Miscellaneous

Dieselfahrverbot

verlierer - 24.09.18  

Bitte lesen:
https://www.change.org/p/bundesregierung..

Jupp53 - 24.09.18  

Bitte auch die Kommentare in diesen beiden angegebenen Quellen lesen.

https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kom..
https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kom..

degroeta - 24.09.18    

@Jupp53, ich habe die heise.de Kommentare nicht gelesen. Ich finde da nur Kommentare, den Artikel sehe ich nicht.

Die Petition macht ja erstmal einen guten Eindruck. Ich halte es jedoch für Augenwischerei. Schließlich ist das 1 Liter Auto schon seit Jahren realisierbar, was Pietsch schon mal demonstriert hat. Allerdings ist die Wirtschaft am Verkauf von viel Öl interessiert. Wenn die Verkaufsmenge sich um 9/10 reduziert, weil die Autos weniger verbrauchen, dann könnte die Ölwirtschaft kollabieren oder ihr Image einbüßen. Deshalb werden die Ölbosse den Politikern so lange auf die Füße treten, wie es eben möglich ist.
Weniger Verbrauch ergibt weniger Giftstoffe. Hier sehe ich einen interessanten und wirtschaftlichen Ansatz.
Das mit dem rausfiltern von Giftstoffen aus dem Abgas und die These mit den ach so gesunden Autos ist in BeZug auf die große Abgaslüge wenig glaubwürdig. Autos produzieren Giftstoffe, sie haben dadurch Einfluss auf unsere Umwelt und dadurch auch auf unsere Gesundheit. Die wahre Frage ist: Wie groß ist dieser Einfluss, bzw. wie stark schaden uns die Giftstoffe aus den Abgasen. Wenn jemand in diesen Bereich glaubhaft Klartext spricht, dann höre ich zu. Daher sehe ich keine NotWendigkeit diese Petition zu unterstützen.
Erst wenn überprüfbare Aussagen im Bezug auf weniger Verbrauch und der Filterung von Abgasen bzw. die Entwicklung von nachhaltigen und keine oder wenig Giftstoffe emittierenden Motoren vorankommt, ist es Zeit an Unterstützung zu denken.

Tschechov - 25.09.18    

@degrotea: Du mußt auf die Überschrift klicken, dann erscheint der Artikel.

degroeta - 25.09.18    

@Tschechov: Danke ich habe es gefunden.

verlierer - 25.09.18    

Die ganze Hysterie gegen Diesel-Pkw ist wenig glaubhaft, auch Benziner stoßen Schadstoffe aus. Unverständlich ist mir insbesonders, dass beispielsweise ein VW Lupo 3L mit 3 Litern Durchschnittsverbrauch ausgesperrt wird, hingegen ein Porsche mit 370 PS und 24 Litern Verbrauch durch die Innenstadt gurken darf!

eika13 - 08.10.18    

https://www.t-online.de/nachrichten/ausl..
Viel Text, wenig Beachtung, leider.

Jupp53 - 08.10.18    

hr2 - Der Tag zum Thema Diesel. Informativ, verschiedene Aspekte und Fachleute kommen zu Wort. Etwa 55 Minuten. Die lassen sich gut in Abschnitten holen.

Jupp53 - 08.10.18    

http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podc..

Sorry, hier der Link.

Kettmann - 17.10.18    

Noch nie zuvor war seit über 100 Jahren die Luft so sauber wie heute. Man soll mal zurückdenken als sich alle über die stinkenden Zweitakter aus DDR Zeiten aufregten.
Dagegen ist doch wohl ein Diesel heute ein Scheissdreck dagegen. Seit 1990 erfinden die regierenden Probleme die es gar nicht zu lösen gibt. Was hat denn eine Kanzlerin seit Ihrer Amtseinführung geschafft?????Die wirklichen Probleme wie Armut und Altersarmut zu beheben, Bürokratie abzubauen(war ihr Wahlziel) wurden schon nach Ihrer Amtseinführung wieder unter den Tisch gekehrt.

Cornwall - 17.10.18   +

Was hat denn .... eine Kanzlerin geschafft?

Z.B. Abbau Arbeitslosigkeit, Abbau Staatsverschuldung.

Vabanque - 17.10.18    

>>Die wirklichen Probleme wie Armut und Altersarmut zu beheben<<

Das sind in Deutschland also die wirklichen Probleme? Dabei kann es sich aber eigentlich bloß um die so genannte relative Armut handeln, denn die echte, also absolute Armut, die darin besteht, dass sich der Mensch seine Grundbedürfnisse nicht mehr leisten kann, kommt doch gerade in Deutschland so gut wie gar nicht vor.

Turbohans - 17.10.18  

Was sind die Grundbedürfnisse?

Vabanque - 17.10.18    

In diesem Fall: was zum Überleben absolut benötigt wird.

