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Das Forum ist Spitze

Stellmacher - 27.06.20  

"Das Forum ist Spitze und war noch nie so gut wie heute!":

Wer dieser Meinung ist: Bitte hier reinschreiben, dann muss es nicht in Threads stehen, in die es gar nicht reinpasst.

Danke!

Feyerabend - 27.06.20    

Ich finde das Forum sehr gut.
Ich einem anderen Threads stand, dass man das Forum doch nicht so ernst nehmen sollte.
Ich wäre aber froh wenn wir es sinnvoll nutzen. Ich freue mich über den "ernsthaften" (gern auch lustigen) Austausch von Schach- und anderen Themen.
Da meine Freizeit beschränk ist, wäre ich froh wenn weniger absurder Quatsch oder absichtliche Provokationen eingestellt würden.

Vabanque - 27.06.20    

>>Ich einem anderen Threads stand, dass man das Forum doch nicht so ernst nehmen sollte.<<

Genau. Aber wehe, mein Freund, du nimmst es tatsächlich nicht so ernst. Dann wird dir gararantiert von genau den gleichen Leuten vorgeworfen, dass du es zu wenig ernst nimmst :-)

jujuhehe - 27.06.20    

Ich finde das Forum im Prinzip auch gut, so lange Respekt und Anstand gewahrt bleibt.
Nur sollten manche lernen etwas so stehen zu lassen wie es ist und nicht zum hunderttausendsten Mal wieder von vorne anfangen und zerreden, zerreden, zerreden.
Manche Dinge sind eben so wie sie sind. Und manchmal ist auch alles dazu gesagt - Punkt.

Tschechov - 27.06.20    

Kann mir einer mal die Minuszeichen für den Beitrag des thread-Erstellers erklären? Um euch mal zu langweilen, eine ältere Idee von mir, die ich schon öfter hier gepostet habe: Plus- und Minusvergaben sollten transparent sein, d. h. man sollte wissen, wer gewertet hat.

Vabanque - 27.06.20    

Naja, der ganze Thread ist Satire und bezieht sich auf die letzten Beiträge in diesem Thread:

https://chessmail.de/forum/topic.html?ke..

Ich behaupte halt, dass es niemanden gibt, der dieses Forum uneingeschränkt gut findet, ebenso wie es bestimmt niemanden gibt, der alles gut findet, bzw. behauptet, heute sei alles besser als früher. Sehr wohl gibt es aber Leute, egal ob in Bezug auf dieses Forum wie auch auf die Welt, die behaupten, früher sei alles besser gewesen. Eine merkwürdige Asymmetrie, die sich in vielen Bereichen des Lebens feststellen lässt. Abgesehen noch davon, dass 'besser' und 'schlechter' niemals objektiv, sondern immer eine Frage der persönlichen Bewertung ist.
Deswegen ist es m.E. auch absolut hypothetisch, sich gegen Leute zu wenden, die angeblich alles gut finden. Man wird kaum solche Leute finden, egal auf welchen Bereich sich dieses 'alles' nun beziehen mag. Dagegen gibt es sehr wohl die generellen Miesmacher, die alles schlecht finden, oder zumindest alles Gegenwärtige.
Die Zeit bringt immer Veränderungen, manche davon mögen begrüßenswert sein, andere weniger. Ganz abgesehen davon, dass immer der eine genau das verdammt, was der andere begrüßt.
Die 'gute alte Zeit' erscheint dem Menschen immer in einer Gloriole verklärt, weil die menschliche Erinnerung gnädig zu sein pflegt: sie bewahrt das Schöne und blendet das Schlechtere aus (wenn man mal von absolut traumatischen Erlebnissen absieht). Objektiv ist unsere Erinnerung nicht. Wieso sollte dann unsere Beurteilung der Gegenwart objektiver sein? In 10 oder gar 20 Jahren wird die Gegenwart Vergangenheit sein und von uns anders beurteilt werden als jetzt. Vielleicht werden wir dann die gegenwärtigen Zustände wieder als 'gute alte Zeit' empfinden?

Vabanque - 27.06.20    

>>Tschechov - vor 1 Std.

