Miscellaneous

Latest postings

Corona-App

Stellmacher - 02.06.20    

Nun ist es dann doch bald soweit: Die angekündigte "Corona-App" wird im Juni verfügbar sein:

https://www.heise.de/news/Kompletter-Pro..

Werdet ihr die auf Eurem Smartphone installieren oder überwiegen bei Euch die Bedenken bezüglich des Datenschutzes?

faues - 02.06.20    

Ich würde es tun. Ich gehe davon aus, dass die Sachlage zum Datenschutz gesetzlich bereits geklärt ist. Nicht nur im Bezug auf die App, sondern im Allgemeinen. Wenn diese verletzt wird erwarte ich einr juristische aufarbeitung.

Pius_Ndiefi - 03.06.20  

Auf keinen Fall. Genauso wie ich mich niemals zwangsimpfen lassen würde. Da können sich der liebe Herr Gates und der Herr Spahn auf den Kopf stellen und mit dem Arsch fliegen fangen, das Gesetz werden sie nie durchgedrückt bekommen. Ich bin weder Verschwörungstheoretiker noch Attila Hildmann Anhänger ( aber auch kein Gegner),aber was zu weit geht, geht zu weit. Und dort werden definitiv Grenzen überschritten.

Stellmacher - 03.06.20    

Die Impfung wird sehr wahrscheinlich freiwillig sein.

Ich erkenne nicht wirklich, was gegen diese Impfung- wenn sie denn irgendwann zur Verfügung steht- sprechen würde.

Ich würde mich über einen Impfstoff- der vermutlich noch etwas auf sich warten lässt- freuen!

Higgins - 03.06.20   +

@Pius_Ndiefi Würden Sie bitte Ihre Ausdrucksweise etwas mäßigen?

Feyerabend - 03.06.20   +

Armer Pius. Es geht um eine Corona App und Pius regt sich sehr auf über eine Zwangsimpfung, die gar nicht zur Debatte steht.
Die App ist freiwillig. Hochladbar für Menschen die sich und andere vor Infektionen schützen wollen.

123zecher - 03.06.20    

@Pius: Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Du beim Thema Corona-App Attila Hildmann erwähnst.

Vabanque - 03.06.20    

Ich bin ja kein Prophet, aber es würde mich schon wundern, wenn diesem Thread ein langes Leben beschieden wäre.

Stellmacher - 04.06.20    

Davon muss man wohl- leider- ausgehen...

NickNick - 04.06.20    

Verstehe nicht, warum sich manche so aufregen. Wer das nicht will, sollte sich kein Handy anschaffen. Sie dürfte nicht schlimmer sein als Google, welches all eure Bewegungen aufzeichnet.

japetus1962 - 04.06.20    

Meine Bedenken sind eher der Aufbau einer Schein-Sicherheit.
Wenn das eigene Mobiltelefon mit alles ok bewertet, muss das ja nicht unbedingt stimmen.
Aber wenn etwas geschrieben / angezeigt wird, dann muss das scheinbar stimmen.
Der Schlüssel ist wohl, die angezeigten Werte richtig zu werten, und - unverändert - das eigene Verhalten der gebotenen Vernunft anzupassen.
Ich werde die App verwenden, aber mal sehn, ob ich das für zielführend finde.

Feyerabend - 04.06.20    

Den von NickNick angesprochen Aspekt finde ich viel bedenklicher als eine Corona App. Also, dass heutzutage viele technische Geräte nur noch mit App gesteuert werden können unser funktionieren. Beispiele, die mir gerade untergekommen sind: Stereoanlage, Fernseher, Fitness-Armband. Bei allen den musste ich meinen Standort und Kontakte auf dem Handy freigeben.
Verglichen damit, wie viele Daten man dauern freigeben muss, die auf irgendwelchen Servern/Speichern wo auch immer landen, scheint mir die heiss diskutierte Corona App wesentlich sicherer und kontrollierter zu sein.

NickNick - 04.06.20    

@Feyerabend

sehe ich auch so. Wer ein Google-Konto hat (bei Android wohl Pflicht) , der sollte mal in sein Google-Konto, unter Daten & Sicherheit / Zeitachse schauen. Ihr werdet überrascht sein.

shaack - 04.06.20    

Handys senden permanent Standortdaten und die Verkehrssituation für die Handy-Navis, wie Apple-Karten oder Google-Maps zu erfassen (Staus etc.). In den Handy-Fotos sind ebenfalls Standortdaten enthalten, in jedem Foto, wenn man es nicht deaktiviert hat.

siramon - 04.06.20    

App ist installiert und das Tracing läuft.

In der CH findet momentan ein öffentlicher Test statt. Sobald das Parlament der Notverordnung zugestimmt hat und der App-Test erfolgreich verläuft, wird die App breit verbreitet. Das sollte in ca. 2 Wochen erfolgen.

Die CH-Version verfolgt einen dezentralen Ansatz. Momentan sagen etwa 60-70% der Bevölkerung zu, die App zu installieren und zu verwenden. Das ganze hängt sehr stark von der Kommunikation unseres zuständigen Bundesamts ab und natürlich vom Vertrauen der Bevölkerung in Technik/Politik.

Die App ist aber nur eine Komponente. Viel wichtiger ist das Verhalten von uns allen. Das heisst Quarantäne, Testen und ggf. Isolation. Momentan drückt hier v.a. noch der Schuh (in der CH).
- Es wird noch zu wenig in Quarantäne geblieben (bei Symptomen)
- Es wird noch zu wenig getestet und die Tests dauern zu lange *)

Unser aller Verhalten muss sich noch verbessern + die Behörden haben noch was zu tun! *)

*) Unsere Älteste hatte Symptome (Halsweh und Fieber). Wir haben uns in Quarantäne begeben und mit dem Kinderarzt einen Testtermin zur Mittagsstunde abgemacht. Fahrt dahin fand mit gemietetem Auto statt (Masken auf!) und der Test konnte schnell (ist schmerzvoll!) durchgeführt werden. Das Testresultat würde uns innert 24h zugestellt (A), hiess es.
Am nächsten Tag (Freitag) habe ich vor 11:00 in der Praxis nachgefragt. Man wisse noch nichts, würde aber im Labor anrufen. Die Arztpraxis hat am Nachmittag geschlossen, danach ist Wochenende. Die Arzthelferin hat sich dann in ihrer Freizeit am Nachmittag gemeldet und uns den Befund mitgeteilt (B).

A) Sich für 24h in Quarantäne zu begeben kann man machen, die Tests können aber auch schneller stattfinden. Wenn wir das in den nächsten Monaten konsequent machen wollen, müssen die Tests einfach zugänglich stattfinden und die Resultate innert Stunden (< 4h) mitgeteilt werden.

B) Hätte ich nicht nachgefragt, wären wir übers ganze Wochenende in Quarantäne geblieben (bzw. hätten das wohl eben nicht durchgezogen). Auch hier, das Testen und die Kommunikation muss noch mehr professionalisiert werden. Testen & Kommunikation sollte 24/7 stattfinden.

Ich glaube nur wenn A) und B) funktionieren, macht die Bevölkerung mit - unabhängig von der App.

Wie sieht die Situation in anderen Ländern aus? DE? AT?

siramon - 04.06.20    

@shaack
Handys senden permanent Standortdaten und die Verkehrssituation für die Handy-Navis, wie Apple-Karten oder Google-Maps zu erfassen (Staus etc.). In den Handy-Fotos [...]

Kann man zumindest in IOS für jede App selektiv deaktivieren. Dann wird nix gesendet.

shaack - 04.06.20    

@siramon
"Kann man zumindest in IOS für jede App selektiv deaktivieren. Dann wird nix gesendet."
Das stimmt, aber das macht ja quasi keiner. Die meisten Menschen sind schon froh, wenn ihr Handy funktioniert und sie nicht irgendwelche Einstellungen machen müssen. Ausserdem klicken die meisten Menschen Dialoge, die Datenzugang erfragen mit "OK" weg, weil sie es auf MS Windows so gewohnt sind, dass am laufenden Meter Dialoge aufploppen, die man wegdrücken muss.

shaack - 04.06.20    

@siramon Und das sind beim iPhone nicht nur einzelne Apps, das Betriebssystem zeichnet von sich aus Standortdaten auf: https://flip.de/wichtige-orte-auf-dem-ip..

shaack - 06.06.20    

Informationen zur Quellcode-Analyse der App
https://www.heise.de/hintergrund/Corona-..

max55 - 10.06.20    

Ich habe festgestellt, dass seit dem letzten Update auf iOS 13.5.1. der Akkuverbrauch stark gestiegen ist. Bisher bin mich mit einem vollem Akku ca. 40 std hingekommen, jetzt reicht der Akku kaum einen Tag...wer da wohl nach Hause telefoniert...
Einer Corona-app stehe ich kritisch gegenüber, weil bis jetzt meines Wissens noch nicht geklärt ist, welche Daten und an wen übermittelt werden. Gesundheitsbehörden ok, Google, Billy, und wer noch immer nein.

shaack - 10.06.20    

Dazu wurde die DSGVO ja erfunden.

max55 - 10.06.20    

Etwas erfinden und etwas durchzusetzen sind zwei paar schuhe.

https://www.datenschutzbeauftragter-info..

mich beschleicht schon ein ungutes Gefühl, wenn eine Covid-19 schnittstelle auf meinem handy installiert wird, obwohl ich automatische updates deaktiviert hatte.

NickNick - 11.06.20    

@Max55 sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, Google liefert ihre Daten schon immer an die USA-Geheimdienst. Donald Trump weis alles über sie, mehr als sie selber. :-D Die Covid 19-App will da nur einige wenige Daten abgreifen.

Hasenrat - 11.06.20    

Wenn es darum geht, mitzuhelfen Leben zu retten, um es pathetisch auf die Spitze zu treiben, kann es da statthaft sein, sich auf Positionen des sprichwörtlichen "kleinbürgerlichen Bedenkenträgers" zurückzuziehen?

jujuhehe - 11.06.20    

Die Frage ist ja auch, ob jeder, der positiv getestet wird, das dann auch auf seinem Handy bekannt gibt. Da sehe ich ein großes Fragezeichen und wieder eine Dunkelziffer. Denn auch das ist freiwillig, wie die ganze App.

max55 - 11.06.20    

Da bin ich ja ungeheuer beruhigt;-)
Trump ist mir egal, solange das Finanzamt nicht doch zufällig ein bewegungsprofil von mir erstellt oder vielleicht Polizeibehörden eine geschwindigkeitsüberwachung auf der Autobahn anhand der gesendeten Daten durchführen? Theoretisch alles möglich...aber natürlich freiwillig!
Meinen erhöhten Akkuverbrauch habe ich geklärt, der Datendurchsatz im Upload ist seit dem Update erheblich gestiegen.

toby84 - 11.06.20    

Als ob eine Anzeige auf Basis solcher Geschwindigkeitsdaten vor Gericht nicht sofort abgeschmettert würde. Doch, die Angst vor so etwas ist definitiv unbegründet.

MarkD - 11.06.20    

Vielleicht sollte man, wenn man Bedenken hat ggü. einer solchen App sich zunächst mal selbst informieren, wie sie eigentlich funktioniert. Ich poste hier keine Links dazu, gibt es schon reichlich.

Wenn man Bedenken irgendwelcher Art gegen eine solche App hat, darf man kein Android-Handy und kein iOS-Handy nutzen. Und nein, auch kein WhatsApp oder Facebook.

Und ja, natürlich wird jemand, der freiwillig die App installiert, um im gesellschaftlichen Interesse die Pandemie einzudämmen, dann wenn er erkrankt ist, das auch freiwillig in der App angeben. Warum hätte er sie denn sonst vorher freiwillig installiert?

Stellmacher - 11.06.20    

Weil man es ihm empfohlen hat? Ich glaube wirklich, dass es da nicht wenige gibt, die sich denken, jetzt habe ich das Teil installiert und jetzt ist das auch erledigt: Fertig!

jujuhehe - 11.06.20    

Es gibt eben nicht nur logische Denkweisen.

MarkD - 11.06.20    

na gut, das ist dann zwar kein Nutzen, aber auch kein Schaden...

MarkD - 11.06.20    

(zumindest wir Schachspieler teilen ja eins: die Logik! wenn man auch in vielem Anderen unterschiedlich ist.)

123zecher - 11.06.20    

Naja, die einen mehr, die anderen weniger.....

max55 - 14.06.20    

Braucht man so eine App wirklich?

Ein interessanter Artikel aus der FAZ:

https://m.faz.net/aktuell/politik/inland..

japetus1962 - 14.06.20    

ist ohne Abo leider nicht lesbar.

max55 - 14.06.20    

Ich konnte es vorhin noch lesen, ohne Abo :-(

kimble - 14.06.20    

...hast Du erstmal ein Abo dieser Art, merkst Du es gar nicht mehr, bis auf die Telefonrechnung...;-)
Ne, mal im Ernst, gerade die FAZ stellt gerne täglich früh erscheinende online Artikel aus dem öffentlich zugänglichen Bereichim Laufe des Tages dann in die "plus"-, sprich Bezahlsparte.
Nach welchen Kriterien ist mir noch nicht klar, ich vermute aber, daß die Anzahl der registrierten Aufrufe der entsprechenden Artikel dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Bluemax - 16.06.20    

Nun ist sie da, die Corona Warn- App !

https://www.youtube.com/watch?v=nBu5Aoom..

(Pressekonferenz zur Vorstellung der Warn- App, NTV)

jojo3 - 16.06.20    

Man sollte sich mal vorstellen, wenn Restaurant , Schwimmbäder usw nur noch Menschen rein lassen, die diese App vorweisen können und die Farbe "grün" darauf leuchtet...
Ich finde es ist leider der Zeitpunkt gekommen wo manche einen großen Nachteil erfahren werden, wenn man nicht das tut, was von "oben" bestimmt wird

MarkD - 16.06.20    

... wenn ein Restaurant das macht, wird es Probleme bekommen.

Wenn Du natürlich lieber Deinen Namen und Deine Adresse in
ein im Restaurant ausliegendes und von vielen anderen einsehbares
Buch schreibst, ist das Deine Entscheidung.

Die App ist nach allen Analysen auch kritischer Leute gut gemacht.

Und sie ist freiwillig! (Das ist das Gegenteil von von oben bestimmt.)

Stellmacher - 16.06.20    

Hat mich auch umgehauen, als ich das heute gelesen habe: Dann ist die "Freiwilligkeit" bezüglich der App natürlich so eine Sache...

Auch wer einfach kein Smartphone will oder braucht, dem droht dann soziale Ausgrenzung.

jojo3 - 16.06.20    

Leute.... informiert euch bitte ganz genau, was man mit dieser App alles anstellen und auch dirigieren kann.
Die Verantwortung wurde von (damals Merkel) über Spahn weiter zu den . Ministerpräsidenten der jeweiligen Länder bis hin zum Endverbraucher übertragen. Und nun soll der kleine Laie entscheiden dürfen, wem er was weiter gibt... Jetzt liegt die Verantwortung beim "kleinen Mann", der selbst gar nicht weiß wie er mit der Farbe grün oder rot bei dieser App umgehen soll...

siramon - 16.06.20    

Glaubst du, die Politik kann die Pandemie wegzaubern?

Schon immer lag es an uns, wie wir die Massnahmen umsetzen! Und jetzt kriegen wir ein blitzsauberes Instrument in die Hände - gut so!

Bluemax - 16.06.20    

Im Prinzip finde ich das an dieser App nichts, aber auch gar nichts einzuwenden ist.
Der Datenschutz ist vorbildlich und die Nutzung freiwillig. Besser geht‘s kaum.

Das viel zitierte Problem, das die Apple Version erst auf ios13.5. läuft (Iphone 6s und aufwärts) ist verständlich, da Apple die Corona Schnittstelle erst dort implementiert hatte.

Einzig die Altersfreigabe ist bei Apple merkwürdig (17+), das hat Android sinnvoller gestaltet (0)

NickNick - 17.06.20    

Was bringt es, ein Betroffener trägt seine Erkrankung nicht ein, dann ist sie nutzlos.

MarkD - 17.06.20    

jojo3, bitte sage uns doch genau, was man mit dieser App alles anstellen und dirigieren kann.

Und was ist schlimm, wenn Entscheidungen beim Bürger (sage ich lieber als diminutiv 'kleiner Mann') liegen? Wenn es diese Freiwilligkeit (Entscheidungsfreiheit) nicht gäbe, möchte ich mal den Aufschrei hören...

