Chess problems

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Einfacher Trick für Partiespieler 15

Alapin2 - 27.01.21    
Weiß am Zug

Weiß am Zug. Kann er remis halten?
Quellenangabe wird nachgereicht.
freak40 - 27.01.21    
Er kann....
Die Stellung könnte aus dem WM-Kampf Lasker vs Tarrasch stammen.
Lasker ist wie immer taktisch schlagfertig, wohl der Grund, warum Tarrasch keine Chance hatte... zumindest meine Meinung.
Alapin2 - 27.01.21    
... Ja ja... Deshalb keine Quellenangabe ( die schenke ich mir jetzt auch). Manch einer, der es mal gesehen hat, kommt irgendwie schneller drauf, wenn ihm das bekannt vorkommt.
Merkwürdig mit unseren Synapsen...
freak40 - 27.01.21    
Sorry, ich wollte/habe nichts betr. der Lösung verraten.
Alapin2 - 27.01.21    
freak40:Von mir aus kein Problem, im Gegenteil, freue mich, wenn viele Leute die Klassiker kennen.
Canal_Prins - 28.01.21    
@ Alapin2
....weiss kann ein Remis mit h4 halten, indem er diesen Bauern "opfert".
Vabanque - 28.01.21    
Damit der weiße König an die Damenflügelbauern rankommt.
Vabanque - 28.01.21    
Natürlich kann Schwarz in der Zwischenzeit einen Durchbruch vorbereiten und man muss dann Züge zählen, ob der weiße König wirklich rechtzeitig rankommt.
Vabanque - 28.01.21    
Gewinnt dann nicht Weiß sogar?
Canal_Prins - 28.01.21    
@Vabanque

durch die Opferung des h- Bauern ermöglicht der schw. King den weissen König auf f5 zu gehen und seine b- Bauern zu Hilfe zu gehen. Zwar versucht schwarz noch c4 zu spielen, denn weiss ruhigen Gewissens zurück schlagen kann, dann eilt jedoch der weisse King seinen letzten Bauern zu Hilfe. Partie endet mit Remis, da zwei Könige übrig bleiben.
gammapappa - 28.01.21    
Wichtig wäre noch zu erwähnen,
dass nach 1.h4 Kg4 nicht gleich 2. Kf6 kommen darf, denn dann gewinnt Schwarz wirklich durch den Vorstoß 2.....c4.
Durch 2. Kg6 wird Schwarz gezwungen, den Bauern zu nehmen und mit 3. Kf5, wie Canal Prins schon ausführte, ist das Remis gesichert.
Vabanque - 28.01.21    
>>Wichtig wäre noch zu erwähnen,
dass nach 1.h4 Kg4 nicht gleich 2. Kf6 kommen darf, denn dann gewinnt Schwarz wirklich durch den Vorstoß 2.....c4.<<

Oh, das ist ja tückisch. Schwarz inszeniert dann nach dem Bauerntausch den von mir bereits angedeuteten Durchbruch c3 nebst a3 und der weiße König kommt scheinbar ins Quadrat des a-Bauern, wird aber dann von seinem eigenen Bauern c3 (der nach dem Schlagen dort steht) am Aufhalten des Bauern gehindert. Korrekt?
patzer0815 - 28.01.21    
Korrekt. Durch 2.Kg6 kann sich der weiße König über f5 (statt f6) annähern und stünde (wenn Schwarz versucht genauso durchzubrechen) nach schwarzen a4-a3 nicht auf d4 sondern auf d4 wonach er über c2 noch rechtzeitig zum Bauern käme.
Vabanque - 28.01.21    
Du meinst wohl 'nicht auf d4 sondern auf d3'?
Canal_Prins - 28.01.21    
@ patzer0815

.....das Geschehen gut erfasst......
Vabanque - 28.01.21    
>>Durch 2. Kg6 wird Schwarz gezwungen, den Bauern zu nehmen und mit 3. Kf5, wie Canal Prins schon ausführte, ist das Remis gesichert.<<

Die Umwandlungsdrohung eines 'todgeweihten' Bauern (hier des h-Bauern) zu benutzen, um ein Tempo zu gewinnen, kommt ja in Bauernendspielen öfters vor. Trotzdem dachte ich hier wieder mal nicht daran, vermutlich weil ich nicht dachte, dass das Beispiel wirklich so kompliziert ist.

Gut, Weiß spielt also 1. h4! Kg4 (erzwungen) 2. Kg6!! Kxh4 (erzwungen) 3. Kf5, wieso bleibt dann Weiß nicht am Ende noch ein Bauer am Damenflügel übrig, mit dem er gewinnt?
Canal_Prins - 28.01.21    
@Vabanque

3. Kf5,c4
4. bxc4,bxc4
5 .Ke4, c3
6. bxc3, Kg5
7. Kd5, Kf4
8. Kc4, Ke4
9. Kb3, Kd3
10. Ka4 (oder c4),Kxc3 (Kd4)
11. Kxa5....Remis
Vabanque - 28.01.21    
Ach so, dann kommt der schwarze König also auch rechtzeitig ran, was man zunächst nicht so vermuten würde.