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Spielverzögerung

Maigouda - 08.06.17    

Kennt Ihr das:
Ihr spielt ein Spiel und alles ist gut.
Plötzlich steht Euer Gegner schlechter und anstatt mehrmals am Tag, zieht er nur noch "bedenkzeitgenau". Selbst bei auswegsloser Stellung (Turm und 3 Bauern weniger im Endspiel) wird gnadenlos weitergespielt und die Bedenkzeit ausgenutzt. Das Schöne: gegen andere Spieler, spielt der Schachfreund weiter.
Seltsames Verhalten!?
Klar, er hat das Recht dazu, aber anständig und fair finde ich so etwas nicht!
Wären es keine Turnierpartien gewesen hätte ich einfach aufgegeben und ihn auf Igno gesetzt, aber so...

Nutzer - 08.06.17   +

Das Thema war hier schon des öfteren. Der Grundtenor:

Nicht schön aber Regelkonform. Nicht mehr gegen antreten. Schönen Gruss

jujuhehe - 08.06.17    

Ja kenne ich ,hatte ich schon öfter und auch schon Gegner drauf angesprochen.

Aber wie schon gesagt, man muß ja nicht mehr mit denjenigen spielen.

Maigouda - 08.06.17    

Im Turnier werden mir diese Schachfreunde immer wieder zugelost!
Da kann man sich leider nicht schützen, ansonsten beende ich die Partien (auch in Gewinnstellung) und ignoriere meine Gegner.
Augen zu und durch!
Ist nur schade, weil sie damit auch ein ganzes Turnier lahmlegen können!

Hasenrat - 08.06.17   +

In der Tat ziehe ich in Partien, wo ich leicht schlechter stehe, auch langsamer als dort, wo es lüppt oder fluppt - eben um dort häufiger einen Blick drauf zu werfen u. über eine Stellung auch zwei- dreimal zu schlafen, um nicht noch schlechter zu stehen. Das kann aber vom Gegner eben anders, als Provokation aufgefasst werden.
Wo ich allerdings deutlich schlechter stehe, ziehe ich allerdings so zügig wie in fen Spielen, wo ich deutlich besser stehe. Diese Spieleinschätzungen sind naturgemäß sehr relativ, meinem Niveau entsprechend (können in der Konsequenz dementsprechend ebenso verärgern ...)

Hasenrat - 08.06.17    

Was, wie oder wann man auch zieht ... in 75% der Fälle ärgert man damit irgendwie den Gegner - bis zur Verärgerung.
Schach ist ein Ärgerspiel. ;-)

Vabanque - 08.06.17    

So wie Mensch-ärgere-dich-nicht? ;)

Hasenrat - 08.06.17    

Charakterschule eins wie das andere.

Hasenrat - 08.06.17   +

Die Frage ist ja immer: wie gehe ich mit aufkeimendem Ärger um?

Das sehr Verlockende daran, sich nicht ärgern zu lassen, ist ja, dass ich meinen Gegner damit maßlos ärgern könnte!
Eine Eskalationsspirale des Gleichmuts! :-)

Canal_Prins - 09.06.17    

@ Maigouda

Das Problem ist altbekannt. Da versucht dein Gegner 8speziell in Turnierspielen) bei chancenloser Stellung das Spiel aufzusitzen. Er ist jeden Tag on und zieht bei anderen Partien aber nicht bei deiner eigenen, wo er eh keine Chance mehr hat.

Es ist zwar regelkonform wenn er erst nach 3 oder 7 Tagen zieht, aber so werden Turnierspiele sinnlos in die länge gezogen, indem der Gegner Dich versucht zu zermürben damit Du das Spiel noch aufgibst.

Eine pn an den Gegner , ob er in aussichtsloser Stellung trotzdem die Partie weiter führen möchte, wirkt da Wunder.

Bluemax - 09.06.17    

@Maigouda

ich würde deinen kontrahenten aber nicht verärgern sonst geht der auch noch in den
u- modus, alles schon gehabt.

mein chef sagt immer "augen zu und durch".
naja, mach ich seitdem auch.

;)

Klauno - 09.06.17   +

Wer kennt das nicht,
Fernschach ist eben nicht "blitz"
und wenn man sich auf eine Partie mit 3 Tagen Bedenkzeit pro Zug einläßt, kann das durchaus schon mal ein Jahr dauern, bis die Partie zu Ende ist.

Mein Rekord , auf einem anderen Schachserver liegt bei 4,5 Jahren für eine Partie !
ich weiß von einer anderen Partie, die 7 Jahre gedauert hat :-)
Ich mach mir dann immer einen Spaß daraus, den Gegner zu zermürben, nicht Matt setzen, obwohl das ginge, sondern erst noch 2 oder 3 Bauern zur Dame umwandeln. :-)

Es ist der Gegner, der in seiner Spieleübersicht die verlorenen Partien mit sich herumschleppt, du selbst hast die Siegpartien.

