Miscellaneous

Fitness

Pius_Ndiefi - 26.01.20    

Wie sich hier die meisten Mitglieder geistig fit halten,liegt wohl klar auf der Hand. Mich würde jetzt aber mal interessieren, wie Ihr euch körperlich so fit haltet.Ich werde jetzt bald 44 Jahre alt,gehöre damit zwar noch nicht völlig zum alten Eisen, aber der Jüngste bin ich halt auch nicht mehr.Deswegen ist es mir wichtig,mich auch körperlich fit zu halten.Das tue ich zur Zeit mit Krafttraining und Ausdauertraining(laufen).Im Sommer gerne auch mal wandern und Rad fahren. Es ist schon erschreckend, wie unfit gerade die jungen Leute von heute sind. Meine Frau hat viele Arbeitskollegen-kolleginen im Büro ,die sind Mitte Ende zwanzig ,Anfang dreißig und sind schon körperliche Wracks,leiden unter starkem Übergewicht, Diabetes, Arthrose, kaputten Menisken,starken Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen usw. Und das nicht,weil sie exzessiv Sport betreiben, nein,sondern weil sie absolut gar nichts machen..klassische Bürohengste. Das zeigt einem doch immer wieder, wie wichtig es ist, aktiv zu bleiben. Ausserdem ist es ein super Ausgleich zur Arbeit und zum Schach.

wodi - 26.01.20    

mit 77 Jahren spiele ich
Tischtennis, gehe Schwimmen und mache Gymnastik

eika13 - 26.01.20    

Mit 69 Jahren spiele ich aktiv im Punktspielbetrieb Tischtennis, bis vor meiner OP letztes Jahr bin ich recht viel Fahrad gefahren, auch schon mal Zehntausend km im Jahr. Möchte dieses Jahr wieder anfangen.
Mache derzeit mehr Kraftsport.
Im Hahr 70 Festmeter Holz holen, sägen, stapeln und verbrennen.
Körperlicher Sport im rechten Maß erhöht die Lebensqualität und Lebenserwartung, macht Spaß sowie ist die beste Krankheitsvorsorge.
Also Sport frei !

123zecher - 26.01.20    

Schwimmen, Fahrradfahren und Gartenarbeit.

Pius_Ndiefi - 26.01.20    

Tischtennis macht mega viel Spaß zu spielen. Hatten früher auch ne Tischtennisplatte zu Hause,jeden Tag
gezockt.Leider verschwand vor 12 Jahren, aus Platzgründen, mit dem Verkauf des Elternhaus,auch die Platte. Schwimmen war nie so mein Ding. Aber nicht, weil ich das Schwimmen an sich nicht mag,sondern eher weil ich kaltes Wasser hasse. Weichei hahaha

JamesBond007 - 26.01.20    

Jeden Tag, egal bei welchem Wetter, mache ich Nachmittags oder Abends einen "guten" Spaziergang durch die Landschaft... Ab und zu spiele ich auch noch Basketball und Fussball... Und, und - wichtig : ich trinke viel ... Wasser und Tee ! ;) ;)

L. G. Marcel ~ alias JamesBond007

oliniehaus - 28.01.20    

Radfahren (Mountainbike im Winter/Rennrad im Sommer) und zwar regelmäßig!!

Brunelli - 28.01.20    

3 x die Woche Fitneßstudio und Sauna, Nordic-Walking, Skifahren, im Sommer regelmäßig schwimmen

herbi - 28.01.20    

Ich praktiziere seit ca. 40 Jahren hatha- Yoga, und zwar die rishikesh- Reihe, nach André van Lysebeth: „Yoga für Menschen von heute.“
Und seit ca. 30 Jahren den „Sonnengruß“, der in diesem Buch auch ganz genau beschrieben wird.
Und das 5-6 mal die Woche.

