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Interviews zum Frauenschach

Don_Olaf - 20.06.15   ++

Ein herzliches Dankeschön an Swantje, Désirée und Michelle! Ihr seid einfach super und eine unglaubliche Bereicherung für unseren Schachverein! Siehe....

http://www.berlinerschachverband.de/entr..

Bis nächste Woche (Mi., 24.6.) zum Training:
http://mariendorf-schach.jimdo.com/train..

Schönes Wochenende, Gruß Olaf

Techno_DJ - 20.06.15   ——

Frauenschach? Ihr habt Schachbretter in der Küche? :D

Fiver - 20.06.15   ++

Erstens ist Kochen auch und erst recht echte Männersache, zweitens gibt es Schachbretter in Küchen! Beweisvideo:
https://www.youtube.com/watch?v=KzkAlv5U..

Und drittens ist Frauenschach alles andere als lächerlich!

Techno_DJ - 21.06.15    

Allerdings ist es lächerlich, dass ihr das wirklich ernst nehmt, was ich da geschrieben habe. :D

Vabanque - 21.06.15   +

Es sagt schon Einiges aus, dass hier Viele so empfindlich reagiert haben. Wenn das so ist, warum spielen dann nicht viel mehr Frauen Schach und zeigen es endlich uns Männern so richtig? Ich gehöre zu denen, die das nur begrüßen würden!

Techno_DJ - 21.06.15    

Kann ich zustimmen. Ich denke das würde auch den Ruf vom Schach verbessern.

shaack - 21.06.15   ++

Ja nun gut, es ist trotzdem ganz schön infantil so einen Spruch rauszuhauen. Ich finde es toll, dass der MSV Schach auch für die weiblichen Spieler attraktiv macht. Denn genau wegen solchen Sprüchen unter den Schachkollegen wird es ihnen ja auch nicht einfach gemacht. Schön, dass es einen Verein gibt, in dem das keine Rolle spielt.

Techno_DJ - 22.06.15   ——

Nennt man schwarzen Humor... Aber egal

Victoria1980 - 22.06.15   ++

Das war nicht einmal im Ansatz schwarzer Humor, sondern war einfaxh nur plump daneben.

Techno_DJ gwht zum Arzt, sagt der Doktor: „Es tut mir leid, aber Sie haben Aids und Alzeimer.“ Antwortet Techno_DJ: „Puh, zum Glück kein Aids!“

toby84 - 22.06.15   +

Wie definierst du denn schwarzen Humor?
Ich war mir bei der Zuordnung nicht sicher und habe ein wenig dazu nachgelesen. Inzwischen würde ich den Witz durchaus bei schwarzem Humor einordnen, gerade weil er eine so überraschend starke Gegenreaktion hervorruft. Man könnte hier fast schon von unbeabsichtigt schwarzem Humor sprechen ^^ Mir jedenfalls war nie bewusst, dass die geringe Frauenquote im Schach ein Thema ist, das derart ernst genommen wird. Sexisten gibt es doch überall. Wie man sich am besten gegen sie wehrt? Indem man sie vom Brett fegt.

Ich habe auch meine Freundin gefragt, was sie von dem Witz hält. Sie konnte darüber lachen. So sind die Geschmäcker verschieden.

Techno_DJ - 22.06.15    

@VictoriaSecretModel
Den witz kenn ich schon.

toby:
ihn genau zu.definieren ist an sich schwierig.
Zum Thema Sexismus: Das "R" in "Feminismus" steht für "Rechte".

So, Popcorn steht bereit. Legt los, liebe Moralapostel.

Hasenrat - 23.06.15    

Definitionsversuch:
Schwarzer Humor hat Unfall, Krankheit, Tod (also an sich und per se "todernste" Themen - quasi mit schwarzem Trauerflor belegt - bei denen provoziertes Gelächter unangebracht u. im Allgmeinen gesellschaftl. sanktioniert erscheint) zum Gegenstand, ist also Geschmacks- und Tabufrage, würde ich sagen.

