Chess topics

Übergewicht bei Schachspielern

Hanswurst01 - 28.01.19    

Während des WM-Finals Carlsen-Caruana wurde bekannt, daß der einzelne Spieler bei einem 5-Stunden-Match etwa 1000kcal verbraucht. Ursache dafür ist die intensive Gehirnanstrengung.
Meine Schlußfolgerung:
Unter den ehemaligen und aktuellen Spitzenspielern dieser Welt dürfte es kein einziges Schwergewicht gegeben haben.
Die wenigen mir bekannten Spieler(Karpov, Kasparov, Anand, Caruana und Carlsen) sind tatsächlich mehr oder weniger schlank, wobei Carlsen für mich noch am stämmigsten scheint.

Weil ich weiß, daß ihr noch viel mehr Spitzenspieler kennt, gebe ich die Frage an euch weiter:
Gibt es Spitzenspieler, die meine These widerlegen?

Vabanque - 28.01.19    

>>Unter den ehemaligen und aktuellen Spitzenspielern dieser Welt dürfte es kein einziges Schwergewicht gegeben haben<<

Kramnik ist ziemlich schwergewichtig, allerdings ist der ja auch sehr groß.

Bogoljubow war außerordentlich dick, allerdings ist das natürlich schon ein paar Generationen her. Vielleicht hätte er mit Normalgewicht ja in den WM-Kämpfen gegen Aljechin eine Chance gehabt? ;-)

Schlafabtausch - 28.01.19    

Viele betreiben ja auch Crosstraining, trainieren also in anderen Sportarten. Das kurbelt ja bspw. auch die Durchblutung an, auch die Hirn durchblutung. ich glaube, dass Spitzenspieler sich einfach ansonsten auch ganz gut fit halten, Gesund ernähren (auch hier wieder: Die Nährwerte kommen dem Hirn zugute ) etc. es sind halt sportler.

Schlafabtausch - 28.01.19    

Vabanque, vielleicht demnächst Spielklassen nicht nach Stärke bzw Elo sondern wie im Boxen nach Gewichtsklasse?

Canal_Prins - 28.01.19    

@ Vabanque

...ja Studentenfutter ist die richtige Hirnnahrung.
Bei zu hohen Fettwerten (Leberwerten) jeden Tag 3 Mandeln lutschen......

Hanswurst01 - 28.01.19    

Meine These zielte NICHT dahin, daß man schlank sein muß, um Spitzenspieler zu sein.
Sie zielte darauf hin, daß man automatisch schlank bleibt, wenn man intensiv Schach spielt.

Canal_Prins - 28.01.19    

@ Hanswurst

...es gibt auch noch andere Spiele , wo man schlank bleibt, auch die können intensiv genutzt werden.

Hanswurst01 - 28.01.19    

Wieso habe ich eigentlich geglaubt, hier eine vernünftige Antwort zu bekommen?

:-)

Vabanque - 28.01.19    

Sorry, wenn meine Antwort keine vernünftige war, dann hätte ich ja gar nichts zu antworten brauchen ...

Hanswurst01 - 28.01.19    

@vabanque:
meine letzte Aussage war augenzwinkernd gemeint, daher der Smiley.

Und sorry, daß ich dich nicht aus meiner nicht ganz ernst gemeinten Kritik ausgenommen habe.
Deine Stellungnahme war tatsächlich die einzige mit einem inhaltlichen Beitrag.

Aletea - 28.01.19    

Was wiegst Du? Sag mal die ersten drei Zahlen...

(Von Markus Krebs)

shaack - 28.01.19    

Dazu hab ich noch einen interessanten Artikel:
"Schrumpft das Gehirn mit wachsendem Bauch?"
https://www.heise.de/tp/features/Schrump..

Hanswurst01 - 28.01.19    

@aletea:
ich bin Rollstuhlfahrer und fahre Marathonrennen. Das bedeutet tägliches, intensives Training(mindestens 50km). Ich bin sehr schlank und die noch übrig gebliebene Oberkörpermuskulatur ist ordentlich trainiert.
Glaube mir, ich habe null Gewichtsprobleme.

Was ich sagen will: daß körperliche Aktivität Kalorien verbrennt, weiß ich. Aber wie verhält es sich mit intensiver geistiger Aktivität?

