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Wie man ein Spiel beendet

Pantophage - 25.10.18  

Wie gibt man eine Partie verloren?
1) aufgeben!!
2) Matt setzen lassen!
3) nicht mehr ziehen?
4) nur noch jeweils kurz vor Zeitablauf ziehen??
5)kurz vorm Timeout Urlaub einreichen??????

Wie gewinnt man eine Partie?
Indem man in besseren Stellungen 24. Std. online ist

attacca - 26.10.18    

Was ist der Sinn?

Tschechov - 26.10.18    

Mit 4. und 5. will man ja gerade nicht aufgeben, sondern gibt sich in der Regel als schlechter Verlierer zu erkennen.

toby84 - 26.10.18   +

"Wie man ein Spiel beendet"

Zum beispiel, indem man geduldig wartet, bis dem verlierenden Spieler die Zeit ausgeht, denn früher oder später wird das so sein. Und wenn du das Spielverhalten des Gegners unangemessen findest, spiel einfach keine weitere Partie mit ihm. Sich so sehr aufzuregen, dass man dazu einen eigenen Thread im Forum eröffnet, gehört eher in die Kategorie "?" ;)

Entspann dich und suche dir andere Spielpartner.

Pantophage - 26.10.18    

Der Sinn?
Ich spiele auch noch anderweitig Fernschach, und da kommt es mitunter vor, dass sich Schachspieler auf eine der o.g. Art und Weisen zwar regelkonform aber mitunter eben nicht gerade sportlich einer Partie entziehen, wenn sie merken, das Spiel ist verloren.
O.g. Erörterung ist auch nicht meine Idee sondern die eines Schachfreundes, der sich freut, wenn ich ihn zitiere. Mir hat es jedenfalls so gut gefallen, dass ich mir gedacht habe, ich schreib' dass mal einfach hier rein und lasse euch teilhaben oder drüber diskutieren. Vielleicht ist ja der eine oder andere von euch von solchem Verhalten betroffen. Ich zum Glück bisher nicht. Trotzdem find' ich den Beitrag gut.
Gab wohl schon sinnfreiere Beiträge in diesem Forum.

toby84 - 26.10.18   +

Der Beitrag klingt einfach nur nach Frustbeitrag. Wenn dann hättest du ihn vielleicht kommentieren sollen, damit wir wissen worum es dir geht. Es ist eine in meinen Augen ernst gemeinte Auflistung von Verhaltensweisen samt jeweiliger Bewertung (dass die Bewertung in Form typischer Schachnotation stattfindet, die somit eine Zweideutigkeit darstellt, finde ich tatsächlich passend). Es ist uns wohl allen klar, dass auf Chessmail einige Spieler unterwegs sind, die sich schnell provoziert fühlen (sie machen das hin und wieder im Forum deutlich). Ich persönlich habe kein hohes Interesse daran, davon zu lesen.

brauna - 26.10.18   +

Nun, Pantophage verdeutlicht mit seiner Interpunktion (Anzahl '!' bzw. '?'), wie er die 5 verschiedenen Alternativen sieht:

Wenn ein Spiel definitiv nicht mehr zu gewinnen ist, dann sollte man auch aufgeben. Nun gibt es natürlich auch Leute, die argumentieren, dass das Spiel - obwohl sie auf verlorenem Posten stehen - erst beendet ist, wenn der Gegner sie matt setzt. Die Varianten 3 bis 5 sind völlig daneben, ja gar unanständig dem Gegner gegenüber.

Pantophage - 26.10.18    

Jetzt fühl ich mich völig überbewertet. Ihr intepretiert mehr in meinen Beitrag, als ich mir selbst dabei gedacht habe. Zum Beispiel das die Zeichen der Notation entsprechen. Ist aber ne gute Idee! Hätte von mir sein können. :-) Ich bin auch nicht frustriert. Ich hatte doch geschrieben, dass ich hier keine
Probleme mit solchen Verfahrensweisen hatte.
Also nochmal, seht es als Unterhaltungsbeitrag zum Schmunzeln und Nachdenken. Alles klar?

aguirre - 26.10.18    

@Tschechow, 30Tage pro Zug? Das kann dauern ;-)

toby84 - 26.10.18    

"Ich bin auch nicht frustriert. Ich hatte doch geschrieben, dass ich hier keine
Probleme mit solchen Verfahrensweisen hatte. "

Ja, dass hattest du aber erst später geschrieben und den Text vorher unkommentiert eingestellt ;) Und ich wette, dass der Autor des Textes durchaus verärgert war, als er ihn geschrieben hat.

