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Schach zum Hören

Hasenrat - 19.07.20    

Wir alle beschäftigen uns ja am liebsten rund um die Uhr mit Schach.^^
Doch was, wenn weder Internet/PC zur Verfügung stehen, noch ein Brett mit Figuren und auch kein Schachbuch zur Hand ist, oder einem sozusagen die "Hände gebunden" und der Sehsinn anderweitig gefordert (z. B. beim Autofahren?)
Genau, Schach zum Hören müsste es geben (dachte ich schon lang), und das gibt es tatsächlich auch.

Zum Beispiel Podcasts: ein deutscher ist noch gar nicht so lang dabei, mit Schachgeflüster (von Michael Busse) - meinen ersten Eindrücken nach gerade auch für ganz normale Schachenthusiasten mäßigen Spielniveaus bis "runter" zum Einsteiger geeignet. Die Themenbandbreite sehr groß: von Interviews mit Promis der Schachszene, über Teilaspekte des Spiels und Themen rund ums Schach bis hin zu Schachtheoremen sogar.

Prominenter da schon der amerikanische The perpetual chess Podcast von Ben Johnson. Hier stehen offenbar GM- u. Promiinterviews im Vordergrund.

Kennt Ihr noch mehr, anderes?
Wie sind Eure Erfahrungen mit den genannten Audiomöglichkeiten sich mit Schach zu beschäftigen?

macmoldis - 19.07.20    

mal bei der ARD-Audiothek geschaut, einiges zum Hören da
https://www.ardaudiothek.de/suche?q=schach

Vabanque - 19.07.20    

Schach zum Hören?

Interessanter Gedanke, auch oder gerade wo Schach doch von seinem Wesen her ziemlich visuell ist. Selbst der Blindschachspieler stellt sich die Stellung vor seinem geistigen Auge vor.

Zu der Zeit, als ich Jugendlicher war, gab es im Radio die Reihe 'Schach mit Wolfgang Unzicker'. Ich erinnere mich leider nur noch sehr grob, aber es lief wohl so ab, dass der berühmte GM am Anfang immer ein paar einleitende Worte über einen berühmten Spieler, ein gerade laufendes wichtiges Turnier (z.B. die Kandidatenkämpfe) oder über generelle Schachprinzipien, die er mit der jeweiligen Folge erläutern wollte, sprach. Danach forderte er den Hörer auf, eine bestimmte Stellung aufzubauen. Hier musste man flink sein, um nicht den Anschluss zu verlieren. Unzicker erläuterte dann die Stellung und diktierte ein paar Züge bzw. Varianten. Das ging leider alles viel zu schnell. Da waren die Fernsehsendungen mit Pfleger und Hort, die es damals ebenfalls schon gab, schon deutlich anschaulicher, auch wenn die Erläuterungsweise dort eher in die andere Richtung ging, d.h. zum Teil Offensichtliches wurde lang und breit diskutiert. Die Pfleger-Sendungen wandten sich ja auch ausdrücklich an alle Spieler, auch an Anfänger, während Unzickers Zielgruppe eindeutig die bereits geübten Spieler waren.

Schach zum Hören?

Das kann wohl nicht so aussehen, dass ein Schachbuch einfach als Hörbuch eingesprochen wird :-)
Stellt euch mal Fischers 'My 60 memorable Games' als Hörbuch vor. Oder Anands 'My best games', vielleicht sogar von ihm selbst gelesen? Ich glaube, das würde sogar den hartgesottensten Fan zur Strecke bringen ;-)

Interviews mit Spielern, Berichte über Turniere, Beiträge zur Schachgeschichte, vielleicht allgemeine Schach-Tipps, oder sogar Schach-Anekdoten, alles was als reine Information vermittelt werden kann, ist natürlich denkbar.

Partiestellungen und Züge, oder gar ganze Partien zum Hören erscheinen mir kaum sinnvoll.
Eröffnungstheorie zum Hören? Auch kaum vorstellbar. Wie sollte das überhaupt gestaltet werden? Endspieltheorie ebensowenig.

D.h. alles was echte Substanz besitzt, und was für den Schach-Lernenden deswegen auch richtige Knochenarbeit darstellt, wenn er sich verbessern will, ist m.E. auf dem Wege des Hörens nicht vermittelbar. Schach-Hören bleibt sozusagen an der Peripherie.

