Miscellaneous

Wie dumm kann man sein

attacca - 12.11.18    

Partie mit schwarz gegen Christttt:

Von 3 Mehrbauern zu 1 Minusbauern ins Remis geflüchtet.

Empfehle zur Abschreckung.

Vabanque - 12.11.18    

Das Problem war, dass dein Gegner den h-Bauern erobern konnte und damit einen starken Freibauern bekam.

kimble - 12.11.18    

Bin jetzt mal blöder Kiebitz...
35. c3 dxc3
wäre da jetzt statt Schlagen auf c3 ein einfaches Vorrücken auf d3 jetzt nicht viel stärker gewesen...?!
Wie gesagt, Eingangsfestellung beachten...;-)

kimble - 12.11.18    

...ärgere mich immer über diese Flüchtigkeitsfehler...: "Eingangsfeststellung" muss es heissen...:-)

Vabanque - 12.11.18    

Die Rechtschreibfehler merke ich auch immer dann, wenn ich den Beitrag bereits abgeschickt habe ... genau wie bei den Schachzügen: nachdem man den Zug gemacht hat, sieht man die Misere ...

Vabanque - 12.11.18    

Mit 'Dummheit' hat übrigens beides nichts zu tun. Eher mit Unaufmerksamkeit.

Ich mache immer dann 'dumme' Fehler (egal ob im Schach oder bei der Arbeit oder Schreibfehler etc.), wenn meine Aufmerksamkeit durch etwas anderes gebunden ist.

kimble - 12.11.18   +

@attacca, ich muss aber mal wertschätzend feststellen, dass ich Deinen Hinweis sehr wertvoll finde,...so ist es zumindest für mich eines der größten Frustrationserlebnisse hier auf cm, eigentlich sichere Siege noch in Grund und Boden zu fahren...(...meist hat man auch noch Stunden, Tage (Wochen sag ich jetzt mal nicht:-)...) Zeit investiert...)
Wohltuend, dass es auch anderen so geht...!

Hasenrat - 13.11.18    

Die meisten Flüchtigkeitsfehler kommen bei mir hier durch "Zeitnot" zustande - ohne in Zeitnot zu sein: dann nämlich, wenn das Handydisplay wieder mal zu erlöschen droht ... ;-) - bis dahin will ich endlich gezogen haben.

attacca - 13.11.18    

Danke für die aufbauenden Kommentare. Es gibt aber wahrlich schlimmeres als den Verlust einer Schachpartie( werden bald auch Carlsen oder/und Caruana sagen). Hätte in der Partie wohl besser die Türme behalten, aber getauscht nach dem Motto: drei Bauern mehr reichen.

Aletea - 13.11.18   +

Gestern Abend habe ich gleich zweimal kräftig gepatzt. Die Stellung im 1. Spiel war ausgeglichen aber ein etwas voreiliger Zug brachte mich derart in Nachteil das ich die Partie kurz darauf aufgeben konnte. Mein Gegner hat den entscheidenen Zug gesehen. In der 2. Partie sah ich die mehrfache Drohung Springergabel und habe es sogar geschafft kurz darauf meinen Läufer in diese Gabel zu stellen. Ich sah es dann auch und gab sofort auf. Wenn mich ein anderer Spieler überspielt weil er einfach besser spielt dann macht mir das nicht soviel aus.
Aber Fehler aus Unachtsamkeit sind schon ärgerllich.

Schlafabtausch - 14.11.18    

Kimble dazu muss ich sagen, ich habe mal irgendwo gelesen dass nichts Schwieriger ist, als eine gewonnene Partie zu Gewinnen.

FCAler - 14.11.18    

@Aletea, dein Satz:
>>>Aber Fehler aus Unachtsamkeit sind schon ärgerllich.<<<

erinnert mich immer an meine Spiele mit "Bugs" die ich jetzt "vorwiegend" mit meinem Zweit-Nick "BCAler" spiele und das "bewusst" ohne "Analysebrett" und vor allem schnell, (viel zu schnell) dass deshalb solche Fehler immer und immer wieder meist nur wegen dem "Schnellspielen" passieren.

Das versuche ich auch immer meinen "Jungs" im Verein "einzubleuen" nur die Buben vergessen das sooo schnell, an was das wohl liegt?

