sonst irgendwer sagt, denkt oder meint ableiten zu müssen. Alle ernstzunehmenden Experten sagen, dass jetzt strikte soziale Isolation angesagt ist. Alles was irgendwie vermeidbar ist, sollte unterlassen werden. Hört auf Prof Dorsten. Bleibt daheim und gesund

Hanniball - 20.03.20    

@ kimble @ fraesgott_andi

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Corona- Virus nicht durch Temperaturen mit 40 Grad abstirbt. Unsere eig. Körpertemperatur beträgt ja bereits schon 36,5 Grad.

Solche Meldungen sind Fake- Meldungen.

kimble - 20.03.20    

@Hannibal,
Ich sagte doch eigentlich nichts anderes...

eika13 - 20.03.20   ——

Eine Verschwörungstheorie zum Coronavirus oder auch nicht?!

[BEITRAG GELÖSCHT VOM BETREIBER WEGEN VERLETZUNG DES URHEBERRECHTS]

Aber wie Roosevelt schon sagte:
"In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas passiert, dann ist es sicherlich geplant."

siramon - 20.03.20   +

Quellen?

shaack - 20.03.20   ++

@eika13 das ist verschwörungtheoretischer Bullshit, den die AfD nicht besser hätte aufschreiben können. https://www.lr-online.de/nachrichten/bra..

kimble - 20.03.20   +

Man findet den Text (eika) wortgleich bei AfD und "Deutsche Patrioten" etc..
Das dazu.

shaack - 20.03.20   +

Wissenschaftsverachtung für Profit: Das sind die Tricks, auf die Ihr achten müsst.
https://www.volksverpetzer.de/kommentar/..

siramon - 20.03.20   +

@eika13 ist das dein Ernst?

Machen wir ein wenig Eika13-Plag...

Eine Verschwörungstheorie zum Coronavirus oder auch nicht?! [...] Die wirtschaftlichen Verhältnisse hingegen werden sich grundlegend verändert haben.

Diese 14 Absätze finden sich 1:1 auch hier https://www.facebook.com/ILIC.Immobilien.. (und wohl auch sonst noch im Internet)

Parallel dazu!!!

Scheinbar von dir ;-)

Es ist etwas los! Während die Medien uns mit dem Corona Virus „am Unterhalten“ sind [...] Dies ist ein Thema, das von den Medien gestellt werden sollte, um herauszufinden, was sich hinter dem rauchendem Vorhang Coronavirus verbirgt!

Diese 33 Absätze finden sich z.B. hier: https://www.facebook.com/spucknik.one/ph..

Abgeschlossen hast du das dann scheinbar mit einem selbst gefundenen - so hoffe ich doch - Roosevelt-Zitat.


Fazit von 50 Absätzen sind 47 schamlos zusammenkopiert. Ääh sorry, aber gehts noch? (vom eigentlichen Inhalt ganz zu schweigen...)

kimble - 20.03.20    

Da ist nix geclustert:
AfD FB Seite, da Eintrag:
Hans-Martin Mayer
15. Mrz. um 13:50

...wortgleich.

Ich finde, das hat hier nichts zu suchen!

santo - 21.03.20    

Beim Blutspenden war auch ein Mann aus dem Iran anwesend der sagte das die Jugend im Iran ihren Regime das alles gar nicht glaubt.. Das es wieder so eine Art Provaganda ist um die Leute ruhig zu halten.
Keine Ahnung da kann ich auch nichts zu sagen.
Ich glaube das der Iran ein hohen Anteil von Jugendlichen hat.
Was mir Angst macht das der Virus auch sich wohl in Afrika ausbreitet trotz Wärme.
Das es ein reiner natürlicher Virus aus der Natur sein könnte kann ich mir nicht vorstellen.
Ob der Virus absichtlich oder unabsitlich in die Umwelt gekommen ist weiß ich nicht.
Ich habe Nur Angst das das Leben was wir haben Freiheit Ordnung Demokratie Gesundheit Menschenrechte
Europa nach diesen schrecklichen Ausbruch nicht mehr so ist wie es war.
ICH mache mir um meine Familie große Sorgen um den Arbeitsplatz um mein soziale Umfeld.

MarkD - 21.03.20    

Für alle, die mit der Mathematik nicht so ganz zurecht kommen...
https://www.youtube.com/watch?v=Fx11Y4xj..

Vabanque - 21.03.20  

>>Alle ernstzunehmenden Experten sagen, dass jetzt strikte soziale Isolation angesagt ist.<<

Prof. Alexander Kekulé zählt doch hoffentlich zu den ernstzunehmenden Experten?