Bluemax - 17.06.20    

NickNick - vor 4 Std.
>> Was bringt es, ein Betroffener trägt seine Erkrankung nicht ein, dann ist sie nutzlos...

Trotzdem alles gut, ein Betroffener trägt es nicht ein, aber drei andere tragen es ein !

Die Bundesregierung möchte eine Teilnahme um die 60%, es müssen also nicht alle mitmachen.

;-)

max55 - 17.06.20    

Solange die Installation freiwillig bleibt, ist gegen die App nichts einzuwenden. Über eventuelle Nachteile bei Nichtinstallation wird die Zeit zeigen, ob es in Zukunft welche geben wird.
Ich persönlich frage mich, warum Standortdienste sowie Kamera aktiviert sein müssen, wenn die Verbindung zu anderen Teilnehmern der App ausschließlich über Bluetooth erfolgen soll.
Vielleicht kann mir das einer der hier zahlreich vorhandenen Experten erklären.

MarkD - 17.06.20    

Das habe ich mich in der Tat in dem Moment auch gefragt. Die ausführlichste Erklärung dazu habe ich hier gefunden:
https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/cor..

shaack - 17.06.20    

Hier stehen auch noch ein paar interessante Dinge:
https://www.heise.de/news/Fragen-und-Ant..

Hanniball - 17.06.20    

@ shaack

Sobald ich diese App auf dem Handy installiert habe und Bluetooth aktiviert habe kann man mich mit der Google Map orten. Zumal ich bluetooth auch für die Freisprechanlage im Auto aktiviert habe. Die Koordinaten sind auslesbar.

Einen Datenschutz gibt es nicht, daher basiert die Installation der App auf die Freiwilligkeit jedes einzelnen Nutzers.

Zudem müsste sich ein Covid 19- Infiszierter auch outen, um der ganzen Sache einen Sinn zu geben. Bei einer Ansteckungszeit von bis zu 3 Wochen, müsste ich zudem das GPS und Bluetooth eingeschaltet lassen, da ansonsten die kette der Rückverfolgbarkeit nicht gegeben ist.

shaack - 17.06.20    

@Hanniball Mit der Google Map kann man niemanden orten, dass ist ein Kartendienst bzw. eine App von Google. Oder habe ich was übersehen. Kannst Du bitte den genauen Zusammenhang zwischen der Corona-App und dem Kartendienst erklären?

Hanniball - 17.06.20    

@ shaack

mit der Google Map kann ich dich in meiner Freundesliste aufführen und dir erlauben meinen Standort zu zeigen (bis auf 5 m). DieseFreigabe kann ich jederzeit widerrufen.

Du sagst zu mir zum Bsp. wir treffen uns in Berlin und hast mir den Zugriff auf deinen Standort freigegeben bzw. erlaubt. Ich sehe auf meinen Handy in welchen Cafe od. Kreuzung du auf mich wartest. Mein handy bzw. Google Map führt mich auf den kürzesten Weg zu dir. Du brauchst nur dein GPS eingeschaltet bzw. aktiviert zu haben. So ähnlich funktioniert auch die Covid 19 - App.

macmoldis - 17.06.20    

"Die Standortermittlung Ihres Smartphones muss aktiviert sein, damit Ihr Gerät nach Bluetooth-Signalen anderer Smartphones sucht. Standortdaten werden dabei jedoch nicht erhoben. (Quelle Datenschutzerklärung)

Eine Standort-Freigabe auf Google Maps an Freunde muß ich den Freunden auch noch seperat mitteilen soweit ich mich erinnere ... ist also davon abgesehen was ganz anderes


Zudem müsste sich ein Covid 19- Infiszierter auch outen, um der ganzen Sache einen Sinn zu geben
a) die App hat ja einen Sinn, und derjenige der sie deswegen installiert hat wird sich so wohl auch outen
b) wird nach Eingabe von Positivmeldung mittels Code sicherlich nicht die Pushnachricht "Hanniball ist positiv getestet" an die anderen App-Nutzer mit denen du Kontakt hattest gesendet, sondern nur, dass ein Kontakt bestand, und nicht mal wo

und auch die Eingabe des Code ist nicht vepflichtend, sondern freiwillig

shaack - 17.06.20    

@Hanniball Google Maps ist ein anderer Dienst und hat nichts mit der Corona-App zu tun. Wenn ich das richtig verstehe, ist nicht mal die Art des Trackings ähnlich.

toby84 - 17.06.20    

Ausgetauscht werden ausschließlich informationen über bluetooth. Wenn ein Kontakt besteht, tauschen beide Handys einen anonymen Zahlencode aus. Wenn jemand meldet, dass er Corona hat, wird ein weiterer globaler Corona-Zahlencode für diesen Infizierten erstellt. Alle Handys mit der App erhalten regelmäßig alle Infiziertencodes. Diese werden mit den eigenen Kontakt-Zahlencodes abgeglichen. Wenn es einen Treffer gibt, zeigt die App das an. Niemand anderes hat diese Information außer man selbst.

max55 - 18.06.20    

Die App benutzt Tracing, eine Art zeitversetztes Tracking. Diese App soll in einer Sandbox laufen. Und da stellt sich mir eine andere Frage:
In den Systemen Unix, Linux und also auch Android war es meines Wissensstandes zufolge nicht möglich, eine Sandbox sicher zu implementieren, man konnte eine emulierten. Was bedeutet, dass der Zugriff von außerhalb nur mit Administratorrechten erfolgen kann. Die würden in diesem Fall bei Google liegen.
Hab mich aber schon viele Jahre nicht mehr damit beschäftigt, möglicherweise ist das Problem ja gelöst.

MarkD - 18.06.20    

max55, was möchtest Du damit sagen? Dass Google uns ausspionieren kann, wenn wir die Corona-App installieren? In dem Fall muss ich Dir die Illusionen nehmen: das geht auch ohne! ;-)

max55 - 18.06.20    

@ MarkD

Was ich damit sagen will?
Ganz einfach, ich möchte wissen was mit meinen Daten geschieht, wer darauf Zugriff hat, diese speichert und eventuell für seinen Interessen missbraucht. Hat auch nichts damit zu tun, ob man etwas zu verbergen hat, sondern wem man Informationen zukommen lassen möchte. Dass Datenkrake Google und etliche weitere Dienste alles sammelt ist bekannt, muss man nich extra erwähnen,

Bluemax - 18.06.20    

@ max55

Um vielleicht deine letzten Zweifel zu zerstreuen würde ich dir empfehlen, das unten verlinkte YT Video zu schauen. Dort beantwortet der bekannte Chaos Computer Club Sprecher Linus Neumann Zuschauerfragen zum Thema.

(Der CCC gilt gemeinhin als Instutition in Sachen Informationstechnologie, zudem haben sie an der App Entwicklung beratend zur Seite gestanden.

https://www.youtube.com/watch?v=_80-rl9U..

max55 - 18.06.20    

@bluemax

Hab mir den Beitrag angesehen, insgesamt stimmig, aber paar Unklarheiten bleiben bestehen, möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen. vielleicht nur einen Punkt, wo nur vage darauf hingewiesen wurde, dass es letztendlich an iOS und Google liegen würde, sich an die Vereinbarungen zu halten und keine Daten abzugreifen.

max55 - 18.06.20    

Bliebe noch hinzuzufügen, dass ich im Augenblick diese App nicht installiere, da ich mein Handy fast nur beruflich nutzte und aid Datensicherheit bedacht bin.
Wenn sich natürlich bei mir eine Infektion herausgestellt, würde ich es selbstverständlich tun.

MarkD - 18.06.20    

oh, max55, Mann, Mann, Mann - genau dann ist es zu spät!
Bitte informiere Dich doch wirklich einmal, wie die App funktioniert.
Nimm Dir die halbe Stunde Deines Lebens, Du hast Vorkenntnisse,
die weit über das hinausgehen, was andere Bürger haben.

MarkD - 18.06.20    

Ansonsten sehr nett:
https://publish.twitter.com/?query=https..
(ein Experte des CCC im Bericht aus Berlin zu der App)

max55 - 18.06.20    

Hallo Mark, mir geht es nicht um meine persönlichen Daten, mir wäre es egal ob Google oder wer auch immer weiß, ob ich zuhause auf der Terrasse oder im Flieger nach Timbuktu sitze ;-)
Aber es gibt auch Kundendaten, Projekte, Patentschutz etc.
Ich habe versucht unter IOS alles versucht um Google & co auszusperren, nutze weder WhatsApp noch Facebook oder Twitter.
Vielleicht sollte mal eine Smartwatch dazu in der Lage sein, eigenständig ohne Kopplung ans Handy diese App auszuführen.
Würde ich für mich als Option sehen.
Und warum sollte es zu spät sein?
Wer wird tatsächlich eine Infektion preisgeben?
Das Herunterladen ist kein Garant für die Nutzung.

MarkD - 19.06.20    

das ist echt lustig - Du schreibst über Datenschutz und nutzt iOS...

Aber zum wichtigeren Thema: warum ist es dann zu spät?
Weil die Krankheit ansteckend ist, bevor Du es weißt. Daher
sollen mit der App die Kontakte vor der Erkennung der Infektion
ermittelt werden, das geht schlicht nicht mehr, wenn Du sie erst nach
der Diagnose installierst.

Aber es ist natürlich Deine Entscheidung. Ich werde jetzt nicht anfangen,
von "unsozial" oder Ähnlichem zu schreiben. Es ist freiwillig.

max55 - 19.06.20    

So lustig ist das nicht. Das Problem ist meine Smartwatch. Betriebssystem Tiezen, Linux Ableger. Wenn ich die mit IOS verbinde, welche Ports, Backdoors werden genutzt, welche Daten übermittelt? Smartwatches Daten werden auf einem zentralen Server gespeichert.

Stellmacher - 19.06.20    

Interessanter Artikel in der SZ:

https://www.sueddeutsche.de/politik/coro..

"Ich sehe die App als ein Spielzeug für die digitale Oberklasse. Mit der Realität hier in Reinickendorf hat das nichts zu tun...
Wir haben hier ein Infektionsgeschehen unter armen Leuten, die schlecht wohnen. Das sind Zustände, wie sie Rudolf Virchow vor 150 Jahren erlebt und bekämpft hat. Hier gibt es sie immer noch. Medizin, das zeigt sich wieder einmal, ist auch politisch: Diese Leute werden immer wieder krank, weil sie so leben, wie sie leben - in ärmlichen Verhältnissen. Und unsereins lädt sich dann die App herunter und fühlt sich gut. Ich empfinde das als eine ziemliche Heuchelei."

MarkD - 19.06.20    

Ich habe das auch gelesen, Stellmacher, kann aber aus persönlicher Erfahrung nicht bestätigen, dass "arme Leute" (aka Hartz-4-Empfänger) kein Smartphone hätten. Ich kenne einige Leute und frage mich dann immer, wie sie das bezahlt haben... Z.T. neue Geräte aus Cupertino!

Vabanque - 19.06.20    

Armut ist heute - vor allem in Mitteleuropa - ein schwer zu definierender Begriff.

Bildungsferne (ein hässliches neues Wort, ich gebe es zu, aber ein treffendes) stellt m.E. aktuell ein viel größeres Problem dar.

Stellmacher - 19.06.20    

Hallo MarkD,

freilich haben auch Geringverdiener heute Smartphones, aber das eigentliche Problem wird im Artikel ja beschrieben:

"Die Leute haben tatsächlich Handys, aber die App gibt es auf Deutsch und auf Englisch, beides sprechen sie kaum."

NickNick - 19.06.20    

@Stellmacher
Zitat: "...Und unsereins lädt sich dann die App herunter und fühlt sich gut. ..."

Das ist ja das Gefährliche an unserem heutigen System, man ist nicht gewillt zu verstehen, nur weil man den Feind (Virus) nicht sehen kann. Ob es bei den Abständen ist oder beim MNS. Man denkt man ist geschützt, nein ist man nicht, sondern hilft nur die Verbreitung einzudämmen. Was natürlich auch eine Art kleiner Schutz ist.

Zur Corona-App sage ich nur soviel, hilft nur wenn alle mitziehen. Leider gibt es hier schon technische Ausnahmen. Wenn dann ein Betroffener seine Erkrankung nicht in seine App einträgt, dann ist die ganze Sache nutzlos, weil der Kontakt dann nicht erkannt wird.

siramon - 19.06.20    

@NickNick
„ Zur Corona-App sage ich nur soviel, hilft nur wenn alle mitziehen.“

Nein, das ist eine falsche Annahme.

Stellmacher - 19.06.20    

Momentan meldet das Robert-Koch-Institut 9,6 Mio. Downloads.

Das ist angesichts der kurzen Zeit recht beeindruckend, aber ist vermutlich noch weit von den Erwartungen entfernt.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Ne..

underdunk - 20.06.20    

Passend zu den ganzen Datenschutz-Diskussionen:
https://de.webfail.com/509c058646f

japetus1962 - 20.06.20    

also ich habs sogleich mal installiert, weil ich neugierig bin.
Dann gestern der Härtetest, mit der S-Bahn in die Stadtmitte, voller Trubel, überall viele Leute.
Das Ergebnis heisst: "niedriges Risiko" (nach 4 Tagen)

aha. und nun? soll ich beruhigt sein, wenn ich zuvor Angst hatte? (hab ich aber nicht)
oder wie soll ich nun mit dem Restrisiko umgehen? (mach jetzt auch nix anders)

mal sehn, wie sich das gesamthaft weiter entwickelt.

toby84 - 20.06.20    

Eine ansteckende Krankheit lässt sich umso besser kontrollieren, je weniger Menschen krank sind. Tatsächlich ist so etwas wie eine effektive Kontrolle durch individuelle Kontaktverfolgung nur möglich, wenn nur sehr wenige Menschen krank sind. Wenn nur so wenige Menschen betroffen sind wie zur Zeit in Deutschland, ist die Gefahr, selbst angesteckt zu werden, sehr gering. Trotzdem ist es sinnvoll, vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Wenn nämlich alle Menschen im Land vorsichtig sind, hat die Krankheit auch bei den wenigen Personen, die letztendlich gefährdet sind, nur geringe Chancen, sich zu verbreiten. Wenn allerdings alle Menschen unvorsichtig sind, sind auch die tatsächlich gefährdeten unvorsichtig. Dann wird die Krankheit sich rasch verbreiten und dadurch immer unkontrollierbarer.

Was heißt das für uns? Erstens: die Gefahr, uns anzustecken, ist sehr gering. Angst vor einer Infektion ist also ziemlich unbegründet. Dass man nach wie vor ein geringes Risiko hat, wenn man mit der S-Bahn fährt, ist also der zu erwartende Fall. Zweitens: Vorsicht ist in jedem Fall notwendig, um die Krankheit zu kontrollieren! Da man nie wissen kann, wen es trifft, ist es logisch, dass die Krankheit umso besser kontrollierbar ist, je mehr Menschen vorsichtig sind, egal wer es ist. Das gilt auch, wenn die Wahrscheinlichkeit nur bei beispielsweise 1:1.000.000 liegt, bei einem Kontakt infiziert zu werden.

Wenn wir nicht vorsichtig sind und die Zahl der Infektionen zu groß wird, können irgendwann wieder Vorsichtsmaßnahmen notwendig werden, um eine Infektion großer Teile der Bevölkerung zu verhindern.

Stellmacher - 20.06.20    

"können irgendwann wieder Vorsichtsmaßnahmen notwendig werden"

Die sind längst nicht alle aufgehoben: Maskenpflicht, Läden sind nur eingeschränkt betretbar, Kneipen müssen früher schließen usw.

Hasenrat - 20.06.20    

Sehr gut zusammengefasst!

Hasenrat - 20.06.20    

@toby84

faues - 20.06.20    

@tobi84
Dem stimme ich ebenfalls voll und ganz zu!

wodi - 20.06.20    

@tobi84
genau so ist es!

Hasenrat - 20.06.20    

@Stellmacher
Gemeint ist ein erneuter - zumindest regionaler - Lockdown! D e n will keiner mehr!

Stellmacher - 20.06.20    

Der scheint in Gütersloh ja schon vor der Tür zu stehen...

https://www.tagesschau.de/inland/toennie..

Stellmacher - 21.06.20    

Nun war es nebenan in Verl so weit:

https://www.verl.de/default-63bf0363c0/m..