Wem macht das auf lange Sicht wohl mehr Spaß ?
Also : nicht aufregen, einfach weiter spielen ! Solche unsportlichen Spieler, schlechte Verlierer greifst du damit am besten :-)

Auch immer nett : dem Gegner erklären, was er so alles falsch macht, aber auf freundliche Weise :-)

Und stell dir selbst die Frage, ob es besser wäre, er hätte von Beginn an die Bedenkzeit komplett ausgenutzt ?

salsim5774 - 09.06.17    

@Maigouda Ich hoffe ich bin nicht betroffen, aber ich habe ja eh schon aufgegeben ;).

schachzeit - 09.06.17    

Ich spiele eher anders. Solange es ausgeglichen ist sehr langsam. Wenn die Waage dann nach einer Seite umschlägt schnell.

Kaffeejunkie - 10.06.17   +

Finde es ist meine Gegner sein Recht seine Bedenkzeit auszuschöpfen, das gilt am Brett und natürlich auch hier wo es mir eigentlich egal sein kann.
Wenn ich mich richtig über mich selbst aufrege spiele ich das auch bei richtigen Turnieren weiter, als Strafe, es soll jeder sehen wo am Brett vorbei-läuft wie doof man sein kann :-)

Das hier ist Spaß, Hobby, Zeitvertreib, nehmt es locker ich will mir nicht mal Gedanken machen das sich hier jemand ernsthaft ein Kopf macht andere zu Ärgern.

EintrachtbS - 10.06.17   +

Bei einem Schnellturnier habe ich mal gesehen, wie ein etwa 10jähriges Mädel gegen seine Mutter spielte. Als sie in einer hoffnungslosen Stellung am Zug war, spielte sie einfach nicht mehr weiter und ließ die Zeit ablaufen. (so noch etwa 10 Minuten) Das war auch regelgerecht, gab aber hinterher Ärger. Die Mutter hat dann an alle, die rumstanden Schokolade verteilt, außer an die Tochter.

crysi40 - 10.06.17  

.

123zecher - 11.06.17   +

Darf ich jetzt nichts mehr schreiben, weil crysi40 einen Punkt gesetzt hat?

Wollte Maigouda gut zureden...bei Dingen Gelassenheit zu üben, die man ohnehin nicht ändern kann.

dirrledom - 11.06.17  

Also ich probier mir immer nur Gedanken zu machen wenn mein Gegner gezogen hat. Klappt halt nicht immer. Wie soll das dann erst werden wenn er nicht gezogen hat???


ponkt

Bernie29 - 12.06.17    

Deswegen wäre eine Gesamtbedenkzeit zusätzlich zur Zugbedenkzeit nützlich. Also z.b. 90 Tage pro Partie und Spieler und 3 Tage pro Zug.
Dies würde ich mir wünschen.

Gruß
Bernhard

Kaffeejunkie - 12.06.17    

Ja, was zu weiteren Problemen führt,
-habe 90 Tage in einer 30 Züge Partie, gut
-habe 90 Tage in einer 50 Züge Partie, nah ja
in einer 70,80 usw. ???
Also Epochen Zeit, 15 Tage für Zug 1-20 usw. , mal ehrlich das sprengt doch den Rahmen für einen kostenfreien Schachserver...

Gut fände ich eine Gesamtzeit für die Liga einzuführen, bevor jemand die Stellung schätzen will.

Bernie29 - 12.06.17    

Ist aber beim Nahschach auch nicht anders. 2 Std. für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest (egal wieviele Züge die Partie dann hat). Man kann ja die Gesamtzeit flexibel wählen. Auf jedenfall würde dies Endlospartien verhindern. In der Eröffnung kann man schneller spielen und hat somit für das Mittelspiel mehr Zeit. Wer sich halt am Anfang mehr Zeit lässt hat gegen Ende weniger Zeit und muss sich dann beeilen. Ich finde das gerecht.

Gruß
Bernhard

Kaffeejunkie - 12.06.17    

Hallo Bernhard,
stimmt 30 min für den Rest, nur ich bin da am Brett. Aber auch da wird immer mehr mit extrazeit pro Zug 90min für 40Züge plus 30sec pro Zug.

Wie gesagt mir geht es um die Umsetzbarkeit, wenn hier eine Person der das hier kostenlos anbietet tagelang tüfteln muss, um ein -zwei Spielverzögerer zum spielen zu bringen, frag ich mich ist es das vom Aufwand her wert ist.

duennbraddel - 12.06.17    

Das ist doch garnix:

Nach fast zwei Jahren ist diese Partie nun mit einem Remis beendet!

http://chessmail.de/game/287c057958894715

Da mussten die anderen Spieler (Turnierstart 30.12.2012) sich entweder in Geduld üben oder sich in Luft auflösen.