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kek..

>>
20.03.2020 10:15 Uhr
Am Wochenende soll entschieden werden, ob es auch hier zur Ausgangssperren kommt. Diese wäre epidemiologisch nicht notwendig - und eine "soziale Katastrophe", so Virologe Kekulé.<<

Oder läuft die Argumentation etwa so herum, dass nur Befürworter einer Ausgangssperre 'ernstzunehmende Experten' sind? In diesem Fall würde die Voraussetzung mit Hilfe der Behauptung bewiesen, was ein grober Verstoß gegen die Logik wäre.

Vabanque - 21.03.20  

Dieser Artikel von Prof Kekulé ist zwar schon ein paar Tage alt, aber das Meiste darin von ihm Gesagte sollte immer noch zutreffen:

https://www.zeit.de/2020/13/alexander-ke..

Zitate daraus:

>>Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Letalität bei Infektionen mit dem neuen Coronavirus für China auf 0,7 Prozent. Für Deutschland kann, als Grundlage für die Risikobewertung, von 0,5 Prozent ausgegangen werden – das entspricht einem Todesfall pro 200 Infizierten. Damit ist die Covid-19 genannte Erkrankung etwa zehnmal gefährlicher als die normale saisonale Grippe, aber wesentlich harmloser als die 2003 aufgetretene Lungenkrankheit Sars oder gar Ebola, wo die Letalität bei 10 beziehungsweise 70 Prozent lag. <<

Und nach den ganzen Ratschlägen - die im Wesentlichen die üblichen sind - fasst er zusammen:

>>Wer sich an diese Spielregeln hält, kann eine Bekanntschaft mit dem neuen Coronavirus mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden. Mehr Aufwand bringt kaum zusätzlichen Schutz und macht das Leben unnötig kompliziert – schließlich haben wir es nicht mit Ebola und Co. zu tun. Im Alltag braucht man weder die für medizinisches Personal gedachten Infektionsschutzmasken (FFP2-Respiratoren) noch größere Desinfektionsmittelvorräte. Wer dieser Tage krank wird, sollte daran denken, dass gewöhnliche Erkältungen und Grippe nach wie vor viel häufiger sind als Covid-19. Und wer sich trotz allem infiziert, hat eine über 99-prozentige Überlebenschance.<<

Adjutantimus - 21.03.20    

Also ich möchte nicht nach einer Corona-Party Schuld daran sein, dass ein Mitglied der Risikogruppe dahin scheidet..0,5% Letalität hin, Grippe, SARS und Ebola her

shaack - 21.03.20   +

Für die Zweifler, ein Artikel über Norditalien
https://www.spiegel.de/politik/ausland/c..
„ Einsamer Tod. Angehörige dürfen nicht ins Krankenhaus, nicht zur Beerdigung, vor den Krematorien stauen sich die Särge. In Norditalien werden die Verheerungen durch Corona zum Trauma für Hinterbliebene. Betroffene erzählen.“
Das ist keine Panikmache, das sind die aktuellen Zustände in Norditalien, die wir hier haben könnten, wenn wir nicht aufpassen.

jujuhehe - 21.03.20   +

Man kann es drehen und wenden wie man will, sich Artikel raussuchen, die einem in den Kram passen - Fakt ist: die Ausbreitungsgeschwindigkeit muß verlangsamt werden, sonst kollabiert unser Gesundheitssystem und wir haben italienische Verhältnisse. Und nachdem viele halt so unvernünftig sind und es ihnen egal ist, oder was auch immer, bleiben nur massive Maßnahmen. Egal wem das jetzt paßt oder nicht - es ist so!
Übrigens sind inzwischen auch schon jüngere Menschen erkrankt mit schwerem Krankheitsverlauf - es geht also nicht mehr nur um die Alten, oder Älteren.

jujuhehe - 21.03.20    

Und noch etwas: keiner dieser Experten, egal wer, hat Erfahrung mit diesem Virus, denn er war noch nie da. Es sind alles nur Mutmaßungen wie es sein könnte, wenn dies oder jenes so ist....oder eben auch ganz anders. Keiner weiß es mit Sicherheit, alles basiert auf Vermutungen.
Und zum wiederholten Male - darum ist es so wichtig, die Ausbreitung zu verlangsamen, eindämmen geht nicht.

triangel - 21.03.20   +

Mal eine generelle Frage: Warum kommt immer um Herbst/Winter herum eine Grippewelle?