Man kann sich beim Lesen des Textes gut vorstellen, dass es da etwas robust zuging...

japetus1962 - 24.06.20    

ich habe ja die App laufen.
bis auf die Tatsache, mit dem Risiko, mit leerem Akku herum zu laufen, merke ich nix.
Denn die App geht deutlich auf die Akku-Laufzeit.
je mehr ich mich damit befasse, desto mehr zweifle ich an der Sinnhaftigkeit einer dezentralen Datenhaltung / Auswertung samt freiwilliger Eigenerfassung im positiven Falle.
Denn: ... ist ein Nutzer Covid-19-positiv getestet worden und gibt das aktiv in der App an,
wird eine zweite Identifikationsnummer von dem Nutzer an einen Server geschickt. Eine Liste dieser zweiten Identifikationsnummern wird mehrmals täglich automatisch an alle Handys zum Abgleich geschickt ....
Aha. also muss eine positive Person dies aus eigenem Antrieb in sein Gerät eintippen, als Basis für weitere Aktionen bei anderen potentiellen Näherungen.
... grübel.... wie hoch wird die Bereitschaft der betroffenen Personen sein, dies dann anzumelden? es bleibt spannend.
Noch toleriere ich den hohen Akkuverbrauch, aber wenn mir das zu sehr auf den Senkel geht, werfe ich die App wieder raus. mal sehn.

jujuhehe - 24.06.20    

Ein weiteres Manko sehe darin, daß viel zu wenige getestet sind, um damit wirklich etwas zu bewirken. Da muß man schon sehr viel und unter vielen Menschen unterwegs sein, daß diese App sinnvoll ist .
Dann, wie schon erwähnt, muß darauf vertraut werden, daß positiv getestete sich auch outen auf ihrem Handy - das sehe ich schon als Hemmschwelle.
Und ein weiterer Punkt - auf ältere Handys läßt sich die App schon gleich gar nicht herunter laden.

toby84 - 24.06.20    

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass zu dem Thema noch manche Unklarheit herrscht.

Gehen wir mal ein paar Punkte durch:
- klar muss der Coronainfizierte diese Information selbst eingeben. Wie sollte das sonst mit einer anonymen App gehen?
- "also muss eine positive Person dies aus eigenem Antrieb in sein Gerät eintippen, als Basis für weitere Aktionen bei anderen positiven Näherungen": bei anderen positiven Näherungen? Das ergibt keinen Sinn. Wer Coronainfiziert ist, wird hoffentlich gar keine zukünftigen Kontakte haben bis zur vollständigen Genesung. Informiert werden natürlich die, die VORHER in Kontakt zu dieser Person standen, und zwar komplett anonym. Für die infizierte Person ändert sich absolut nichts in ihrem eigenen Leben durch die anonyme Bekanntgabe der Infektion.

Fortsetzung folgt später

macmoldis - 24.06.20    

Wieso sollte es eigentlich eine Hemmschwelle geben sich zu outen?
Wobei ich "outen" da noch nicht mal als Formulierung nehmen würde.

Im Falle, man ist positiv getestet, dann ist das halt so,
vorübergehende Quarantäne ist ja wohl sowieso
... und wie man dann zu seinem Mitmenschen sagt: "Halt lieber Abstand" ist der Eintrag in die App doch eigentlich nur der rückwirkende Hinweis: "Hey, du hattest Kontakt, eine Begegnung mit einem Infizierten, lass dich sicherheitshalber mal testen."
Dass dabei kein Ort, keine Zeit und schon gar keine Person der Begegnung übermittelt wird ist es für den Empfänger doch wirklich nur der Warnhinweis "da war mal was" und kein "outen" des Absenders.

Es geht der App doch nicht um die Warnung vor potenziell gegenwärtig Infizierten, sondern im Falle eigentlich zum schnelleren Erkennen/Warnen der Kontaktpersonen und testen derjenigen, bevor sie groß Möglichkeiten haben weitere anzustecken.
Der bisherige Verlauf ist ja wohl so, bei Positiv-Test Befragung durch Gesundheitsamt nach Kontaktpersonen in den letzten Tagen (wobei man die noch nicht mal alle kennt) und dann gehen die Warnungen an die Bekannten raus ... mit App-Eingabe ist dies schneller und Warnung trifft auch die Unbekannten

Und wenn man sich nämlich mal den Normalfall davor anschaut, ohne App:
Man wird angesteckt, ist infektiös, kann andere anstecken bevor man selbst erstmal Symptome zeigt ... so, dann hat man vielleicht ein paar Symptome, nur ein bisschen Husten, deswegen geht man doch nicht gleich zu Arzt, das macht man doch erst wenn's etwas schlimmer wird ... und dann wird man auch eventuell getestet ... und wenn positiv?
Wieviel Kontakte hat man in dieser Woche gehabt, wieviel konnte man möglicherweise anstecken?
Und jetzt das ganze mal mit App gedacht, derjeníge der obige Person angesteckt hat, ist demjenigen im Krankheitsverlauf um einige Tage vorraus.
Wenn dieser in der App seinen Positiv-Test eingibt, bekommt der Andere den Warnhinweis "da war was, lass dich lieber mal testen" und kann entsprechende Maßnahmen (Test, eventuell Quarantäne) früher ergreifen und so auch andere vor einer weiteren möglichen Ansteckung bewahren, anstatt noch nichtsahnend draußen weiter unter die Leute zu gehen.

Nur sollte man sich im Klaren sein, die App bietet als solche keine Sicherheit. Man kann sich anstecken auch bei einem 5-Minuten-Kontakt oder selbst im Fahrstuhl wenn der Vorgänger schon raus ist und der hat da ne Wolke hinterlassen. Die kurzen Kontakte werden per App nicht erfasst, da gibt's keine Warnung

toby84 - 24.06.20    

Wie Macmoldis dankenswerterweise erklärt hat, zeugt das Wort "outen" davon, dass man noch nicht verstanden hat, was da eigentlich passiert. Eine Kontaktverfolgung wird es sowieso geben, ob mit App oder ohne. Die App hilft, auch solche Menschen zu erreichen, die man sonst womöglich gar nicht mehr aufspüren könnte, und die anderen schneller zu informieren.

Was den Akkuverbrauch angeht: notwendig sind natürlich das ständig aktive Bluetooth, die regelmäßigen Downloads und die Berechnung aller Resultate aus den anonymen Identifikationsnummern. Das ist natürlich deutlich mehr Rechenaufwand, als man bei einer nicht-anonymen App hätte. Aber dann wäre das Geschrei groß. Tatsächlich hat die App einen Datenschutzstandard, bei dem wohl keine andere der üblichen Apps auch nur annähernd mithalten dürfte. Um ein handelsübliches Handy auf einen hohen Datenschutzlevel zu bringen, muss man schon vor Gebrauch recht viel Aufwand betreiben. Alleine dass man ein Handy hat, auf dem die Corona-App funktioniert, zeugt also meist schon davon, dass man es mit dem eigenen Datenschutz sonst doch nicht so genau nimmt, wie man es hier von der App einfordert.

Die Anzahl der Tests hat mit der Nützlichkeit der App nichts zu tun. Wichtig ist nur, dass der Kranke irgendwann mal zum Arzt geht, wenn er grippale Symptome hat. Ich denke, dass man das vom Nutzer schon erwarten kann. Wichtiger ist tatsächlich, dass möglichst viele Menschen die App haben, damit die Abdeckung einigermaßen groß ist.

Und auf keinen Fall sollte man seine Vorsicht aufgeben, nur weil man die App hat. Das wäre kontraproduktiv.

Was die nicht-Unterstützung mancher Versionen angeht: die IT-Kollegen in meiner Firma haben sich darüber nur lustig gemacht, weil das so uralte Smartphones betrifft. Es gibt schließlich auch keine Version für Nokiahandys. Und Menschen, die gar kein Handy haben, ziehen leider auch den kürzeren. Irgendwo ist einfach eine Grenze der vernünftigen Angebotsbreite.

Diese App ist ein unterstützendes(!) Angebot an den mündigen Bürger. Wenn es sinnvoll genutzt wird, kann es bei der Kontaktverfolgung helfen. Wenn der "mündige" Bürger lieber an die Datenkrake Staat glaubt oder denkt, dass die App die ganze Verantwortung von ihm nimmt, kann der Staat auch nicht mehr tun.

jujuhehe - 24.06.20    

Ich habe das alles sehr wohl verstanden, trotzdem bin ich sehr kritisch eingestellt und glaube nicht immer nur an das Gute und den optimalen Ablauf und wie es sein sollte - aber lassen wir das, es führt zu nichts. Man wird sehen, was sich alles ergibt, oder nicht.
Ach ja, ich habe so ein "uralt" Handy....und davon sind noch ziemlich viele unterwegs.....:-))

Feyerabend - 24.06.20    

Das erstaunliche an der Diskussion (hier im Forum und auch in der "übrigen Welt") ist für mich, dass es enorme Vorbehalte und Skepsis gegenüber dieser vom Staat autorisierten App gibt, während sich anscheinend viele Anwender deutlich weniger Sorgen um die Datennutzung von Google, Facebook und solche Firmen machen.
Das ist mir komplett unverständlich, zeugt aber wohl von einer enormen Skepsis gegenüber staatlicher Institutionen.

NickNick - 24.06.20    

@Feyerabend
denke eher wegen dem Nutzen. Nicht für alle Handys nutzbar, Installieren freiwillig, Eintragung einer Infektion freiwillig. Das alles ergibt doch schon einen Risikofaktor von ca 50 %. BT ist z.B. bei mir ständig deaktiviert. Wenn die App trotzdem funktioniert, ist es eine Funktion gegen meinen Willen, also nicht freiwillig.

Feyerabend - 24.06.20    

Stimmt schon, es gibt unterschiedliche Motivationen der Skepsis gegenüber der App.
Wobei mir eine starke Betonung des Energieverbrauches auch irgendwie schräg vorkommt. In der Regel schließen doch die meisten Leute sowieso ihr Handy Abends zum aufladen an. Klar gibt es davon Ausnahmen, aber dann lässt sich Bluetooth ja auch gelegentlich/ausnahmsweise ausschalten.

jojo3 - 24.06.20    

Das "Ende vom Lied" wird sein, daß wer kein Smartphone hat am "kulturellen Leben" nicht mehr erwünscht ist

toby84 - 25.06.20  

Das ist eine ziemlich extreme Schlussfolgerung. Denkst du wirklich, durch die App spielen wir jetzt die Welle auf Bundesebene nach?

Hasenrat - 25.06.20    

Stelle keine erhöhte Akkuentladung fest.

manne - 25.06.20    

Mit meinem Smartphone bin ich zufrieden. Ich kann telefonieren, fotografieren, Videos aufnehmen und versenden, Schach spielen, was will ich mehr! Nur die Corona-Warn-App kann ich nicht installieren. „Dein Gerät ist nicht mit dieser Version kompatibel“. Und nu? Jetzt soll ich mir ein neues Gerät kaufen? Womöglich jedes Jahr ein Neues? Immer schneller, weiter, höher, besser, neuester Stand? Nee, liebe Leute, aus dem Alter bin ich zum Glück raus. Und all den IT-Spezialisten, die uralte Smartphones so lustig finden, sei gesagt: Fragen nach Rohstoffgewinnung, Arbeitsbedingungen und Entsorgung in der Handyproduktion sind mir wichtiger als die neueste App.

toby84 - 25.06.20    

Wie alt ist denn das Gerät? Von "jedes Jahr ein neues Handy" kann sicher keine Rede sein. Ich nutze eigentlich nur gebrauchte Handys, die leben dann auch schon einige Jahre.

Es geht nicht nur darum, dass die Anzahl der Nutzer vielleicht unterschätzt wird. Jede Version einer Software, für die Support bereitgestellt wird, kostet eine Menge Geld. Für viele Modelle wird der Support für nach wenigen Jahren eingestellt. Wenn man mit sowas klarkommt oder einfach bereit ist, mit den Einschränkungen zu leben (die Corona App ist mit Sicherheit nicht das einzige, was auf deinem Gerät nicht mehr läuft), dann ist das eben eine Entscheidung wie die, gar kein Smartphone zu haben. Dazu hat ja auch jeder das Recht. Aber bei Uraltgeräten Kompatibilität neuer Software zu erwarten, ist dann schon etwas realitätsfern. Der Aufwand, neue Software für alte Technik kompatibel zu gestalten, ist nämlich auch nicht linear zum Aufwand bei neuer Technik.

nullplan - 26.06.20    

Jetzt muss ich auch mal etwas dazu sagen, ich finde diese App, völliger Schwachsinn - was da an Millionen von Euros für die Entwicklung etc. ausgegeben worden ist und Energie und Arbeitszeit, - hätten Sie mal lieber das Geld für andere Dinge investieren sollen, Krankenhäuser, Altenheime, Corona-Tests etc.
das Geld fehlt an allen Ecken und Kanten, aber für so eine komische App, ist Geld da - die nicht alle nutzen sowie die ältere Generation, die noch nicht mal ein Handy haben, aber auch noch aktiv unterwegs sind, und wenn jemand positiv getestet ist muss eh in Quarantäne und wenn er wieder gesund ist, dann ist doch alles wieder gut. Also wem bringt die App denn da was, das ist alles nur Spielerei und unnötige Geldausgabe.

toby84 - 26.06.20    

"und wenn jemand positiv getestet ist muss eh in Quarantäne und wenn er wieder gesund ist, dann ist doch alles wieder gut."

Noch jemand, der das Prinzip der App offensichtlich nicht verstanden hat. Wie kann es sein, dass so viele Menschen sich nicht mal informieren, was die App eigentlich bezwecken soll, bevor sie so darüber herziehen?

In diesem Thread wird die Idee der App ausführlich erklärt. Ich schlage vor, dass du das erst mal durchliest oder dich anderweitig informierst, und dann können wir darüber diskutieren, wie sinnvoll sie ist.

Bluemax - 26.06.20    

Passend zur Thematik empfehle ich den Film von Steven Soderbergh 'Contagion' mit Starbesetzung von 2011.

https://www.youtube.com/watch?v=2hirXNs6..
(Offizieller Kinotrailer des Films Contagion, Deutsch)

underdunk - 26.06.20    

Wenn die Krankheit ausbricht, war man ja bekanntlich bereits eine Weile ansteckend. Offensichtlich, erfährt man dies zu spät. Mit der App werde ich gewarnt wenn ich Kontakt zu einem Erkrankten hatte und weiß nun, dass ich eventuell ebenfalls bereits erkrankt und somit ansteckend bin, also deutlich früher. In diesem Fall sollte man den Kontakt zu Risikogruppen für 2 Wochen meiden. Also z.B. Senioren-Besuch unterlassen.

In diesem Szenario ist es gar nicht mal so wichtig, ob der Senior nun die App hat oder nicht.

jojo3 - 28.06.20    

Mir ist aufgefallen, dass hier sehr oft das Wort "eventuell" benutzt wird. So richtig überzeugend klingt das nicht.
Aber wie sieht denn unsere Realität im wirklichen Leben aus.?
Wenn meine App mir signalisiert, daß ich mich infiziert haben könnte.
Was mach ich dann? Ich bekomme Angst und lasse mich testen. Gesetz den Fall mein Test fällt negativ aus und erhalte so nach einigen Tagen wieder den Hinweis auf meiner App.." Sie könnten sich infiziert haben...
Was mache ich jetzt? Ich lasse mich wieder testen und bekomme "eventuell" wieder den Hinweis "negativ"....
Wie oft soll oder darf ich mich denn testen lassen?.... So ein Test kostet dem Gesundheitsamt richtig viel Geld. Geld, dass man besser in bereits schwerst erkrankten Menschen stecken sollte. Denn Die haben es bitter nötig wieder geheilt zu werden, als ich mich nur immer wieder testen zu lassen.
Das wäre meine Meinung hierzu

toby84 - 28.06.20    

Mehr Tests lassen sich problemlos finanzieren uns trotzdem nebenbei die anderen Erkrankten behandeln. Nicht finanzieren lässt sich ein zweiter Lockdown, der würde richtig weh tun, und dann würde es auch den Schwerkranken nicht gut ergehen. Ganz zu schweigen von den weniger schwer erkrankten, die dann womöglich zeitweise gar keine Behandlung bekommen. Also doch, geh ruhig zweimal die Woche hin, das ist locker im Budget.

Die Wahrscheinlichkeit für potenziell ansteckende Begegnungen, die von der App erkannt werden, ist sowieso nicht hoch. Zwei davon in einer Woche sind sehr unwahrscheinlich.

underdunk - 28.06.20    

"Wenn meine App mir signalisiert, daß ich mich infiziert haben könnte.
Was mach ich dann?"

Kontakte für 2 Wochen meiden, speziell die Risikogruppen.

Meines Wissens, kann man in der Inkubationszeit nicht verlässlich testen. Die beschriebenen häufigen Test würden somit ohnehin nicht durchgeführt.