(...)Um euch mal zu langweilen, eine ältere Idee von mir, die ich schon öfter hier gepostet habe: Plus- und Minusvergaben sollten transparent sein, d. h. man sollte wissen, wer gewertet hat.<<

Interessant wäre dies auf alle Fälle. Bei manchen meiner Beiträge würde ich schon sehr gerne wissen, wer sie mit Minus bewertet hat (vor allem, wenn es sich um ganz 'neutrale' Beiträge gehandelt hat). Ich vermute aber, dass sich in dem Fall, dass sie sich outen müssten, die 'Minusgeber' zumindest zum Teil doch sehr zurückhalten würden ... und dann würde mir die gewünschte Information doch wieder vorenthalten.

Eine andere Idee, die auch schon öfters gepostet wurde, wäre die Abschaffung der 'Minus', so dass es - wie in manchen anderen Portalen - nur noch 'Likes', aber keine 'Dislikes' mehr gibt. Dies würde so manchen Zündstoff vermeiden. In dieser Variante bestünden vielleicht auch keine Bedenken, die 'Plus' öffentlich zu machen.

Stellmacher - 27.06.20  

"Kann mir einer mal die Minuszeichen für den Beitrag des thread-Erstellers erklären?"

Das ist ganz einfach: Wer beim Gesangsverein "Harmonie" die Harmonie stört und findet, dass der Gesangsverein schon mal bessere Zeiten hatte, der wird halt auch nicht mehr zum Getränkewart gewählt.

Virtuell können solche "Abstrafungen" halt nur mit solchen Minuszeichen erfolgen...

toby84 - 27.06.20   +

Ehrlich gesagt ist dein Verhalten genau das, was du hier kritisierst. Ich lese nur dieses wischi-waschi-"na da ist aber jetzt einiges auch nicht so toll"-Gerede. Was genau soll man denn darauf sagen? Das ist doch komplett inhaltsleer, und wenn man darauf positive Reaktionen erwartet, ist das einfach nur Zustimmungsgeheische. Sag doch einfach ganz konkret am Beispiel, was dich stört, dann können wir auch darüber diskutieren.

shaack - 27.06.20   +

Ich mein, entweder man findet chessmail gut und spielt hier, oder man findet es doof und spielt woanders. Ich verstehe nicht warum man hier bleiben sollte, wenn wan es doof findet, außer man will nerven. Hab ich was übersehen?

santo - 27.06.20  

ich glaube ja was hier die leztzen Jahre abgegangen ist gibt es wohl kaum auf ein anderen Server .
Gründe wurden in der Vergangenheit schon oft aufgezeigt ohne das sich was ändert.

Tschechov - 27.06.20   +

@santo: Könntest du etwas deutlicher werden?

toby84 - 27.06.20   +

Also ist das logische Vorgehen, jetzt schwammige Behauptungen ins Forum zu spammen, damit sich endlich was ändert? Das wage ich zu bezweifeln. Also was ist hier gerade die Intention?

Higgins - 27.06.20   +

Genau, jetzt mal Butter bei die Fische oder Konsequenzen ziehen. chessmail ist kein öffentliches System (Siehe Nutzungsbedingungen). Es gibt keine Garantie, hier mitmachen zu dürfen. Wie shaack richtig gesagt hat, entweder Sie finden es hier gut, oder Sie spielen einfach woanders. Konstruktive Kritik wird natürlich gerne gesehen, die sieht aber anders aus. Da gibts bestimmt 'nen guten VHS-Kurs für. Ich gehe auch nicht zu EDEKA, um bei denen zu nörgeln, dass sie teurer als LIDL sind.

Stellmacher - 27.06.20  

Der Seitenbetreiber schreibt:

"Ich mein, entweder man findet chessmail gut und spielt hier, oder man findet es doof und spielt woanders. Ich verstehe nicht warum man hier bleiben sollte, wenn wan es doof findet, außer man will nerven. Hab ich was übersehen?"

Das Schachspielen ist hier gut organisiert und würde ich wohl vermissen, wenn ich hier gehen würde. Das Forum ist aber m.E. verbesserungsfähig: Immer wieder verschwinden hier ohne jegliche Begründung Beiträge.
Da ist dann auf einmal in einem Thread die Frage verschwunden, aber die Antworten stehen noch da usw.

Meine konstruktive Anregung ist ganz einfach: Einfach etwas mehr Demokratie und Meinungsfreiheit wagen!
Das würde dem Forum, dass ja zweifellos auch schon bessere Zeiten gesehen hatte, sehr gut tun...

