Miscellaneous

Heute ist internationaler Tag ...

Hasenrat - 24.01.19   +

... der Komplimente!

Heute also besonders darauf achten, am Ende der Partie einfach mal "Gut gespielt!" zu sagen bzw. zu schreiben.^^

shaack - 24.01.19    

Guter Beitrag!

Vabanque - 24.01.19    

Leider ist es aber doch eher selten, dass der Gegner wirklich gut gespielt hat ... meist hat man bloß durch die eigene Doofheit verloren ;-)

Schlafabtausch - 24.01.19    

Wer den Vorletzten Fehler macht gewinnt Vabanque. Beide Seiten machen ständig Fehler. Nach dem letzten ist aus und man hat verloren, das liegt in der NAtur der Sache,. Niemand spielt Schach perfekt, das ist ja gerade Schach immanent. Ohne Fehler wäre jede Partie vermutlich Remis und es würden garkeien Partien mehr statt finden wenn Schach einmal komplett "gelöst" ist. Also, verlieren durch die eigene Doofheit ist nichts weiter als: Der Gegner hat WENIGER Fehler gemacht, oder die eigenen Besser für sich genutzt. Und damit HAT er dann doch besser gespielt. oder?

Schlafabtausch - 24.01.19    

Hasenrat, das hast du toll geschrieben!

Hasenrat - 24.01.19    

@Vabanque
Hast du hier das Wesen des Kompliments berücksichtigt?^^

Vabanque - 24.01.19    

Dass ein Kompliment im Grunde eine Lüge ist? ;-)

Vabanque - 24.01.19    

Ist es dann umgekehrt so, dass ich dem Gegner mit 'gut gespielt' kein Kompliment mache, wenn er wirklich gut gespielt hat?

Hasenrat - 24.01.19    

Es geht um Höflichkeit.

Vabanque - 24.01.19    

@Schlafabtausch: Widersprichst du dir da nicht ein wenig selber? Wenn ich 40 gute Züge mache und eine Gewinnstellung aufbaue, die ich dann mit einem einzigen schlechten Zug in die Tonne werfe, hat dann der Gegner wirklich besser gespielt, nur weil er meinen einzigen Fehler ausgenutzt hat? Vielleicht dann, wenn die Ausnutzung des Fehlers schwierig war. Wenn ich aber nach 40 Zügen perfektem Schach einen Turm einstelle, der Gegner ihn schlägt, und ich dann aufgebe, hat er dann besser gespielt? Nein, ich habe dann viel besser gespielt, und doch verloren. Deswegen bleibe ich bei meiner Behauptung, dass Schach ein im höchsten Maße unfaires Spiel ist, weil es keinen Sieg nach Punkten gibt, sondern nur den KO-Sieg.

Übrigens stimmt es ebensowenig, dass beide Seiten ständig Fehler machen. Natürlich hängt dies von der Definition von 'Fehler' ab. Wenn man minimale Ungenauigkeiten bereits als Fehler bezeichnet, dann hast du vielleicht Recht.
Trotzdem gibt es Partien von Capablanca, Fischer, Smyslov und auch Carlsen, die so perfekt sind, dass man bis heute keine einzige Ungenauigkeit hat nachweisen können. Manchmal hat auch der Gegner perfekt gespielt, bis er dann eben eine einzige Ungenauigkeit beging, wonach es mit seiner Stellung allmählich bergab ging, ohne dass eine weitere Ungenauigkeit passierte. Da ist dann auch der Spruch 'Der vorletzte Fehler gewinnt' falsch, denn es gab keinen vorletzten Fehler, sondern nur einen einzigen, der verlor. Manchmal wird der Spruch ja auch in 'der letzte Fehler verliert' abgewandelt, aber selbst der muss nicht stimmen, denn manchmal begeht der Sieger in bereits gewonnener Stellung noch einen Fehler und gewinnt trotzdem noch, da sein Vorteil noch groß genug ist. Der letzte Fehler hat dann lediglich den Gewinn erschwert bzw. verzögert.

Schlafabtausch - 24.01.19    

Ja ich meine Minimale Ungenauigkeiten. Was du meinst würd eich als "PAtzer" bezeichnen.

