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Innerer Kritiker

Englisch - 16.02.20    

Mein innerer Kritiker ist leider recht stark ausgeprägt. Kennt ihr so etwas auch. Es ist nicht angenehm.

Famulus - 16.02.20    

Kennt wohl fast jeder. Abwägen, hinterfragen, zweifeln, Diskussion mit der inneren Stimme. Nur eine Frage des Selbstbewusstseins?

Eudora - 16.02.20   +

Da gibt es drei probate Mittel:

1. Dem Selbstkritiker kündigen und dessen Job anderen Menschen überlassen. Gibt mehr als genug Rechthaber/Besserwisser, die einem ungefragt mitteilen, was man angeblich falsch macht. (Soforthilfe)

2. Wenn der Selbstkritiker zum nächsten Höhenflug ansetzt, schau auf die Uhr, gib ihm 10 Minuten Redezeit, in der Du ihm offen, bereitwillig und aufmerksam zuhörst. Nach 10 Minuten ist Schluss (wie bei einer abgelaufenen Bedenkzeit oder gedrückten Schachuhr). Das "Gesagte" kommt in die Ablage (nicht in die Wiedervorlage!). Danach machst Du was anderes. (Mit der Methode wird er mittelfristig verstummen.)

3. Jedes Mal, wenn Dein Selbstkritiker aus der Kiste springt, frag Dich: warum kommt der gerade jetzt? Wer (Person) oder was (Situation) hat den Deckel der Kiste geöffnet? Und warum? (Diese längerfristige, analytische Methode führt auch dazu, dass der Spuk irgendwann aufhört. Nebenwirkung: kann zur überdosierten Nabelschau führen.)

Byzantiner - 18.02.20    

Lieber Englisch, Du hast da eine ganz wichtige Fähigkeit, die Dir die Möglichkeit verschafft, Dinge von 2 Seiten zu sehen und durch das Hinterfragen der eigenenen Handlungen Verhaltensweisen zu verbessern. Du solltest Selbstkritik auf keinen Fall unterdrücken! Ergebnis wäre ein Beschränkter Mensch, der alles ausblendet, was nicht seinen Vorstellungen von sich und der Welt entspricht. Bleibe (Selbst-) kritisch!

trollinger - 18.02.20    

Der Innere Kritiker ist jedenfalls hilfreicher, als der Innere Schweinehund :)

Jupp53 - 18.02.20    

Beide sind dieselbe Person, nur anders bewertet.

Für die Psychotherapie gibt es den Satz: Es geht nicht darum sich gut zu fühlen, sondern gut zu fühlen.

Den richtigen Umgang damit entwickeln die Menschen dann. Die Möglichkeit einer stimmigen guten Veränderung ist jedenfalls gegeben. @Englisch: Viel Glück auf dem Weg!

Vati - 18.02.20    

Körperlich kräftig auspowern. Dann wird der innere Kritiker müde

Vabanque - 18.02.20    

Es kommt doch wohl sehr darauf an, auf welche Gedanken, Gefühle, Worte oder Taten der innere Kritiker überhaupt reagiert, und wie diese Reaktion aussieht. Die Reaktion des inneren Kritikers kann berechtigt oder unberechtigt, zu streng oder aber auch zu milde sein.

Beule - 18.02.20    

"Der Innere Kritiker ist jedenfalls hilfreicher, als der Innere Schweinehund :)"

Ich habe mal gelernt, das man seinem inneren Schweinehund einen Namen geben sollte, dann kuscht der auch ... meiner heisst Oskar ;-)

Jupp53 - 18.02.20    

Manches Mal war der innere Schweinehund das Beste am Menschen. Z.B. wenn der Soldat an Dersertion denkt!

Jupp53 - 19.02.20    

Der aktuelle Podcast des ChaosRadio gibt vielleicht Anregungen:

https://cre.fm/cre220-sprechendes-denken

oliniehaus - 20.02.20    

...frag mich nicht wer ich bin, sondern wie viele...fällt mir jetzt erst einmal ein...aber Spass beiseite...der innere Kritiker ist dann übermächtig, wenn ich mich in einem zu hohem Maße von der Beurteilung, der Reflexion durch meine Außenwelt abhängig mache...ich bin mir selber und nur mir selber verantwortlich!! Das schöne daran ist aber, dass ich mir die Kriterien für eine Selbstreflexion selber festlegen kann und muss...und vor allem sollte ich in diesem Zusammenhang immer die Zielsetzungen denen ich folge dahingehend beurteilen, ob diese zu mir gehören oder ob sie mir durch mein Umfeld aufgezwungen werden (was sehr subtil geschehen kann). Arbeitet der innere Kritiker an meinen eigenen Zielsetzungen die wirklich zu mir gehören und beurteilt diese hinsichtlich des Weges auf dem ich diese Ziele zu erreichen suche, so ist er ein wichtiger Verbündeter...beurteilt er (der innere Kritiker) hingegen im Wesentlichen die möglichen Wirkungen und Auswirkungen meines Handelns in Bezug auf mein Umfeld und bezieht dafür ausgesprochene aber auch, und vor allem nicht ausgesprochene Bedingungen zu Rate, so ist er sehr hinderlich und sorgt dafür, den freien Blick auf sich und seine Bedürfnisse zu verstellen...im zweiten Fall empfehle ich von Paul Watzlawick das kleine Büchlein "Die Anleitung zum Unglücklichsein"...sehr aufschlussreich :-)

Vabanque - 20.02.20    

Ja, das ist ein gutes und treffendes Büchlein ... und witzig geschrieben.