Mit dieser Sichtweise stehe ich keineswegs so alleine da, wie es beim Lesen dieses Threads vielleicht scheinen könnte...

toby84 - 27.06.20    

Das ist schon mal konkreter, mein aufrichtiger Dank dafür. So kann ein Dialog zeilführend sein. Später werde ich ausführlicher darauf antworten.

toby84 - 27.06.20   +

So dann gehen wir das mal durch:

"Immer wieder verschwinden hier ohne jegliche Begründung Beiträge"

Zuerst will ich anmerken, dass so ein Vorgehen nicht ungewöhnlich ist. Es ist eher der Standard, dass ein Forum regelmäßig moderiert und auch zensiert wird. Es gibt Foren zu Nachrichtenartikeln, die vermutlich einigen nicht unbekannt sein dürften, in denen bei brisanten Themen jeder zweite Beitrag ersetzt wird durch eine Information wie: "Der Beitrag wurde wegen Verletzung der Nutzungsvereinbarung gelöscht". Im Grunde ist das, was hier passiert, nichts anderes, außer dass Shaack keinen entsprechenden Kommentar zurücklässt. Eine solche Moderation finde ich auch durchaus legitim. Kritik an Moderation per se würde ich nicht teilen.

Fändest du es besser, wenn hier auch ein Ersatztext für gelöschte Beiträge erscheinen würde?

Wenn man das Gefühl hat, eine Löschung zu sehen, die man für ungerechtfertigt hält, finde ich es legitim, das anzusprechen. Schließlich hat das auch damit zu tun, wie wohl man sich auf der Seite fühlt.

Man sollte sich dann Gedanken machen, was man eigentlich in Frage stellt: zu einschränkende Regeln? Oder eine Löschung, die durch die Regeln nicht abgedeckt ist? Oder etwas ganz anderes?

Wenn es um einzelne Löschungen geht, die man für ungerechtfertigt hält, ist das ein schwieriges Thema. Der gelöschte Thread oder Beitrag ist ja nicht mehr da. Man kann Aussagen darüber nicht mehr nachprüfen. Womöglich gab es kurz vor der Löschung eines Threads etwas, das das Fass zum überlaufen brachte und das man selbst gar nicht mehr zu Gesicht bekam. Oder man erinnert sich einfach falsch.

Die Anzahl der gelöschten Beiträge oder Threads sagt nichts über darüber aus, wie gerechtfertigt die jeweiligen Löschungen waren.

Über allgemeine Richtlinien dazu, was in einem Forum erlaubt sein sollte, kann man sehr gut diskutieren. Letztendlich ist das aber eine Sache, die der Seitenbetreiber entscheiden muss. Seine Seite, seine Statuten. Der Nutzer kennt sie und kann sich danach richten oder der Seite den Rücken kehren.

"Einfach etwas mehr Demokratie und Meinungsfreiheit wagen!"

Wie du dir im Forum Demokratie vorstellt, kann ich gerade nicht nachvollziehen. Soll Shaack darüber abstimmen lassen, welche Beiträge gelöscht werden? Quasi alle Beiträge mit Minusbewertungen oder zumindest Doppelminus entfernen? Klingt für mich eher wie das Gegenteil von dem, was du willst.

Meinungsfreiheit: dieser Begriff wird überstrapaziert. Es ist ein Unterschied, a) eine Meinung zu haben, sie zu begründen und zu verteidigen und b) unbewiesene Behauptungen in den Raum zu werfen, bei Kritik persönlich zu werden und Widerlegungen zu leugnen.

Es ist nicht gut, wenn man den allerletzten Blödsinn unters Volk bringen kann unter dem Deckmantel, dass das Meinung wäre. Was daraus wird, nennt sich Verschwörungstheorie und ist schlichtweg gefährlich. So etwas gehört auch nicht geschützt. Wer eine Meinung nicht wenigstens begründen kann, hat eigentlich keine. Ich weiß, dass unter den gelöschten Threads auch solche waren, und in diesen Fällen bin ich absolut für die Löschung.

fraesgott_andi - 27.06.20  

Blondinenwizte werden auch nicht geduldet .........