Great_Champini - 28.01.20    

Bis vor 10 Jahren habe ich 42 j. alt,noch wettkampfmäßig Kickboxen und Tennis betrieben. Leider musste ich beides leistungsmäßig, aufgrund von 2 Schulter und 1 Fuß Op an den Nagel hängen. Heute halte ich mich durch Joggen und Muckibude fit. Hin und wieder nehme ich auch an 5 oder 10 KM Volksläufen teil. An die Zeiten vergangener Tage komme ich leider nicht mal annähernd mehr heran. Aber egal, Hauptsache man tut überhaupt was und gibt nicht auf.

manne - 29.01.20    

Ich laufe 2 bis 3 mal pro Woche 5 km. Bei schönem Wetter läuft meine Frau mit. Das ist dann sehr anstrengend, sie redet die ganze Strecke. Nach 2 km kommt dann immer die Frage "hörst Du mir eigentlich zu?" "Ja", "was hab ich denn gesagt?" "pfffjapspuh". "Nicht mal beim Laufen hörst Du mir zu!". Dann gib sie Gas und wartet am Ziel auf mich. Ich laufe also gerne alleine!

toby84 - 29.01.20    

Schon mal versucht, ihr direkt beim ersten satz zu sagen, dass du nicht zuhörst? ;)

manne - 29.01.20    

Bringt nix, denn für sie gilt die Faustregel für Freizeit-Jogger: "nur so schnell laufen, dass man sich gleichzeitig noch unterhalten kann."

siramon - 29.01.20    

Und ich kriege ein sauschlechtes Gewissen beim Lesen eurer Aktivitäten. Hut ab!

Ich...
... trainiere mein Sitzleder während ca. 8h pro Tag; 4-5mal pro Woche
... betreibe dabei exzessives Fingertraining (dabei werden der linke Mittelfinger, sowie der linke kleine Finger hauptsächlich gefordert)
... bringe etwas Abwechslung in diese Übungen durch das Antreiben eines Nagers auf einer Fläche von 15x20cm
... jogge dabei täglich mit der Methode "Gehirnjogging" an Ort und Stelle
und lösche jeweils zwischendurch die müden Polster, Sehnen und Synapsen mit viel Kaffee!

toby84 - 29.01.20   +

Das ist die illusion der selektiven beteiligung. Wer fleißig an seiner körperlichen gesundheit arbeitet, wird eher gemeigt sein, hier darüber zu berichten.

Hut ab vor demjenigen, der seinen körper fit hält. Hut ab aber auch vor demjenigen, der das nicht tut und diesen umstand offen hier bekennt ;)

siramon - 29.01.20    

Deine These kann ich bestätigen. Es heisst ja auch "Tue Gutes und sprich darüber". Mein "Hut ab!" war wirklich wohlwollend gemeint. Hut ab vor soviel Selbstdisziplin. Kann aus eigenerer Erfahrung nachvollziehen was es teilweise braucht um solche Trainingspensen durchzuziehen!

Jupp53 - 29.01.20    

Angesichts eurer Leistungen wirkt das lächerlich. Turniere kann ich nicht mehr mitspielen. Um den Rest Fitness zu erhalten steige ich mehrmals in der Woche in öffentlichen Gebäuden etwa 120 Stufen hoch und runter. Das muss ich manchmal unterbrechen und die Wiederaufnahme fällt schwer.

Bis das als Gewohnheit sitzt werde ich mindestens drei Monate am Stück durchhalten müssen. Mal sehen, ob ich das in diesem Jahr schaffe.

Kenyen - 29.01.20    

bin fast 64
2-3 mal die Woche Volleyball
2 mal die Woche Muckibude
ab mitte März je nach Wetter schwimmen
hoffe das ich das noch lange durchhalte denn es macht Spass und gibt Selbstbewusstsein das mit den 60 zigern noch zu rechnen ist.Eigentlich hat doch jeder seine Beschäftigung ob nun Holzhacken oder Treppenlaufen.Achja mein Schwiegervater wird 87 und hackt noch jeden Tag Holz und lebt sehr bescheiden er ist ,noch nie mit einem Flugzeug geflogen und noch nie ein Auto besessen.

kimble - 29.01.20    

Tja,...der liebe Sport...
Arbeite vollzeitig in der Pflege, also so 10km berufsbedingtes Laufen pro Schicht.
Habe eine großen Hund, 2x am Tag 1km Runde im städtischen "Psychopark" plus einmal am Tag 5km Megarunde am Rhein mit ihm.
Darüber hinaus 3-4 Zigarren täglich.
Was soll ich sagen, habe Idealgewicht...:-)

Vabanque - 30.01.20    

Mit dem Sport ist das bei mir so eine Sache. Der wurde mir nämlich durch den Sportunterricht in der Schule so gründlich wie möglich für alle Zeiten verleidet.