Es ist wie mit den Alltagsmasken, man schützt vornehmlich die anderen und nicht so sehr sich. (Ich glaube darum fällt es so vielen auch schwer dies zu verstehen und sich daran zu halten.) Wichtig ist daher, dass es möglichst viele machen...

jojo3 - 28.06.20    

"Also doch, geh ruhig zweimal die Woche hin, das ist locker im Budget."...

Wenn man bedenkt, daß ein Corona Test ca 210 Euro ( gesetzlich Versicherte) und einem privat Versicherten ca 230 Euro kosten soll, dann frag ich mich ob Alle so viel im Budget haben?

Vabanque - 28.06.20    

Zumindest in Bayern soll ja demnächst die ganze Bevölkerung durchgetestet werden (egal ob Symptome oder nicht). Da frage ich mich echt, erstens wie das organisatorisch ablaufen soll und zweitens, wer das bezahlen soll.

toby84 - 29.06.20    

Vor wenigen Wochen habe ich von einer Studie von einem deutschen und einem amerikanischen Wissenschaftler gelesen, die vorgeschlagen haben, Corona auf einen Schlag im ganzen Land auszulöschen durch viermalige automatisierte Kompletttestung der Bevölkerung im Wochenrhythmus. Dafür schickt jeder Bürger einmal die Woche eine Speichelprobe ein, und nach den vier Wochen wäre der Virus verschwunden. Das ganze ist wohl gar nicht so teurer durch die Automatisierung.

Sowas würde natürlich nur gehen, wenn die komplette Bevölkerung mitmacht, und das kann man getrost vergessen.

Wer durch die App als Risikokandidat erfasst wird, hat eine vielfach höhere Chance, erkrankt zu sein, als der durchschnittliche Bürger. So unglaublich viele Menschen sollten das nicht sein, die von der App Warnungen erhalten. Die App selbst kostet sicher mehr als die Testung aller gefährdeten Nutzer.

Aber laut Underdunk wird in diesen Fällen wohl sowieso nicht getestet, also ist das Thema müßig.

NickNick - 29.06.20    

@toby84
was soll es denn auch bringen. Zu deiner Studie, selbst wenn alle mitmachen würden, funktioniert es nicht. Alle werden zur gleichen Zeit getestet, nehmen wir mal an einige werden positiv getestet. Bis die Ergebnisse vorliegen haben die Positiven evtl schon Negative angesteckt. Da keiner weis, wer wen, geht alles wieder von vorn los. Der nächste Unsicherheitsfaktor ist der Reiseverkehr bzw das normale Leben. Oder wollen die in einem Land für alle Menschen mindestens 6 Wochen
Ausgangssperre verhängen?

Zur App, die bringt nur was wenn alle mitmachen könnten und wollten. Aber das klappt ja schon von der technischen Seite her nicht, von der menschlich-egoistischen Seite ganz zu schweigen.
Selbst die von Bayern geplante Testung bringt nichts, siehe weiter oben im Text.

Stellmacher - 29.06.20    

"Zumindest in Bayern soll ja demnächst die ganze Bevölkerung durchgetestet werden (egal ob Symptome oder nicht). Da frage ich mich echt, erstens wie das organisatorisch ablaufen soll und zweitens, wer das bezahlen soll."

Aha. Die Realität ist ein wenig anders:

"In Bayern soll sich künftig jeder kostenfrei und auch ohne Symptome auf das Coronavirus testen lassen können... Die Kosten übernimmt der Freistaat."

https://www.br.de/nachrichten/bayern/cor..

toby84 - 29.06.20    

@NickNick:
Also ich schätze mal dass die Wissenschaftler sich etwas dabei gedacht haben. Theoretische Studien, in denen schon die Prämisse Unsinn ist, sind doch eher die Ausnahme. Und seriöse Nachrichtenseiten werden auch eher keine gegengeprüften Studien vorstellen. Ich habe die Studie allerdings nicht gesucht und kann dir deshalb nicht sagen, was dabei die Gedanken der Autoren waren.

toby84 - 29.06.20    

"keine nicht gegengeprüften" soll das natürlich heißen. Irgendwie bin ich gerade manchmal zu huddelig.

japetus1962 - 01.07.20    

bei mir heisst es nun auf meinem Mobiltelefon, "Risikoermittlung nicht möglich"
ich hab den Kragen voll und werde diesen Unsinn wieder rauswerfen.

toby84 - 01.07.20    

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pan..

Im Link ein Video von n-tv zu diesem Fehler und wo die Ursachen liegen. Hat die App denn jetzt schon häufiger nicht funktioniert, oder warum führt das bei dir direkt zur Deinstallation? Oder hat sich das mit dem hohen Akkuverbrauch bestätigt? Hasenrat hat ja schon gemeint, dass er davon nichts merkt. Mir fällt es auch nicht auf, aber meine Handynutzung variiert auch stark, deshalb würde es mir auch schwerlich auffallen.

nullplan - 02.07.20    

Hallo
toby84 - 26.06.20
Diskutieren … Offensichtlich....
Offensichtlich lebst du weit weg von der Realität. Das Prinzip der App habe ich schon verstanden - aber diese App ist nicht wirklich umsetzbar in die Praxis - und deshalb ist diese App nach wie vor schwachsinnig - in dem Sinne, dass da Geld, und zwar Millionen - rausgeschleudert werden und diese App aber keinen Menschen heilt. Sondern nur informiert, dass sehe ich ja nicht nur alleine so - sondern andere auch z.b. jojo3. weiss wie teuer diese Tests sind und die zahlt keiner nur mal so weil - eventuell … vielleicht … wahrscheinlich … - und schon gar nicht mehrmals hintereinander
Studien.... kann man den Glauben....??? Genauso wenig wie auch oft im Fernsehen und Radio gesagt wurde, laut Umfrage,.... HÄÄÄ, welche Umfrage, wie und wo und wann hat die statt gefunden ??? dann Frage ich mich immer wen haben Sie denn befragt.??? Ich bin kein einziges Mal befragt worden. IHR etwa?
toby84 - Überlege mal - wie viele Ältere ein Handy benutzen und wenn welche Handys benutzen - aber mehr nur zum telefonieren.... dann gibt es auch sehr viele die sich Handys gar nicht leisten können... Wie viele Kinder Babys können Träger sein und jemanden anstecken, und so weiter... Diese Rechnung steht zu keinem Verhältnis. Da gibt es so viele Ungereimtheiten - beste Beispiel fängt schon mit der Umsetzung mit den Hygiene-Vorschriften, Friseur, Kosmetik, Krankengymnastik, Reha-Kur, Hotelzimmer, etc. beim Einkaufen und benutzen von Einkaufswagen etc. - Anstelle von diesen Millionen die sie in diese App gesteckt haben, hätten Sie das Geld lieber in die Forschung sowie in die Krebsforschung oder Gesundheitsreform stecken sollen, denn dieser Virus verändert sich ja stetig …

max55 - 02.07.20    

Umfragen, Statistiken, Studien und Schätzungen, was ist wirklich repräsentativ?
Auch Downloads sagen wenig aus, wer nutzt die App aktiv und vieviele haben sie bereits wieder deinstalliert?

toby84 - 02.07.20    

@nullplan:
Also ehrlich gesagt klingt das nach wie vor nicht so, als hättest du das Prinzip der App verstanden. Es geht nicht darum, Menschen zu heilen, sondern von Vornherein die Anzahl der Ansteckungen zu verringern. Die notwendigen Schritte dazu leitet man ein, wenn man die entsprechenden Informationen bekommt. Also ja, die App informiert nur. Agieren muss dann der Mensch, und der kann eine Menge tun. Bekäme ich die Information einer möglichen Ansteckung, würde ich auf jeden Fall den Arzt aufsuchen. Ich würde auf der Arbeit für zwei Wochen permanent die Atemmaske tragen oder sogar nach Absprache mit dem Chef zuhause bleiben, ggf. in Homeoffice. Ich würde Besuche von Bekannten und Verwandten aussetzen. Sämtliche Außer-Haus-Aktivitäten würde ich soweit wie möglich reduzieren. Das ist doch extrem viel, was man tun kann. Wenn Millionen Menschen zu so einem Vorgehen bereit sind, inwiefern soll das nutzlos sein?

Was die Alten und die Kinder ohne Handy angeht, gilt genau dasselbe: ich schütze sie durch meine Zurückhaltung. Das wurde auch schon in diesem Thread erklärt: mit der App schützt man vor allem andere und nicht sich selbst. Und jetzt erzähl mir nochmal, dass ich genauso gut rausgehen und mein komplettes Umfeld anstecken kann, weil die App ja keinen Unterschied macht.

Was die repräsentativen Umfragen angeht: was genau ist hier dein Argument? Repräsentative Umfragen sind nichtssagend, wenn ich darin nicht befragt wurde? ^^ wenn du solche Umfragen kritisieren willst, wäre eine Analyse der Daten hinsichtlich Repräsentativität interessant. Für uns schwer durchführbar, aber Pauschalkritik an repräsentativen Umfragen ist doch Kindergarten. Du kannst schließlich nicht bei jeder Umfrage ganz Deutschland befragen.

Und zum letzten Punkt: dieses Argument kommt ja immer: "es gibt so viele andere Baustellen, also steckt das Geld doch da rein." Das ist natürlich kein Argument, denn das Ziel muss eine sinnvolle Verteilung des Geldes in möglichst wirksame Maßnahmen sein. Weniger ist da nicht automatisch mehr. Wenn dein Argument, dass die App nichts bringt, nicht greift, ist also auch dieser Punkt hinfällig. Konzentrieren wir uns also besser auf die Sinnhaftigkeit der App, denn das ist der Knackpunkt.

@max55: Die einzige echte Info über die Wirksamkeit der App ist, wieviele Menschen sich darin als erkrankt melden. Das kann allerdings schon recht aussagekräftig sein.

underdunk - 02.07.20    

nullplan schrieb: "HÄÄÄ, welche Umfrage, wie und wo und wann hat die statt gefunden ??? dann Frage ich mich immer wen haben Sie denn befragt.??? Ich bin kein einziges Mal befragt worden. IHR etwa?"

Ich bin schon oft befragt worden, zu vielem. Zu diesem Thema jetzt noch nicht, aber man kann ja nicht bei jeder Umfrage dabei sein. Wollte ich auch nicht...

Somit die Gegenfrage, bist Du noch nie zu einem Thema befragt worden?

Oder wolltest Du damit sagen, dass das alles Humbug ist, da aus einem Schachforum, an dem sich keine hundert Leute beteiligen, keiner befragt wurde? (Was wir noch nicht mal wissen.)

PS: Lies nochmal meinen Beitrag vom 26.06.20, da erkläre ich warum das Senioren-Handy-Problem meiner Meinung nach keines ist.

nullplan - 03.07.20    

um deine Fragen zu beantworten - underdunk - nein ich bin weder zu Corona noch zu irgendwelchen anderen Themen befragt worden. worüber im Radio oder Fernsehen immer berichtet wird, wenn Sie sagen eine Umfrage hat ergeben oder zahlen werden von einer Umfrage Bekanntgegeben - 50 Prozent sind dafür 4 Prozent enthalten sich - zum Beispiel. Ich und ganz viele in meinem Umfeld sind noch nie zu irgend etwas in dieser Richtung oder andere Themen befragt worden. Da Frage ich mich - wo in welcher Stadt hat die Umfrage stattgefunden und wieviel leute habe sie befragt.
Und zu Deiner PS. - Frage- bzw. Meinung zu den Senioren - Handy - Problem.
Die Senioren gehen einkaufen - stehen neben Dir am Bäckerstand oder haben vorher die Packung Kekse angefasst und doch nicht gekauft - die du dann anfasst und kaufst und können Dich dann ebenso anstecken - Kleinkinder können es weitertragen und sie haben ebenfalls kein Handy - wie willst du da dann durch die App gewarnt werden ? und das ist die Realität und Praxis. Denn da nützt dir die App rein gar nichts.

nullplan - 03.07.20    

toby84 - du hast mich nicht verstanden - ich habe sehr wohl verstanden - was sie mit der App bezwecken wollen - Ansteckungen reduzieren, aber das ist halt Theorie und in der Praxis sieht vieles anders aus. Von daher bin ich nach wie vor der Meinung, dass diese App nichts richtiges bringt. Denn ich halte mich jetzt schon zurück, und nicht erst wenn ich ansteckend bin. Außerdem wenn Du dann zum Arzt gehst das du eventuell möglicherweise mit jemanden Kontakt hattest, dann war der Jenige aber doch schon vorher beim Arzt und ist beim Gesundheitsamt gemeldet und alle anderen auch - und wenn da jetzt Kinder und Personen ohne Handy mit dabei sind - dann registriert das Dein Handy doch gar nicht - also wo ist da der Sinn drin ?

toby84 - 03.07.20    

@nullplan: Ich verstehe deine Frage nicht. Welche alle anderen sind beim Gesundheitsamt registriert? Der, der dich potenziell angesteckt hat, ist natürlich als Coronapatient registriert. wer denn noch?

Wenn ich potenziell krank bin, deswegen nicht in die Stadt gehe, deshalb dabei keinen Kontakt zu alten Menschen und Kindern habe, schütze ich die doch davor, sich bei mir anzustecken. Was ist daran nicht plausibel? Warum soll das nur in der Theorie und nicht in der Praxis gehen, wie du immer wieder betonst? Und wenn das deiner Meinung nach nichts bringt, ist Kontaktverfolgung dann aus deiner Sicht grundsätzlich sinnlos? Das hätte ich dann wirklich gerne genauer begründet.

Klar bin ich vorsichtig, aber ich lebe nicht im selbstgewählten Lockdown. Das wäre auch nicht sinnvoll, wenn es keinen Grund gibt, von einer Erkrankung auszugehen. Oder verzichtest du gerade präventiv vollständig auf Kontakt zu Freunden und Verwandten?

jojo3 - 03.07.20    

Ich stimme in vieler Hinsicht "nullplan" zu....
Und auf der anderen Seite wünsche ich mir, dass der Albtraum "Corona" bald vorbei ist..

nullplan - 05.07.20    

toby84 - ja ich verzichte gerade vollständig auf den Kontakt zu Freunden und Verwandten …. sogar zur eigenen Mutter … Wir haben sonst immer jeden Geburtstag gefeiert - wir sind nicht wenig in der Familie und nun verzichten wir zur Zeit alle darauf - seit März haben wir kein Familientreffen mehr gehabt, Ostern ist auch flach gefallen, Es geht aus den eigenen vier Wänden nur einer einkaufen,
und Kontaktverfolgung kann nicht wirklich klappen, weil es nicht hundertprozentig festzustellen ist von wem man sich wirklich angesteckt hat.

nullplan - 05.07.20    

jojo3- ich wünsche mir auch das dieser Alptraum CORONA bald ein Ende hat.
danke für deine Zustimmung.
ich bin halt nach wie vor der Meinung - dass diese App nichts bringt, genauso wenig ein Impfstoff, weil sich dieser Virus verändert wie jeder andere Grippe-Virus auch. und es gibt noch tausend andere Krankheiten, und deshalb finde ich diese App überflüssig und rausgeschmissenes Geld - das hätten Sie wirklich woanders einsetzen können. und nicht alles auf diesen einen Virus jetzt setzen.

toby84 - 05.07.20    

Du denkst, dass es bei Kontaktnachverfolgung darum geht, herauszufinden, woher jemand den Virus hat? Das erklärt so einiges. Ich kann hier keine Links aus dem Zwischenspeicher einfügen (warum eigentlich nicht?), deshalb kann ich nur empfehlen, dich selbst zu informieren, was Kontaktverfolgung wirklich bedeutet.

Was ich nicht verstehe, sind folgene Aussagen, die ich nun versuche, mit meinen eigenen Worten wiederzugeben:
- das Virus ist nur eines von vielen und sollte deshalb nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen
- Corona ist grauenvoll und du befindest dich gerade deswegen im vollständigen selbstgewählten Lockdown

Ich verstehe ehrlich nicht, wie das zusammenpasst

toby84 - 05.07.20    

https://www.info-coronavirus.be/de/konta..

Am Rechner kann ich Links aus dem Zwischenspeicher einfügen, am Smartphone nicht. Hat jemand eine Ahnung, woran das liegen kann?

Hier jedenfalls ein Link mit einer Erklärung der Kontaktnachverfolgung. Verstehst du damit jetzt, was die App eigentlich tut?

NickNick - 05.07.20    

@toby84
nein, das macht die App nicht. Dein Link ist eine Anleitung wie du dich verhalten sollst, wenn ....
Hat mit der App garnichts zutun.