Für "political incorrecte" (wie z. B. eben sexistische) Witze gilt in der Konsequenz das Gleiche, aber die Gattung ist doch eine andere.

crysi40 - 23.06.15   ——

Techno_DJ geht zum Arzt, sagt der Doktor: „Es tut mir leid, aber Sie haben Aids und Alzeimer.“ Antwortet Techno_DJ: „Puh, zum Glück kein Aids!“

Als Witz kann ich sowas nicht bezeichnen. Der Junge ist 17 Jahre alt manche wissen in diesen Alter noch nicht mal wofür das Spiel überhaupt ist.
Er tut ihn doch leid .Das reicht doch oder??

ZiggyStardust - 23.06.15    

Hallo Leute,
ihr solltet schon etwas darauf achten, was die Konversation so unterhalsam macht. In Bezug auf "Schwarzen Humor" kann u. möchte ich folgendes dazu beitragen.
Zum Einen gibt es Irrlichter, die immer wieder versuchen das Schwarze zu treffen. Vielleicht auch nur aus einem Spieltrieb heraus.
Zum Anderen gibt es (u. d. Himmel sei dank) Witzlichter! Zu denen ich mit Gewissheit auch Techno_DJ zählen kann. Er hat nur versucht, seine Umgebung etwas besser aus-zu-leuchten. Und das auf eine angenehme Art u. Weise!
Das ganze nennt man dann "Weiser Humor"
Danke dir, Hasenrat - for the "political incorrecte", was die andere Gattung betraf.
Für jene, die noch etwas Übung benötigen, um unterhaltsam u. nicht ausfallend zu sein, habe ich folgenden Link parat:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44..

Wünsche noch eine angenehme Unterhaltung!

mfg aus Bayern, Siegi

ZiggyStardust - 23.06.15  

p.s. hab nur was wichtiges vergesssen zu erwähnen. -
Bei mir steht ein Schachbrett am Küchenfenster. warum?
Genau das möchte ich euch gerne erzählen. Aber nur, wenn es euch interessiert...

loveboat - 23.06.15   ++

@ Olaf:
Sehr sympathisches Interview. Interessante Statements. Danke für diese tolle Werbung für das Schach insgesamt und LG an die drei Schachfreundinnen des MSV.

@ Shaack:
Klare Aussage! Danke!

@ Vici:
Warum steigst Du hier wieder ein? Bringt doch nichts. Haben wir beide doch schon bei anderen Themen erlebt. Die Lust der unreifen Selbstdarsteller hier jedes Thema auf ein neues Gleis zu schieben ist einfach zu groß.

positiva - 24.06.15   +

die frage, warum so wenig frauen schach spielen... angeblich ist das verhältnis
1:16 !!! ist schon eine interessante. sind es die (genannten) machosprüche, oder gibt es andere gründe, die mitspielen.
ich freue mich, dass in unserem club "die schweizer-bauern und schweizerbäuerinnen" das verhältnis seit längerem immer ca. 1:1 ist.... und unsere frauen (mich ausgenommen) spielen wertungsmässig an der spitze mit.. schön, nicht??