Von der 5. bis zur 13. Klasse hatte ich immer den gleichen Sportlehrer, der Nazi, Sadist und Menschenschinder war, und mir mit großem Genuss immer wieder eine 6 ins Zeugnis schrieb ... was natürlich im Prinzip aus ohnmächtiger Wut geschah, weil Sport kein Vorrückungsfach war und ich somit nicht durchfallen konnte (andernfalls wäre ich nie vorgerückt und immer noch in der 5. Klasse ;-))
NIcht genug damit, er machte sich einen Spaß daraus, mich vor der ganzen Klasse zu demütigen (womit er in der ganzen Riege aller Lehrer, die ich jemals hatte, einzig da stand).

Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich die Assoziation: Sport - Nazi (oder: Sport - Schinderei bzw. Sport - Demütigung) in meinem Unterbewusstsein fest verankert (die durch meinen damaligen Pflicht-Wehrdienst noch gefestigt wurde).

Ich weiß, es ist komplett irrational, aber für mich stand die Formel 'Nie wieder Sport' nach dem Schulabgang genauso fest wie für viele 'Nie wieder Mathe' oder 'Nie wieder Latein', eben weil einem das entsprechende Fach durch einen ebenso entsprechenden Lehrer für immer verdorben wurde.

Ich tröste mich mit Churchill, der dem gleichen Programm folgte und steinalt wurde, in geistiger Frische :-)

udo40 - 30.01.20    

ich halte mich mit roofing fit

Famulus - 30.01.20    

Hund raus mit mir 4 x am Tag und Treppensteigen.
Nicht viel, aber immerhin. Der Hund ist fitter.

Vabanque - 30.01.20    

Der Hund ist komischerweise immer fitter, obwohl er nichts für seine Fitness tut, sondern fast den ganzen Tag nur rumliegt und döst. Warum kann nicht auch der Mensch so leben?

MarkD - 30.01.20    

kleines Spässchen, udo40?

Hasenrat - 30.01.20    

@Vabanque
Und wie alt werden Hunde? ;-P

eika13 - 30.01.20    

Die genetische Veranlagung wird in vielen Dingen bei weitem unterschätzt und in der Diskussion kaum berücksichtigt.
Mein Opa hat geraucht und ist 80 Jahre alt geworden.
Hätte er nicht geraucht wäre er wohl noch älter geworden.

Vabanque - 30.01.20    

@eika: Ob man das generell so sagen kann? Helmut Schmidt wurde als Kettenraucher 97, wäre er als Nichtraucher wirklich noch älter geworden?

Deinem ersten Satz dagegen stimme ich vollinhaltlich zu.

@Hasenrat: Ich vermute, dem Hund macht es nichts aus, dass er nicht so alt wird wie der Mensch ... auf seine 'sitzende Lebensweise' ist das wohl kaum zurückzuführen ;-)

Kenyen - 30.01.20  

Vabanque
ich glaube da hasst Du etwas durcheinandergebracht ,einen Menschen als Nazi zu bezeichnen der vielleicht aus Deiner Sicht etwas ,für Dich zu harten Sport
von Dir verlangt hat hat.
Wenn man keinen Sport mag dann ist es so aber deshalb einen Menschen der Sport vermitteln möchte so zu bezeichnen ist nicht ok. Ich glaube da fehlt Dir einfach die Liebe und das Verständnis zum Sport .Ich habe viele Jahre Hochleistungssport betrieben und ich glaube nicht das einer meiner Trainer in irgendeiner Art und Weise ein Nazi war obwohl Sie sehr viel und sehr hartes Training schon von mir verlangt haben

Aber provozieren gehört ja hier zum Schreibgeschäft

Vabanque - 30.01.20    

Hallo SF Kenyen,

nur um das klarzustellen, ich habe ihn nicht deswegen als Nazi 'bezeichnet', weil er Sport in menschenverachtender, demütigender Weise 'gelehrt' hat, und schon gar nicht, um hier im Forum zu 'provozieren', sondern weil er von seiner politischen Einstellung ein Nazi WAR. Es gab damals auch Bestrebungen, diesen Lehrer deswegen von der Schule zu werfen, nur leider war er verbeamtet, und hatte Rückendeckung durch den Direktor, also durfte er bleiben, obwohl die Eltern der Schüler Sturm liefen.