Oder seht ihr das anders?

pirc_ - 19.07.20    

Ich habe letztens ein Interview mit Aljechin aus dem Jahr 1938 gehört...also das fand ich sehr interessant, bin ich nun in der Peripherie? :-)

Vabanque - 19.07.20    

Das war ja nicht abwertend gemeint gewesen.

pirc_ - 19.07.20    

Habe es auch nicht so aufgefasst mein gutster :-)

Bluemax - 19.07.20    

Der Schachgeflüster Podcast ist wirklich klasse, nur zu empfehlen. Michael Busse hat im Prinzip schon fast alle deutschen Schachgrößen zu Gast gehabt, und das erst seit Januar.

Vabanque - 19.07.20    

Interessanter Tipp! Hier scheint man alle (?) Folgen zu finden:

https://www.podcast.de/podcast/722189/

Hasenrat - 20.07.20    

Er hat mittlerweile eine eigene Seite:
https://www.schachgefluester.de/

Bluemax - 21.07.20    

Klasse, es scheint ja wirklich voran zu gehen. Ich bin schon sehr erstaunt, was er in so kurzer Zeit quasi 'do it yourself' aus dem Boden gestampft hat.

Nachdem Gustafsson in der letzten Folge als Gast da war (er hat eigentlich nur noch gefehlt) stellte ich mir grade die Frage, was wohl unser Admin zu einer Einladung sagen würde :-))

Vabanque - 21.07.20    

>>Nachdem Gustafsson in der letzten Folge als Gast da war (er hat eigentlich nur noch gefehlt)<<

Fehlen denn nicht auch noch Uhlmann, Hübner, Hort, Bischoff, Naiditsch, Kindermann, Knaak, Hertneck, Hickl, Lutz, Müller, Luther ... und vor allem Keymer?

Vabanque - 21.07.20    

Nicht dass ich es jetzt für realistisch halten würde, dass die von mir Genannten alle in dem Podcast auf absehbare Zeit (oder überhaupt) noch zu Wort kommen werden (und es gibt noch wesentlich mehr bedeutende deutsche Schachspieler, die noch unter den Lebenden weilen, selbst wenn man mal von inaktiven GM wie Lobron und Wahls absieht, die ja auch in der deutschen Schachgeschichte einen wichtigen Platz einnehmen), aber angesichts so vieler Lücken lässt sich doch die Behauptung von SF Bluemax: ' Michael Busse hat im Prinzip schon fast alle deutschen Schachgrößen zu Gast gehabt' in meinen Augen kaum aufrecht erhalten.
Von denen, die bereits da waren, sind mir wiederum 'nur' Pfleger (klar), Siebrecht, Huschenbeth, King, Nickel, die Lubbes und natürlich Gustafsson ein Begriff. Dass ich die anderen nicht kenne, muss natürlich nichts besagen.

Alapin2 - 21.07.20    

@ Vabanque
War Artur Jussupow schon da ? Ist "Arno"Nickel gemeint ? Bekannter Verleger,ja,
aber,sorry, "Schachgröße" ??

Vabanque - 21.07.20    

Jussupow war tatsächlich in Folge 32 da, wie ich gerade festgestellt habe :-)

Unter Hasenrats Link kann ich nämlich nur die Folgen bis einschl. 30 sehen, warum auch immer.

Arno Nickel ist doch immerhin Fernschach-GM. Ob dies zu der Bezeichnung 'Schachgröße' reicht, mag jeder selbst entscheiden.

Wenn man streng ist, bleiben wohl tatsächlich nur noch Pfleger, Jussupow, Huschenbeth und Gustafsson. Und auch diese kommen von ihrer Bedeutung an Hübner oder Uhlmann nicht ganz heran.

Vabanque - 21.07.20    

Der Begriff 'Schachgröße' müsste generell noch geklärt werden. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit jemand als Schachgröße gelten kann?

In diesem Thread ist das freilich off-topic, aber ob sich andererseits ein eigener Thread über diese Frage lohnt?

Zu einem Konsens wird man bei der Definition von 'Schachgröße' vermutlich auch kaum gelangen.

Vermutlich sollte man auf den Gebrauch so eines Begriffs gleich ganz verzichten, sonst heißt es immer, warum wird dieser als Schachgröße bezeichnet und jener aber nicht.