Vabanque - 24.06.15   +

Ein Verhältnis von 1 : 16 gibt ja nun wirklich sehr zu denken ... aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die doofen Machosprüche dafür die Ursache sind ... sie sind eher die Folge, denn die Sprüche würden bestimmt aufhören, wenn die Frauen schachmäßig den Herren Paroli bieten würden! Wie schon oben geschrieben, ich würde mir das wirklich wünschen.
In meiner aktiven Turnierzeit habe ich nur einmal eine Turnierpartie gegen eine Frau gespielt (!!), es war in einem Mannschaftskampf, und ich hatte einen Bauern mehr im Endspiel, aber ich hatte nach 5 Stunden keine Konzentration mehr und habe mich mattsetzen lassen ... die Spielerin war übrigens Ulla Münch, die langjährig bei SG Augsburg in der zweiten Frauen-Bundesliga spielte (allerdings wohl auch nur eine DWZ um 1800 hatte, da merkt man wieder mal das krasse Missverhältnis).
Und in den Turnieren, wo ich mitspielte, waren wenn es hoch kam, mal ein bis zwei Frauen dabei.
Als Mann würde ich es mir so richtig wünschen, wenn die Frauen den Männern im Schach ebenbürtig würden. Ich würde mir mehr Schachspielerinnen vom Schlage einer Judit Polgar (die sich aber leider auch schon vom Schach zurückgezogen hat, mit noch nicht einmal 40 Jahren) wünschen, die es schaffen, an der Weltspitze der Männer mitzuspielen.
Wie viele Frauen haben bisher den Großmeistertitel der Herren geschafft? Das wäre sich interessant, es einmal herauszufinden.
Ich dachte auch schon einmal daran, in der Rubrik 'Kommentierte Spiele' eine Reihe über die größten Spielerinnen der Schachgeschichte zu bringen. Oder allgemein eine Serie von Partien, wo weibliche Schachspielerinnen es den Herren gezeigt haben. Wäre da jemand daran interessiert?

positiva - 24.06.15    

ja sehr gerne... ich bin generell immer wieder interessiert an deinen kommentierten spielen und möchte danken, und:
an spielen von grossmeisterinnen bin ich natürlich äusserst interessiert, das wär doch schon extra-speziell..

skorpion14 - 24.06.15    

den großmeistertitel der herren haben laut beigefügter liste der FIDE ganze 33 frauen - gegenüber mehr als 1400 männer. da wird das o.a. verhältnis von 1:16 noch krasser.

http://ratings.fide.com/advaction.phtml?..

interessant ist folgender Artikel aus 2009, der mittels statistischer erhebungen versucht, den erfolg bei männern und frauen zu ermitteln. da dürfte sich in der zwischenzeit nicht viel geändert haben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc..

grüße, burkhard

alms - 24.06.15   +

Ich glaube auch, dass Leistungsunterschiede nicht existieren, sondern einfach viel weniger Frauen als Männer Schach spielen. Nach meiner Theorie hat das zwei Gründe:

* Die Schachkultur ist für Frauen eher abstoßend. Als Mann ist man viel eher bereit, seinen Sonntag oder den Vereinsabend zwischen missmutigen, schwitzenden Männern zu verbringen. Das erklärt auch, warum in Vereinen mit einem offenen Klima und mit einem überdurchschnittlichen Frauenanteil eher weitere Frauen hinzukommen.

* Schach ist als Wettkampf betrieben auf eine eigene Weise nerdig. Man darf da durchaus die Sinnfrage stellen. Wozu soll das gut sein? Aus ähnlichen Gründen gibt es wahrscheinlich relativ wenige Frauen, die ihre Freizeit damit verbringen, etwas zu sammeln oder Fußball in der 6. Liga zu gucken.

Don_Olaf - 24.06.15    

Auf diese Schwarm-Intelligenz der Frauen setzen wir auch bzw. können das bestätigen.

Unsere Quote der "w" in der DWZ-Liste beim Deutschen Schachbund ist sicherlich weit über dem Durchschnitt im DSB auch wenn wir ja noch immer ein nur kleiner Verein sind. Siehe...

http://mariendorf-schach.jimdo.com/dwz/

Spielerinnen, die unsere Spielerinnen einmal kennen lernen wollen, sind jederzeit herzlich eingeladen!

aguirre - 24.06.15    

hm..........
laut FIDE-Liste haben also 33 Frauen den Großmeistertitel der Herren und dem stehen 1400 männliche Titel gegenüber.
Nun müsste man wissen wie viele Frauen und wie viele Männer spielen bei der FIDE organisiert Schach, dann könnte man das ins Verhältnis setzen....
Oder lieber doch nicht? Nicht das die Männer dann noch blaß werden....;-)