Vabanque - 27.06.20    

Es erhebt sich in obigem Zusammenhang die Frage, wie viel relevanter Inhalt dem Forum durch die Löschung von Blondinenwitzen verloren geht ;-)

Einem Schachforum angemessener wären ja vielleicht Fischer-, Kasparov- oder Carlsen-Witze ...

fraesgott_andi - 27.06.20  

Willkür ist die Antwort.
Aber wem es nicht passt der kann ja gehen...
:-)

Vabanque - 27.06.20    

Unter 'Demokratie im Forum' vermag ich mir auch nichts vorzustellen. Für mich bedeutet Demokratie, dass Entscheidungen durch Mehrheitsbeschluss getroffen werden. Abgesehen davon, dass mir bereits völlig unklar ist, welche Entscheidungen dies denn überhaupt sein sollen, bleibt auch noch offen, welcher Art die Mehrheit sein soll, die hier erreicht werden muss, damit überhaupt etwas entschieden werden kann.

fraesgott_andi - 27.06.20  

Das es hier keine Demokratie geben kann ist klar, deshalb wird eine Kontroverse Meinungsabgleichung immer zu Lasten einer Seite gehen.
Generell kein Problem wenn man nur Schach spielen will.
Auch wenn es hier oft bös gerummst hat fande ich dies immer recht "interessant".
Moderation sollte offen und durchschaubar sein.
Aber,wie gesagt,wem es nicht passt der kann gehen.
Grüße, Andy

fraesgott_andi - 27.06.20  

Und wenn dem Moderator Witze über Kasparov nicht passen haben die hier auch nichts zu suchen (nur mal zum Nachdenken)

Vabanque - 27.06.20    

Ja, sicher, wenn diese Witze ebenfalls diskriminierend sind, dann werden sie vielleicht auch gelöscht.

Alapin2 - 27.06.20    

Ist der Fischer-Witz (Anekdote!),als Bobby "Mona Lisa " für die Spielerin einer Schachmannschaft hielt,jetzt sooo diskriminierend (...de mortuis nihil nisi bene usw..),daß er gelöscht werden müsste ???

Vabanque - 27.06.20    

Ist mir gar nicht aufgefallen, dass von deinen Schach-Anekdoten schon mal welche gelöscht worden sind. Das ist allerdings wirklich eigenartig. Vielleicht wurde die Anekdote als sexistisch eingestuft. Aber Fischer war ja wohl tatsächlich zumindest tendenziell sexistisch (es gibt Äußerungen von ihm, die darauf hindeuten), also trifft ihn die Anekdote (obwohl sie sehr wahrscheinlich erfunden ist) vielleicht doch einigermaßen gut. Die anderen Anekdoten fand ich aber alle besser, so dass mir das Fehlen der einen gar nicht aufgefallen ist. Bist du sicher, dass sie nicht mehr da ist? Du hast deine Beiträge doch immer recht gut über alle Foren verstreut, vielleicht weißt du bloß nicht mehr, wo du sie gelandet hast ;-)

Stellmacher - 27.06.20    

"Ist der Fischer-Witz (Anekdote!),als Bobby "Mona Lisa " für die Spielerin einer Schachmannschaft hielt,jetzt sooo diskriminierend (...de mortuis nihil nisi bene usw..),daß er gelöscht werden müsste ???"

Steht noch da: Sonstiges- Tartas Sprüche

Vabanque - 27.06.20    

Ist tatsächlich noch da, bloß weit nach hinten gerutscht (daran sieht man, dass doch ganz schön viel Aktivität im Forum war) ... dacht ich's mir doch fast ;-)

Hasenrat - 28.06.20   +

Nach den bald zehn Jahren, die ich hier bin, würde ich in der Rückschau sagen, ja, dieses cm-Forum der Gegenwart ist eines der qualitativ und diszipliniert besseren, auf jeden Fall - ein weitgehend entspanntes Forum. Den Titel des "Allerbesten aller Zeiten" vergebe ich, egal wo, ohnehin ungern, eigentlich gar nicht, weil objektiv unmöglich.

Alapin2 - 28.06.20   +

Falsch verstanden !
Der Bezug war folgender : ...." einem Schachforum angemessener wären ja Kasparow-,Fischer- oder Carlsen -Witze"...(Vabanque).Daraufhin stellte ich nur die Frage,ob,aufgrund der vorherigen Diskussion,dieser Fischer-Witz gelöscht werden
MÜSSTE.Ich habe nie behauptet,daß er gelöscht worden IST ! (ist er nicht).
Obwohl Fischer (posthum) darin als intellektuell etwas simpel gestrickt dargestellt wird. Frauen-diskriminierend ist ein anderer Fischer Spruch :" Ich kann jeder Frau
auf der Welt einen Springer vorgeben und gewinne trotzdem!"...das war allerdings auch zu Zeiten,als es noch keine Polgar-Schwestern und keine starken
Chinesinnen gab.Das hätte er sich dann doch nicht getraut zu sagen.
Übrigens : Antwort eines russischen GM auf den o.a. Spruch : " Fischer ist Fischer,aber ein Springer ist auch ein Springer"!