Hier findest du alles über die App.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/t..

toby84 - 05.07.20    

Aus dem Link: "Was ist Kontaktnachverfolgung? Dabei wird ermittelt, mit wem Träger des Covid-19-Virus in Kontakt gewesen sind. Wenn wir diese Personen schnell ausfindig machen, können wir sie darüber informieren, dass sie mit einem Träger des Virus in Kontakt waren. So kann jeder besonders auf die Einhaltung der individuellen Hygienemaßnahmen achten und somit zur Verlangsamung der Verbreitung des Virus beitragen."

Es geht nicht darum, von wem man das Virus hat, sondern mit wem man Kontakt hatte, seitdem man selbst Träger des Virus ist. Das ist Kontaktverfolgung, und genau das unterstützt die App.

Hasenrat - 05.07.20    

@toby84
Deine Engelsgeduld ist bewundernswert. Ich glaub, bei den Gesundheitsämtern suchen die solche Leute für die Hotlines ... ;-)

Vabanque - 05.07.20    

Tobys momentaner Job dürfte besser bezahlt sein ;-)

NickNick - 05.07.20    

@toby84

dein Link beschreibt den persönlichen Weg, in dem du als Erkrankter z.B. den Behörden Name und Adresse lieferst und die dann diese Personen anschreiben und vorladen.

Die App registriert nur anonym mögliche Kontakte und warnt die betreffenden Personen, das sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten, wenn er seine Infizierung (neuer Zahlencode) in seine Handyapp einträgt. Macht er bzw z.B. du es nicht, warnt die App auch niemanden. Mehr passiert nicht. Nun liegt es an den betreffenden Personen sich bei den Behörden zu melden. Machen die es nicht, weil sie es ignorieren, passiert nichts weiter. Da es technische Grenzen gibt und nicht alle ein Handy ( aktuelles Smartphone) haben oder immer bei sich führen, bringt es nichts. Dazu kommt noch wo man wohnt, Großstadt oder ländlicher Raum.

toby84 - 05.07.20    

Richtig, die App funktioniert nur, wenn jemand freiwillig einträgt, dass er erkrankt ist, und wenn jemand, der erfährt, dass er mit einem Erkrankten in Kontakt gekommen ist, sein Verhalten entsprechend anpasst.

"Da es technische Grenzen gibt und nicht alle ein Handy ( aktuelles Smartphone) haben oder immer bei sich führen, bringt es nichts."

So etwas hattest du auch vorher schon geschrieben, und ich verstehe es nicht. Diese Schlussfolgerung ist nicht nachvollziehbar ohne weitere Informationen. Ich argumentiere einfach mal mit einem Gegenbeispiel:
- meine App zeigt mir an, dass ich zu einer erkrankten Person Kontakt hatte. Ich verändere mein Verhalten und stecke dadurch selbst niemanden an. Hätte ich die Information aus der App nicht gehabt, hätte ich mein Verhalten nicht geändert und hätte andere Personen in meinem Umfeld angesteckt.

a) Gibt es einen Grund, warum dieser Vorfall nicht genauso abgelaufen sein könnte?
b) kann man nicht sagen, dass die App dann etwas gebracht hat, ganz konkret und ohne Vorbehalt?


@Hasenrat und Vabanque: vielen Dank für die Blumen :)

NickNick - 05.07.20    

@toby84

Nehmen wir mal dein Beispiel auf. du erfährst, weil du die App nutzt ggfs das du Kontakt hattest und änderst dein Verhalten, wie? Ehe du das erfährst, kannst du aber auch schon andere infiziert haben. evtl jemanden der kein Handy mit App hat, weil sein Handy zu alt ist, somit nicht installierbar ist. Derjenige erfährt nie bzw sehr spät von der Infizierung, nämlich erst vom behandelnen Arzt. Von da aus entsteht wieder eine nicht nachverfolgbare Kette. In Großstädten kann die App was bringen aber nach meiner Ansicht nur zu ca 50%. Im ländlichen Raum ggfs garnichts.

NickNick - 05.07.20    

ach ich vergaß, deine App kann dich nur warnen von Mitmenschen mit installierter App. Vor Menschen ohne App nicht.

underdunk - 05.07.20    

"Ehe du das erfährst, kannst du aber auch schon andere infiziert haben."

Die gesamte Zeit der Corona-Krise empfiehlt das RKI die Kontaktpersonen in Quarantäne zu stellen und das scheint ja schon etwas zu bringen. Mit der App erreicht man nun auch die, die sich z.B. beim Warten beim Bäcker unterhalten...

Dieser ganze Pessimismus wegen der Unsicherheiten ist meiner Meinung fehl am Platz. Es geht in erster Linie darum die Situation zu verbessern und das könnte klappen, auch wenn einige wohl nicht mitmachen.

Die App ist nicht sicher, ja, man kann sich dennoch Anstecken. Aber wie ich schon schrieb, es geht nicht darum sich nicht anzustecken, es geht darum möglichst wenige neue anzustecken. App Nutzer schützen nicht sich sondern die anderen. (Diese soziale Komponente macht es wohl für viele schwer sich zum Mitmachen zu bewegen, man bekommt für sich ja keinen Vorteil.)

Hasenrat - 05.07.20    

Ich kann nicht begreifen, wie man sich in seiner Ablehnung des Ganzen darauf zurückziehen kann, dass die ganze Chose nicht zu 100 oder 70 % hält oder halten kann, was man sich im allerbesten Fall davon verspricht.
Und wenn nur ein paar Menschen vor fieser Ansteckung geschützt oder gar eine handvoll Leben dadurch gerettet werden, ist das schon ein anständiger Reingewinn.
Es geht hier um Leib und Leben und nicht um die Frage der Wirtschaftlichkeit des Betriebs einer Würstchenbude ...

toby84 - 05.07.20    

@Hasenrat: Ich wundere mich vor allem über die Sicherheit, mit der hier davon ausgegangen wird, dass die App nichts bringt. Woher kommen die Schätzungen? Bauchgefühl? Quellen angegeben wurden noch keine, das darf sich gerne ändern. Ich versuche mich einmal selbst an einer Schätzung auf Basis von ergoogelten Daten:

Inkubationszeit: 5-6 Tage. Hier verwende ich der Einfachheit halber den Mittelwert 5,5.
Zeit, in der man selbst ansteckend ist: 0-2,5 Tage, bevor die ersten Symptome auftreten. Also (5,5) - (0 bis 2,5) = 3 bis 5,5 Tage.

A steckt B an. Von jetzt an dauert es 0 bis 2,5 Tage, bis bei A erste Symptome auftreten. Gehen wir exemplarisch davon aus, dass A innerhalb von 24 Stunden entscheidet, zum Arzt zu gehen und dort der Test durchgeführt wird. Das Testergebnis kommt nach etwa 24 Stunden (auch gegoogelt), also sind wir mit 48 Stunden ganz gut dabei, jetzt schickt A die Information durch den Äther, dass er mit Corona infiziert wurde.

Zu diesem Zeitpunkt sind seit der Ansteckung (0 bis 2,5 Tage) + 2 Tage = 2 bis 4,5 Tage vergangen. Da die Zeitintervalle an jedem Punkt gleichwahrscheinlich sind, kann man den Teilintervallen leicht ebenfalls Wahrscheinlichkeiten zuordnen. In diesem Szenario liegt die Wahrscheinlichkeit, dass B noch gar nicht infektiös ist, bei 40% (das Intervall von 2 bis 3 Tagen). Danach haben wir ein 60% umfassendes Intervall mit nach rechts steigender Dauer der Ansteckungsgefahr bis zu 1,5 Tagen. Ohne die App läge die Ansteckung bei 0 bis 2,5 Tagen. Dazu kämen die Stunden, bis man die Symptome als Coronaindizierend erkennt und sich entscheidet, zum Arzt zu gehen. Um das ganze nicht noch komplizierter zu machen, ignorieren wir das hier. Ich fürchte, dass das schon jetzt nicht mehr so ganz einfach vorstellbar ist.

Jedenfalls haben wir folgende Ergebnisse:
durchschnittliche Dauer der Zeit, in der man ansteckend ist, ohne es zu wissen:
ohne App: 1,25 Tage (Durchschnitt von 0 und 2,5)
Mit App: 0,4*0 + 0,6*0,75 (Durchschnitt von 0 und 1,5) = 0,45 Tage. Die Möglichkeit, dass die Krankheitssymptome früher ausbrechen können, nicht mitgerechnet, was den Wert etwas weiter senken würde.

Was ich hier gemacht habe, ist eine Vereinfachung des Problems, weil es sonst noch schwieriger nachvollziehbar würde und ich nicht mal weiß, ob ich es sonst berechnen könnte ;) ich weiß auch nicht, ob die Zahlen sonst besser oder schlechter aussehen würden.
Aber auch so sprechen die Zahlen meiner Meinung nach schon eine deutliche Sprache. Die Zeit, in der man das Virus weitergeben kann, reduziert sich in diesem Beispiel im Schnitt um 64%. In 40% der Fälle warnt die App rechtzeitig, bevor man überhaupt ansteckend wird (diese Zahl ist allerdings wirklich mit Vorsicht zu genießen, weil sie von der Streuung der Inkubationszeit abhängt, die ich hier als eindeutigen Zeitpunkt betrachtet habe).

Über die eingesetzten Zahlen können wir gerne diskutieren, zum Beispiel über die 48 Stunden bis zum Testergebnis. Oder man bringe andere Studien dazu ein.

Was die Anzahl der Menschen angeht, die die App nutzen: die App fängt wohl an zu wirken, sobald etwa 15% der Bevölkerung sie nutzen (Quelle: https://www.connect.de/news/corona-warn-.., das hatte ich aber auch schon vorher woanders gelesen). Die Downloads haben das schon gut übertroffen. Also selbst wenn einige die App wieder löschen, kann sie schon jetzt gut wirken. Hast du @NickNick andere Zahlen, die du dagegenhalten willst?

toby84 - 05.07.20    

Dass die Imtervalle gleichverteilt sind, weiß ich eigentlich gar nicht, wie mir gerade auffällt. Die konkreten Rechnungen sind dann so nicht gültig. Die Wirksamkeit der App resultiert aber vor allem auf der Länge des Ansteckungsintervalls von B und der Verzögerung, bis die Krankheit bei A erkannt wird. Das Ergebnis würde auch mit anderen Wahrscheinlichkeitsmodellen für das Intervall von der Infektiösität bis zum Auftreten der Symptome ähnliche Ergebnisse liefern. Nur bin ich nicht in der Lage, sie konkret zu berechnen. Ohne das Wissen über die zugrundeliegende Verteilung geht das auch nicht. Deshalb behandle ich die Gleichverteilung jetzt wie eine weitere Vereinfachung, um den Sachverhalt berechenbar zu machen.

NickNick - 06.07.20    

@toby84
ich habe doch nicht gesagt, das die App nicht wirkt. Kommt eben drauf an, wo man wohnt bzw wo man sich am meisten aufhält.
Ich, Rentner wohne in einer Kleinstadt, große Menschenansammlungen gibt es da nicht, weder beim Einkaufen, noch in Bahn und Bus. Ich schütze mich durch Abstand und MNS. Die App tauscht ja Informationen wohl erst ab 15 min Kontakt aus. Zum anderen benötigt die App aktives BT, welches bei mir grundsätzlich ausgeschaltet ist. Funktioniert die App trotzdem, dann ist das gegen meinen Willen, somit nicht mehr freiwillig.
Zum anderen werde ich durch die App gezwungen, das Handy immer am "Mann" zu haben. Sonst bringt es ja nichts. Wie ist es denn bei einem Arztbesuch, wo ich mich theoretisch infizieren könnte? Da sind Handys verboten, somit auszuschalten. Was nun? Toby84 wir könnten ewig diskutieren, würden aber nicht weiter kommen.

toby84 - 06.07.20    

Stimmt, das warst nicht du. Die wechselnden Dialogpartner machen die Unterscheidung etwas schwierig :)
Also fassen wir zusammen: es gibt keinen Grund, davon auszugehen, dass die App nichts bringt. Je nach Region wird sie wohl unterschiedlich effektiv sein, weil die regionale Nutzung sicherlich variiert. Selbstverständlich bietet die App keinen totalen Schutz, das war auch nie angedacht.

max55 - 06.07.20    

Besser als jede App! Ich werde meinen Hund trainieren!

https://amp.zdf.de/nachrichten/panorama/..

Stellmacher - 06.07.20    

Nicknick schreibt:

"Die App tauscht ja Informationen wohl erst ab 15 min Kontakt aus."

Wenn ich also 10 Minuten mit der U-Bahn fahre und es sind z.B. 5 Infizierte in meinem Abteil bzw. eine/r sitzt mir sogar direkt gegenüber, dann ist das für die App ein Non-Event? Echt?

Vabanque - 06.07.20    

>>Wenn ich also 10 Minuten mit der U-Bahn fahre und es sind z.B. 5 Infizierte in meinem Abteil bzw. eine/r sitzt mir sogar direkt gegenüber<<

Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario bei einem Infizierten-Anteil von ca. 0,08% deutschlandweit?

Stellmacher - 06.07.20    

Vielen Dank für die Information.

Sie berührt jedoch nicht den Kern meiner Frage.

toby84 - 06.07.20    

ja das ist so stellmacher.

@max55: ich habe keinen hund. bestimmt wird jetzt erwartet, dass ich mir einen anschaffe, sonst bin ich gesellschaftlich unerwünscht :/

Stellmacher - 06.07.20    

Danke, toby84

Wo kann man über diese 15-Minuten-Schranke nachlesen?

macmoldis - 06.07.20    

Die 15 Minuten stehen eigentlich in fast jedem Artikel, der sich mit der App beschäftigt.
... an anderer Stelle gelesen/gehört, dass dies ein Art Kompromiss-Lösung ist. Ja man kann sich auch bei kurzem Kontakt anstecken, praktisch im Vorbeigehen oder dem Salzstreuer-reichen-Beispiel. Man hätte in der App auch eine Minute, fünf oder zehn programmieren können, in Folge wären dann aber eine Vielzahl, eine Flut an Daten zusammen gekommen, so dass man sich auf die 15 Minuten einigte

macmoldis - 06.07.20    

Nachtrag: ... wobei man die 15 Minuten Gesicht zu Gesicht, Gesprächsnähe auch unabhängig von o.g. Kompromiss als "Hochrisikokontakt" ansieht

toby84 - 06.07.20    

In den letzten Wochen war immer mal wieder zu lesen, dass Corona permanente Organschäden sowie chronische Beschwerden hervorrufen kann. Gestern habe ich das erste mal eine Zahl dazu gelesen: 10%(!) der Gesundeten klagen über andauernde Beschwerden wie Muskelschmerzen, allgemeine Mattheit, wiederkehrende Fieberschübe (Quelle habe ich leider nicht mehr). Die Zeit, bis die Krankheit selbst auskuriert ist, ist auch länger als beispielsweise bei der Grippe. Ob und wann die chronischen Beschwerden aufhören, ist noch nicht abzusehen.

