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Bei wem kann ich einen Spieler melden?

Der_Freudenbote - 27.06.17    

Es geht wieder einmal um engine-unterstützung bei einem Turnier. Zum x-ten Male erlebe ich, dass jemand (bei einem Turnier) die Finger nicht von der "Kiste" lassen kann ... solche Leute müssen einfach aussortiert werden ... bei wem kann ich melden?

macmoldis - 27.06.17    

Turnierleiter

FCAler - 27.06.17    

Hallo @Der_Freudenbote,
Deine untenstehenden Zeilen:
<<<Es geht wieder einmal um engine-unterstützung bei einem Turnier. Zum x-ten Male erlebe ich, dass jemand (bei einem Turnier) die Finger nicht von der "Kiste" lassen kann ... solche Leute müssen einfach aussortiert werden ... bei wem kann ich melden?>>>

Frage: Und wie kann man das feststellen, dass der Gegner einen Computer einsetzt, bzw. eingesetzt hat, doch nur, wenn man selber auch einen Computer einsetzt, eingesetzt hat, oder???

Und möge mir bitte keiner kommen, dass er/sie dies dann nur zur Kontrolle gemacht hat und nicht selber, dann auch Züge vom Computer übernommen hat.

Für mich ist diese Meldung eher eine "Selbst-Anzeige" bzw. Selbstbezichtigung. Darüber darfst Du gerne nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen
FCAler

Qintus - 27.06.17  

Ich glaube nicht dass man bei Elisabeth 2000 noch Fingerabdrücke benötigt...

just_for_fun - 27.06.17   +

>>Frage: Und wie kann man das feststellen, dass der Gegner einen Computer einsetzt, bzw. eingesetzt hat, doch nur, wenn man selber auch einen Computer einsetzt, eingesetzt hat, oder???<<

Naja, ich denke eher, SF 'Freudenbote' hat den persönlichen subjektiven Eindruck, der Gegner spielt mit Engine.
Dieser subjektive Eindruck ist natürlich kein Beweis (obwohl er wohl recht häufig zutrifft).
Ich fürchte auch, dass der Turnierleiter nicht die technischen Möglichkeiten hat, die Behauptung wirklich nachzuprüfen.
Insofern kann man es schon melden, die Frage ist natürlich, ob es was bringt.

Ich hatte das auch bei einem Turnier, und zwar in der letzten Runde wo es um den Turniersieg ging. Da hat ein Gegner von mir in einem nur leicht besseren Endspiel plötzlich überirdisch starke, Super-GM-verdächtige Züge gemacht und mich brillant niedergespielt. Nach beendigter Partie ergab Kurz-Überprüfung von mir mit Stockfish ergab eine 1:1-Entsprechung der Züge meines Gegners mit Engine-Zügen. Ein Beweis ist das halt trotzdem immer noch nicht. Und was soll's, wenn den Spieler der so errungene Turniersieg glücklich macht?! Hier geht's doch eigentlich um nichts ...

Schachschwachi - 27.06.17    

In "meinem" Turnier just4 ?

Der_Freudenbote - 27.06.17  

@Fc4ler die Antwort ist dir ja schon von "just for fun" gegeben worden ... natürlich habe ich NICHT mit einem engine überprüft, bin aber lang genug im Geschäft um meine Pappenheimer an der (plötzlichen oder dauerhaften) Qualität ihrer Züge erkennen zu können ... aber zugegeben, man kann da auch mal falsch liegen

ein recht sicheres Indiz ist, wenn es mehrmals vorkommt, dass unerwartete Züge kommen, die ich noch nicht einmal in Betracht gezogen haben, sich aber als ziemlich stark erweisen ( wie gesagt, meine derzeitige Nah-Spielstärke liegt knapp unter 2200 - ich bezweifele, dass hier viele eine ahnliche Spielstärke aufweisen können)

toby84 - 27.06.17   +

@FCAler:

wenn ich den verdacht hätte, dass jemand gegen mich mit engine spielt (weil er mich zum beispiel mit genial anmutenden zügen in grund und boden spielt), würde ich natürlich das spiel mit fritz nachanalysieren. jedem spieler, der schach in verein und liga spielt, ist ein gutes schachprogramm zur analyse der eigenen spiele wärmstens zu empfehlen. daraus abzuleiten, dass man das programm dann bestimmt auch für laufende chessmail partien verwendet, ist absurd.

FCAler - 27.06.17    

Ich persönlich bin ja auch nicht ein sooo starker Spieler sieht man ja auch an meiner bescheidenen DWZ, aber mit dem erlaubten Analysebrett ist man mit Sicherheit um Welten besser als im Realschach. Hätte ich dies in meinem Hirn eingebaut, hätte ich sicherlich eine DWZ um die 1800 und und nicht wie derzeit unter 1300, obwohl ich früher schon mal bei 1500 lag.

Das sieht man auch am Blitzschach, wo ich viele Spiele über Zeit verlier, oftmals besser stehe, aber dann halt wieder ein Bock schieße, würde ohne Zeitdruck mit Analysebrett sicherlich nicht passieren.

Soviel zu den oberen Erklärungen.

Schachschwachi - 27.06.17    

Negativ hinzu kommt allerdings immer noch, dass man während der langen Zeit zwischen den Zügen die eigenen Pläne und analysierten taktischen Feinheiten vergisst. So mache ich dann oft zusammenhangslose Züge und Fehler weil ich manche Feinheiten der Stellungen vergaß.
Beides hat vor und Nachteile

Hasenrat - 27.06.17    

Oh ja, das kenne ich sehr gut.
Eigentlich müsste man sich permanent - oder zumindest am Ende des Tages - den Notizzettel pro Partie ausfüllen mit den Skizzen der letzten eigenen Pläne.

Hasenrat - 27.06.17    

Manchmal vergesse ich sogar in einem gerade angelaufenen Abtausch mehrerer Figuren wiederzunehmen. ;-)

toby84 - 28.06.17    

oh ja, das mit dem verzetteln kenne ich auch sehr gut :)
tatsächlich gibt es auf chessmail einen notizzettel direkt neben dem analysebrett. den kann man schnell mal übersehen, aber genau für solche fälle ist er sehr nützlich. ist die stellung sehr komplex, kann man sich hier ein paar varianten notieren, die man für besonders relevant hält. ich selbst nutze das tool viel zu selten. ich schätze, da bin ich nicht der einzige.

Hasenrat - 28.06.17    

Auch aus diesem Grund hatte ich schon mal angeregt, dass der Notizzettel zugbezogen zu nutzen sein würde. Sprich, wenn ich was notiere, wird das Notizfeld automatisch dem Zug zugeordnet, zu dem er gespeichert wurde. Bei einer neuen Notiz gibt es ein neues Notizfeld. Also ähnlich historisiert wie die Chatfelder. Könnte auch in derselben Kolonne stehen. Vielleicht farblich von einander abgesetzt. Gelbe Felder! Wie Post its.
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