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e.p. was bedeutet das?

Bach - 25.01.17    

schwarz zieht Bauer c7 -c5.
weiss "schlägtden schwarzen Bauern d5-c6
Aber dort befindet sich der schwarze Bauer gar nicht.
In der Zugeingabe lese ich dxc6 e.p.; Was bedutet das? Was ist zu tun?

siramon - 25.01.17    

e.p. steht für en passant: https://de.wikipedia.org/wiki/En_passant

Bach - 25.01.17    

Besten Dank, siramon, für die rasche und begründete Antwort. Ich habe diese Regel nicht gekannt!
Freundlich grüsst
B.Ach.

rofl07 - 07.02.17    

e.p. steht dafür, dass ein Bauer im Vorübergehen geschlagen wurde. Ist neben der Rochade und der Umwandlung einer der drei Sonderzüge. e.p. heißt En Passant, was ins Deutsche übersetzt Im Vorübergehen heißt.

@siramon, der von die erwähnte Link ist gut.

@Bach, die Regel kennen die meisten nicht.

Gruß Sebastian

Vabanque - 07.02.17    

>>die Regel kennen die meisten nicht<<

Eine äußerst gewagte Behauptung!

Turbohans - 07.02.17    

Ja, sehr gewagt.
Das ist so, als würde ein Fussballspieler fragen, was abseits ist.

Vabanque - 10.02.17    

Was aber in diesem Fall doch wirklich angeblich die meisten nicht wissen ;)

Also, ich habe sicher schon Tausende von Schachpartien gespielt, am Brett, hier, auf anderen Servern ... aber erst einmal, ein einziges Mal ist mir einer untergekommen, der nach dem en passant-Schlagen fragte: 'Huch, was war denn das für ein Zug?'

Hasenrat - 10.02.17    

Ich habe demgegenüber IRL erfahrungsgemäß fast eine 100%-Quote von Anfängern u. absoluten Gelegenheitsspielern ("Ja, ich kann schon Schach spielen, die Regeln kenne ich, bin aber nicht so gut ..."), die diese Schlagregel nicht kennen. Bei der Rochade sind es 50% ..., die zumindest Unsicherheiten (kurz resp. lang) verraten ...

Hasenrat - 10.02.17    

Ich glaube, in diesem von mir genannten Spielersegment kennen überwältigend mehr die Regel des "Gardez"-Gebots und die Bauernumwandlungsmöglichkeit in einen Turm-Springer als das e.p.
;-)

skorpion14 - 10.02.17    

Selbst Großmeister haben sich in Partien nicht immer sattelfest in der Auslegung der Schachregeln erwiesen. Bezüglich der Rochade gibt es einige illustre Beispiele:
1974 fragte Viktor Kortschnoi den Schiedsrichter, ob er rochieren dürfe, wenn sein Turm angegriffen sei (21. Partie im Kandidatenfinale gegen Anatoli Karpow) oder
Juri Awerbach, der gegen die Rochade seines Kontrahenten reklamierte, da dessen Turm ein angegriffenes Feld überquert hatte.
Tal, Reti, Short oder Kotow wären weitere bekannte Namen...

Viele Grüße,
Burkhard

Vabanque - 10.02.17    

Rochade mit dem angegriffenen Turm kommt auch wirklich selten vor. Ist nicht mit e.p.-Schlagen zu vergleichen.

Vabanque - 10.02.17    

Die Partie von Awerbach, auf die du (@skorpion) dich beziehst, war glaube ich, gegen Purdy. Awerbach hatte die Rochade nicht in seine Berechnungen einbezogen, aber er gewann dann dennoch.
Leider stand hinterher in einer Schachzeitung zu lesen: 'A. schreibt selber Schachbücher, dabei kennt er nicht mal die Regeln!'
Ich weiß nicht, wer der Schreiber dieser Zeilen war, aber man hätte ihn hinterher zur Strafe gegen Awerbach antreten lassen sollen ...
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