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Ruhestand

Famulus - 31.01.20    

Bin 65 und gerade in Pension gegangen. Umstellung fällt alles andere als leicht. Man verliert an Bedeutung und Kontakte verringern sich. Wer will Erfahrungen beisteuern?

Mglali - 31.01.20    

Wieso verlierst du an bedeutung?

Famulus - 31.01.20    

Kommt mir so vor. Deine berufliche Tätigkeit schafft dir Bedeutung, Ansehen.

Vabanque - 31.01.20    

Das Ansehen, das dir deine berufliche Tätigkeit mal gegeben hat, erlischt doch nicht mit dem Ruhestand, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, warum das so sein sollte.

wodi - 31.01.20   +

bei meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten habe ich mehr Bedeutung
und Anerkennung, als ich bei der beruflichen Tätigkeit hatte.

Vabanque - 31.01.20    

Und was die Kontakte betrifft: manche mögen nach dem Ruhestand wegfallen (die eben in unmittelbarem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit standen), aber dafür hat man ja mehr Zeit und Muße, neue Kontakte zu knüpfen.

siramon - 31.01.20    

Bist du frühpensioniert worden @Vabanque?

Vabanque - 31.01.20    

Nein, wie kommst du da drauf? Ich hab nicht von mir selbst gesprochen (Ich selber bin seit 5 Jahren freiberuflich tätig), sondern nur allgemein, bzw. natürlich mit konkreten Beispielen von Leuten, die ich kenne, im Hinterkopf, z.B. wie es bei meinen Eltern, anderen Verwandten und Bekannten nach dem Ruhestand war.

JamesBond007 - 01.02.20    

Hallo zusammen ! :)

Bin auch pensioniert und stehe in meinem 66. Lebensjahr. Fast jeder hätte von mir erwartet, dass ich mich vermehrt dem Schachspielen widmen werde. Doch kam es ganz anders. Heute bin ich u.a. als Moderator eines juristischen Forums beschäftigt. Die Stunden fliehen - Tempus fugit... ;-)

Die Pensionierung bildet für mich einen Neubeginn ! Jetzt kann ich selbst was tun, nach meinen Ideen... Nur kann ich nicht mehr meinem Chef die Schuld geben falls was schief läuft... ;-)

L. G. Marcel ~ alias JamesBond007

Jupp53 - 01.02.20   +

In meinem ersten Studium (WiWi mit einer Vertiefung in Personalwesen) lernte ich, dass Ende der 60er Jahre die Hälfte der Industriearbeiter im Jahr der Berentung stirbt. Die Todesrate war deutlich niedriger bei Gruppen, die an Vorbereitungskursen auf die Rente teilnahmen.

Wegen meiner beiden chronischen Krankheiten habe ich selbst bereits in den letzten fünf Berufsjahren nach Alternativen zum Beruf aktiv gesucht und alte Interessen wieder aufgenommen. Érschwerend kam der Krebs meiner Frau hinzu. Es war klar, dass ich die Rente irgendwann alleine und behindert erlebe.

Familie, gute Freunde und sinnvolle (oder sinnvoll erlebte) Aktivität und Ziele sind wichtige Faktoren, die die Lebensqualität und die Gesundheit positiv beeinflussen. Die Konzentration auf die Berufsarbeit ist ein (von bestimmten Teilen der Gesellschaft erwünschter) schwerer Fehler.

Familie und Freunde sind das Wichtigste! Das ist die beste Zeit in meinem Leben. Das ich noch die Kraft habe, mich um meine Mutter zu kümmern und meine Söhne bei der Sorge für sie zu unterstützen ist wichtig für mich. Mein Enkel ist ein fantastisches Erlebnis! Er ist jetzt 9 ½ Monate und ich sehe ihn alle 2-3 Wochen. Jedesmal hat er einen großen Entwicklungsschritt gemacht und diesen Freitag bin ich sicher, dass er mich als bekannte Person wahrgenommen hat.

Ich bin jetzt 66 und rund um die Uhr auf Sauerstoff angewiesen. Der Kampf um die Gesundheit lohnt sich auf diesem Hintergrund. Im Betrieb nutzte ich die Mailfunktion um das hier am letzten Arbeitstag Allen zu schicken:

https://www.youtube.com/watch?v=rGa70tVY..

Famulus - 01.02.20    

Ich danke allen für die Beiträge. Habe gelächelt über Mitarbeiter, die ein Seminar zur Vorbereitung auf den Ruhestand besucht haben. Heute denke ich, hätte ich auch besuchen sollen. Aber jeder muss seinen Weg finden, wird mir auch gelingen. Die Kontakte sollten sich aber nicht auf Arztbesuche beschränken, es sei denn, sie sind notwendig.
Dir Jupp53 noch ein langes Leben mit dem Enkel.

libo_o - 02.02.20    

Halo Jupp53,

Dein Kommentar ging mir sehr zu Herzen. Es gibt Menschen wie
Famulus die nichts mit ihrer Gesundheit anfangen können.
Wie traurig ist es im Beruf Erfolg zu haben und dann als Rentner
sein Leben in Frage zu stellen. Welchen Erfolg hat man dann im Leben
gehabt??

