Chess problems

Noch ne Festung ???

Alapin2 - 22.01.20    

Weiß : Kg4,Dd6, Bg5, Bh5 Schwarz : Kg8, Te8, Bf7, Bg7 Bh6
Schon wieder aus einer eigenen Partie . Weiß am Zug . Was jetzt ziehen ????
Win ,loose or draw ???
Warte auf Meinungen; Gruß,Alapin2

Oli1970 - 22.01.20    


StillSchweiger - 22.01.20    

gxh6.
Köningsstellung öffnen und auf Sieg für Weiß spielen.

Vabanque - 23.01.20    

Eigentlich sollte man wirklich annehmen, dass Weiß keine Schwierigkeiten hätte, dies zu gewinnen ... und doch muss ein Haken dabei sein, weil dies ja sonst hier nicht als Aufgabe gepostet würde.
Wie geht das Spiel denn nach gxh6 weiter? Auf Te6 käme Dd8+, auf gxh6 natürlich Dxh6. und mit Te6 hält Schwarz den weißen König zunächst vom weiteren Vordringen ab. Wenn Weiß dann die Dame wegzieht und danach den h-Bauern vorzieht, kann er damit was erreichen? Ganz klar ist mir die Sache nicht.

Oli1970 - 23.01.20    

Gefühlt würde ich eher g6 vorschlagen. Nach gxh6 hat Weiß zwar Materialvorteil, aber wohl keinen Gewinnweg, oder doch?

keinstein - 23.01.20    

Wie wär Dd5, um den Bauern zu fesseln. Danach kann man je nach Antwort g6 , gxh6 oder Kxg5 spielen.

pirc_ - 23.01.20    

schwer finde ich:
ich finde auch keinen gewinn für weiss nachdem ich rumprobiert habe, es kommt immer wieder zu festungsartigen stellungen bei meinen versuchen:
zb. gxh Te6, Dd8+ Kh7, Df8 Txh6, Dxf7 und dann kann der Turm zwischen f6 und h6 pendeln oder der K bei schach wieder auf h1 gehen...in anderen varianten kommt auch nix besseres raus...am Brett würde ich es versuchen und wohl irgendwann remis geben

StillSchweiger - 23.01.20    

Ich bin momentan nicht so gut im selber denken ( sieht man auch an meinem Leistungschart...) und so hab die Stellung mal in der Mittagspause auf meinem Smartphone laufen lassen:

Komodo 13 spielt Dc6 (+9.0) bei Tiefe 35, und sieht mein gxh6 bei nur +3.5

Stockfish10 spielt gxh6 (+6.7) bei Tiefe 20, später kommt er auf Dc6 (+6.3) bei Tiefe 25, bei 35 dann Dc6 (+10)


Also scheinbar kurzfristig keine eindeutige Gewinnstellung erreichbar, wenn schwarz sauber spielt.

Im Fernschach : auf lange Sicht nix konkretes
Im Nahschach : mal versuchen was kommt

Oli1970 - 23.01.20    

Am Notebook gibt Stockfish 10 / x64 bei gxh6 etwa +5.33 ohne Gewinnweg und bei g6 etwa 12.01 - ebenfalls ohne Gewinnweg.

1. Dd5 hxg5 2. Kxg5? führt nach 2. .. Te5+ 3. Dxe5 (erzwungen) f6+ ins Remis, da dann die Dame ihren Abschied nimmt.

Das Programm findet Dc6 sofort und rechnet es in schwindelerregende Höhen. Nach 7 Zügen Geplänkel findet es ab dem 8. Zug einen Mattweg. Interessant ist dabei, dass, wenn ich die Züge dann rückwärts spiele und somit die Hashtables im Speicher erstellt sind, ab dem 1. Zug ein Matt in 32 berechnet wird. Ich weiß zu wenig über Schachcomputer - darf man damit davon ausgehen, dass das Matt unausweichlich ist oder fährt sich das Teil dann einfach nur fest in der vorgedachten Spur?

Dann nochmals g6 getestet - und siehe da, plötzlich gibt es einen Mattweg in 26 Zügen. Dc6 wird jetzt mit 25 angegeben. Mich macht das irre - das Ding kann rechnen, bis der Arzt kommt, findet erst nichts, dann plötzlich die Abkürzung. Heißt jedenfalls, als Mensch kann ich genauso gut auf die Lotterie vertrauen.

Alapin2 - 24.01.20    

....Wie es kam...
Ich hatte weiß und zog 55) gh6: es folgte 55)...Te6 56) Dd8+ Kh7 57) hg7: Kg7:
und ich biß mir noch 12 Züge die Zähne aus.... ärgern !
G.M. Pachmann schrieb zu einer fast identischen Stellung (nach Zug 57) :
"Die im Jahre 1950 beim Kandidatenturnier entstandene Stellung (Flohr-Lilienthal)
wurde zu einer Sensation des Turniers.Trotz seines Freibauern kann weiß nicht gewinnen,da die schwarze Festung nicht zu durchbrechen ist......
.....2 Bedingungen müssen erfüllt sein:....der König der stärkeren Partei muss
vor der Bauernlinie (?) stehen und die w.Dame darf nicht über e8 oder f8 eindringen...." Soweit Pachmann im "Loseblattwerk" 1977 .
Wie die Ausgangsstellung zu gewinnen ist, folgt später extra !