Vabanque - 30.01.20  

Übrigens haben ihn sogar diejenigen Schüler gehasst, die Leistungssport im Verein betrieben haben, und denen er 'gnädig' die Note 3 gab. Für weniger sportliche Schüler blieben halt nur die Noten 5 und 6, und Lächerlich-Machen vor der ganzen Klasse.

Aber im Grunde gehört das alles nicht in diesen Thread, ich habe die alte Geschichte nur deswegen aufgewärmt, um meine Einstellung zum Sport zu begründen.

Kenyen - 30.01.20  

Ich könnte jetzt noch irgendwelche Texte schreiben aber ich habe keine Lust darauf ,Grüsse alle Schwimmringe
Melde mich hier wieder 2025

Alapin2 - 31.01.20    

Vielleicht sind wir in der Diskussion etwas abgedriftet,zum Thema " Nazilehrer "
hätte ich auch noch was :
In den 60-ern hatten wir einen Kunstlehrer,der bei Vertretungsstunden stolz
seine Farbdias zeigte ( müssen mit die ersten gewesen sein ) : Invasion der
Wehrmacht in Westrussland und der Ukraine .Verbrannte Dörfer,von den Gehöften nur die Schornsteine übrig,tote Tiere und zerstörte Felder ! Den Rest
hat er uns erspart ! Die Sportlehrerin (nur für die Mädchen,wir hatten einen Mann!) übte auf einer Klassenreise Lieder mit uns ein,die auch schon 20 Jahre
vorher gern gesungen wurden.Der Biolehrer hatte auch noch " Döntjes" aus
der Nazizeit auf Lager.... Ich kann Vabanque verstehen : Manche Sachen sind
so abtörnend,daß man damit nichts mehr zu tun haben will !

Famulus - 31.01.20    

Unser stellvertretender Direktor auf dem Gymnasium wurde vom STERN als Nazi entlarvt, war aber nicht zu übersehen.

kimble - 31.01.20    

Dazu (Rolle des "Aufklärers" stern) folgender link:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m..

Ich will den 'stern' damit nicht in seiner Gesamtleistung in Frage stellen, aber nachdenklich stimmt es schon.

Great_Champini - 01.02.20    

Bevor hier wieder völlig abgedriftet wird, wollen wir uns doch wieder dem Kernpunkt des Themas widmen. Ob sich jemand, dazu entscheidet nix für sich und seine Fitness zu tun, ist das schlichtweg sein Problem. Aber über die Vorteile von Sport brauchen wir ja wohl nicht zu diskutieren. Die sind ja denke ich mal, sind jedem hier hinreichend bekannt. Ich möchte mal ein Beispiel nennen. Mein Bruder sowohl beruflich, als auch privat (1 Sohn, 2 Stiefsöhne, 1 Hund und 1 Katze) stark eingespannt, hat sich in seinem Leben immer wenig bewegt und scheisse ernährt....viel Junkfood und Abends vorm Fernseher immer noch schön ne Tüte Chips und ne Flasche Cola reingezogen. Er war wirklich der Prototyp eines Couchpotatoes. Hat bis vor einem Jahr noch über über 130 Kilogramm auf 1,78 M gewogen. Die Folgen waren: starke Gelenkschmerzen, Bluthochdruck, Diabetes und allgemein scheiss Blutwerte. Aufgrund dessen gings ihm auch psychisch nicht gut. Dann fing er an seine Ernährung umzustellen und ist fast jeden Morgen vor der Arbeit joggen gewesen. Mittlerweile läuft er so zwischen 3 und 5 mal die Woche, hat in einem Jahr über 30 Kilogramm abgenommen, hat keine Knieschmerzen mehr, Diabetes fast weg, Blutdruck im normal Bereich und die allgemeinen Blutwerte sind auch alle im grünen Bereich. Er ist mit fast 48 Jahren in der Form seines Lebens. Er ist dadurch ein komplett neuer Mensch geworden.
Niemand redet davon, dass die Leute zu American Monstersportlern mutieren sollen, aber jeder sollte seine Komfortzone mal verlassen und was für sich und seinen Körper tun. Wer fitter ist fühlt sich auch besser. Das ist Fakt. Und wer das abstreitet, lügt sich nur selbst was in die Tasche.
Danke, dass wir mal drüber gesprochen haben.