Es war zu Beginn der Pandemie unmöglich vorherzusagen, ob solche Komplikationen auftreten. In der Diskussion kamen sie dementsprechend nicht vor. Ob die Zahlen sich am Ende bestätigen, wird man noch sehen. Selbst wenn Corona allerdings keine chronischen Beschwerden hervorrufen würde, ist das Problem: das konnte man vorher nicht wissen. Aus Nichtwissen nicht zu handeln oder einfach nur die Todesrate zu betrachten, ist aus meiner Sicht sträflich unvorsichtig. Man kann einfach nie wissen, was genau da auf einen zukommt, deshalb bin ich froh, dass die deutsche Politik ziemlich früh ziemlich intensive Maßnahmen ergriffen hat. Ich bin nicht sonderlich erpicht darauf, womöglich für den Rest meines Lebens mit Muskelschmerzen kämpfen zu müssen, weil eine unbekannte neue Krankheit so behandelt wurde, als wäre sie auch nicht schlimmer als die Grippe (wobei ich an dieser Stelle wiederhole, dass die Grippe eine wirklich gefährliche Krankheit ist. Die Todesraten bestätigen das ja. Ich will nicht wissen, wieviele tausend Lebensjahre daran schon verloren gingen).

clemensro - 07.07.20    

Ja es wäre schon interessant zu wissen welche dauerhaften Folgeschäden sowohl die Grippe als auch das neue Virus nach überstandener Krankheit haben um über faktenbasiedende Informationen diese eventuell besser behandeln zu können.
Ich hoffe diese Daten werden erhoben.
Ich hoffe diese Daten werden veröffentlicht.
Und ich hoffe es wird nach Sachlage entschieden.

nullplan - 07.07.20    

Moin, es hat hier jemand geschrieben, er wäre nicht erpicht
- für den Rest des Lebens mit Muskelschmerzen kämpfen zu müssen -
ich glaube das möchte keiner so gerne... und ich muss dazu sagen ich kenne schon Menschen die seit über zehn Jahren mit Muskelschmerzen zu kämpfen haben und da wird nichts gefunden, die Menschen werden einfach nach allem untersucht, aber alle Werte etc. sind normal und der Mensch wird hingestellt als würde er sich diese Schmerzen einbilden. Diese Menschen müssen bis an ihr Lebensende mit diesen Muskelschmerzen leben.
Ich will nicht sagen das es dieses Corona nicht gibt, aber ich bin der Meinung wie manch andere hier, die App trägt vielleicht einen kleinen Teil dazu es einzudämmen, aber sie darf auch nicht so hoch gehangen werden, denn da gibt es noch andere wichtigen Dinge worum sich besser gekümmert werden sollte.
Und wenn Sie mehr Tests freigeben würden und die Leute auch vernünftig testen würden, denn wenn eine Person die mit jemanden zusammen gewesen ist und getestet wird und der Test negativ ist, dann wird ja gar nicht mehr weiter geforscht, schon ist die Kette unterbrochen, aber der oder die Jenige kann auch Träger sein und weitere Personen angesteckt haben, aber mit denen er oder sie kontakt hatte - da wird nicht mehr weiter der sache nachgegangen. und somit kombiniere ich das auch mit der App, der Jenige trägt Negativ ein in seine App, aber mehr passiert dann nicht mehr.

siramon - 07.07.20    

hä?

toby84 - 08.07.20    

@nullplan: Ja, idiopathische Schmerzen werden oft nicht ernst genommen (noch weiter off topic: übrigens laut eine Folge von Last Week Tonight in USA deutlich signifikant häufiger bei Frauen als bei Männern und bei Schwarzen als bei Weißen; und in Deutschland wird die Schmerztherapie grundsätzlich noch ziemlich stiefmütterlich behandelt. Ich denke, der Artikel dazu war im Spiegel, aber da bin ich mir nicht mehr sicher. Die wahrscheinlichste Alternative wäre Spektrum der Wissenschaft). Genug off topic von meiner Seite.

Nur weil es die App gibt, werden andere Dinge nicht zurückgestellt. Das könnte man in der Tat als skandalös bezeichnen, wenn das so wäre.

Dein letzter Absatz ist etwas schwierig nachvollziehbar. Kannst du das an einem Beispiel erklären?

Mikrowelle - 08.07.20    

There's no glory in prevention.

Dr. Dorsten

nullplan - 11.07.20    

toby84
das mit den Schmerzen der Menschen habe ich aus keinem Artikel vom Spiegel oder Zeitungen oder Internet- ich rede von der Realität - wie es wirklich in Wahrheit in die Praxis umgesetzt wird.
und mein letzter Absatz - ja ist vielleicht etwas durcheinander geschrieben, aber auch das kann ich aus der Realität erzählen. Wenn man sich freiwillig testen lassen möchte - weil man ggf. den Verdacht hat mit Menschen Kontakt gehabt zu haben die mit anderen Kontakt hatten der Positiv auf Corona getestet wurde, wird man nicht getestet weil man ja keine Symptome aufweist. Es sei denn man bezahlt den Test selbst. Was ist das für eine Logik .?? Auch wenn deine App es anzeigt - wirst du nicht getestet weil du keine Symptome aufweist.
Von daher sehe ich diese App nach wie vor als schwachsinnig. es ergibt alles keinen Sinn.

macmoldis - 11.07.20    

"weil man ggf. den Verdacht hat mit Menschen Kontakt gehabt zu haben die mit anderen Kontakt hatten der Positiv auf Corona getestet wurde"
abgesehen vom "nur" Verdacht, hat man da noch keinen Kontakt zu einem Positiv getesteten gehabt, man kennt da nur einen der so einen Kontakt hatte


"Auch wenn deine App es anzeigt - wirst du nicht getestet weil du keine Symptome aufweist."
Die App zeigt dir an, dass du direkt Kontakt zu einem positiv getesteten hattest ... und damit kannst du dich kostenlos (über Krankenkassen) testen lassen, auch ohne Symptome



Davon abgesehen, Bayern ist ja nun wohl Test für jedermann "kostenlos" möglich, auch ohne Symptome.
Kosten? Der Freistaat rechnet mit dreistelligen Millionenbetrag, wenn man 1xTest für jeden Bayern rechnet ist man über der Milliarde ... und das wäre nur Bayern für 1 x testen
So ein Test ist aber so gesehen auch nur eine Momentaufnahme, vier Tage später kann es schon wieder ganz anders aussehen, man müsste sich also regelmäßig testen lassen ... deswegen würde ich persönlich auch argumentieren: Testen nur bei wirklichen Verdacht, die da wären Symptome bzw. Direktkontakt.
Pro regelmäßiges Testen bei Arzt-,Kranken- und Pflegepersonal u.ä. wo Risiko besteht

underdunk - 11.07.20    

Ganz allgemein zu diesem Thread:

Spotify, Instagram, Barcodescanner, Werbeblocker, Facebook, Blitzerwarner, WhatsApp wird bedenkenlos installiert. Aber kommt dann mal eine App, die eine Pandemie eindämmen soll, deren Quelltext offen gelegt und von zahllosen Experten begutachtet und für gut befunden wurde, daaaann wird kritisch hinterfragt ob das überhaupt funktionieren kann, ob der Datenschutz gegeben ist, ob nicht zu viel Strom verbraucht wird, ...

;-)

Stellmacher - 11.07.20    

Mein Eindruck ist eher, dass die Skeptiker gegenüber der Corona-App auch eher zurückhaltend gegenüber den meisten der von Dir gegen genannten Dinge sind.

Die Alles-Installierer laden dagegen in der Regel auch die Corona-App hoch.

underdunk - 12.07.20    

Könnte sein...

Aber wo ist der Tik-Tok Thread? Wo ist der Zoom-Thread? Wo ist der WhatsApp Thread? Die standen ja alle in der Vergangenheit in der Kritik.

Stellmacher - 12.07.20    

Z.B. Zoom stößt halt auch nicht auf vergleichbares öffentliches Interesse: Nicht jede/r wird aufgerufen, es zu installieren- wie eben die Corona-App. Ich habe zu Zoom übrigens andernorts schon was geschrieben, glaube aber nicht, dass das Thema hier auf nennenswerte Resonanz stoßen würde.

Aber Du kannst ja einen Thread zu Zoom, Whatsapp o.ä. eröffnen- es besteht aber auch ein gewisses Risiko, dass er dann auf einmal weg sein wird...

toby84 - 13.07.20    

So jetzt habe ich doch mal die Zeit und die Muße, zu antworten.

@nullplan:
du klingst, als wäre dein Beispiel aus dem realen Leben besser als meine Infos aus Zeitschriften. Das hängt allerdings davon ab, wovon wir hier reden. Wenn du die Situation in ganz Deutschland einschätzen willst, bringt dir dein Einzelfall nichts. Dafür brauchst du eben groß angelegte, breit gestreute Untersuchungen mit einer möglichst großen Zahl überprüfter Fälle. Wie willst du denn von dir selbst auf ein ganzes Land mit über 80.000.000 Einwohnern schließen? Das wäre tatsächlich realitätsfremd.

was dein Beispiel angeht: wie MacMoldis schon schrieb, sind die Fälle nicht direkt vergleichbar. Mit einem angezeigten gefährdenden Kontakt in der App hast du einen hinreichenden Grund für eine Testung.

"Wenn man sich freiwillig testen lassen möchte - weil man ggf. den Verdacht hat mit Menschen Kontakt gehabt zu haben die mit anderen Kontakt hatten der Positiv auf Corona getestet wurde, wird man nicht getestet weil man ja keine Symptome aufweist"

Das stimmt so nicht. Du wirst deshalb nicht kostenfrei getestet, weil kein hinreichender Verdacht besteht, dass du mit einer infizierten Person in Kontakt warst. Wenn man es so formuliert, klingt es auch gleich logischer.

"Von daher sehe ich diese App nach wie vor als schwachsinnig. es ergibt alles keinen Sinn."

Ja, wenn die Tests nicht bezahlt würden, wenn die App gefährdende Kontakte anzeigt, wäre das wirklich fragwürdig. Wenn doch, dann ergäbe "alles" sehr wohl einen Sinn. Ich denke, dem wirst auch zu zustimmen.

underdunk - 13.07.20    

"Ja, wenn die Tests nicht bezahlt würden, wenn die App gefährdende Kontakte anzeigt, wäre das wirklich fragwürdig."

Sogar dem würde ich widersprechen. Je mehr Menschen ihr Verhalten anpassen, wenn begründeter Verdacht einer möglichen Infektion besteht, desto besser.

toby84 - 13.07.20    

Fragwürdig heißt erst mal nur, dass man guten Grund hat, es anzuzweifeln. Dass die Menschen auch ohne Testung nur auf Verdacht in freiwillige Quarantäne gehen, würde auch helfen, aber die Motivation dazu wäre ohne Test doch bestimmt deutlich geringer. Dass das Geld für die paar Tests von laut App gefährdeten Kandidaten nicht da sein soll, wäre für mich allerdings sehr schwer nachzuvollziehen. Insbesondere da die App selbst ja wohl deutlich mehr kosten dürfte als die zusätzlichen Tests.

siramon - 14.07.20    

Insbesondere da die App selbst ja wohl deutlich mehr kosten dürfte als die zusätzlichen Tests.

Wie kommst du darauf?

underdunk - 14.07.20    

Vom Wortlaut würde ich annehmen, dass es eine persönliche Vermutung ist. (Die würde ich sogar teilen.)

Feyerabend - 14.07.20    

Zu den Kosten von App und Tests gibt es natürlich verschiedene Rechnungen, ja nachdem was inkludiert wird. Ein Anhalt der Größenordung ist:
Kosten Corona App, ca. 70 Millionen €
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/6..

Kosten Test: Behandlungskosten plus Laborkosten von 59 Euro pro Analyse
https://www.tk.de/techniker/leistungen-u..

Spahn: Wenig Spahn: "Wenig zu testen ist teurer, als zu viel zu testen."
https://www.bundesgesundheitsministerium..

Ob sich das lohnt kann hier im Forum wohl niemand beurteilen (aber ich ahne schon, dass es viele Meinungen gibt). Ich überlasse die Bewertung und Entscheidung lieber den Fachleuten.

max55 - 14.07.20    

“Ich überlasse die Bewertung...den Fachleuten.“

Aha und welchen bitte?
Den Experten, die ständig in den Medien present sind, oder den Kritikern, welche nur selten zu Wort kommen?

macmoldis - 14.07.20    

Kosten Test: Behandlungskosten plus Laborkosten von 59 Euro pro Analyse[
So steht es aber nicht im Text.
Da steht neben den Behandlungskosten auch die Laborkosten von 59 Euro. Das ist nicht plus. Kosten Hausarzt .. Abstrich, Probenversand kommen hinzu. Bei den Tests in Bayern sind mehr als 100 Euro pro Test veranschlagt
https://www.deutschlandfunk.de/coronavir..

An anderer Stelle Mal was von privat finanziert mit rund 120 Euro gelesen/gehört

Feyerabend - 14.07.20    

@max55: "Den Experten, die ständig in den Medien present sind, oder den Kritikern, welche nur selten zu Wort kommen?"
Das können wir im Forum schlecht ausdiskutieren (weil das Thema sehr komplex ist) und haben dazu wahrscheinlich verschiedene Meinungen.

Ich habe beruflich mit einigen Leuten in Schwellen- und Entwicklungsländern zu tun, z.B. Kenia und Indien. Was ich von denen höre, über die Situation dort ist extrem dramatisch. In vielen Ländern der Erde bedeutet Corona die dramatischste Pandemie, die sie je erlebt haben
Insofern bin ich sehr froh, dass unsere Regierung nicht zu sehr auf die Stimmen gehört hat, die die Corona Gefahr heruntergespielt haben und teilweise in der Bedeutsamkeit "nur" mit Grippe verglichen haben.
Hör dich mal um in der Welt welche Auswirkungen Corona dort hat.
Ja, in Deutschland scheint die Situation, zum Glück, nicht so dramatisch zu sein. Das würde ich aber auch mit den Maßnahmen hier in Verbindung sehen. In anderen Ländern sehen wir wie es aussieht wenn weniger stark gegengesteuert wird und das Gesundheitssystem überlastet ist.

max55 - 14.07.20    

Wir müssen darüber im Forum überhaupt nich diskutieren. Solange es keine belegbaren Zahlen gibt, wer tatsächlich AN und nicht MIT Corona verstorben ist, ist diese ganze Diskussion überflüssig.
Im Lockdown wurden 10tausende Operationen ausgesetzt. Sind als Folge dessen Patienten verstorben? Wo ist dazu eine aussagekräftige Statistik?

Saison - 14.07.20    

Wie sagte ein Virologe hier aus der Gegend. Mit einem Virus kann man nicht verhandeln.

Feyerabend - 14.07.20    

@max55: Im jeweiligen Einzelfall ist es natürlich oft nicht zu unterscheiden ob jemand an oder mit Corona gestorben ist.
Aber zumindest gibt es einige Studie zur Übersterblichkeit. Also Vergleiche wie viele Menschen üblicherweise in einem Zeitraum sterben und wie das aktuell ist.
Wenn du ein bisschen googlest findest du einige Untersuchungen dazu. Ein Beispiel ist:
https://www.eurosurveillance.org/content..

macmoldis - 14.07.20    

wobei gerade das für Deutschland allein ziemlich ungenau ist, denn es melden nur Berlin und Hessen ... und dass noch nicht gerade regelmäßig und zeitgemäß
... aber warum sollte sich Deutschland prinzipiell von anderen Staaten unterscheiden, abgesehen dass es hier immer noch niedrige Zahlen sind, egal ob an oder mit, oder beides zusammen

Auch im Vergleich zu Staaten, wo man staatlicherseits meint es ist doch alles nicht so schlimm, wie zählen die und warum kommen die im Vergleich auf erschreckend hohe Zahlen,
für die wäre es doch nun staatlich einfach zu differenzieren ob nun an oder mit, um die Zahlen niedriger zu halten.

Froest - 14.07.20    

Stimmt, da ist noch einiges zu erforschen. In einem Jahr sind wir alle schlauer.

In Indien werden beispielsweise gerade ca 900 000 infizierte gemeldet bei nur 23 000 Todesfällen. Da braucht man kein Experte zu sein um zu ahnen, dass die reale Situation ganz wesentlich dramatischer ist. In Indien lassen sich schwer massenhaft Tests durchführen, viele Menschen wohnen eng beieinander und viele Menschen können sich sowieso keinen Arzt leisten.

toby84 - 14.07.20    

@Siramon: ich denke mir das, weil 70.000.000 / 200€ = 350.000 Tests sind (die 200 sind mal bewusst recht hoch gegriffen, die 70 Mil habe ich von Feyerabend übernommen). Vielleicht liege ich mit meiner Schätzung ja total daneben, aber 350.000 Testungen nur aus Warnungen in der App halte ich für ziemlich hoch gegriffen.

@Max55: inwiefern eine Forendiskussion für den Umgang mit Corona überhaupt relevant ist, sei dahingestellt. Ich wiederhole, was ich bereits sagte: die Todesrate ist nur ein Aspekt. Was man über mögliche Spätfolgen noch so liest, finde ich ganz schön erschreckend, und solche Meldungen werden immer mehr. Und sowieso gilt aus meiner Sicht nach wie vor: da kommt was auf mich zu, ich weiß nicht genau, wie gefährlich es ist, also ignoriere ich es weitestgehend? Wie kommt man nur auf so eine Denkweise? Das ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar.

Zu den OPs: Interessanter wäre die Frage, wieviele der 10tausenden Operationen unmittelbar überlebensnotwendig waren (wohl nur ein Bruchteil). Bzw. ob solche Operationen auch ausgesetzt wurden. Weiß da jemand genaueres?