ZiggyStardust - 24.06.15    

hallo aquirre,

darf ich fragen, spricht da der Mathematiker, oder steckt dir das etwa im Blut?

lg, Siegi

svenner - 24.06.15    

> missmutigen, schwitzenden Männern
Das mag bei euch so aussehen.
Im Allgemeinen halte ich das für Quatsch. Würde mich ein Gegner mit Schweissgeruch belästigen, stünde spätestens bei der dritten Begegnung ein Deo neben dem Brett

> Schwarm-Intelligenz der Frauen
Auch wenn der Begriff (warum-auch-immer) zur Zeit schwer in Mode ist, dürfte er (wie meistens) nicht passen.
Algorithmisch würde es nämlich bedeuten, daß eure Schachspielerinnen den Intellekt von Honigbienen haben und gute Züge das Produkt aus Zufall und Nachahmung sind.
Soziologisch betrachtet würde es auf Cheating hinauslaufen.

>interessant ist folgender Artikel
Würde ich mit Vorsicht geniessen, da dort Gruppen mit sehr unterschiedlichen Grössen strukturell gleichgesetzt werden.
Beim Spitzenschach könnte sich auswirken, dass die Intelligenz bei Männern ungleichmässiger verteilt ist; Sprich es gibt mehr sehr intelligente aber auch mehr sehr dumme Exemplare als bei Frauen.

Warum braucht man überhaupt eine Erklärung? Kann man nicht einfach mal hinnehmen, daß Männer und Frauen unterschiedliche Interessen haben?

japetus1962 - 24.06.15    

leider findet sich die niedrige Frauen-Quote auch in anderen Sportarten,
wenngleich es keine logische Erklärung gibt.

als Beispiel dient die Luftfahrt, sei es manntragende Sportflieger
oder der Modellflugsport.

ich vermute, dass dies eine Erziehungsfrage in den prägenden
Lebensjahren 0 bis 5 Jahre in der westlichen Kultur ist.

Gruß Robert

p.s. ich bin männlich, und habe eines meiner cm-Schachbretter in der Küche stehen!

Spart4n - 24.06.15    

Ist doch egal, wer Schach spielt und wer nicht. Jeder soll das machen, was ihm Spass macht und nicht gesetzlich verboten ist.

Einige denken auch, dass Frauen ein schlechtes technisches Verständnis haben, wurde in meiner beruflichen Laufbahn immer wieder vom Gegenteil überzeugt. Leider sind sie aber in der deutlichen Unterzahl, Verhältnis ca. 20:1 :(.

Es gibt auch typische "Frauenberufe" z.B. Krankenschwester und Respekt davor, wer diesen Beruf ausübt. Da gibt es noch immer Leute, die sich über die Pflege (meistens unberechtigt) aufregen oder noch geistig in den vergangenen Jahrzehnten feststecken (Frau gehört in die Küche, muss sich alleine um die Kinder kümmern etc.). Solche Leute sind einfach nie erwachsen geworden...

Spannend, was für eine Diskussion durch einen negativen Kommentar ausgelöst werden kann ^^.

Grüsse: GRIZ

aguirre - 24.06.15    

@Ziggy
so wie ich Schach spiele kann kein Mathematiker in mir stecken :-)
(sonst würd ich das auch selbst hier ausrechnen)
Interessant wäre ja wirklich die Quote, also von x Männern sind so viel% Großmeister
und von x Frauen sind es so viel % .....
Mein Blut, nun ja...... ;-)

Turbohans - 24.06.15    

Frauen angeln ja auch nicht, also selten.

skorpion14 - 24.06.15   +

Weltweit gibt es aktuell 512.861 Spieler, die an mindestens einem gerateten Turnier teilgenommen haben – 63.176 davon, bzw. 12,3%, sind Frauen.