Oder man setzt auf knallharte Zahlen und legt z.B. fest 'Als Schachgröße gilt, wer schon einmal 2600 Elo erreicht bzw. überschritten hat'.

Vabanque - 21.07.20    

Wobei sich dann aber wieder das Problem ergibt, dass man frühere Elo-Zahlen nicht so einfach mit den heutigen vergleichen kann; die Zahlen aus den 70er Jahren waren generell viel niedriger, da begann die Weltklasse schon bei 2500.

pirc_ - 21.07.20    

Es fehlt dort eine Episode mit shaak :-)

Bluemax - 21.07.20    

Okay zugegeben, wehrter SF Vabanque, mein Ausspruch '... fast alle deutschen Schachgrößen ...' war sicher etwas spitz formuliert. Ja und wie definiert man Schachgröße? Also ich würde sagen, Elo 2550+ sollten es dann doch mindestens irgendwann schon gewesen sein. Wahrscheinlich eher 2600+.
Da bleiben dann von deinen o.g. Spielern nicht mehr viel übrig. Aber vielleicht kommen sie ja noch alle :-)

Vabanque - 21.07.20    

>>Da bleiben dann von deinen o.g. Spielern nicht mehr viel übrig<<

Eigentlich bleiben alle von mir Genannten übrig:

Hübner, Hort, Hertneck, Hickl, Luther, Lutz, Wahls, Lobron hatten alle schon mal über 2600, Bischoff, Kindermann, Knaak, Uhlmann, Müller hatten immerhin über 2550.
Naiditsch hatte sogar schon mal die 2700 überschritten.
Keymer hat aktuell, im Alter von 15 Jahren, bereits über 2550.

Die 2600er Fridman, Blübaum und Braun habe ich oben leider auch noch vergessen, und sicher auch noch ein paar andere, aber meine Liste erhebt ja auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Da hat Michael Busse jedenfalls noch eine schöne Liste zum Abarbeiten ;-)

Alapin2 - 21.07.20    

@ Vabanque "....Arno Nickel ist doch immerhin Fernschach GM...."
...das wusste ich nicht,war mir nur als Schach-Verleger und ehemaliger Schach- Gegner bekannt.
Kenne die ehemalige Nr.2 der Fernschach-Weltrangliste persönlich:der Erste,der
den "Grossen" Ulf Andersson in einer FS- Partie besiegte. Angeblich liefen im Keller immer 2 Schachcomputer gleichzeitig auf Dauer...Ein ganz lieber,sympathischer Kamerad..... den müsste man in vorderster Linie auch mal
interviewen...würde er mit Sicherheit,wie ich ihn einschätze, nicht wollen !?
...finde,irgendwie endet die Diskussion mal wieder im Uferlosen....

Vabanque - 21.07.20    

Offenbar ist Arno Nickel im Fernschach gegenwärtig die Nr. 9 der Welt:

https://en.wikipedia.org/wiki/Arno_Nickel

Vabanque - 22.07.20    

>>...finde,irgendwie endet die Diskussion mal wieder im Uferlosen....<<

Wieso uferlos? Es ist halt eine Diskussion über die Leute, die im Podcast 'Schachgeflüster' bereits zu Wort kommen durften ... und inwiefern diese unter den Begriff 'Schachgrößen' fallen (weil SF Bluemax dies aufbrachte).

Sollen denn überhaupt alle Gäste des Podcasts 'Schachgrößen' sein? Nicht unbedingt, in den Folgen des Podcasts sollen offenbar ja auch viele unterschiedliche Aspekte des Schachs zu Wort kommen. Deswegen werden ja auch die Themen Schachboxen, Frauenschach, Schach-Organisation, Schach-Politik (was darunter auch immer zu verstehen sein mag) und Schach-Kommentierung (nein, damit meine ich nicht mich selbst, sondern u.a. die Lubbes oder auch Dr. Pfleger) berücksichtigt. Und das ist sicher gut so.

Insofern kann man auch auf seinem Gebiet eine Schachgröße sein, ohne in die Nähe der 2600 gekommen zu sein. Pfleger ist dadurch, dass er mit seinen Fernsehsendungen Schach für ein breites Publikum zugänglich gemacht hat, mit Sicherheit unter die 'Schachgrößen' einzuordnen (und so nebenbei war er in seiner besten Zeit zwar nicht unbedingt Weltspitze, aber doch ein starker GM).