Feyerabend - 14.07.20    

Kleine Info zu den Kosten der Corona App bevor die 70 M€ falsch verstanden werden.
Die setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen (aus dem Artikel zu dem Link den ich herumgeschickt hatte):

"Die Entwicklungskosten betragen, ... rund 20 Millionen Euro, .... Dazu kommen voraussichtlich 3,5 Millionen Euro für Werbeleistungen. Für Penetrationstests mit denen professionelle Hacker die Sicherheit prüfen, wurden 107.100 Euro in Rechnung gestellt.
Doch für den Betrieb noch einmal deutlich höhere Beträge an. So werden für „Wartung und Pflege der App“ bei SAP in den kommenden beiden Jahren 1,9 Millionen Euro veranschlagt. T-Systems soll für den „Betrieb der App“, einschließlich Wartung, Sicherheit, Netzwerk und Hotline, fast 43 Millionen Euro erhalten."

Insbesondere die Hotline ist zurzeit recht teuer, wird aber auf Dauer etwas günstiger werden.

max55 - 14.07.20    

@toby
Weißt Du was für mich nicht nachvollziehbar ist?
Meine OP wurde gecancelt, es sollte weißer Hautkrebs entfernt werden. Einen neuen Termin habe ich noch nicht.

toby84 - 14.07.20    

@max55:
Worüber genau reden wir?
a) andere medizinische Fälle wurden wegen Corona unnötig oder sogar sträflich vernachlässigt?
b) Maßnahmen zum Schutz vor Corona sind prinzipiell überzogen und kritikwürdig?

Dass dein Argument bei a greift, kann ich noch nachvollziehen. Bei b bin ich nicht bei dir.

max55 - 14.07.20    

@toby
Willst Du mir was unterstellen, was ich so nie gepostet habe?
Trage brav Düne Maske, halte Mindestabstand und installiere alle Apps, die Du magst!
Und vor allem akzeptiere die Probleme Anderer.
Auch wenn Du sie nicht verstehen kannst oder willst!

toby84 - 14.07.20    

@max55:
Wie kommst du denn darauf, dass ich dir einen der Standpunkte unterstelle? Habe das wiederum ich irgendwo behauptet? Ich möchte tatsächlich einfach nur wissen, für welchen Standpunkt du hier argumentierst, denn in diesem Thread geht es um die App, und Standpunkt a läuft da irgendwie am Thema vorbei. Und für Standpunkt b (oder auch nur zum Standpunkt "die App bringt nichts") sehe ich nicht, wie dein Argument greift. Dass dein persönliches Schicksal für dich ein harter Schlag ist, glaube ich dir. Allerdings geht dein Frust an die falsche Adresse, wenn du Maßnahmen gegen Corona pauschal verteufelst. Das ist nur ein Aspekt des Corona-Managements. Ob der besser hätte laufen können, kann ich nicht beurteilen, aber ich habe aus dieser Richtung schon einige Beschwerden gehört.

Wie du darauf kommst, dass ich deine Probleme nicht akzeptiere, weiß ich auch nicht. Erwartest du Mitleid? Wenn wir auf persönlicher Ebene reden würden und insbesondere wenn wir uns kennen würden, hättest du wohl mein aufrichtiges Mitgefühl. Tatsächlich finde ich dein Schicksal tragisch. Und definitiv kann ich nachvollziehen, dass das für dich ein echtes Problem war. Das wäre es für mich an deiner Stelle sicher auch gewesen. Aber dein Argument geht nicht weniger am Thema vorbei, nur weil es ein tragisches Schicksal beschreibt.

max55 - 14.07.20    

@toby
Nix Mitleid, gibt Menschen die dringender hätten behandelt werden müssen.
Und natürlich finde ich manche Maßnahmen übertrieben, z.B. den völligen Shutdown.
Dies ist meine persönliche Meinung, es steht jedem frei, eine andere Meinung zu haben.
Ob das nun am Thema vorbei geht, ist eine andere Sache, aber diese App ist für mich ebenfalls eine überzogene Maßnahme, solange nicht alle Infizierten eingetragen sind.

toby84 - 14.07.20    

Soll heißen der Nutzen rechtfertigt nicht die Kosten? Oder was ist das Argument?

nullplan - 14.07.20    

toby84 deine Worte
"Wenn man sich freiwillig testen lassen möchte - weil man ggf. den Verdacht hat mit Menschen Kontakt gehabt zu haben die mit anderen Kontakt hatten der Positiv auf Corona getestet wurde, wird man nicht getestet weil man ja keine Symptome aufweist"
Das stimmt so nicht. Du wirst deshalb nicht kostenfrei getestet, weil kein hinreichender Verdacht besteht, dass du mit einer infizierten Person in Kontakt warst. Wenn man es so formuliert, klingt es auch gleich logischer.
Meine Worte: die ich aus der Realität kenne ist - Menschen die Kontakt gehabt haben - mit zwei Menschen der auf Corona positiv getestet worden sind - da wurde nur noch ein enger Kreis getestet, die Menschen die ebenfalls mit den einen Menschen auch Kontakt gehabt haben - wurden nicht mehr getestet, obwohl sie ja kontakt hatten - also bricht die Kette zwischendurch ab, weil einfach die Kette gar nicht weiter verfolgt wurde. das ist kein einzelfall.

nullplan - 14.07.20    

Max55
Im Lockdown wurden 10tausende Operationen ausgesetzt. Sind als Folge dessen Patienten verstorben? Wo ist dazu eine aussagekräftige Statistik?

Genau das ist es... plötzlich sind andere Krankheiten und OPs nicht mehr wichtig ? sodass diese ausgesetzt werden können....? Diese Menschen laufen zum Beispiel mit Handschmerzen oder Knieschmerzen rum und schädigen weiter ihren Körper und könne wegen Corona nicht operiert werden ?
Recht merkwürdig.... meiner Meinung nach.

toby84 - 14.07.20    

@nullplan:
was du beschreibst ist kein direkter Kontakt. Kontaktnachverfolgung geht sowieso nur vom Infizierten aus. Das geht nicht anders, weil sonst jeder ins Krankenhaus spazieren und behaupten könnte, angeblich Kontakt zu einem Infizierten gehabt zu haben, um die Kosten für einen Test zu umgehen.

A hat Corona und Kontakt zu B. B hat dann Kontakt zu C.

Die Kette bricht hier nur ab, wenn entweder bei B keine Infektion nachgewiesen wurde oder A oder B den Kontakt einfach vergessen hat. Das wäre tatsächlich ein ungünstiger Fall, dann könnte die Infektion tatsächlich unbemerkt über C weiterlaufen. Genau solche Fälle verhindert übrigens die App, wenn A und B bzw. B und C sie haben.

max55 - 14.07.20    

Wer spricht von Kosten?
Mein Argument steht oben deutlich zu lesen. Bleibt noch hinzuzufügen, dass diese App auch durchaus eine falsche Sicherheit vortäuschen kann.

max55 - 14.07.20    

Und was ist, wenn B seine Infektion nicht publik macht in der App?

siramon - 14.07.20    

@toby84, @Feyerabend die Kosten scheinen mir arg zu hoch! wieso braucht man z.B. eine 30-Mio-Hotline?

toby84 - 14.07.20    

@max55:
Dann frage ich mich, warum er die App installiert hat. Schließlich ändert sich für einen selbst gar nichts, wenn man seine Krankheit in der App einträgt. Niemand wird das je erfahren.

Wenn dein Argument deutlich gewesen wäre, hätte ich nicht nachgefragt. Warum hältst du die Maßnahme für überzogen? Wenn die Kosten nicht der Grund dafür sind, würdest du sie also auch überzogen finden, wenn sie den Staat 0€ kostet? Warum?

Oder um noch deutlicher zu werden: damit etwas überzogen ist, muss es einen konkreten Nachteil haben. Ansonsten ist die Behauptung, dass es überzogen wäre, sinnfrei. Was ist der Nachteil, der zu deiner Einschätzung führt? Die falsche Sicherheit ja wohl kaum.

toby84 - 14.07.20    

@Siramon: da kann ich dir nicht viel zu sagen, außer dass SAP sich das gut bezahlen lässt. Konkrete Informationen kann ich nicht bieten

max55 - 14.07.20    

@toby
Nicht SAP, T-Systems lässt es sich fürstlich bezahlen, dies nur als Hinweis.
Sicherlich hätte man das Geld sinnvoller anlegen können.
Aber ich sehe keinen Nutzen dieser App.
Und die falsche Sicherheit ist tatsächlich ein Grund, neben Anderen, für mich.

max55 - 14.07.20    

Vielleicht mal einen Blick nach Singapur werfen...
Auch in anderen Ländern sind Warnapps bereits gescheitert.

siramon - 14.07.20    

Gibts in DE kein klassisches Contact-Tracing und allg. Ärzte-Hotline für Covid-Fragen?

Zu den Kosten der CH-App habe ich nichts gefunden.

Meine CH-Schätzung:
- App-Entwicklung: 20k
- Kalibrierung inkl. Tests: 20k
- Aufbau und Betrieb der Serverinfra für 2Jahre: 1 Mio

Sagen wir mal 2 Mio, dann reichts auch für eine Hotline für technische Fragen.

Bin verwirrt, was machte DE anders?

nullplan - 15.07.20    

toby84
A ist positiv hat kontakt zu B - B hat keine symptome - wird aber getestet
negativ - B - hat kontakt zu C und steckt C an in dem er nur Träger ist und C wird ja nicht getestet, - hat paar Tage später nur leichte Symptome die einer Erkältung ähneln u geht gar nicht zum Arzt und Steckt D an und D wird krank - so und bevor da wieder getestet wird... dauert es und D steckt auch wieder jemanden an... wäre C getestet worden - Wäre es zur Ansteckung für D erst gar nicht gekommen
Und da kann die App auch nicht helfen, wenn C gar nicht getestet wird.

toby84 - 15.07.20    

@max:Telekom und SAP haben die App zusammen programmiert.

"ein Grund, neben anderen, für mich"

Konkret werden ist ja nicht unbedingt deins. Ich lasse das jetzt so stehen. Du hast für dich irgendwelche nicht weiter erklärten Gründe.

@nullplan: wie kann B negativ getestet werden, obwohl er Träger ist?

toby84 - 15.07.20    

@Siramon:
Ein Link zu den Kosten der App und wie diese sich zusammensetzen:

https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/cor..

Bluemax - 16.07.20    

Alles wirklich interessant :-)

Da schreibt sich u.a. Toby (bestens informiert) die Hände wund, um auch noch die letzten Zweifler zu überzeugen. Und was ist deren Resonanz: Alles Quatsch !

Weltweit führende Virologen raten zu bestimmten Vorsichtsmaßnahmen, für einige andere ist das alles Quatsch. Naja ...

Vabanque - 16.07.20    

Na klar! Man kann doch nicht jemandem, der ein vorgefasstes Weltbild hat, mit Fakten kommen, die seine Überzeugung glatt widerlegen ... wäre ja noch schöner ;-)

Vabanque - 16.07.20    

>>@nullplan: wie kann B negativ getestet werden, obwohl er Träger ist?<<

Ich bin zwar nicht nullplan, aber natürlich ist dies möglich. Es gibt ja falsch negative (FN) Test, und dies sogar mit einer erschreckend hohen Rate von ca. 20%. Deswegen wird der negative Test ja wenn möglich (leider viel zu selten) auch in gewissen Abständen noch 2mal wiederholt. (Bei Merkel wurde das seinerzeit gemacht.) Zwei falsch negative Tests würden dann nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,2mal0,2=0,04=4% passieren, drei falsch negative nur noch mit einer W. von 0,2^3=0,008=0,8%. D.h., wer dreimal hintereinander negativ getestet wurde, hat eine über 99%ige Sicherheit, das Virus nicht zu tragen.

Die Rate der falsch positiven (FP) Tests ist zwar nur zwischen 1 und 2 Prozent, somit ist der positive Test im Einzelfall deutlich aussagekräftiger als der negative, allerdings schlägt die FP-Rate bei Massentests ebenfalls zu. Sagen wir mal, es würde tatsächlich eine ganze Gemeinde mit 100000 Personen durchgetestet, dann hätten wir selbst in dem Fall, dass keiner (!) tatsächlich infiziert wäre, zwischen 1000 und 2000 positive (eben falsch positive) Befunde, welche die bundesweit gemeldeten Zahlen dann natürlich wieder stark in die Höhe treiben würden.

Viele Testungen führen also auch zu vielen falschen Ergebnissen, sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung.

Die ganze Bevölkerung zu testen, kann somit nicht der Ausweg sein.

Auf der anderen Seite müssen die Tests bei Verdachtsfällen ja auch durchgeführt werden, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Es ist erst recht kein Ausweg, wegen der Fehlerquoten auf die Tests zu verzichten.

Nur sind Massentestungen wegen der angesprochenen Probleme kaum aussagekräftig, dessen muss man sich bewusst sein.

Vielleicht sollten auch postive Tests daher wiederholt werden, denn 2 falsch positive Tests würden dann selbst bei einer FP-Rate von 2% nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,02 mal 0,02 = 0,0004=0,04% passieren, d.h. von den oben beispielhaft genannten 100000 Personen würden dann nur noch 40 zweimal falsch positiv getestet.

toby84 - 16.07.20    

@vabanque: interessante Aspekte.

Wegen der negativen Tests hatte ich auch schon mal gegoogelt, da von nullplan noch keine Antwort kam. Da standen ähnliche Zahlen. Die zweite Testung dürfte wie du schon berechnet hast in den meisten Fällen verhindern, dass die Kette unterbrochen wird. Nur wird die zweite Testung vermutlich eine Weile später stattfinden, wodurch auch die Kontaktnachverfolgung verzögert wird. Das wirkt sich dann auch auf die Effizienz der App aus. Meine Schätzung anhand der groben Berechnung würde dann doch signifikant schlechter ausfallen, wenn man in 20% der Fälle deutlich längere Wartezeiten hat, bis eine Infektion feststeht.

Bluemax - 16.07.20    

Stimmt Vabanque, das sollte ich mal in meine Denkweise mit einbeziehen ...
oder lieber doch nicht, ich steh lieber auf Fakten :-))

Vabanque - 16.07.20    

@Bluemax: Was meinst du konkret? Ich habe nur Fakten genannt. Stimmen irgendwelche davon nicht? Dann nenne sie bitte.

Im Übrigen hat sich meine Kritik nicht gegen dich gerichtet :-)

toby84 - 16.07.20    

Ich glaube, das ist seine Antwort auf deinen Weltbild- Post

nullplan - 16.07.20    

toby84
Deine Frage - wie kann B negativ getestet werden, obwohl er Träger ist?
kann ich dir nicht beantworten, da ich kein Arzt bin.
ABER ich habe schon Fälle im engen Umkreis gehabt und spreche nicht von irgendwelchen Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen... sondern wie es in der Realität bei uns hier abgelaufen ist.
Und demjenigen hat die App nix genutzt - deswegen sehe ich es auch als schwachsinnig an - egal wer diese entwickelt hat... die Praxis zählt.

macmoldis - 16.07.20    

>>@nullplan: wie kann B negativ getestet werden, obwohl er Träger ist?<<
kurze Anmerkung dazu, schon wenn der Abstrich nicht richtig gemacht wird, soll nämlich ziemlich weit hinten im Rachen gemacht werden, bis zum Würgereiz ... und da soll's noch nicht mal 100% sicher sein was zu erwischen, wenn's denn wirklich da ist

komisch war mir immer eher der falsche Positiv-Test, das wurde aber mit wahrscheinlichen vorkommenden Fehlern im Labor erklärt, wohl etwas zu nah beieinander ...


>>Vielleicht mal einen Blick nach Singapur werfen...<<
In Singapur ist die App nicht an der App gescheitert, die deutsche hat sich ja auch wohl auch an dieser orientiert. Das Problem ist, dass nicht genügend mitgemacht haben, warum auch immer.
Das Funktionieren der App setzt voraus, dass ausreichend mitmachen.
Singapur steigt um auf Token, einem tragbaren Chip, wie ich gelesen im Prinzip die gleichen Funktionen, gleiche Wirkungsweise wie die App, nur eben nicht auf dem Handy. Mal abgesehen, dass man sogar die Idee hat, anzuordnen das Ding verpflichtend bei sich zu tragen, wäre es bei ausreichender Nutzung der App gar nicht nötig.

toby84 - 17.07.20    

@nullplan: was hast du immer mit deiner Auffassung von Realität? Ich kann verstehen, dass der Einzelfall auf dich abschreckend wirkt, aber der sagt über die Situation in Deutschland nichts aus.

Abgesehen davon frage ich mich schon, woher du überhaupt wissen willst, dass deine Interpretation korrekt ist? Wurde B denn nochmal getestet und war dann positiv? oder wurde B gar nicht mehr getestet? Das wäre angesichts der zuvor diskutierten Fehlerquote ziemlich fahrlässig. Ansonsten wäre es naheliegend, dass C sich woanders angesteckt haben kann. Oder hast du einen vernünftigen Grund, vom Gegenteil auszugehen?