Bin mal gespannt auf den weiteren Verlauf des 3. chessmail Pokals

http://chessmail.de/championship/round.h..

carl - 24.06.17  

Hallo, liebe Schachfreunde! Ich spiele nur Partien mit 24-Stunden-Bedenkzeit! Nun spiele ich seit 2 Tagen eine solche Partie und mein Gegenspieler meldet heute spät nachmittag Urlaub für 4 Tage an, ohne mich darüber zu informieren oder zurückzufragen, ob ich damit einverstanden bin! Ich meine, eine solche Haltung ist
unfair und eigentlich nicht zu akzeptieren! Wie denkt Ihr darüber? Gibt es eine Möglichkeit, die Partie zu beenden ohne Punkteverlust? Danke für Eure Nachrichten! Gruß carl

buddhai - 24.06.17    

:D Danke für diesen köstlichen und höchst sarkastischen Klamauk. Lange nicht mehr so geschmunzelt!

Belian - 24.06.17    

im ernst? du verlangst das du über einen urlaub informiert werden solltest?? das bei einer 24std partie? spiel bitte niemals 7 tage oder 30 tage

Hasenrat - 24.06.17    

Der Gipfel ist, bei allem Respekt, um Einverständnis gefragt werden zu wollen! Was wäre dann, wenn es dem um Urlaub Nachsuchenden nicht "erteilt" wird?

Belian - 24.06.17    

Dann hast du keinen, ist doch selbsterklärend oder? :)

Hasenrat - 24.06.17    

Also leider Urlaub stornieren. :-(

Belian - 24.06.17    

aber erstattungskosten fallen nicht an

toby84 - 24.06.17    

um hasenrats frage zu beantworten ("Was wäre dann, wenn es dem um Urlaub Nachsuchenden nicht "erteilt" wird?"):

also erst mal gibt es bereits mit der urlaubsanfrage eine anfragengebühr, sozusagen eine pauschale für den aufwand, den man dem gegner zumutet, die urlaubsanfrage nach bestem gewissen zu bearbeiten. dann gibt es zwei möglichkeiten:

möglichkeit 1:
der urlaubsgönner gibt der anfrage statt: der unersättliche urlaubs-fetischist ist verpflichtet, dem urlaubsgönner 5% der urlaubskosten zu überweisen, als dank dafür, dass die im fall der nicht-erlaubnis anfallenden stornierungsgebühren nicht anfallen. es ist allerdings üblich und wünschenswert, dass der bescheidene mindestbetrag von 5% freiwillig erhöht wird.

möglichkeit 2:
der leidgeprüfte gegner, der durch eine spielunterbrechung in seiner konzentration sowie in seinem spielrhythmus zwangsläufig gestört würde, lehnt die anfrage selbstredend ab. der anfrager dankt dem gegner für den aufwand, den er mit beantwortung der anfrage freiwillig auf sich genommen hat. auch hier ist es üblich, der bereits bezahlten anfragengebühr einen angemessenen bonus beizusteuern.

buddhai - 24.06.17    

Ihr zwei (Belian, Hasenrat) toppt die Persiflage auf ein Level des absurden Theaters :D

Vabanque - 25.06.17    

Ich glaube, Becket und Ionescu waren trotzdem besser ...

Ant_Man - 25.06.17    

carl hat völlig Recht.

Man sollte vor der Partie einstellen können, ob während der Partie Urlaub erlaubt ist. Dann wäre die Partie im Einverständnis beider ohne Urlaubsregelung eröffnet und müsste durchgezogen werden.

Und dann gäbe es auch keine provokanten Sprüche mehr, man hätte sich ja darauf eingelassen oder es wäre der Gipfel, dass man durchgängig spielen möchte.

Es ist auch ganz klar, dass in vielen Fällen durch Urlaub die Bedenkzeit verlängert wird.

Mit der vorgeschlagenen Einstelloption (Urlaubsverbot) wäre das Problem gelöst.

Kaffeejunkie - 26.06.17   +

Jetzt treibt der Egoismus wohl wilde Blüten... Sorry aber wir spielen hier zum Spaß, und natürlich steht es mir und meinem Gegner zu sich mal frei zu nehmen.
Urlaub mit Freunden und Familie, Krankenhausaufenthalte, Beruf, Sportliche Ereignisse usw. alles steht hinter dem Wunsch an, das ihr ohne Pause spielen dürft...

Legt euch ein leben zu, geht mal vor die Tür, dann wird ihr merken das es wichtigeres gibt wir 365 Tage online zu sein um eure unwichtigen Spiele zu spielen.