Das ein Kampf der nur durch KO entschieden wird unfair ist, bestreite ich. Es ist sogar sehr natürlich...stell dir zwei strassenkämpfer vor, oder geh weiter zurück zwei neandertaler die sich auf die Omme hauen...wann hat einer von denen gewonnen? Wenn der andere umkippt. Wenn du nach 40 Zügen plötzlich die Konzentration verlierst und Patzt, hat der Gegner seine Kräfte besser eingeteilt. Klar macht man nicht nur kleine Ungenauigkeiten, sondern man Patzt auch mal schwer. Warum ist deine Wertungszahl hier höher als meine? Weil ich wahrscheinlich öfter Patze. Also bsit du zurecht der bessere Spieler. Und dank der Wertungszahl ist ja auch nicht nur ein Spiel entscheidend...würden wir beiden Spielen und ich würde gegen dich gewinnen, weil du meinetwegen einen schlechten Tag hast und ich einen Guten, war ich in dieser PARTIE dann tatsächlich besser, sei es ich hatte das bessere Zeit maangement, die besseren Nerven, die bessere Kondition die bessere Einstellung, motivationoder was auch immer...Das heisst aber nicht dass ich der Bessere Schachspieler bin. In der einzelnen Partie gilt tatsächlich nur das K.O. aber was zählt ist doch die Langfristige Wertung bzw. Leistung. Und da gleichen sich Glück und Pech, schlechte und gute Tage aus, und übrig bleibt Können, oder Unvermögen.

Vabanque - 24.01.19    

>>stell dir zwei strassenkämpfer vor, oder geh weiter zurück zwei neandertaler die sich auf die Omme hauen...wann hat einer von denen gewonnen? Wenn der andere umkippt. <<

Wenn dieser Vergleich zutrifft, dann ist Schach aber ein äußerst primitives Spiel.

toby84 - 24.01.19   +

@Hasenrat: toller Thread, ganz wie man ihn von dir erwarten würde :)

@shaack: ich finde es ehrlich gut, wie gelassen du alles in allem mit unserem manchmal recht verrückten Haufen umgehst. Das finde ich schon häufig bemerkenswert.

@Vabanque: ich finde es wirklich klasse, wie schön du (Pseudo-)Weisheiten auseinander nimmst :) du zeigst häufig deinen analytischen Verstand, und so etwas schätze ich sehr.

@Schlaflabtausch: Du sagst immer offen, was du denkst, und argumentierst auch, um deine Meinung zu untermauern. Obwohl du damit häufig auf Konfrontation gehst, kann ich ich nicht erinnern, dass du deshalb mal persönlich geworden bist (ich kann mich hier auch irren, aber zumindest in mir geradde präsenten Einzelfällen bist du auf jeden Fall sachlich geblieben). Auch eine Eigenschaft, die ich sehr schätze.

@macmoldis: Ich würde ja sagen "schön für dich", aber auch für mich war der Link schön ;)

Tomhaan - 24.01.19    

"Wer den vorletzten Fehler macht, gewinnt"
Wo steht eigentlich, dass die Fehler alternieren? Kann nicht der Spieler mit dem vorletzten Fehler auch den letzten machen?

Vabanque - 24.01.19    

Stimmt :-)

Also ein weiterer Beweis, dass der Spruch für die Tonne ist ... danke :-)

Tschechov - 24.01.19    

Wo endet Höflichkeit und wo beginnt Heuchelei? Bruce Lee hat einmal sinngemäß gesagt, wir sollten uns vor Menschen hüten, die ihren Mangel an guten Umgangsformen und ihren Grobianismus als Ehrlichkeit und Authentizität verkaufen wollen. Andererseits hätte ich wirklich Schwierigkeiten damit, jemandem noch ein tolles Spiel gegen mich zu attestieren, wenn der-oder diejenige wirklich schlecht gespielt hat, gemessen an meinen Fähigkeiten (ganz genau so, wie ich ja aus dem Blickwinkel stärkerer Spieler grottenschlecht spiele). Aber das ist ja gerade eine der tollen Seiten an der Höflichkeit, daß sie Unverbindlichkeiten ermöglicht. Und jetzt dämmert mir auch, was es wohl oftmals bedeuten sollte, wenn mein Gegner, sobald er mich geschlagen hatte, sich für die "interessante" Partie bedankte.

Jupp53 - 24.01.19    

Bestimmte Formen der Höflichkeit sind menschenverachtend. Das fängt an, wenn eine bestimmte Kleidung verlangt wird, weil sie Respekt zeige, höflich sei. Hier werden Normen gegen andere gesetzt. Ein Beispiel ist die Anzugpflicht im Verkauf.

Es beginnt bei einem und dem Selbst. Bin ich bereit Konflikte auszuhalten oder möchte ich lieber Friede, Freude, Eierkuchen. Das unter den Tisch kehren kann genau so schlimm sein, wie Grobheiten.