"Also nochmal, seht es als Unterhaltungsbeitrag zum Schmunzeln und Nachdenken."

Zum schmunzeln klingt der Text einfach zu ernsthaft.

Tschechov - 26.10.18    

@aguirre: Es dauert bereits! Dieses Jahr wird das Spiel nicht mehr beendet, soviel steht fest. Seit meinen beiden Spielen gegen buschvogel biete ich keine 30-Tage-Partien mehr an.

Vabanque - 26.10.18    

Der SF buschvogel hält sich z.Zt. wahrscheinlich im Busch verborgen ;-)

Nein im Ernst, 30 Tage ist der Wahnsinn. (Ich akzeptiere mittlerweile nur noch maximal 3 Tage, das kann immer noch lang genug dauern, wenn jemand das ausschöpft)

Die obige Partie hattest du ja schon mal verlinkt (vor Wochen oder gar Monaten), und seitdem hat sich meiner Erinnerung zu Folge in diesem Spiel kaum etwas verändert!

Ich frage mich halt in solchen Fällen immer, welchen 'Lustgewinn' jemand daraus schöpft, so eine Partie in solch einer Stellung fortzusetzen. Sicher, er verhält sich regelkonform, und ich würde es auch nicht unbedingt als unsportlich werden (denn vielleicht gibt es ja noch ein Patt, wer weiß). Aber sich noch monatelang so eine Stellung anschauen zu müssen (na gut, er muss es ja bei dieser Bedenkzeit nur einmal im Monat tun), würde mir dann doch keine Freude bereiten.

Tschechov - 26.10.18    

Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen:

https://chessmail.de/game/4078258e801a4dd9

Start der Partie ebenfalls 30.05. Hier hat buschvogel immerhin noch Chancen, im Gegensatz zur sizilianischen Partie, die definitiv verloren für ihn ist. Und dennoch probiert er´s mit Gemütlichkeit.

Vabanque - 26.10.18    

Jetzt hast du's 'verbrochen', dass mir dauernd diese Melodie im Kopf rumgeht ;-)

Schlafabtausch - 26.10.18    

Also das wieder Menschen die Ihre Zeit Regelgerecht nutzen hier wieder als schlechte Verlierer dargestellt werden finde ich nicht richtig. Wenn jemand bspw. 3 tgage pro Zug hat, dann ist das legitimdass er sich für JEDEN Zug 3 Tage Zeit lässt. Hier habe ichs chon oft angeregt eine andere Zeitkontrolle ein zu führen: Eine Gesamtzeit für die PArtie bspw. 90 Tae für die gesamtpartie und fertig... und wenn Zeit weg dann weg.

und da frage ich mich auch wo das Problem an Punkt 3 ist!? Wer nichtmehr zieht, verliert durch Zeitüberschreitung. Na und?

Tschechov - 26.10.18   +

@Schlafabtausch: Das weißt Du doch vermutlich selber besser. Sieh Dir den ersten von mir hier veröffentlichten link doch mal an. Natürlich kann man argumentieren, daß, wer ein 30-Tage-Spiel annimmt oder anbietet, dann eben auch damit leben muß, wenn entsprechend gezogen wird. Ich selbst hatte in den beiden von mir hier verlinkten Partien die dreißig Tage schließlich angeboten (was ich nie wieder tun werde). Ich spiele meist sehr viele Partien gleichzeitig und wollte mit dem Anbieten einiger 30-Tage-Partien sicher stellen, nicht unter Druck zu geraten. Das bedeutet für mich aber nicht, daß man dreißig Tage überlegt, wo es gar nichts mehr zu überlegen gibt. Wenn ich selbst in solchen Partien längere Pausen nahm, so war das immer in solchen Phasen, wo das Spiel, wie ich es nennen möchte, noch nicht wußte, wo es hinwill. Ist aber eine Partie klar gewonnen oder verloren, so spiele ich zügig zu Ende. Du mußt doch selbst wissen, daß es mit der Inanspruchnahme des offiziellen Regelwerks so ist wie mit der gesellschaftlichen Etikette: Man kann einen Menschen auch beleidigen, ohne ein einziges Schimpfwort zu benutzen.

aguirre - 26.10.18    

Ist eigentlich jemanden bekannt wie viel Zeit die längste Partie hier gedauert hat?