Ich weiß, es hat was mit Wärme zu tun, aber was macht der Grippe-Virus dann im Sommer? Aussterben wird er wohl nicht, denn sonst würde er ja nicht jedes Jahr wieder zurückkommen. Irgendwo muss sich ja der Grippevirus aufhalten.
Wo zieht sich so ein Virus zurück im Sommer? Wenn alle Viren sterben würden im Sommer würde ja keiner mehr krank werden.
In eine kühle Höhle? ;-)

MarkD - 21.03.20    

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influe..
Punkt 3 und 4

Alapin2 - 21.03.20   +

Ich hab eigentlich keine Ahnung ;wahrscheinlich haben wir hier im Forum echte Fachleute.Herpes,Windpocken,Warzenviren kapseln sich nach überstandener Infektion im Körper ein .Sie warten auf bessere Zeiten.Wenn dann das Immunsystem schwächelt,werden sie wieder aktiv.Ob das für andere Viren auch gilt,weiß ich nicht;wie erwähnt,der Hinweis auf die Mediziner/Biologen.

Stellmacher - 21.03.20   +

"wahrscheinlich haben wir hier im Forum echte Fachleute"

Das ist auch mein Eindruck.

triangel - 21.03.20   +

"wahrscheinlich haben wir hier im Forum echte Fachleute"

Ich habe das Turmdiplom.

Vabanque - 21.03.20  

Ja, es ist schon ziemlich erstaunlich, wie viele es hier besser wissen als der Vorsitzende des Weltärztebunds (Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery) oder der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle (Prof. Dr. Alexander Kekulé) ...

Hasenrat - 21.03.20   +

Kommt dem Urteil des Vorsitzenden der FIDE automatisch die höchste Beweiskraft in Schachfragen zu?

Hasenrat - 21.03.20   +

Im Übrigen erinnere ich das Interview mit Montgomery gestern in der ARD-Sondersendung, wo er stark zurückrudert und alle Maßnahmen gutheißt und nur eine Totalquarantäne à la China ablehnt, die es hier aber ohnehin nicht geben werde - meine ich, dass er das so gesagt hat.

keinstein - 22.03.20  

Ob das Virus von Menschen gezüchtet wurde oder ob von es von Tieren auf den Menschen übertragen wurde, scheint mir für die Auswirkung ziemlich egal zu sein.
Dass man ein solch hässliches Virus aber Corona = Kranz, Ehrenkranz, Krone nennt, finde ich eigentlich ziemlich geschmacklos!!

Vabanque - 22.03.20    

>>Der Name „Coronaviren“ – von lateinisch corona ‚Kranz, Krone‘ – hängt mit dem Aussehen dieser Viren unter dem Elektronenmikroskop zusammen. Die Fortsätze auf ihren kugelförmigen Hüllen erinnern an eine Krone oder einen Strahlenkranz ähnlich der Sonnenkorona.<<

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Coronaviri..

Verliehen wurde der Name offenbar vom 'International Committee on Taxonomy of Viruses ICTV'. https://talk.ictvonline.org/

kimble - 22.03.20    

Bei meinen geliebten Zigarren liegt die "Corona" zwischen den Formaten "Robusto" und "Churchill".
Weiss zum Glück kaum jemand...;-)

Vabanque - 22.03.20    

Und Corona-Bier gibt's auch ... dessen Umsatz aber mittlerweile stark zurückgegangen ist:
https://www.focus.de/finanzen/news/coron..

Jupp53 - 22.03.20    

Mein Sohn erzählte mir von einem Freund, der einen Kasten Corona-Bier bestellte und die Antwort bekam, dass nicht geliefert werden könnte. Dann hat er bei der selben Firma vier Kästen bestellt und bekam direkt einen Liefertermin.
:)

Stellmacher - 06.04.20    

Was ist mit dem Fortgang dieser Diskussion passiert?

siramon - 06.04.20    

Wo ist der andere Beitragsstrang? Thema war irgendwas mit "Video: andere Sicht auf Corona"?

Bluemax - 06.04.20    

Hm, ich vermute da hat irgendjemandem, irgendetwas nicht gefallen.

Hanswurst01 - 07.04.20    

aktuell wird hier alles gelöscht, was nicht schnell genug auf die Bäume kommt. Die Lebenserwartung dieses Beitrags setzte ich auch nicht allzu hoch an:-(

triangel - 07.04.20    

Ich finde, dass die oben genannte Variante nicht zum Ausgleich führt. Df7+ nebst Lg5 mit positonellem Vorteil.

AntilopeZ - 07.04.20    

"Sind sie Schwede"?