Vabanque - 28.06.20    

>>Ich habe nie behauptet,daß er gelöscht worden IST ! (ist er nicht)<<

Ja, das hatte ich missverstanden.

>>Obwohl Fischer (posthum) darin als intellektuell etwas simpel gestrickt dargestellt wird.<<

Er hatte zumindest keine anderen (intellektuellen) Interessen außer Schach.
Mit dem 'posthum' ist es immer so eine Sache, und der Spruch 'De mortuis nil nisi bene' wird auch meist missverständlich benutzt: es handelt sich dabei ja lediglich um die Feststellung, dass man nach dem Tode über die Leute oft nur noch Gutes sagt, mag man zu Lebzeiten noch so sehr über sie geschimpft oder sich gar mit ihnen gestritten haben. (Im Grunde genommen ist das ja auch ein schöner Zug des Menschen, die schlechten Eigenschaften eines anderen Menschen nach dessen Tod vergessen und die guten bewahren zu können.) Der Spruch bedeutet NICHT, dass man nach dem Tode eines Menschen nichts Schlechtes mehr über ihn sagen DÜRFE. Wie stünde es denn sonst mit Hitler, Stalin und Saddam Hussein? Darf man über diese, da sie ja nun tot sind, auch nur noch Gutes sagen? Ein extremes Bespiel, zugegebenermaßen. Aber ich denke, über unsere schachlichen 'Helden' wie Fischer, Capablanca und Aljechin dürfen wir schon auch nach deren Tod über deren schlechte Eigenschaften reden, z.B. über eine, die ihnen sogar gemeinsam ist: ihre maßlose Arroganz.

>>Frauen-diskriminierend ist ein anderer Fischer Spruch :" Ich kann jeder Frau
auf der Welt einen Springer vorgeben und gewinne trotzdem!" das war allerdings auch zu Zeiten,als es noch keine Polgar-Schwestern und keine starken
Chinesinnen gab.Das hätte er sich dann doch nicht getraut zu sagen.<<

Kasparov HAT sich etwas Ähnliches getraut zu sagen; und bald darauf eine Partie gegen Judit Polgar verloren. Quasi als poetische Gerechtigkeit :-)

Sexistisch fand ich eine andere Äußerung von Fischer. Als ihm 2004 die Auslieferung in die USA drohte (er fand ja dann politisches Asyl in Island) und Spassky anbot, sich gemeinsam mit Bobby einsperren zu lassen, antwortete Fischer: 'Ich will ihn nicht in meiner Zelle. Ich will ein Mädchen. Wie wäre es mit dieser Russin, wie ist ihr Name, Kosteniuk?' Der Grund dafür wird kaum gewesen sein, dass sich Alexandra Kosteniuk damals gerade den GM-Titel der Herren (den der Frauen hatte sie schon längst) erworben hatte, sondern eher, dass sie als die 'schönste Schachspielerin' galt (was anscheinend immer noch der Fall ist). Wenn ich nun meinerseits schreibe: 'Naja, für eine Schachspielerin sieht sie eigentlich ganz gut aus', so ist dies diskriminierend und darf gerne gelöscht werden - um die Kurve zum Threadthema gerade noch hinzubekommen ;-)

toby84 - 28.06.20    

Im Interternet finde ich gerade nur die Auslegung, dass über die Toten nicht schlecht gesprochen werden soll. Wo hast du deine Auslegung denn her?

Alapin2 - 28.06.20   +

"de mortuis....",den Spruch habe ich nur gebracht,weil Tote sich gegen "falsche"
Anschuldigungen nicht mehr wehren und sie richtigstellen können.Bei Anekdoten
weiß eben Keiner so genau,ob sie wirklich stimmen.
Bei nachgewiesener Schlechtigkeit eines Verblichenen bin ich mit Vabanque einer
Meinung : Nicht vergessen sondern gerade als Mahnung weiterverbreiten !

Vabanque - 28.06.20    

>>toby84 - vor 37 Min.