Hanswurst01 - 28.01.19    

@shaack:
ohne, den Artikel gelesen zu haben, müßte meine These ja anderherum lauten:

"Wächst der Bauch bei schrumpfendem Gehirn?

Kaffeejunkie - 28.01.19    

Jussoupov kann man rollen und der gehörte auch mal zu der erweiterten Weltspitze... als ich jung war so vor 100 Jahren oder so :-)

Canal_Prins - 28.01.19    

@ Hanswurst01

….die Antwort: "Bei wachsenden Bauch schrumpft das Gehirn der Engländer"...

Kellerdrache - 28.01.19    

Der Kollege Gufeld, ein GM aus den 70er und 80er Jahren war ein Beispiel für einen wohlgenährten Großmeister. In die Nähe einer Weltmeisterschaft ist er aber nie gekommen.

Carlsen, Caruana usw. sind ja alle noch jung. In 20 Jahren sind die auch alle runder. Karpov oder Kasparov z.B. sind auch nicht mehr so rank und schlank wie zu besten Zeiten.

Hanswurst01 - 28.01.19    

Danke für eure Antworten.
Kramnik, Bogoljubov, Jussupov und Gufeld sind genügend Beispiele, die meine These widerlegen.

patzer0815 - 28.01.19    

Jussupov war einam Weltranglistendritter, also schon ein bisschen mehr als "erweiterte" Weltspitze.

Canal_Prins - 28.01.19    

@ Hanswurst01

….sind englische Politiker dick??….vermutlich ja, denn sonst kann man sich den "NO DEAL" eines kalten Brexit nicht erklären.

Leider kenne ich keine englischen GM die einen großen Bauchumfang hatten.

shaack - 28.01.19    

@Hanswurst01 Stimmt, Ursache und Wirkung sind oft verwechselbar.

andre.gilet - 28.01.19  

um wieviele elo punkte müsste carlsen besser sein.wenn er leptosom wäre?

faues - 28.01.19    

Wierum ist es nun richtig? Die Wissenschaftler aus England müssen sich mal entscheiden, ob man mehr oder weniger schokolade essen muss?

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NE..

Vabanque - 29.01.19    

Was hat das jetzt bitte mit dem Thema des Threads zu tun?

Oder führt jedes Thema irgendwann zur Politik?

faues - 29.01.19    

Es war nicht politisch gemeint. Es sollte nur verdeutlichen, dass korrelation und kausalität zwei verschiede paar schuhe sind (was hier wahrscheinlich jedem klar ist.) Es war quasi nur ein Witz. Die zweite studie ist ja auch aus den USA. Ich glaube weder der bauchumfang noch der schokoladekonsum haben etwas mit der intilligenz zu tun und wollte damit niemandem zu nahe treten.

Vabanque - 29.01.19    

>>Es sollte nur verdeutlichen, dass korrelation und kausalität zwei verschiede paar schuhe sind (was hier wahrscheinlich jedem klar ist.)<<

Das dürfte kaum jedem klar sein. Ich habe das erst in den Statistik-Vorlesungen gelernt.

>>Ich glaube weder der bauchumfang noch der schokoladekonsum haben etwas mit der intilligenz zu tun und wollte damit niemandem zu nahe treten.<<

Letzteres hatte ich auch nicht angenommen, kein Problem :-)
Obwohl mein Bauchumfang nicht der kleinste ist.
Aber: in dem Buch 'Mythos Übergewicht - warum dicke Menschen länger leben' (von Achim Peters, einem Arzt und Hirnforscher) wird sogar nachgewiesen, dass Bauchfett zwecks Versorgung des Gehirns angelegt wird. Dies erklärt z.B., warum geistig arbeitende Menschen so oft einen Bauch haben, auch wenn sie sonst nicht dick sind.
Also könnte man dies insbesondere von Schachmeistern annehmen, man würde also viel mehr Schachmeister mit Bauch vermuten als wirklich vorhanden sind.

toby84 - 29.01.19    

Jeder, der Statistiken zitiert, sollte den Unterschied zwischen Korrelation und Kausation kennen. Sonst weiß er überhaupt nicht, wovon er redet, dann braucht er davon gar nicht anzufangen.

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