Eine Sendung mit einer Schachboxerin oder mit einem FIDE- oder DSB-Funktionär würde ich mir persönlich zwar nicht anhören, aber für manch einen mag gerade dies besonders interessant sein.

Umgekehrt sind die größten Spieler vielleicht auch nicht unbedingt die spritzigsten Diskussionspartner ;-)

Bluemax - 22.07.20    

Also ehrlich gesagt @SF Alapin2 finde ich die Diskussion nicht wirklich ins uferlose abdriften.
Aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz eines Vabanque können wir alle nur lernen ;-)

@Vabanque
Ich weiß nicht warum aber ich hab mir lieber 1 Std. lang einen Podcast über eine Schachboxerin angehört ( weil davon ja nicht wirklich viel in den Medien erscheint ), als das ich mir was von Hickl, Kindermann oder Müller anhören würde. Zwar sind oder waren sie gestandene BL Spieler aber mir fehlt etwas der Bezug zu ihnen. Wäre auch schön wenn sie online etwas mehr präsent wären, wie z. B. Jens Hirnreise.

Zu Herrn Naiditsch möchte ich lieber auch nix hören aus den bekannten Gründen.
Und ja klar, Keymer, Bluebaum und Fridmann wären schon hoch interessant, sowie Hübner (lange nix gehört von ihm, hoffentlich geht es ihm gut)

Vabanque - 22.07.20    

>>Aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz eines Vabanque können wir alle nur lernen ;-)<<

War das jetzt Ironie? ;-))
Es darf hier doch ein jeder seinen eigenen Erfahrungsschatz und sein Schachwissen (oder auch sonstiges Wissen) präsentieren. Aber nur wenige tun es, vielleicht weil sie dann häufig als 'Besserwisser' von irgendjemandem dumm angemacht werden.

>>Ich weiß nicht warum aber ich hab mir lieber 1 Std. lang einen Podcast über eine Schachboxerin angehört<<

Ich meinte ja auch nur, ich persönlich würde mir das nicht anhören, weil mich diese Disziplin halt nicht interessiert.

>> ( weil davon ja nicht wirklich viel in den Medien erscheint )<<

Das lässt sich über Schach aber generell so sagen. Schachboxen scheint halt nochmal ein Stück unpopulärer zu sein, obwohl man ja eigentlich glauben könnte, dass die spezielle Verbindung es publikumswirksamer machen würde (vielleicht war das ursprünglich sogar mal so gedacht gewesen). Aber offenbar wird die Verbindung von Schach und Boxen nicht nur von mir irgendwie als unpassend empfunden. Das Problem ist halt auch, dass sich anscheinend keine wirklich starken Schachspieler an Schachboxen beteiligen. Zumindest war es vor einigen Jahren so gewesen, ich bin aber nicht informiert, ob sich dass mittlerweile geändert hat.

>>als das ich mir was von Hickl, Kindermann oder Müller anhören würde. Zwar sind oder waren sie gestandene BL Spieler aber mir fehlt etwas der Bezug zu ihnen.<<

Nun, ich bin mit deren Karriere ja quasi aufgewachsen, ich habe ihre Entwicklung damals ein Stück weit mit verfolgt. Von daher interessieren sie mich. Überdies gilt Karsten Müller ja als der größte deutsche Endspiel-Experte (zumindest war das mal so). Wie unterhaltsam er in einem Interview rüberkommen würde, steht auf einem anderen Blatt ;-)

>>Wäre auch schön wenn sie online etwas mehr präsent wären, wie z. B. Jens Hirnreise.<<

Von dem hatte jetzt wiederum ich noch nicht gehört. Ich musste ihn erstmal googeln, was aber leider nicht viel ergeben hat. Anscheinend hat er FM-Titel.

>>Zu Herrn Naiditsch möchte ich lieber auch nix hören aus den bekannten Gründen.<<

Was sind denn die 'bekannten' Gründe? Dass er seit einigen Jahren für Aserbaidschan spielt? Kann man ihm das verübeln nach den Differenzen mit Uwe Bönsch? Im Grunde interessiert mich wenig, wer in diesem Streit Recht oder Unrecht hatte. Mich interessieren allein die schachlichen Verdienste der Spieler.
Ist Naiditsch nicht immerhin einer von nur 2 deutschen Spielern, die jemals die 2700 überschritten haben? (Man korrigiere mich, wenn ich jemanden übersehen habe.)