Im Interternet finde ich gerade nur die Auslegung, dass über die Toten nicht schlecht gesprochen werden soll. Wo hast du deine Auslegung denn her?<<

Tja, irgendwo mal gelesen! Wenn ich die Quelle jetzt nicht angeben kann, wird meine Behauptung sicher gelöscht ;-)
Ich könnte es natürlich jetzt auch als meine eigene Auslegung 'verkaufen', nur wäre das geprahlt.
Ich hatte mir die Auslegung halt deswegen gemerkt, weil sie mir selber viel plausibler vorkam.

Vabanque - 28.06.20    

>>Alapin2 - vor 7 Min.

"de mortuis....",den Spruch habe ich nur gebracht,weil Tote sich gegen "falsche"
Anschuldigungen nicht mehr wehren und sie richtigstellen können.<<

Das ist ein Argument, das in diesem Zusammenhang sehr oft gebracht wird. Aber sticht es wirklich?
Der Tote selber kann natürlich nichts mehr richtig stellen. Aber erstens können das andere für ihn tun (Zeitzeugen, Angehörige, Freunde, Nachfahren), und zweitens gelingt es den Lebenden oft ebensowenig, Anschuldigungen gegen sich zu entkräften. Selbst wenn nichts dran sein sollte, irgendwas bleibt immer hängen.
Ich bin daher nicht sicher, ob sich der Lebende bei Anschuldigungen wirklich in einer besseren Lage befindet als der Tote. Vielleicht sogar in einer schlechteren, denn was interessieren einen Toten noch die Anschuldigungen, die gegen ihn vorgebracht werden? Der Lebende dagegen muss mit ihnen umgehen.

Vabanque - 28.06.20    

Ich habe hier im Forum auch schon wiederholt die Ansicht gelesen, dass man über ehemalige und sogar über gesperrte Benutzer (also gewissermaßen die 'Forumstoten') im Forum nichts Schlechtes schreiben dürfe (wieder mit dem Argument, dass sie sich ja nicht mehr wehren könnten, was hier erst recht nicht stimmt, da manche dies dann unter dem Account eines Verwandten oder Freundes tatsächlich getan haben).
Dem kann ich ebenfalls nicht zustimmen. Wurde ein User z.B. wegen Nazi-Postings, Islam-Hetze oder persönlicher Beleidigungen gesperrt, so hat er m.E. keinen Anspruch darauf, nach seiner Sperrung im Forum unerwähnt zu bleiben oder gar im positiven Sinne erwähnt zu werden. Ich werde jetzt trotzdem keinen dieser User namentlich erwähnen, weil ich sie lieber vergesse als mich an sie zu erinnern. Mal ganz abgesehen davon, dass diese User meist sowieso unter neuem Namen wieder auftauchen. Jeder Gesperrte fühlt sich natürlich zu Unrecht gesperrt. Nie wird jemand zugeben, dass ihm das Schreibrecht zu Recht entzogen oder dass seine Beiträge zu Recht gelöscht wurden. Im Gegenteil, jeder wird sich dadurch lediglich in seiner freien Meinungsäußerung behindert sehen.

santo - 28.06.20  

Dem kann ich ebenfalls nicht zustimmen. Wurde ein User z.B. wegen Nazi-Postings, Islam-Hetze oder persönlicher Beleidigungen gesperrt, so hat er m.E. keinen Anspruch darauf, nach seiner Sperrung im Forum unerwähnt zu bleiben oder gar im positiven Sinne erwähnt zu werden.
@Vabanque
Da machst Du kein Unterschied Hauptsache der dir nicht passt ist weg dank deiner
guten Kontakten hier passiert es schnell.
Wenn man sonst auch nicht viel mehr zu tun hat als hier ein nach dem anderen raus hauen ist es auch kein Wunder das Du mit vielen angeeckt bist die jetzt weg sind.

Stellmacher - 28.06.20    

"Wurde ein User z.B. wegen Nazi-Postings, Islam-Hetze oder persönlicher Beleidigungen gesperrt, so hat er m.E. keinen Anspruch darauf, nach seiner Sperrung im Forum unerwähnt zu bleiben oder gar im positiven Sinne erwähnt zu werden. "

So kann er dem Forum noch lange nach seinem Aufenthalt als schlechtes Beispiel dienen.

