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Die Erleuchtung nach dem Loslassen

keinstein - 14.11.18    

Nicht selten sehe ich meinen Fehler unmittelbar nachdem ich die Figur losgelassen habe.
Wem geht es auch so?
Ich denke, dass dies eine besondere Form der Schachblindheit (systematisches Ausblenden von Teilen des Bretts/ der Zusammenhänge) ist. Aber wie kann man dem begegnen?
Beim Schnellschach passiert mir dies natürlich besonders häufig.

jujuhehe - 14.11.18    

Mir geht das haargenau so. Ich bräuchte eine 5-Sekunden-Rücknahme-Taste...:-)

fraesgott_andi - 14.11.18    

Das ist mal ein Verbesserungsvorschlag :-))))

toby84 - 14.11.18    

statt "berührt geführt" also "einmal gezogen ist keinmal gezogen"? ;)

Vabanque - 14.11.18    

Man kann doch den geplanten Zug auf dem Analysebrett ausführen und sich die Stellung dann nochmal 5 Sekunden anschauen - oder auch (viel) länger :-)

Vabanque - 14.11.18    

Außer natürlich im Turnier 'ohne alles', welches ja Nahschach simulieren soll - so gut es eben im Fernschach geht.

123zecher - 14.11.18    

:-))
Mir ist es schon passiert, dass ich mich "verklickt" habe und meine Figur versehentlich ein Feld zu weit gezogen habe. Da wäre so ein Button wirklich himmlisch....;-)

Vabanque - 14.11.18    

Ja, gelegentlich kann das vorkommen ... allerdings auch im Nahschach ... man lässt die Figur versehentlich auf dem falschen Feld (auf das sie leider auch ziehen kann) los. Dann ist das Heulen und Zähneknirschen groß. Es soll aber auch schon Fälle gegeben haben, wo man mit dieser 'Methode' versehentlich einen noch viel besseren Zug als den tatsächlich beabsichtigten gespielt hat :-))

keinstein - 14.11.18    

Ich dachte eigentlich sowieso eher an Nahschach. Dabei mache ich diese schlechten Züge nicht versehentlich sondern mit der festen Überzeugung, dass sie gut sind. Erst unmittelbar nach dem Loslassen sehe ich den Fehler.
Ich denke schon eher an eine schädliche Anspannung, die nachlässt sobald ich den Zug gemacht habe.
Im Fernschachpartien mit einem längeren Zeitraum habe ich diese Problem eher nicht.

ketchuplover - 14.11.18    

I thought the topic line was referring to taking a dump

Vabanque - 14.11.18    

Und ich dachte an spirituelle Unterweisung, als ich den Threadtitel gelesen hatte :-)

Hasenrat - 15.11.18    

Es heißt ja auch Loslassenkönnen sei der Schlüssel zur generellen Gelassenheit im Leben.

Hasenrat - 15.11.18    

Lass los und du hast die Hände frei ... - z. B. für den nächsten Zug.^^

Vabanque - 15.11.18    

Ich dachte, es heißt: Sitz auf deinen Händen?

Schlafabtausch - 15.11.18    

ja im Nahschach ist das immer wieder mal so, man lässt los und schlägt sich an den Kopf ob seiner Dummheit. Aber erst in dem Moment wo man den loslässt.

War aber auch schonmal anders. ich ziehe ne figur lasse einen Finger los, den anderen aber noch oben auf der Figur, und schaue...sehe oh mist,aber ich hatte ja noch kontakt mit dem finger zu der figur, und ziehe sie dann woanders hin...im letzten moment noch gesehen. Aber meist ist andersrum.

keinstein - 15.11.18    

Ja, vielleicht hilft es schon das Loslassen nur anzutäuschen und die Berührung aufrechtzuerhalten oder eben bevor man zieht ganz bewußt abzuschalten und das ganze Brett nochmal zu überblicken.

Hasenrat - 15.11.18    

Hab auch schon erlebt, dass der ziehende Spieler im Zug innehielt, die zu ziehende Figur komplett vom Brett nahm und daneben abstellte. Auf den irritiert fragenden Blick des Gegenübers, gab er Bescheid: "Ja, ja, schon okay, ich ziehe sie ja gleich." Ca. 5 Minuten später zog er tatsächlich. Niemand protestierte weiter.

keinstein - 15.11.18    

Das sieht ja schon wie die hohe Kunst der psychologischen Kriegsführung aus!

Schlafabtausch - 15.11.18    

Ach sowas hab ich auch schon gemacht, daneben gestellt nicht, ich darf ja nicht loslassen, aber in der hand gehalten....also gezogen auf ein Feld, aber nochnjicht losgelassen wieder hochgenommen und in der hand behalten und neu nachgedacht...ist erlaubt

Hasenrat - 15.11.18    

Kann gut sein, dass er die Hand mit Figur neben dem Brett ruhen ließ, weiß nicht mehr.
Echt? Ist zwischenzeitliches Loslassen schon sanktionierbar?

Vabanque - 15.11.18    

Die Frage ist, wie die Sanktionen aussehen ... mit der Figur ziehen muss er ja ohnehin. Er kann sie auch aufs Ausgangsfeld zurückstellen, zumindest früher (wo ich noch Turnierschach spielte) durfte man das. Wenn man dann irgendwann doch zieht, muss man es halt mit dieser schon berührten oder halb gezogenen Figur tun.

Hasenrat - 15.11.18    

Das hätte ich auch so gesehen.

Sanktionen sehen bei Erstverstößen eine Verwarnung u. Zeitgutschrift für den Gegner vor. Meine ich.

Schlafabtausch - 15.11.18    

Ich glaube nicht dass neben dem Brett stellen erlaubt ist, im Zweifel gilt die figur doch dann sicher als aus dem Spiel oder? Wie gesagt, aus dem Bauch heraus, daneben stellen würde ich sie nicht. Aber wie gesagt, solange Kontakt da ist sehe ich das Unproblematisch

Jupp53 - 15.11.18    

Bevor ich jetzt den Artikel hier reinkopiere kann jeder sich den Link unten auf der Seite https://www.schachbund.de/satzung-ordnun.. ansehen. Artikel 4 ist zu der hier gestellten Frage ohne Aussage.

Bin ich naiv, wenn ich hier als SchiRi die Betroffenen um eine einvernehmliche Einigung bitten würde?

Schlafabtausch - 17.11.18    

Dann bräuchte man keine Schiri!

Jupp53 - 18.11.18    

Manchmal reicht eine Erinnerung an die eigene Verantwortung. Ein Schiri ist dann am besten, wenn man ihn fast nicht bemerkt.

Engelbart - 25.11.18    

"Die Fehler sind alle da, sie müssen nur gemacht werden" frei nach Tartakover
"Einer muß den Job ja machen" frei nach Lindenberg

Sind nicht die Fehler die Seele des Schachspiels? Perfektes Schach ist langweilig.
Siehe WM.

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Schlafabtausch - 27.11.18    

Alte Schachweisheit: "Wer den VORLETZTEN Fehler macht Gewinnt!

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