Nicht vergessen habe ich übrigens, dass man mich beim Turnier: "ohne alles" nicht mitspielen ließ!

Grüße FCAler

Schlafabtausch - 14.11.18    

Deshalb lehrt man Anfängern ja auch: Setz dich auf deine Hände...

Aber wie gesagt, Fehler machen immer ständig alle, ohne Fehler würde jede Partie wahrscheinlich Remis enden.

Und wer den vorletzten Fehler macht Gewinnt. Auch ne alte Weisheit.

Oder wie mal Boris Becker sagte: "ich bin kein Champion weil ich schneller wäre als andere oder Härter aufschlagen könnte...ich bin champion, weil ich den LETZTEN Punkt mache ;-P"

Vabanque - 14.11.18    

Wie ich schon öfters schrieb, ist Schach halt weit davon entfernt, ein gerechtes Spiel zu sein.

Man kann in einer Turnierpartie 5 Stunden lang exzellent gespielt haben und sich eine Gewinnstellung aufgebaut haben; und dann begeht man in der 6. Stunde eine einzige Unachtsamkeit und wirft damit alles weg. Der Gegner hat 5 Stunden lang viel schlechter gespielt, er hat überhaupt in der ganzen Partie nur einen einzigen guten Zug gemacht, wo er besagte Unachtsamkeit ausnutzte. Und doch gewann er.

Schlafabtausch - 14.11.18    

Nein, wenn du so denkst hast du icht verstanden, dass Schach ein Boxkampf ist, in welchem NUR KO gilt. Es gibt in einer Partie keinen Sieg nach Punkten, keinen Sieg für schönheit usw. Wer KO geht verliert. Da kann ein "Lucky Punch" reichen. Das macht Schach so Emotional und Brutal.

Schlafabtausch - 14.11.18    

Eben die besagte unachtsamkeit war der letzte Fehler der Partie, danach hat der Gegner korrekt gespielt anscheinend. Er hat davor Fehler gemacht, was wieder bestätigt: Der VORLETZTE Fehler gewinnt.

Vabanque - 14.11.18    

Wahrscheinlich ist Schach für mich halt einfach das falsche Spiel :-)

Schlafabtausch - 14.11.18    

Du hast halt nur ne andere Philosophie als ich.

Schlafabtausch - 14.11.18    

Deshalb ist Schach für MICH eben kein Alt Herren Spiel, wie es ausstehende oft sehen, sondern fast schon Kampfsport. Schach ist Äußerst Brutal, gerade diese einfach manchmal "gefühlte" geschüttelte Dosis Dusel die man selber hatte, oder der Gegner, gerade das macht ja oft auch die Eomtionalität aus. Man weiss, dass der Gegner NICHT Dumm ist, dass eine Dahingestellte Dame eher Falle als Patzer ist und dennoch: Wir alle sind Menschen mit Emotionen....und aufgrund dieser Emotionen machen wir wieder der Vernunft oft immer wieder die gleichen DUMMEN Fehler. Das ist Brutal. Ja. Darum ist Schach so hart.Es ist Actiongeladen, emotional, spannend.

Aletea - 14.11.18    

Aber das macht es ja beim Schach gerade aus. Diese vermeintliche Brutalität
nach einem dummen oberflächlichen Fehler auszuhalten.
Die Emotionen weiterhin zu kontrollieren ohne das Tablet oder den PC aus dem Fenster zu werfen ist schon eine echte Schule fürs Leben.
Besonders am echten Brett. In meinem bisherigen längsten Mannschaftskampf und einer Partie von 5 Stunden, war mein Gegner im Endspiel kurz davor mich zu bezwingen. Er hatte Materialvorteil und ich stand einfach platt.
Ich hätte aufgeben können, spielte aber dennoch zäh weiter. Dann geschah es, er traf die falsche Entscheidung und lief mir in die Springergabel und verlor kurz darauf die Partie.
Mit hochrotem Kopf schaute er mich wütend an und zeigte mir welchen Zug er
eigentlich machen wollte. Nach 5 Stünden am Brett auf diese Weise zu verlieren schmerzt doppelt. Er hatte für kurze Zeit sogar mein Mitgefühl.

Schlafabtausch - 14.11.18    

Ist halt auch ne Konditionsfrage bzw eine Frage der Pausen und Einteilung der Kräfte. Nach 5 Stunden war er anscheinend durch.

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