>>sowie Hübner (lange nix gehört von ihm, hoffentlich geht es ihm gut)<<

Von Hübner hört man immer mal ab und zu wieder was, meistens was Schräges ;-)

Hasenrat - 22.07.20    

Gegen FM Hirneise hab ich sogar letztens online in der Quarantäneliga gespielt - selbstredend bin ich vollständig untergegangen .

Ist jetzt nicht auch Georg Meier "von der Fahne gegangen" - und spielt fürderhin für Uruguay? - über seiner öffentlichen Twitter-"Schlammschlacht" mit E. Pähtz?

Hübner spielt Oberliga in Siegburg, nicht?

Vabanque - 22.07.20    

>>Ist jetzt nicht auch Georg Meier "von der Fahne gegangen" - und spielt fürderhin für Uruguay? - über seiner öffentlichen Twitter-"Schlammschlacht" mit E. Pähtz?<<

Was du alles weißt - solche Dinge verfolge ich eigentlich nie. Aber hast du nähere Infos oder einen Link dazu?

Vabanque - 22.07.20    

Jedenfalls gehört Georg Meier auch zu den 2600ern, die ich oben leider vergessen habe.

Vabanque - 22.07.20    

Die ganze Recherche über die deutschen GM hat bei mir immerhin dazu geführt, dass ich positiv erstaunt bin, wie viele deutsche Top-Spieler es mittlerweile schon gibt oder gab (egal ob man jetzt bei 2600 oder 2550 ansetzt).

Es gibt natürlich auf der Negativ-Seite auch diejenigen , die sich - wie die von SF Hasenrat erwähnte Elisabeth Pähtz - selber für Schachgrößen halten. Das kann dann sehr schnell peinlich werden.

Hasenrat - 22.07.20    

Mein letzter Stand in der causa Meier/Pähtz rührt von da her:
https://perlenvombodensee.de/2020/06/21/..

Vabanque - 22.07.20    

Danke, ich wusste nicht, dass er sowieso die uruguayische Staatsbürgerschaft hat.

Bluemax - 23.07.20    

Vabanque - 22.07.20

>>War das jetzt Ironie? ;-)) <<

Nein Vabanque, das war auf jeden Fall nicht als Ironie gedacht. War schon so gemeint :-))

>>Von dem (Jens Hirnreise) hatte jetzt wiederum ich noch nicht gehört. Ich musste ihn erstmal googeln, was aber leider nicht viel ergeben hat. Anscheinend hat er FM-Titel. <<

Wenn du nicht so viel weisst über ihn dann weiss ich logischerweise noch viel weniger. Auf einer anderen Schachplattform organisiert er halt eine Menge Online Turniere, teils auch ohne Startgeld aber mit Geldgewinnen ( 1. Platz bekommt 2-3-Euro). atürlich hat man keine Chance auf den 'Jackpot', aber vielleicht wird man 200., 300.,400. .... Für die gibt's dann auch noch nen Euro
:-))

Bluemax - 23.07.20    

*natürlich

Vabanque - 23.07.20    

Es ist einfach eine Sache unserer unterschiedlichen Herangehensweise an das Thema Schach.

Da ich noch zu den Schach-Dinosauriern gehöre, die ohne Online-Schach, ja sogar ohne Schachcomputer (!) aufgewachsen sind, ist für mich das Online-Schach nie in den Status vollwertigen Schachs aufgerückt. Entsprechend habe ich mich nie mit den Persönlichkeiten beschäftigt, die im Online-Schach eine Rolle spielen.

Sollte sich das Weltspitzenschach - bedingt durch Corona - nun ebenfalls ganz in den Online-Bereich verlagern, so werde ich mich auch nicht weiter mit aktuellem Schach beschäftigen. Denn im Online-Schach ist dem Cheating ja Tür und Tor geöffnet. Mich interessieren nur Spitzenleistungen, die am realen Brett, Auge in Auge mit dem Gegner, erbracht werden.