208.649 Spieler haben ein offizielles FIDE-Rating – 19.798 davon, bzw. 9,5%, sind Frauen.

1.496 Menschen haben den (männlichen) Großmeistertitel – 33 davon, bzw. 2,2%, sind Frauen.

Stand der Informationen: 1. Mai 2015 (Quelle: chess24)

gruss, burkhard

martin123 - 25.06.15    

Die meisten Frauen haben halt anderen Interessen als Schach zu spielen

Vabanque - 25.06.15    

Die Interessenlage scheint hier in der Tat die Hauptrolle zu spielen. Die meisten Frauen entwickeln kein wirklich brennendes Interesse am Schach, und wenn doch, so bleiben sie nicht dauerhaft dabei. Aber genau dieses dauerhafte, brennende Interesse ist nötig, um im Schach richtig gut zu werden.

Nun bliebe aber immer noch zu erklären, warum die wenigen Frauen, die hartnäckig beim Schach bleiben und sich auch bemühen, ganz nach vorn zu kommen, in der Regel dann dennoch nicht zur Spitzengruppe der Männer aufschließen.

Auch bleibt noch zu ergründen, warum Partien, die von Frauen gespielt wurden, in der Schachwelt nur selten Beachtung gefunden haben, selbst wenn auf sehr hohem Niveau agiert wurde. Die Partien der Polgar-Schwestern sind fast die einzigen Frauen-Partien, die um die Welt gingen.

Nun muss ich aber sagen (und das möge man mir jetzt bitte nicht als Chauvinismus fehlinterpretieren), dass ich sehr wohl schon öfters versucht habe, mich mit den Partien von starken Schachspielerinnen zu beschäftigen ... aber es war meist so, dass ich diese Partien vom Spielstil her nicht so sonderlich interessant fand, wieder mit Ausnahme der Polgar-Schwestern. Freilich waren es viel zu wenige Partien, um hier zu einer definitiven und abschließenden Aussage zu kommen.

martin123 - 25.06.15    

Ist wie beim Fussball!
BUNDESLIGA DER FRAUEN WENIGER ZUSCHAUER ALS BEI DEN MEISTEN AMATEUR VEREINE DER MÄNNER

Vabanque - 25.06.15    

Richtig. Aber woran liegt das?

kerstmas - 25.06.15    

Schau ins Tierreich! Wäre dem nicht so und wären die Väter unserer Uhrahnen nicht mit den Schädeln gegenanander gerennt und deren Väter auch nicht so gebe es wohl nur die Flora und wir könnten nicht miteinander qiuetsch vergnügt Schach spielen und uns darüber lustig machen.

aguirre - 25.06.15    

schade, die idee war prozentual die frauen sogar die nase vorn haben....

Don_Olaf - 25.06.15   +

Also ich denke ja eher... nicht quatschen und um den heißen Brei reden - sondern machen!

Habe da gerade einen ausgesprochen charmanten Bericht beim Deutschen Schachbund entdeckt und poste ihn natürlich nicht ohne Stolz - im Gegenteil!!!!!

http://www.schachbund.de/news/berliner-f..

Spart4n - 25.06.15    

Leider funktioniert der Link nicht :(.

shaack - 25.06.15    

Der Link geht jetzt. :)

martin123 - 25.06.15    

Meinefrage
Warum müssen Frauen und Männer eigene liga haben?
Das Brett und die Figuren sind doch gleich
oder gibs da andere REGELN?

Don_Olaf - 26.06.15    

Es mag Gründe geben, warum Frauen auch gerne mal unter sich sind. Wenn Du die Schnappschüsse insbesondere am Ende der Bilder-Galerie betrachtest, dann muss da was sein, wo wir Männer außen vor sind. Da wo in den Schachvereinen schon Frauen sind, gesellen sich offenbar auch andere gerne andere dazu. Als einzige Frau in einem Verein mit einem Duzend Schachtrainern um sich, die alle 1000 Tipps haben, kann das schon nervig sein. Zum zweiten Besuch einen Spielabends kommt es dann eher nicht.