Great_Champini - 01.02.20    

Und natürlich kann jemand, der viel Sport treibt, sich gesund ernährt und allgemein einen sehr gesunden Lebensstil hat, früher sterben, als jemand, der vielleicht kein Sport macht, Kettenraucher ist und seinen Körper, wie eine Müllhalde behandelt. Aber darum geht es ja nicht, sondern darum, dass sich dadurch das allgemeine Wohlbefinden stark verbessert, und dass die Lebensqualität enorm ansteigt. Und wer will Das den nich?

Pius_Ndiefi - 01.02.20    

Wahre Worte. Und Hut ab vor der Leistung deines Bruders, wirklich Respekt.

Hasenrat - 01.02.20    

@Great_Champini
"Aber darum geht es ja nicht, sondern darum, dass sich dadurch das allgemeine Wohlbefinden stark verbessert, und dass die Lebensqualität enorm ansteigt. Und wer will Das den nich?"

Natürlich will das irgendwie wohl jeder. Doch die Folgefrage gilt es zu beantworten: "Wieviel bin ich bereit dafür zu investieren?" - an Zeit, evtl. Geld, Schweiß, Verzicht etc. pp.

Dein Bruder ist wohl ein extremeres Beispiel. Der Leidensdruck war einfach irgendwann groß genug. Wo der Leidensdruck nicht groß genug ist, braucht es positive, konkrete Ziele, die wirklich anspornen.
Der Grund, warum viele abstrakte Neujahrsvorsätze scheitern ("ich werde künftig mehr Sport machen"), ist, dass das konkrete Warum/Wozu fehlt, das einen bei der Stange halten würde. Damit es mir allgemein besser geht, ist wieder zu abstrakt.

Hasenrat - 01.02.20   +

Dass (moderater) Sport gesund ist, weiß wohl jeder.
Grundsätzlich missverstehen sich dabei aber zwei Lager von Leuten, denke ich: die, für die Sport schon an sich ein Stück Lustgewinn ist, und die, für die Sport überwiegend "Unlust" heißt. Diese fragen sich, wozu soll ich augenblickliche "Lust" (Bequemlichkeit oder erst einmal nur Abwesenheit von Schmerz und Anstrengung) aufgeben, in "Unlust" eintauschen (Anstrengung, Verausgabung, Freudlosigkeit), um damit in mehr oder weniger fernerer Zukunft (möglicherweise!) ein Mehr an Lust zu gewinnen?
Sie gelte es davon zu überzeugen, dass der "Appetit mit dem Essen kommt", d. h. Sportausübung schon unmittelbar "Lustgefühle" mit ich bringen kann.

Tschechov - 01.02.20    

Für wen Sport Unlust bedeutet, der hat vermutlich nie welchen betrieben. Allein die Endorphinausschüttung während des Sports macht glücklich. Habe mehrere Jahrzehnte Laufsport betrieben, gerade, als ich mich auf meinen ersten Marathon vorbereiten wollte, kam das Aus (Bandscheibe). Mir ist dadurch wirklich ein Stück Lebensqualität weggebrochen.

Tschechov - 01.02.20    

>>Wo der Leidensdruck nicht groß genug ist, braucht es positive, konkrete Ziele, die wirklich anspornen.
Der Grund, warum viele abstrakte Neujahrsvorsätze scheitern ("ich werde künftig mehr Sport machen"), ist, dass das konkrete Warum/Wozu fehlt, das einen bei der Stange halten würde. Damit es mir allgemein besser geht, ist wieder zu abstrakt<<

Das ist auch das Problem bei Süchten. Auch der Süchtige weiß, daß sein Leben ohne Konsum von Suchtmitteln besser wäre, aber ohne konkretes Ziel, ohne konkreten Grund (ich werde Vater, ich werde eine Ausbildung anfangen etc.) hilft das nicht viel.

Vabanque - 01.02.20    

>>Tschechov - vor 52 Min.