toby84 - 26.10.18    

Ich stimme Schlafabtausch mit einer Gesamtpartiezeit pro Spieler zu, dann bräuchten wir auch diese Diskussionen nicht mehr. Man könnte mit Inkrement spielen, beispielsweise pro 3 Züge zusätzlich der für einen Zug üblicher Zeitzuschlag (also 3 oder 7 oder 30 Tage). Das fände ich außerordentlich sinnvoll, und Partien könnte man wie im Nahschach üblich standardmäßig auf 40 oder 60 Züge auslegen. Man hätte also beispielsweise bei erwarteten 60 Zügen mit 7 Tagen Bedenkzeit eine Gesamtbedenkzeit von 40*7=280 Tagen sowie nach jeweils drei Zügen einen Zuschlag von 7 Tagen.

Wenn das eine einstellbare Option bei gestarteten Spielen wäre, wäre das klasse. Vor allem bei Turnierspielen, da man somit endlich eine sinnvolle Begrenzung der Turnierspieldauer hätte!

Mikrowelle - 26.10.18    

https://chessmail.de/game/287c057958894715

Längste Turnierpartie im jetzt noch laufenden im Jahr 2012 begonnenen 3. CM Pokal.

freak40 - 26.10.18    

@Mikrowelle
Da verstehe ich die Welt nicht mehr....

brauna - 26.10.18    

...das ist in der Tat der 'Treppenwitz' der cm-Geschichte: Seit nunmehr 6 Jahren läuft der 3.cm-Pokal ….einige Teilnehmer leben vielleicht schon gar nimmer ;-)

Mit realisierter Gesamtbedenkzeit gäbe es so was nicht, wie Schlafabtausch es so schön oben beschrieben hat.

aguirre - 26.10.18    

Danke

Schlafabtausch - 31.10.18    

@toby, das schlage ich schon seit Jahren hier vor, irgbendwann gab es mal eine Offizielle Abstimmung über neue CM Funktionen, da war das bei den top 3 vorne mit dabei, weiss nichtmehr ob vielleicht sogar 1. keine Ahnung.

@Shaak, meinst du irgendwann kommt sowas?

@tschechov: Eben, das meinte ich: DU hast die 30 Tage Partien angeboten, damit DU nicht unter Druck gerätst. Du wolltest daraus einen Vorteil, einen Nutzen ziehen. Dann musst du aber das selbe dem Gegner zugestehen. Du kiannst nicht nur die Vorteile daraus haben wollen, ohne dem Gegner die gleichen Vorteile zu zugestehen. Wenn er die 30 Tage zu seinem Vorteil nutzen will ist das sein Recht.

Ich selber spiele lieber mit knapperer Zeit, auch bei "Live" spielen, lieber enger als zu lang. Ich finde nämlich den Zeitdruck muss MAN schon spüren, also mein gegner natürlkich aber auch ich selber muss einen Zeitdruck spüren...letztendlich ist aber das Zeitmanagement ein wichtiger Bestandteil im Schach. Gibt es Pauschal für jeden Zug 3 Tage oder 7 Tage ist das Witzlos. Mit ner Gesamtzeit von wasweisich 100 Tagen, für die gesamtpartie, oder 100 tage für 30 Züge oder was weis ich, dann würde das Zeitmanagement eine taktische Dimension werden, ohne die Nachteile, die du beschreibst.

pawnbroker - 02.11.18    

Solange es keine Gesamtzeit für ein Spiel gibt, muss man akzeptieren, dass der Gegner pro Zug seine Bedenkzeit voll ausnutzt. Ich habe Verständnis dafür, dass Gegner auch in benachteiligten Positionen oder mit erheblich weniger Material weiterspielen. Das ist eine Frage der Fairness.

Aber finde es auch eine Frage der Fairness - nicht nur dem Gegner gegenüber -, dass Spiele in schwacher Stellung zügig zu Ende gebracht werden. In einem Turnier kann eine "Hängepartie" eines schwächeren Spielers darüber entscheiden, wer Gruppensieger wird. Selbst wenn man alle Spiele beendet und keine Chancen mehr auf den Gruppensieg hat, nimmt man weiter an dem Turnier teil. Als Unbetroffener der "Hängepartie" hat man möglicherweise den Nachteil - bei reger Turnierteilnahme -, an keinen weiteren Turnieren teilnehmen zu können, bis das finale Gruppenspiel beendet ist und der Gruppensieger feststeht.

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