Nach meiner Erfahrung ist die Einstellung hinter dem Verhalten ein nicht zu übersehender Teil. Jemand riecht stark aus dem Mund. Das übersieht man. Oder besser nicht? Verbunden mit der Frage, ob da Magenprobleme sind, die zu einem Arztbesuch auffordern ist der Hinweis auf den intensiven Mundgeruch etwas völlig anderes, als wenn ich mitteile (auch nonverbal), halte bloß Abstand. Du stinkst!

Für die Partie zu danken ist höflich. Eine Katastrophe mit Patzerserie gut zu nennen ist in meinen Augen unhöflich. Das kommt auch kaum vor. Selbst eine schlechte Partie kann interessante Abschnitte enthalten. Darauf hinzuweisen und zu danken ist in Ordnung. Ehrlichkeit und Respekt vor dem Gegenüber ermöglichen Freiheit im Verhalten. Deshalb kann dasselbe Verhalten einmal beleidigend, einmal ein Kompliment sein.

Schlafabtausch - 25.01.19    

Danke toby, ich kann das kompliment nur zurück geben. ich kann in der Tat sachliche Argumente von persönlicher Meinung und Empfindung glaub ich gut trennen und bemühe mich eigentlich immer auf der Sachebene zu bleiben treu dem Motto" HArt in der Sache, weich zum Menschen". Auch kann ich ganz gut unterscheiden wann ich mit jemanden Sachlich unterschiedliche Ansichten habe, was jedoch nichts mit der Person zu tun hat. So hatte ich bspw. mal einen Arbeitskollegen, mit dem ich heftigst politische Diskussionen geführt habe, trotzdem oder wahrscheinlich deswegen waren wir uns aber sehr sympatisch, auch wenn der jeweils andere aus der eigenen Wahrnehmung völlig Wirr im Kopf war. In ganz schwierigen Fällen fange ich dann an meinen Diskussionspartner zu Siezen, einfach zur Selbst Einschränkung um mich selber vom persönlichen Angreifen meines Gegenübers ab zu halten, "Sie Arschloch" kommt halt seltener rausgerutscht als Du Arschloch. Das war warscheinlich auch das Erfolgsrezept mit dem Arbeitskollegen, obwohl wir fast schon ein freundschaftliches Verhältnis haben, haben wir es nie zum DU geschafft, wahrscheinlich hat uns genau das auch befähigt miteinander hart in der Sache aber Weich zum Menschen zu bleiben. Schön dass es mir anscheinend doch meistens gelingt trotz manchmal aller hitzigen Kontroversen. Ich Wertschätze jeden Menschen so, dass ich seine Meinung akzeptieren und auf seine Argumente mögen sie noch so wirr sein, eingehe, und mache mir die Arbeit niemanden auf zu geben, und immer einen Konsens zu finden.

Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass von dir mal was bitterböses kam.

Schlafabtausch - 25.01.19    

Jupp: Zur Anzugspflicht im Verkauf: Da gab es mal ein schönen Vorfall ich glaube aus England. Ein chef mahnte seinen Mitarbeiter an, warum er keinen Anzug trage, dieser fühlte sich diskriminiert ggü. den weiblichen Mitarbeitern, den werde kein Anzug vorgeschrieben. Also machte er im Zuge der Gleichbehandlung das was die kolleginnen auch durften: Er kam am nächsten Tag im Kleid zur Arbeit! Danach war Schluss mit der Dikussion :-)

brauna - 25.01.19    

Kompliment lieber Schlafabtausch zu deinem vorletzten EIntrag! So muss sein!

Und zum letzten: Vielleicht war es kein Kleid, sondern ein Schottenrock ;-)))

Schlafabtausch - 25.01.19    

Ne war eben ein Kleid, das war ja seine Absicht zu zeigen, dass eben die Anzugspflicht für HErren diskriminierend ist, wärend die Damen meist tragen können was sie möchten.

shaack - 25.01.19    

Anzugpflicht ist eigentlich beiderseits diskriminierend. Die Männer haben keine freie Entscheidung und ausserdem ist es wohl egal, was die Frauen tragen, hauptsache die Männer sehen seriös aus. Und das ist ja wiederum diskriminierend für die Frauen.

macmoldis - 25.01.19    

... diskriminierend wie Frauenparkplätze?
https://www.n-tv.de/panorama/Stadt-muss-..

... oder Frauenquote?
https://www.versicherungsvergleich-beamt..


Anzugspflicht?
bezahlt den auch der Arbeitgeber?

Mglali - 25.01.19    

das is nicht ganz richtig. frauen haben diesbezueglich eine ganz schwere entscheidung. positiv fuers geschaeft, positiv fuers image und sexy genug fuer den geschaeftsabschluss. nicht zu vergessen in jedem moment serious.

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