Alapin2 - 28.06.20    

Richard 3....
von England ist ein schönes Beispiel für posthume Verunglimpfung :
Er wird in Shakespeares gleichnamigem Drama als absoluter Bösewicht dargestellt.Unter anderem soll er seine minderjährigen Neffen,für die er nur Reichsverweser war, im Tower umbringen lassen haben,um später selbst König bleiben zu können.Inzwischen hat die Geschichtsforschung festgestellt,daß wahrscheinlich sein Nachfolger Heinrich 7 (der Vater von dem sympathischen Heinrich 8 ) für dieses Verbrechen verantwortlich war:Richard konnte sich nicht mehr wehren,er war vorher in der Entscheidungsschlacht gefallen (Bosworth 1485). Heinrich veranlasste,daß ein Bischof," Geschichtsschreiber",die ganze Angelegenheit so verdreht darstellte,daß Richard
alle seine eigenen Untaten in die Schuhe geschoben wurden.
Als Shakespeare ca. 100 Jahre später sein Drama schrieb,gab es keine Zeitzeugen mehr,wohl auch keine andere Quelle als die des Bischofs.So ging Richard als einer DER verbrecherischen Finsterlinge in die Geschichte ein.

Vabanque - 28.06.20    

@Alapin2: Ein bitteres Beispiel für Tatsachenverdrehung durch angebliche Geschichtsschreibung, in der Tat! Allerdings kann man Shakespeare ja daraus wohl keinen Vorwurf machen, wenn er sich auf keine andere Quelle stützen konnte als diese unwahre. Außerdem schuf Shakespeare ja Dichtung, und diese hat ohnehin keinen Anspruch auf Authentizität der historischen Fakten. Historische Dramen, historische Romane, Historienfilme, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, gibt es doch en masse. In den meisten davon werden die Helden und Antihelden doch völlig anders dargestellt als sie in Wahrheit (vermutlich) waren. Wenn man das als Diffamierung Toter sieht, müsste man diese Bücher und Filme alle verbieten, wegen Verleumdung.

shaack - 28.06.20   +

Am liebsten wird im chessmail Forum immer noch über das chessmail Forum geschrieben. ;-) Schön, dass es sogar mit Shakespeare im Zusammenhang gesehen wird.

Vabanque - 28.06.20    

Wir Forenschreiber sind die Shakespeares der Gegenwart, unsere Quellen sind die (Falsch-)Informationen aus den Medien, die wir dann in Forendichtung umwandeln ;-)

Alapin2 - 28.06.20    

...wen es interessiert !??
Nochmal Richard 3 : während der Schlacht bei Bosworth,Richard war gerade tödlich getroffen,brachten seine Getreuesten den Leichnam vom Schlachtfeld weg.
Es war damals nämlich Usus,den Körper eines gefallenen gegnerischen Königs öffentlich auszustellen,den abgeschlagenen Kopf aufzuspießen und ähnliche Leichenschändung mit ihm vorzunehmen.
Um dies zu verhindern,wurde ihm die unauffällige Kleidung eines einfachen Mannes angezogen und er wurde eilig irgendwo (??) verscharrt.Über 500 Jahre galten seine sterblichen Überreste als verschollen.
Nun glaubten vor wenigen Jahren einige Historiker+Archäologen, sein Grab in der Nähe der Stadt Leicester lokalisieren zu können.Leider befand sich inzwischen ein Riesen-Supermarktparkplatz an der vermuteten Stelle.... Genehmigung zu buddeln gab es nur für einen sehr kleinen Teil...Trotzdem fanden die Wissenschaftler dort die sterblichen Überreste eines Menschen.Es wurde eine DNA-Probe entnommen.Da Richard keine Kinder hatte,wurde der
Stammbaum seiner Tante,einer Herzogin,zu Rate gezogen und-siehe da-,es gab
eine ur-ur-ur...usw. Enkelin der weiblichen Linie in Australien.Gen-Abgleich und über 99% Übereinstimmung.Zur Sicherheit hatte man noch einen ur-ur-...usw.der männlichen Linie in Petto : Keine Übereinstimmung ! Kommentar dieses getesteten Lords :" Das haben wir immer geahnt,daß der Uropa nicht der Vater von Opa sein kann!"

toby84 - 28.06.20    

Dass sein Seitensprung mal so auffliegt, hat er bestimmt nicht geahnt :)

toby84 - 28.06.20    

Ihr Seitensprung natürlich ^^