Siehe im Unterschied hierzu die Eindrücke von unserem Training (nicht nur für Frauen!) am Mittwoch, 24.6., bei "unserer" Fide-Meisterin! Wir haben eine Trainerin für Männer und Frauen, und(!) es ist zudem eine ganz hervorragende Trainerin!

http://mariendorf-schach.jimdo.com/train..

Dass es dann für Frauen auch eigene Turniere gibt, erscheint mir eine logische Folge.

Vabanque - 26.06.15    

Das ist dann ungefähr so wie das Frauenbaden am Montag im Hallenbad :)

Vabanque - 26.06.15   +

Damit nach der ironischen Aussage (die sicher wieder missverstanden wird und ein Minus erhält) auch noch eine ernsthafte kommt:

Ich finde nicht, dass man den Schachfrauen mit eigenen Ligen und Turnieren einen Gefallen tut, ganz im Gegenteil.
Wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb: Im Billard ist die Situation vergleichbar. Meine Schwester war in ihrer Jugend im Billard recht gut und hat viele Pokale in Frauenturnieren gewonnen, die sie aber alle weggeschmissen hat, weil sie ihr nichts wert schienen. Die wenigen Urkunden, die sie behalten hat, stammen aus Herrenturnieren, in denen sie einen achtbaren Platz belegt hat.

Auch mit den ganzen eigenen Frauentiteln (WGM, WIM, WFM) tut man den Frauen doch nichts Gutes. Das führt doch nur zu Reaktionen wie: 'Internationale Meisterin? Ah ja, IM der Frauen, ok ... '. Diese Titel sind ebensowenig geachtet wie vordere Plätze in Frauenturnieren.

Meine Meinung: Eigene Frauenligen, Frauenturniere und Frauentitel führen NICHT dazu, dass das Frauenschach mehr Ansehen erhält, ganz im Gegenteil, sie provozieren noch mehr Häme von denen, die gegen das Frauenschach voreingenommen sind.

Der einzige Weg, dem Frauenschach mehr Geltung zu verschaffen, ist der, den Judit Polgar beschritten hat: In Herrenturnieren den Männern zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Deswegen ist sie wohl so ziemlich die einzige Schachfrau, die vorbehaltlos von den Schachmännern anerkannt wird.

Highspeed - 26.06.15   +

Eine sehr interessante Diskussion! Warum soll es denn nicht beides geben und jede(r) wird so glücklich wie er/sie möchte? Der Gedanke, dass Frauen Schach spielen um "vorbehaltlos von den Schachmännern" anerkannt zu werden, käme vielen Frauen evtl. gar nicht in den Sinn!?!?

Warum sollen nicht Frauen mit und gegen Frauen einfach nur Schach spielen, weil sie zusammen Spaß am Schach spielen haben? Die Bilder, die ich bei den verschiedenen oberen Links gesehen habe vermitteln doch den Eindruck, dass hier mit bei allem Wettkampf-Ehrgeiz auch mit sehr viel Spaß Schach gespielt wird. Das reicht als Argument Pro Frauenschach-Turniere komplett aus! Völlig egal, was einzelne Männer oder auch einzelne Frauen darüber denken.

Frau Polgar war übrigens auch nicht in letzter Konsequenz so richtig gegen das Frauenschach. Zusammen im Team mit ihren Schwestern spielte sie für Ungarn und gewann die Schacholympiade der Frauen(!).

positiva - 27.06.15   +

@highspeed: dass da einer verstanden hat!! gefällt mir gut, was du schreibst. .. mit sehr viel spass gespielt wird"... das ist doch das wesentliche. danke für den beitrag.
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