Chess topics

Schachprogramm

attacca - 07.11.18   +

Für Interessierte lesenswert

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach..

brauna - 08.11.18    

Interessant! Bisher dachte ich, dass die Dinger uns Menschen nur durch brachiale Rechengewalt überlegen sind. Sprich sie können - anders als wir - viel mehr Züge vorausberechnen.

Die Zeiten haben sich wohl geändert: Was ich da über Alpha Zero von der Google-Tochter Deep Mind lese: Mittels KI hat sich das Ding selbst zu übermenschlicher Stärke trainiert.....verblüffend!

Vabanque - 08.11.18    

Zu Zeiten, als der Kampf Mensch vs. Maschine noch offen und spannend war, hat mich die Entwicklung der Schachprogramme noch interessiert. Jetzt nicht mehr. Ich finde es eigentlich schade, dass die Maschine jetzt auch hier den Menschen überholt hat. Andererseits wurde jede Maschine wiederum von Menschen konstruiert, hmmm ...

Tschechov - 08.11.18   +

Ich glaube, es war absehbar, daß Schachcomputer entwickelt werden, die ein Mensch nicht mehr schlagen kann. Übertriebene Sorgen mache ich mir deswegen nicht, für mich ist die Tatsache, daß eine Maschine besser rechnen kann als ein Mensch nicht erstaunlicher als der Fakt, daß ein Kran Lasten bewegen kann, die ein Mensch mit reiner Muskelkraft nicht von der Stelle bekommt. Dem ganzen Buhei um künstliche Intelligenz liegt m. E. die in meinen Augen irrige Vorstellung zugrunde, Denken sei rechnen. Natürlich erfüllt eine sich selbst verbessernde Maschine die formalen Kriterien für Intelligenz, einfach in dem Sinne, in dem wir bspw. auch Pflanzen Intelligenz zusprechen (sie sind in der Lage, selbsttätig Lösungsstrategien für Probleme zu finden). Alle darüber hinausgehenden Zuschreibungen bleiben jedoch einstweilen metaphorisch (was nicht heißen soll, daß ich einer KI die Möglichkeit des Denkens PRINZIPIELL abspreche, dazu müßte ich glauben, der Geist komme gewissermaßen vom Himmel; wenn ein biologisches System in der Lage ist, Denken zu entwickeln, weiß ich nicht, wieso ein "künstliches" System dazu prinzipiell nicht imstande sein sollte).

attacca - 08.11.18    

Die Fortsetzung

http://www.spiegel.de/sport/sonst/geschi..

keinstein - 15.11.18    

Gibt es eine DWZ, ab der alle Spiele Remis enden?
z.B.3200 ,3500 oder 3800?

Vabanque - 16.11.18    

Die Frage bleibt theoretischer Natur, oder? ;-)

Hasenrat - 16.11.18    

Ich glaub, es war auch Caruana auf einer der ersten PK's, der auf die Frage, ob er jetzt wirklich den Tod des Schachs durch die KI-Macht befürchte, meinte, im Gegenteil, Schach fange jetzt erst richtig an und stoße in neue unangeahnte Dimensionen vor (also jetzt sinngemäß, kein Zitat!).

Vabanque - 16.11.18    

Ganz im Unterschied zu Capablanca, der schon vor ca. 100 Jahren den Remistod des Schachspiels befürchtete und daher eine neue Schachart (auf 100 Feldern, mit einer zusätzlichen neuen Figur, dem Janus) propagierte ... glücklicherweise hatte Capa Unrecht, und das Schachspiel blieb bis heute in seiner damals üblichen Form lebensfähig, und bedurfte keiner künstlichen Wiederbelebungsversuche.

keinstein - 16.11.18    

@Vabanque
Ich halte es nach all meinen Erfahrungen mit Stockfish/asmwfish und einem leistungsstarken Rechner jedenfalls für eine vernünftige Ausgangshypothese.

Ich glaube auch nicht, dass gegenüber dem stupiden MIn-Max-Prinzip die KI noch so viel brIngen wird, wenn das Min-Max- auf einem sehr starkem Rechner läuft, der im Turniermodus die Brute-Force- Methode mit einer Zugtiefe von z.B .30 oder 40 Halbzügen schafft.

keinstein - 16.11.18    

Ich halte es hier für denkbar, dass die Möglichkeiten der KI in ähnlicher Weise überschätzt werden wie zuvor die menschliche Intelligenz.

Schlafabtausch - 17.11.18    

Interessant wird es dass dieser KI die nicht für Schach entwickelt wurde sondern einfach auf lernen spezialisiert ist, jetzt Programmiersprache beigebracht wird...bin Mal gespannt was dabei rauskommt

martin123 - 25.11.18    

vielleicht finden sie hier jemanden,der eure 3500 elo maschine matt setzt
https://www.spektrum.de/news/wie-kommt-d..

keinstein - 25.11.18    

Der Artikel selbst gibt ja für KI oder Schachprogramme nicht viel her.

Ich selbst möchte bei der Gelegeheit folgendes klarstellen:
Wenn man bei der KI einen möglichst universellen Algorithmus zum Lernen findet (mein Eindruck ist, man bastelt daran) und diesen mit dem enormen Wissen des Internets verbindet, dann bestehen riesige, möglicherweise erschrecjende Möglichkeiten.

Beim Schach allerdings scheinen wir korrekten Spiel schon sehr nahe zu sein.

Carlsen und Caruana führen uns das gerade vor!

Die konvetionellen Schprogramme sin noch mal erheblich korrekter!
Korrekter als korrekt geht aber nicht!

Deshalb glaube, dass die KI beim Schach nicht mehr soviel bringen wird.

Wahrscheinlich kann man die Rechzeit noch optimieren.

Manchmal bin ich mir allerdings auch nicht über die Definition "KI" im Klaren.

Manche Autoren rechnen offensichtlich den MIn-Max- Algorithmus zur KI.

martin123 - 25.11.18    

das währe auch ein gegner
https://youtu.be/GgtzZnagJiM

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keinstein - 27.11.18    

Interessanter Beitrag!
Wir haben hier ja schon mal andiskutiert, wie Elefanten mit ihrem angeblich sehr guten Gedächtnis wohl Schach spielen würden.

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