Famulus: Mach deine Augen auf! Im Beruf gut zu sein heißt nicht dass man als Mensch GUT ist!

Gruß aus den Philippinen

Famulus - 02.02.20    

Dass ich gesund bin, steht nirgendwo, eine reine Vermutung.
Der letzte Satz mag zutreffen im Allgemeinen. Ob er auf mich zutrifft, kannst du von den Phillipinen kaum beurteilen, aber Danke für den Beitrag.

Jupp53 - 02.02.20    

Die meisten 60jährigen haben Erfahrung mit Krankheiten, seien es eigene oder denen von geliebten Mitmenschen.

@Famulus. Was ich schreib war ein Bericht, keine Kritik an Dir. Die Offenheit über die Folgen einer zu starken Konzentration auf die Arbeit sehe ich mit Respekt. Bei der Suche nach einer Aufgabe wünsche ich Erfolg.

Famulus - 02.02.20    

Danke,mein letzter Beitrag war auf libo_o gemünzt.

Eudora - 02.02.20    

Famulus,

guck mal hier, da ist für jedes Interesse, jeden Wohnort was dabei:

http://www.ehrenamtssuche.de/

Oft gibt es auch lokale bzw. regionale Sites für eine Ehrenamtsuche. Außerdem Seniorenvereine mit Ansprechpartnern und entsprechenden Kursen. Volkshochschulen sind mit ihren umfangreichen Programmen auch eine gute Möglichkeit. Beim Besuch der Kurse lernt man automatisch neue Leute kennen und kann neue Kontakte knüpfen mit Menschen, die ein ähnliches Interesse haben.

Und noch ein kleiner Tipp mit einem Schmunzeln: Falls Du verheiratet bist bzw. mit jemandem zusammen lebst: geh der- oder demjenigen nicht auf die Nerven :-)
Mein frisch pensionierter Nachbar ruiniert gerade seine Ehe, weil er nichts mit sich anzufangen weiß und seiner Frau nach 40 Jahren gemeinsamem Leben und vier Kindern erzählt, wie man richtig Kaffee kocht und ein Auto einparkt (kein Scherz). Wenn der so weitermacht, erlebt er das zweite Rentenjahr nicht mehr.

NickNick - 02.02.20    

@ Famulus
ob man an Bedeutung verliert und Kontakte verliert, liegt immer an einem selber.
Klar die täglichen Schwätzchen am AP fallen weg, aber dafür ergeben sich neue Möglichkeiten. Man muss sie nur sehen und nutzen.

Wenn man sich mit dem neuen Lebensabschnitt arrangiert hat, wird man sich fragen wo man vorher die Zeit zum Arbeiten gehen her hatte.

Kinder und Enkel, falls vorhanden, können einen ganz schön in Trapp halten. Oft mehr als einem lieb ist. Als Rentner hat man ja nix zu tun.

Wichtig ist, nicht in Trübsal verfallen, sondern sein Leben neu ordnen, neue Prioritäten setzen.

schachvater - 18.02.20    

Schachspielen und golfen!!

Wer das noch kann, zumindest eins von beiden, der hat noch Lebensqualität und tut was für sein geistiges und körperliches Wohlbefinden......

......sagt ein 73-jähriger, der sich noch nie so wohl und fit fühlte wie jetzt, wo er beides intensiv betreibt!

nullplan - 20.02.20    

Famulus
Du hast gearbeitet, Dein Leben lang,
vielleicht auch um Kinder gekümmert etc. nun solltest Du an DICH denken... Gut manche mögen vielleicht Ehrenamtlich arbeiten wollen... aber das sollte jeder für sich entscheiden. Denk an Dich - Verreise - mach was du schon immer mal machen wolltest... den das Leben ist viel zu kurz... Die meiste Zeit verbringt man auf der Arbeit und dann geht man in Rente und wird schnell von den Kollegen vergessen. und erst Recht vom Chef .. weil sie auch keine Zeit haben - sie können nicht spät aufstehen oder mal liegen bleiben... sie müssen funktionieren... kaum ist man in Rente kommen die Krankheiten und man muss von der Welt gehen - meistens viel viel viel zu früh... und man hatte gar nichts von seiner freien Zeit und der Rentenzahlung in die man vierzig oder mehr Jahre eingezahlt hat.

japetus1962 - 21.02.20    

ein Ehrenamt auszuüben, wo man sich im positiven Sinne einbringt, ist durchaus auch ein Anteil, an sich selber zu denken, in dem man mit den richtigen Leuten zu tun hat, und dabei eine sinnvolle Aufgabe vollbringt. Es ist jeweils eine Einzelentscheidung im Rahmen der Möglichkeiten; im Rahmen der Situation.

Kenyen - 23.02.20    

lese hier gerne mit ,und unterhalte mich auch sehr gerne über das Thema,besonders mit ehemaligen DDR Leuten, Sind sehr interessante Dinge die man da erfährt.Vor allem wie es anderen nach der Wende so erging,welchen Neustart es gab oder riesige schwarze Abgründe sich aufgetan haben
Wenn jemand Lust hat mit mir darüber zu reden mich einfach zum Spiel einladen und dann plaudern wir einfach ein wenig
Bin selber aus dem Osten und auch schon fast aus dem Arbeitsleben raus