Gibt wohl viele Rote -- , aber einige sollten dringend zum Facharzt.

jujuhehe - 26.06.17    

Ich kann gar nicht glauben, daß jemand so ein Ansinnen ernst meint.....kann darüber eigentlich nur lachen.

Hoffentlich wird dann nicht noch einer unerwartet krank, ohne es vorher angemeldet zu haben und vor allem es genehmigen zu lassen.....was wäre dann???? :-))))

kimble - 26.06.17    

@Ant_Man
"Urlaubsverbot"...ja wo simmer denn hier?...!
Kenne das eigentlich nur vom Arbeitgeber im Sinne einer Urlaubssperre in der Vorweihnachtszeit.
Ich meine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle in Form selbstständig wachsender cm Punkte wäre dann vielleicht auch noch überlegenswert...:-))

Im Grunde hochamüsiert,
kimble

verlierer - 26.06.17    

Lustig ;-)
Ich fände es besser, wenn man in einer ausweglosen Situation aufgeben würde und nicht noch auf Krampf sinnlos das Verlieren hinauszögert...

kimble - 26.06.17    

@verlierer,
Das steht ja glaube ich gar nicht zur Diskussion.
Die Grundsatzfrage zwischen einer realistischen Einschätzung zur Spielsituation contra fundamentalen "Kampf bis zur letzten Patrone" hast Du auch ohne "Urlaubsumstand".
Ich selbst ordne mich da erster Fraktion zu, habe aber überhaupt keine Probleme, wenn jemand seinen König mit mehreren gegnerischen Figuren im Matt stehen sehen muss, Sieg läuft ja nicht davon.

verlierer - 26.06.17    

@ kimble
Hm, wie war doch gleich das Eröffnungsthema des Threads?

kimble - 26.06.17   +

Wenn jemand bis zur gegnerischen Mattsetzung durchspielt hat er aus meiner Sicht erst mal nichts verzögert.
Wie gesagt, bin da eher Realist, aber wenn mein Gegner der Meinung ist, ich sei nicht in der Lage matt zu setzen ( soll's ja geben, oder sich noch ein fahrlässiges Patt erwartet...),m.E. völlig legitim.

Hasenrat - 26.06.17    

@verlierer
Ab wann ist eine Situation wirklich ausweglos? Das liegt sehr oft über lange Strecken immer noch im Auge des jeweiligen Betrachters.
Ich kenne auch genug, noch Erfahrung sammeln wollende Schachfreunde, die sagen, sie möchten in jedem Fall auch die haushoch verloren gehende Partie zu Ende spielen - weil sie zumindest dabei noch was lernen können, z. B. wie man Matt setzt. Hallo, es sei ja wohl ein Sport! Im Fußball gehe ja auch eine Mannschaft nicht deshalb vom Platz, weil sie 0:8 hinten liegt, sondern spiele sportlich zu Ende.
Und der absehbar haushoch Siegende kann auch noch was lernen: Geduld und Hochhalten der Konzentration bis zum Ende.^^

Hasenrat - 26.06.17    

Offen gestanden halten sich bei mir unter'm Strich die inneren Monologe im Endstadium von Partien, die zu meinen Gunsten auszugehen scheinen, die Waage:
a) Eigentlich könnte mein Gegner mal langsam aufgeben - will er sich das etwa noch zeigen lassen, dass das Endspiel für ihn verloren ist? :-/
b) Hoffentlich gibt mein Gegner bald auf, es wäre mir höchst unangenehm, das hier in diesem theoretisch gewonnenen Endspiel praktisch durchexerzieren zu müssen - nich dass das noch schief geht ... :-/

verlierer - 26.06.17    

Ich mach's einfach wenn mir der Gegner haushoch überlegen ist aus Achtung der Spielleistung...
Was soll's, jedem selbst überlassen...

Hasenrat - 26.06.17    

Richtig, gutes Fazit: jedem selbst überlassen. :-)

Bernie29 - 27.06.17    

Durch Aufgeben wurde noch nie eine Partie gewonnen. Ich gebe immer erst auf, wenn es wirklich kein Fünkchen Hoffnung mehr gibt. Schließlich kann der Gegner immer noch einen Fehler machen und sei es nur, dass er die Dame einstellt.

Maigouda - 28.06.17    

Mein Problem ist ja auch nicht, dass er weiterspielen will, sondern wie:
Nur in der "verlorenen Partie" die Bedenkzeit voll ausschöpfend, während in allen anderen Partien "normal" weitergespielt wird!
Wie gesagt, die Stellung war tot! Turm und 4 Bauern gegen einen Bauern (der nicht sofort umwandeln kann ;-))) )!

Hasenrat - 28.06.17    

Ja, das ist nicht sportlich.
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