Für wen Sport Unlust bedeutet, der hat vermutlich nie welchen betrieben. Allein die Endorphinausschüttung während des Sports macht glücklich.<<

Für mich war es immer schon so, sogar als Kind, dass Bewegung mit starken Unlustgefühlen verbunden war. Ich konnte als Kleinkind auch viel früher sprechen als laufen. Ich wollte einfach nicht laufen. Auch später, als Schulkind, zeichnete oder las ich lieber, als 'an die frische Luft zu gehen'. (Klassischer 'Stubenhocker' halt.)
Mir reicht es schon, wenn ich zum Bus oder zur S- oder U-Bahn rennen muss. Dann hämmert mein Herz wie wild, mein Atem geht keuchend, der Brustkorb fühlt sich zum Zerspringen an etc. ... habe ärztlich deswegen schon mehrfach Herz und Lunge untersuchen lassen, immer ohne Befund!
Ich denke, mein Körper ist einfach genetisch oder anlagebedingt ungeeignet für Sport ... Endorphinausschüttung konnte ich leider nie an mir selber feststellen. Im Gegenteil, nach dem Rennen zum Bus bleibt mein Puls noch stundenlang hoch und mir ist schwummrig. Aber kein Arzt stellt etwas fest ...

Reiny - 01.02.20    

Moin ihr Lieben
Vieles was ich hier lese ist
richtig und kann es ohne Bedenken absegnen.
Ich selbst habe einige Marathons
durchgebracht, weiss recht genau was Ausdauersport für eine Wirkung auf Körper und Geist hat.
Bei mir hat es Jahre gedauert bevor
Ich ein "Lustgewinn" verspürt habe.
Akso, Viel Geduld wird gefordert.
Wenn wer mit Laufen abbehmen möchte so bewerte ich es äusserst kritisch.
Beim Laufen kommt bis zu den 4fachen Körpergewicht auf die Gelenke,
Also, erst vernünftig ernähren, abnehmen und dann kommen die Laufschuhe.
Zielsetzung ist eine hervorragende Motivation, empfehlenswert. Aber Vorsicht, irgendwann ist das Ziel erreicht.
Ausdauersport (auch natürlich andere Sportarten) ist so mancher Medezin (Lustpille) vorzuziehen und hat einen höheren Wirkungsgrad.
So ihr Lieben
nun raus an die Luft und viel Erfolg bei der Schacherei!!
Reiny

Strelitzie - 01.02.20    

Ich kann nur unterstreichen, was Reiny geschrieben hat...zumindest was das Laufen betrifft ;-) Auch ich bin schon mehrere Marathons gelaufen. Die Vorbereitung auf so einen Lauf erfordert viel Zeit und und Disziplin...und nicht zu Vergessen...viel Verständnis von der Familie. Meine Frau begleitet mich immer zu den Wettkämpfen. Wir basteln uns in der Regel ein tolles Wochenende zusammen und verbinden das ganze mit einem Kurzurlaub. Und damit ich meiner Frau nicht zu viel abverlange, trainiere ich meistens in den unchristlichen Morgenstunden zwischen 5:00 und 5:30 Uhr. Der innere Schweinehund ist an manchen Tagen ganz schön stark :-( aber ich ziehe es durch (mal sehen, wie lange noch ;-)


Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße
Volker

123zecher - 01.02.20    

@Vabanque:

Das hört sich nicht gut an. Wäre für Dich ein regelmäßiger Spaziergang vielleicht etwas? Eventuell mit Hund? Man muss ja nicht gleich Marathon laufen. Oder langsames Fahrradfahren auf ebener Strecke? Einfache gymnastische Übungen? Laubharken an der frischen Luft? Regelmässig schwimmen?

Mit zunehmendem Alter bauen sich die Muskeln ab.....

Alapin2 - 01.02.20    

....es schließt mal wieder jeder von sich auf andere....
Beim Hamburg-Marathon brechen jedes Jahr Leute mit Kreislaufkollaps zusammen. Beim Radrennen (Cyclassics) ist der Sohn von Jemandem,den ich
kenne,tödlich verunglückt.Genug Leute mit kaputten Knochen und Gelenken.
(Boris Becker hat,soweit ich weiß,nur noch Kunst in den Beinen.) Das zahlen dann
übrigens die Krankenkassen auch noch mit (bei Boris vielleicht nicht ! ) Skiunfälle
en Masse usw.
Lasst doch einfach mal jeden,wie er oder sie ist....