Sollte professionelles Spitzenschach in Zukunft wegen des Infektionsschutzes nur noch online ablaufen, so ist für mich persönlich die Schachgeschichte damit abgeschlossen, und Carlsen ist der letzte Weltmeister in der Art von Schach, das ich für mich - aufgrund meiner erwähnten Vorgeschichte - als das einzig richtige betrachten kann. Der Rest interessiert mich dann einfach nicht mehr.

Man kann natürlich auch noch weiter gehen und Kasparov, allenfalls noch Kramnik, als den letzten Weltmeister betrachten, der den Titel ohne Computervorbereitung erlangt hat. Später spielten Engines zumindest in der Vorbereitung auf die Partien bereits eine wesentliche Rolle.

Bluemax - 23.07.20    

Aber das war sicher etwas offtopic, sorry :-)

Zum Thema Podcasts will ich aber auf jeden Fall noch 'Baywatch Berlin'
empfehlen. Wer Klass Heufer-Umlauf mag wird sich wegschmeissen :-)
Eigentlich gibts viele gute PC's, Da ist sicher für jeden was dabei.

Bluemax - 23.07.20    

Ich meinte meinen Thread davor :-)

Vabanque - 23.07.20    

Ich habe leider auch schon wieder off-topic gepostet :-/

Vabanque - 23.07.20    

Der Thread ist dermaßen frequentiert, dass sich bereits Beiträge überschneiden :-))

Bluemax - 23.07.20    

:-))

Vabanque - 23.07.20    

Glücklicherweise bist wenigstens du zum Thema zurückgekehrt. Vorbildfunktion :-)

Bluemax - 24.07.20    

>> Vabanque - vor 18 Std.
Glücklicherweise bist wenigstens du zum Thema zurückgekehrt. Vorbildfunktion :- <<

Es fällt mir allerdings sehr sehr schwer, bei den interessanten Themen die hier angeschnitten wurden :-)

Vielleicht können wir ja einen neuen Thread aufmachen über Schachspieler National.
Dann könnte ich mich auch mal auslassen über das alberne gehabe von Fr. Pähtz und Herrn Meier. Ich hab manchmal wirklich den Eindruck, das man manche deutsche Schachspieler*innen, sobald sie die 2300 erreicht haben, nur noch mit ‘eure königliche Hoheit’ anreden darf. Ist sicher auch andernorts ähnlich.

Bluemax - 24.07.20    

>> Hasenrat - 22.07.20
Gegen FM Hirneise hab ich sogar letztens online in der Quarantäneliga gespielt - selbstredend bin ich vollständig untergegangen. <<

Auch ich durfte mal gg. jeffforever antreten, im Bullet Team Match. Er hat mich zerstört !
Danach hatte ich 2 Tage keine Lust auf Schach
:-))

Vabanque - 24.07.20    

>>Dann könnte ich mich auch mal auslassen über das alberne gehabe von Fr. Pähtz und Herrn Meier. Ich hab manchmal wirklich den Eindruck, das man manche deutsche Schachspieler*innen, sobald sie die 2300 erreicht haben, nur noch mit ‘eure königliche Hoheit’ anreden darf. Ist sicher auch andernorts ähnlich.<<

Na ja, ich bezweifle eigentlich, ob die Überheblichkeit vieler Schachspieler (und dies ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal der deutschen Kollegen!) ein wirklich lohnendes Diskussionthema abgibt :-)

Vabanque - 24.07.20    

>>Bluemax - vor 2 Std.

>> Hasenrat - 22.07.20
Gegen FM Hirneise hab ich sogar letztens online in der Quarantäneliga gespielt - selbstredend bin ich vollständig untergegangen. <<

Auch ich durfte mal gg. jeffforever antreten, im Bullet Team Match. Er hat mich zerstört !
Danach hatte ich 2 Tage keine Lust auf Schach
:-))<<

Den Frust nach so einer Niederlage kann ich nachvollziehen. Viel schlimmer ist allerdings der Frust nach einer Niederlage gegen jemanden, der 500 DWZ weniger hat als man selbst. Schlimmer ist auch der Frust, wenn man gegen einen Titelträger auf Gewinn stand und es dann noch versiebt hat.