Jupp53 - 17.10.18    

Grundbedürfnisse für mich in dem Kontext:

Nahrung
Kleidung
Wohnung mit Heizung im Winter
Ausbildung für die Kinder zahlen können
Medizinische Grundversorgung

Es gibt allein in Frankfurt/Main nach Schätzungen der Sozialverbände etwa 50k Menschen, die regelmäßig Hungern. Jeden Tag sind in den Schulen Kinder, die Lernprobleme wegen Mangelernährung haben. Das Thema Kinderarmut und Ausbildungschancen ist ein großes Problem. Hier ist die Gesellschaft gespalten. Es gibt soziale Sektoren, die das aus ihrer Lebenserfahrung heraus nicht glauben können und dann solche, die keine Chance sehen dem zu entkommen.Die Gesellschaft hat sich da katastrophal auseinander entwickelt.

Über diese Bedürfnisse hinausgehend sehe ich sinnvolle Arbeit, soziale Kontakte und Kultur (z.B. auch Schachvereine) als gesellschaftlich zu sichern an. Das geschieht in einem hohen Umfang über privaten Einsatz. Viele Vereinsmitglieder, Nachbarn, Freunde leisten hier Anerkennenswertes.

@vabanque - Was die Bedürfnisse angeht können wir uns wahrscheinlich einigen.

Vabanque - 17.10.18    

Laut Wikipedia ist die Definition von Armut

'die mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens'

Weiter unten im Wikipedia-Artikel, im Abschnitt 'absolute' Armut, findet sich der Satz:

'Die Weltbank sieht Menschen, die weniger als 1,90 PPP-US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben, als „arm“ an.'

Es würde mich sehr wundern, wenn es in Deutschland (oder generell in westlichen Industrieländern) Personen geben sollte, auf die diese 'absolute Armut' zutrifft.

verlierer - 18.10.18    

Armut ist ein dehnbarer Begriff, man kann vieles hinein interpretieren.
Vielleicht sollten wir besser von sozialer Gerechtigkeit sprechen...

Vabanque - 18.10.18    

Das wird dann möglicherweise aber noch schwieriger, denn Armut kann man zur Not noch an Zahlen festmachen (die Frage ist natürlich, wo man die Grenze zieht), soziale Gerechtigkeit aber nicht. Da hat jeder andere Vorstellungen, worin diese bestehen soll.

macmoldis - 18.10.18   +

Armut laut wikipedia?
laut Armuts- und Reichtumsbericht: Armut wird dabei im Wesentlichen als ein Mangel an Mitteln und Möglichkeiten verstanden, das Leben so zu leben und zu gestalten, wie es in unserer Gesellschaft üblicherweise auf Basis des historisch erreichten Wohlstandsniveaus möglich ist


in Deutschland und Europa zählt als arm / armutsgefährdet wer weniger als 60% des durchschnittlichen Einkommens hat.

2017 galt hier als arm, wer als Alleinstehender weniger als 1064 Euro im Monat hat, vierköpfige Famile (2Erw + 2Ki u14) waren es 2234 Euro/Mon.
Dies betraf 16,5% der Bevökerung zu.

anders herum zählt man als reich bei 250% des durchschnittlichen Einkommens
In D im Schnitt bei Alleinstehenden 4038 Euro, die o.g. vierköpfige Familie 8.479 Euro, variiert aber je nach Bundesland. sind im Schnitt 7-8% der Bevölkerung.
Kann sich jeder selbst einordnen ... Statistiken halt

Nach den Rechnungen werden wir also hier immer einen bestimmten Anteil haben, den man hier als arm bzw. reich bezeichnet, ist nur hier die Frage wie groß dieser Bevölkerungsanteil jeweils ist. Und ja es ist relativ zu sehen, aber hier in Deutschland sind die Maßstäbe halt anders als in bspw. in Rumänien oder sonstwo in der Welt.
Maßstab ist: "wie es in unserer Gesellschaft üblicherweise möglich ist"

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
"Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich“
Bertolt Brecht

verlierer - 18.10.18    

Um bei den Zitaten zu bleiben:

Da steh' ich nun, ich armer Tor.
Und bin so klug als wie zuvor.

Goethe

Jupp53 - 18.10.18    

Als gut ausgebildeter Empiriker im Bereich Biostatistik schlage ich vor, mit statistischen Definitionen vorsichtig umzugehen.

Gültiger wäre es, Armut an konkreten Ereignissen zu messen und auch hier dann noch einmal auf den Einzelfall zu sehen.

Beispiel: Kinder, die hungrig in die Schule kommen und wegen Mangelernährung die Konzentration nicht halten, kommen in der Regel aus armen Familien oder von einem Alleinerziehenden Elternteil, meistens die Mutter. Jetzt gibt es Fälle, in denen eine gute Ernährung möglich wäre, die Eltern aber nicht mit Geld umgehen können. Das ist aber nach meinen Gesprächen mit Sozialarbeitern in dem Bereich klar die Minderheit. (Wer sich die HartzIV-Sätze mal genau ansieht und überlegt, wie das nicht für einen Monat - "kein Problem" - sondern als Dauerzustand aussieht, der wird zugeben, dass eine enorme Disziplin nötig ist, und ein Fehler reicht, um für Monate im Defizit zu leben.)