123zecher - 01.02.20    

Deswegen....Beim Spazierengehen oder Laubharken kann nicht soooo viel passieren.

Vabanque - 01.02.20    

Kenne auch Leute, die sich mit Sport ihre Gelenke ruiniert haben und nun in meinem Alter (Mitte 50) oder schon früher Hüft-OP's oder andere Operationen hinter sich haben, oft mit zweifelhaftem Erfolg. Sie werden den Rest ihres Lebens hinken ...

>>Beim Spazierengehen oder Laubharken kann nicht soooo viel passieren.<<

Stimmt nicht ganz, beim Spazierengehen kann man leicht mal überfahren werden, oder weniger dramatisch (wie es meiner Mutter mal passiert ist) über eine Bordsteinkante unglücklich stolpern und sich das Gesicht aufschlagen ... beim Laubharken kann man sich in den eigenen Fuß harken etc.

Die Verletzungsgefahr beim Schachsport gilt ja als äußerst gering, und doch ist es einem früheren Vereinskollegen von mir mal passiert, dass ihm nach einer gewonnenen Turnierpartie sein Gegner das vollbesetzte Schachbrett mit allen Figuren ins Gesicht warf. Na gut, erwähnter Gegner wurde disqualifiziert, aber mein Vereinskollege bekam blaue Flecken im ganzen Gesicht, was ihn Wochen lang entstellte ... und da spricht man vom Schach als harmlosen Sport ... vielleicht hatte Kasparov schon Recht, wenn er sagte: 'Schach ist die brutalste aller Sportarten.'

Tschechov - 01.02.20    

Stimmt schon, im Sport sollte man maßhalten. Ich denke, auch wenn ich´s nicht mittlerweile mit der Bandscheibe hätte, würden meine Kniee den Laufsport nicht mehr mitmachen. Aber ganz ehrlich: Das war es mir wert. Kann ich natürlich auch nur solange guten Gewissens behaupten, wie keine chronischen Schmerzen auftreten.

Alapin2 - 01.02.20    

Es gab mal eine Meldung in den 70-ern :
In Argentinien seien die meisten " Sportopfer" Schachspieler : Es sei üblich,den
Gegnern ,bei schlechter Stellung, unter dem Turniertisch mit gezielten Fusstritten
die Schienbeine zu brechen....
Anscheinend sind "fake-news" keine ganz neue Erfindung...

Reiny - 02.02.20    

Moin ihr Lieben
Es ist schon wundersam welche Regeungen
nur ein einziges Wort (Fitness) hervorrufen kann.
Eine Warnung möchte ich aber loswerden, gerade an die Herren
"Untern Tisch-Treter".
Wenn die schlechte Stellung erreicht ist, bitte genausten zielen, nicht das anstatt
des Gegner Schienbein nur das Tischbein getroffen wird.
Dann hätten wir ja wieder eine gefährlich Zehenverrenkung.
Fitness
Unter diesen Wort verstehe ich Kraft, Ausdauer, Durchhaltevermögen
und bei wiedrigen Umständen sich entgegen zu stemmen.
Der menschliche Körper ist für diese Tugenden bestens konzipiert, er muss
sie nur machen.
10 000 Schritte jeden Tag ist das Maß der Dinge und unser Körper fühlt sich
pudelwohl und leistet uns so um die 8 Jahrzehnte gute Dienste .

Glauben wir den Behörden und Versicherungen, (die Medien dürfen auch mal)
so ist es leider bei sehr vielen nicht der Fall, ungefähr die Hälfte hat das große Leiden, Kreislauf, Übergewicht, Blutwerte usw.

Achja, ein Extragruß an Alapin2
Die Anzahl der gemachten Fehler ist die Summe der Erfahrung.
Die eigene Erfahrung spiegelt sich in jeden gegebenen Satz wieder.
Machen wir das nicht, so sind wir nutzlose Papageien und schaffen dümmliche
Plagiate.
Ergo, schliesst jeder von sich auf die gegebene Situation.

Euch einen schönen Sonntag und viel Freude beim Wandern, Laufen, Harken
oder eben der Schacherei.
Reiny