Ich hatte in meiner aktiven Zeit die Gelegenheit, mit einem 2300er (Thomas Hänsel, damals Erfurt, jetzt Wolfsburg) zu analysieren und auch zu blitzen. Ich weiß nicht, ob ich jemals eine Partie gegen ihn gewonnen habe, ich glaube nicht. Aber das Analysieren meiner eigenen Partien mit jemandem, der 300 Punkte stärker war, hat mich jedenfalls (statt Frust) zu einer realistischen Einschätzung geführt, worin seine Überlegenheit genau bestand. Er sah in der Analyse die Varianten meist viel schneller als ich. Entschieden seltener war es, dass er Möglichkeiten sah, an die ich gar nicht gedacht hatte, allerdings kam auch das vor.
Daran erkannte ich: Die Überlegenheit des stärkeren Spielers besteht nicht darin, dass er ganz andere Kenntnisse oder Methoden hätte, es ist schlicht und einfach so, dass er den Überblick über die Situation auf dem Brett und die vorhandenen Zugmöglichkeiten beider Seiten schneller erfasst als ich, was zum Teil sicher an mehr Spielen und mehr Training liegt, zum Teil aber auch an einer höheren Begabung für das Spiel.
Man sagt wohl nicht umsonst, dass auf ein 2000er-Niveau jeder kommen kann, wenn er sich genügend mit Schach beschäftigt, aber dass man, um noch weiter zu kommen, tatsächlich Begabung benötigt. Und genau die fehlt mir anscheinend.

Bluemax - 24.07.20   +

Vabanque - vor 6 Std.
>>Den Frust nach so einer Niederlage kann ich nachvollziehen... <<

Eigentlich kann ich ja mit Niederlagen recht gut umgehen, habe auch nie ein Problem gehabt wenn andere besser sind. Bei der Partie kam aber vieles zusammen. Man nimmt sich vor wenigtens gegen zu halten, 30 Züge sollten doch eigentlich drin sein. Eine feste Verteidigung vielleicht aufbauen, dann soll er nur kommen dachte ich. Auch schnell ziehen ( war ja online und eine 1Min. Partie ) kann helfen, einen FM ins schwitzen zu bringen. hab ich alles gemacht.
Bei den allermeisten wesentlich stärkeren Gegner komme ich so wenigstens ins Endspiel Bzw. ins späte Mittelspiel. Nicht so hier, meine Stellung flog auseinander ehe ich mich versah und ich konnte nicht mal fairerweise aufgeben weil ich schon Matt war :-))

>> Daran erkannte ich: Die Überlegenheit des stärkeren Spielers besteht nicht darin, dass er ganz andere Kenntnisse oder Methoden hätte, es ist schlicht und einfach so, dass er den Überblick über die Situation auf dem Brett und die vorhandenen Zugmöglichkeiten beider Seiten schneller erfasst als ich, was zum Teil sicher an mehr Spielen und mehr Training liegt, zum Teil aber auch an einer höheren Begabung für das Spiel.
Man sagt wohl nicht umsonst, dass auf ein 2000er-Niveau jeder kommen kann, wenn er sich genügend mit Schach beschäftigt, aber dass man, um noch weiter zu kommen, tatsächlich Begabung benötigt. Und genau die fehlt mir anscheinend. <<

Da bin ich ganz bei dir und sehe das genauso.
Ich fürchte auch das ich zu lange dachte, das Training ausreicht um vielleicht einmal einen Titel zu erreichen.
Begabung fehlt mir ganz sicher auch :-)

toby84 - 24.07.20   +

mir fehlt schon die fähigkeit, die stellung blind zu visualisieren. deshalb haben alle meine berechnungen zwangsläufig eine grenze. je stärker die stellung sich in der variantenberechnung ändert, desto größer ist damit auch die fehleranfälligkeit.

Bluemax - 31.07.20    

Aktuell im Podcast ‘Schachgeflüster‘ die Folge
#35 mit Vlastimil Hort (leider mit etwas verrauschtem Audio).
Trotzdem ein Genuss Hort‘s Geschichten an zu hören.

Bluemax - 31.07.20    

Aktuell im Podcast ‘Schachgeflüster‘ die Folge #35 mit Vlastimil Hort (leider mit etwas verrauschtem Audio).
Trotzdem ein Genuss Hort‘s Geschichten an zu hören.

Bluemax - 31.07.20    

“Doppelt hält besser“
:-))