Wenn die oben angesprochenen über 50,000 allein in Frankfurt/Main in Abschnitten des Monats Hunger haben, dann würde ich schon von Armut sprechen. Selbst dann, wenn es da Telefon, Strom, Wasser, Gas und Fernsehen gibt. Sicher ist das keine Vergleich mit denen die aufgerundet und 2$ täglich zum Leben haben. Trotzdem muss die soziale Wirklichkeit mit heran gezogen werden.

Richtig ist: Jeder muss in der Diskussion für sich auch Entscheidungen treffen, die sicher verschiedenen Maßstäben unterliegen. Vor dieser Schwierigkeit weglaufen heißt vor dem Fakt der Armut in Deutschland weglaufen.

Hanniball - 18.10.18  

@macmoldis....guter Beitrag

@ Jupp53......ja die Armutschere öffnet sich von Jahr zu Jahr mehr......

Da frage ich mich, warum bekommt ein Asylant oder Flüchtling genausoviel wie ein Bürger dieses Landes, der jahrelang gearbeitet hat, fleißig seine Steuern und Sozialabgaben entrichtet hat und mit 50- 55 Jahren seinen Job verloren hat und nach einem Jahr ALG I in das ALG II (SGB II) abrutscht und womöglich seine ersparte Wohnung verkaufen muss?

enno96 - 19.10.18    

Um mal zum Ursprungsthema zurück zu kommen: entscheidend ist, wie die Abgase zusammengesetzt sind.

Ich erinnere zu Zeiten der grünen Platette (Feinstaubplakette). Nahezu ale Benziner haben diese ohne Nachrüstungen erhalten. Weil diese kienen Feinstaub ausstoßen. Das hat sich in zeiten der Turboaufladung und damit geänderten Gemischaufbereitung geändert: Mercedes führte als Erstes klammheimlich Partikelfilter in Turbobenzinern ein.

Die Abgase aus dem Benziner sind auch scheiße. Jedoch muss man sagen: CO2 als Hauptbestandteil CO2 ist klimaschädlich. (jedoch gegenüber NOx nicht giftig/krebsfördernd).

Zu den technischen Unterschieden der Abgasnachbehandlung:

Beim Benziner arbeiten ein geregelter Drei-Wege-Katalysator (G-Kat). Voraussetzung ist ein konstantes Luft/Kraftstoffmischungsverhältnis (Lambda=1, kann man auf dem eigenen AU-Bericht nachlesen)

2CO+O2 -> 2 CO2 giftiges CO wird durch oxidation zu CO2 abgebaut
2 C2H6 + 7 O2 -> 6 H2O Oxidation der Kohlenwasserstoffe (HC) im AU-Bericht vermerkt
2 NO + 2 CO -> N2+2CO2 Reduktion der Stickoxide, da Krebs

Anhand der letzten Reaktion sieht man: Stickoxide sind bei Benzinmotoren vollkommen unproblematisch, da es zu Stickoxid+CO2 umgewandelt wird. Klar, Klima und so, aber kein Krebs.

Beim Diesel-Motor sieht die Sache wieder anders aus. Diese laufenin aller Regel mit Sauerstoffüberschuss (Lambda <1), daher ist die NOx-Reduktion, wie beim Drei-Wege-Kat so nicht möglich. Verwendung findet ein Oxidationskatalysator.

2CO+O2 -> 2 CO2 unvollständig verbrannter Kohlenstoff durch Oxidation zu CO2
CnHm + (n+m/4) O2 -> n CO2 + m/2 H2O Oxidation der unverbrannten Kohlenwasserstoffe (HC)

Für Stickoxide gibt es hier nichts. Dazu kommt: beim Ziel weniger Kraftstoff und damit CO2 auszublasen, wird die Verbrennung immer heißer. Nur entstehen dadurch mehr Stickoxide.

Es gibt einmal den Ansatz der selektiven katalytischen Reduktion durch Harnstoff (AdBlue), durch Hydrolyse (Reaktion mit Wasser) Kohlenstoffdioxid und Ammoniak. Dieses Ammoniak reagiert zu Stickstoff und Wasser.

NOx + NH3 -> N2 + H2O

Oder einem NOx-Speicherkatalysator. Der bindet das NOx, spätestens, wenn dieser gefüllt ist, läuft der Motor kurzzeitig mit einem fetteren Gemisch, das NOx wird zu Stickstoff und CO2 abgebaut, ähnlich dem Drei-Wege-Kat und somit "ungiftig" gemacht.

Das sind die elementaren Unterschiede.

Zum Vergleich mit der Luft mit Zweitaktern: wie viele Straßenulassungen gab es damals und wie viele gibt es heute? Stand 1.1.2018 sind es 46,5 Mio. PKWs. An diesen Wert kam man zu Zweitakterzeiten nicht im Ansatz heran. 1990 waren es knapp über 30 Mio. PKWs.

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeug..

keinstein - 19.10.18    

Die Klimatoten durch CO2 könnten eines Tages die Toten durch NOX weit übersteigen!
Eine vernünftige Gegenüberstellung gibt es nicht; wir diskutieren im luftleeren Raum!

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