Und mal ganz grundsätzlich: wenn die Kontaktnachverfolgung bei euch versagt hat, ist es doch absurd, daraus zu schließen, dass Kontaktnachverfolgung per se "schwachsinnig" ist. Und um das klarzustellen: dein Argument richtet sich tatsächlich gegen Kontaktnachverfolgung an sich und nicht gegen die App.

Es tut mir Leid, aber so eine Schlussfolgerung ist doch ein Paradebeispiel für undifferenziertes Denken. Genausogut könntest du argumentieren: Bekannter X war wegen einer Hüft-OP im Krankenhaus, es gab einen schwerwiegenden Behandlungsfehler und er ist verstorben. Ergo: Krankenhäuser sind Schwachsinn.

Bluemax - 17.07.20    

@Vabanque

Bluemax: Was meinst du konkret? Ich habe nur Fakten genannt. Stimmen irgendwelche davon nicht? Dann nenne sie bitte.

Im Übrigen hat sich meine Kritik nicht gegen dich gerichtet :-)


Sorry Vabanque, du hast mich sicher falsch verstanden. Meine Antwort war von deinem thread hier ...

Vabanque - vor 22 Std.
Na klar! Man kann doch nicht jemandem, der ein vorgefasstes Weltbild hat, mit Fakten kommen, die seine Überzeugung glatt widerlegen ... wäre ja noch schöner ;-)

Vabanque - 17.07.20    

Alles gut, habs jetzt kapiert, danke!

Bluemax - 17.07.20    

Puh, und ich dachte schon ich habs mir mit dir verscherzt :-))

Vabanque - 17.07.20    

So schnell schaffst du das bei mir nicht ... frag mal bei denen nach, die es geschafft haben, wie lange sie mich dazu reizen mussten ;-)

Aber ich hatte doch hoffentlich sachlich genug nachgefragt?

Vabanque - 17.07.20    

Zu Antwort von toby84 auf nullplan:

Ja, ich denke, der Mensch tendiert einfach dazu, von Einzelfällen, die ihn emotional bewegt haben, fälschlich aufs Ganze zu schließen. Mein ehemaliger Grundschullehrer starb an einer Blinddarm-OP. Tragisch, aber soll ich jetzt deswegen jedem raten, sich bei Blinddarmentzündung nicht ins Krankenhaus einliefern zu lassen, weil man da ja angeblich stirbt? Das wäre ausgemachter Unsinn.
Wenn uns etwas emotional erschüttert, sind wir geneigt, die Vernunft auszuschalten.
Egal ob es Krankheiten, Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle oder Straftaten betrifft, wir können immer nur nach dem Prinzip der größeren Wahrscheinlichkeit handeln. Andernfalls dürften wir nie ein Verkehrsmittel besteigen (da ein Flugzeug abstürzen, ein Zug entgleisen und ein Auto karambolieren kann), wir dürften nicht einmal die Wohnung verlassen, denn wir könnten ausgeraubt, erschlagen, überfahren werden oder eben uns infizieren (übrigens nicht nur mit Corona).
Insofern macht es SF nullplan scheinbar zunächst richtig, wenn er die Wohnung nicht mehr verlässt. Aber auch in den eigenen vier Wänden droht Gefahr. Die Anzahl der Verkehrsunfälle hat durch Corona tatsächlich abgenommen, die Zahl der Haushaltsunfälle und vor allem der Fälle häuslicher Gewalt dagegen ist gestiegen. Und es drohen anderweitige Gesundheitsrisiken, wenn man sich nicht mehr an die frische Luft begibt. Insofern kann es also zumindest keine Dauerlösung sein, die Wohnung nicht mehr zu verlassen (und auch keine Personen mehr in der Wohnung zu empfangen). Vor allem, wie lange möchte jemand das durchhalten? Definitive Prognosen können z.Zt. ja nicht einmal Experten geben, aber es sieht wohl eher danach aus, dass wir die nächsten Monate oder wohl eher sogar Jahre mit der gegenwärtigen Situation leben müssen, vor allem, so lange die Genauigkeit der Corona-Tests nicht verbessert wird. Wir können froh sein, wenn es bei den gegenwärtig niedrigen Infektionszahlen bleibt.

Es besteht eben ein großer Unterschied zwischen angebrachter und angemessener Vorsicht und übertriebener Angst. Es gibt nicht bloß die beiden Extreme 'sich in der Wohnung abkapseln' und 'sich ins Menschengetümmel stürzen'. Letzteres hieße natürlich eine Infektion geradezu herausfordern. 'Bekannte und Freunde treffen, aber Menschenansammlungen meiden' dürfte z.Zt. ein gangbarer Kompromiss ein. Und Hände waschen tun wir hoffentlich sowieso mittlerweile alle. Die Corona-Krise hat unser Bewusstsein in vielerlei Hinsicht geschärft; es sind viele Missstände ins Blickfeld gerückt, über die man vorher 'großzügig' hinweggesehen hat (nicht nur die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie). Insofern gibt es doch auch positive Auswirkungen der Krise. Die meisten Menschen verhalten sich von sich aus jetzt viel mehr im Sinne des Infektionsschutzes. Aber man muss dem Infektionsschutz nicht alles andere im Leben opfern, zumindest nicht auf Dauer. Andernfalls hat man ein 'klinisch reines' Leben, das aber nicht mehr lebenswert ist.

toby84 - 18.07.20    

Ein Link zur bisherigen Effektivität der Corona-App:

https://www.heise.de/news/Ein-Monat-Coro..

Dass die Information über eine Infektion per Post verschickt wird, finde ich schon befremdlich. Es sollte doch klar sein, dass gerade die Zeitkomponente hier eine ganz zentrale Rolle spielt.

Die 15 Minuten in definiertem Abstand lassen sich mit den Geräten wohl nur schwer abprüfen, da unterschiedliche Gegenstände in der Umgebung die Messung verzerren können und die Signalübermittlung noch zu selten ist (was, so wie ich das verstehe, an den Vorgaben der Smartphones liegt und durch die App nicht beeinflussbar ist)

Die Schätzung, dass nur ein Bruchteil der Erkrankten eine eigene Erkrankung in der App einträgt, finde ich erstaunlich. Scheuen die den Aufwand der Verifizierung oder nutzen sie die App grundsätzlich nur, um selbst frühzeitig von einer möglichen Erkrankung zu erfahren?

So oder so greift die App noch nicht gut.

nullplan - 19.07.20    

toby84
du fragst dich was ich mit der Realität habe, komisch,,, sich so etwas überhaupt sich zu fragen, Also es liegt daran das ich von der Realität spreche.
und nein B wurde nicht nochmals getestet. einfach nur 1 x und wieder in die Arbeitswelt geschickt... und C kann sich nirgends anders angesteckt haben zu dem Zeitpunkt .... und so ist es halt in der Realität.

toby84 - 19.07.20    

@nullplan:
Ich habe nicht gefragt, was du mit deiner Realität hast, sondern was du mit deiner Auffassung von Realität hast. Du hältst deine Erfahrung für aussagekräftiger und realer als Studien, und damit liegst du daneben. Du bist nicht Deutschland und dein Fall ist nicht repräsentativ für Deutschland. Sonst könnte ich mit derselben argumentativen Beweiskraft dagegenhalten: ich kenne keinen einzigen Fall, der so ist, wie du ihn geschildert hast. Was ich erlebe, ist deutsche Realität. Folglich gibt es solche Probleme nicht, wie du sie beschreibst. So eine Argumenation ist nicht schlüssig. Um Aussagen darüber machen zu können, ob ein Problem ein deutschlandweites Problem ist, braucht man Studien. Dein Beispiel hat dazu keinerlei Aussagekraft.

Warum B nicht nochmal getestet wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht waren die Probleme mit der Testung da noch nicht bekannt? Vielleicht wurde einfach nur gepfuscht? Egal wie: ob C sich nirgendwo sonst hätte anstecken können, kannst du unmöglich wissen, wenn er nicht bis auf seinen Kontakt zu B komplett isoliert war. Ansonsten brauchst du eine sehr gute Begründung für deine Behauptung. So ist es halt in der Realität.

Saison - 19.07.20    

....und C kann sich nirgends anders angesteckt haben zu dem Zeitpunkt...

Es gibt völlig schlüssige Indizien:

So kann jemand, der in Haft sitzt, in dem Zeitpunkt(wie lange der Zeitpunkt?)kein Kind ausserhalb der Haftanstalt gezeugt haben.

Gibt es für C auch so ein Indiz?

underdunk - 19.07.20    

@toby84, Du hast doch von nullplan schon gehört, dass solche Studien Unfug sind. Es nimmt ja niemand daran teil. Das kann nullplan durch Beobachtung seines Umfeldes belegen.

toby84 - 19.07.20    

@underdunk: du hast recht, wir sind hier an einem Punkt angekommen, an dem die Grundlagen abweichen hinsichtlich der Frage, ob Studien sinnvoll sind. Damit ist eigentlich die Grenze dieser Diskussion erreicht.

Es haben sich in dieser Diskussion ja manche auf nullplans Seite geschlagen. Das ist natürlich ihr gutes Recht. Ich fasse nur nochmal zusammen, was die Grundlage dieses Standpunkts von nullplan ist:

1. Studien sind sinnlos, da grundsätzlich niemals repräsentativ. Nullplan weiß das, weil er und Bekannte von ihm noch nie zu irgend etwas für eine Umfrage befragt worden sind.
2. Real ist nur das, was im unmittelbaren Umfeld passiert. Nur darauf kann man sein Urteil und sein Vorgehen begründen.
3. Kontaktverfolgung an sich ist sinnlos, weil er einen Einzelfall kennt, in dem die Kontaktverfolgung nach den von ihm gegebenen Informationen nicht sauber durchgeführt wurde.

Dass die App sinnlos ist, wenn Punkt 3 wahr ist, ist ein gültiger logischer Schluss. Schließlich soll die App Kontaktverfolgung verbessern und erleichtern. Tatsächlich ist die ganze Argumentation von nullplan schlüssig, soweit ich das hier überblicken kann, wenn man die drei oben genannten Vorannahmen macht. Was ich persönlich von den Vorannahmen halte, habe ich - denke ich - ausführlich geschildert. Diese allerdings weiterführend zu diskutieren, würde den Rahmen dieser Diskussion sicherlich sprengen.

Jeder, der nullplan zustimmt, stimmt damit auch diesen Prämissen zu. Man kann auch der Ansicht sein, dass die App wenig bringt, ohne der Argumentation von nullplan zuzustimmen. Wie mein letzter Link zur Effektivität der App zeigt, gibt es durchaus berechtigte Einwände gegen die App. Ich erwähne das nur, weil ich es erstaunlich finde, dass nullplans Argumentation Zustimmung gefunden hat. Ich muss nämlich gestehen, dass ich persönlich sie ziemlich abenteuerlich finde und nicht gedacht hätte, dass auch andere Chessmailer einer Argumentation zustimmen, die Studien und Kontaktverfolgung grundsätzlich pauschal ablehnt, vor allem mit so einer Einzelfallbegründung. Auch wenn man die App für sinnlos hält, ist das in meinen Augen ziemlich starker Tobak.

max55 - 26.07.20    

Über die Akzeptanz dieser App in D gibt es wenig zu sagen.
Der Preis dafür ist für mich als Steuerzahler indiskutabel.
Nachfolgend ein link zu Entwicklungskosten einer App:

https://www.deineseite.at/app-entwicklun..

toby84 - 26.07.20    

Ja das kann man so sehen. Man müsste jetzt Kosten und Nutzen anderer durchgeführter Maßnahmen dagegenhalten, um sich ein Bild zu machen, ob es hier ein deutliches Effizienzgefälle gibt. Was das angeht bin ich definitiv raus. So eine Einschätzung wäre vermutlich sowieso eine Wissenschaft für sich.

Hasenrat - 26.07.20    

Bei Fragen um Leben und Tod komme man nicht mit dem Wirtschaftlichkeitstotschlagargument!

toby84 - 26.07.20    

Ja da würde ich auch nicht sagen "machen oder nicht machen", sondern das Geld ggf. in andere Maßnahmen anlegen. Aber dafür bräuchte es erst eine sorgfältige Überprüfung der voraussichtlichen Effizienz der verschiedenen Maßnahmen. Dass die App hier eine schlechte Effizienz hat, wäre damit zunächst zu belegen.

max55 - 26.07.20    

@hasenrat

Aha, und wenn die Bundesregierung total überteuert kauft, ist das für Dich ok?

Weil wir gerade über Leben und Tod reden, was ist damit? Kinder verhungern und wir verbrennen Geld?

https://www.unicef.de/lpg/hunger-ES-2018/

Hasenrat - 26.07.20    

"Total überteuert" nicht okay, nach bestem Wissen und Gewissen gekauft, was sich im Nachhinein aber als suboptimal u. verhältnismäßig überteuert - vielleicht fahrlässig aber nicht grob fahrlässig - herausstellt, ja.

Ansonsten wieder ein Totschlagargument, das bewusst den Bezugsrahmen wechselt und sprengt.

shaack - 26.07.20    

Da gibts echt schlimmere Projekte, die am Ende nicht mal funktioniert haben.

max55 - 27.07.20    

Ob die App nun nach den Updates funktioniert, sei dahingestellt...
Zur Sicherheit sie folgenden link:

https://www.it-matchmaker.com/news/die-c..

Die Finanzierung ist ein Thema was mir persönlich gegen den Strich geht, man kann es schön reden, für mich ist es Verschwendung von Steuermitteln in nicht nachvollziehbarer Höhe.
Ich zahle eine Vorsteuer, die an Umsätzen von 2019 festgemacht ist, obwohl diese 2020 drastisch eingebrochen sind!
Sozusagen ein zinsloser Kredit an den Staat!
Ich bin über jede Verschwendung empört!

MarkD - 27.07.20    

Du bist in Deiner Argumentation sehr unstrukturiert, max55.
In dem von Dir verlinkten Artikel tauchen weder die Begriffe Vorsteuer noch Umsatz auf.
Auch funktioniert die Umsatz-/Vorsteuer (zumindest bei mir) ganz anders: Ich melde sie monatlich (vor-) an und zahle dann das, was tatsächlich passiert ist. Ich kenne noch bei geringeren Umsätzen die Quartalsvariante, aber die funktioniert genauso. Eine Vorabschätzung trifft hier meiner Meinung nach nicht zu. Bitte zeige mir doch per Link, wo Deine Vorsteuerregelung herkommt.
Und dann sage mir noch, was das Thema mit der Corona-App bzw. Deinem Link zu tun hat.

max55 - 28.07.20    

@MarkD

Zum Thema Vorsteuer siehe hier:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Steuervo..

Was Du für Steuern zahlst ist mir egal!
Belies Dich einfach und laber nicht solchen Quatsch!
Und fallst Du es partout nicht raffst, es geht um Verschwendung von Steuergeldern!

MarkD - 28.07.20    

wie ich schon schrieb, Du bist recht unstrukturiert.
Verwende doch zumindest, wenn Du schon immer wieder Themen anbringst,
die nichts oder nur am Rande mit der Sache zu tun haben, die richtigen Begriffe.
Eine Steuervorauszahlung ist etwas grundsätzlich anderes als Vorsteuer.
Ansonsten wahre bitte die Anstandsregeln in diesem Forum!
Ich labere keinen Quatsch. Und nicht ich bin es, der hier etwas nicht rafft.

max55 - 28.07.20    

Es ist sinnlos darüber zu diskutieren, die Kosten dieser App sind Steuerverschwendung.
Wenn es für Dich ok ist, für mich nicht.

max55 - 29.07.20    

Nun noch etwas unstrukturiertes zu dieser App:

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/tec..

Higgins - 29.07.20    

Jetzt reicht es aber langsam! max55 Ihr Ton ist nicht angemessen und Sie sind kurz davor, für das Forum gesperrt zu werden. Es ist wohl besser, wenn Sie Ihre weiteren "Thesen" auf facebook veröffentlichen, da sind sicher noch weitere n-tv Zuschauer.

siramon - 29.07.20    

Ernsthaft, @Higgins?

max55 - 29.07.20    

Welche Thesen bitte?

Und was haben nt-v und Facebook miteinander zu tun?

Sind wir hier bei CM schon soweit, dass jede Meinung, welche nicht den Gefallen eines mods findet, nicht geduldet wird???

Leute mundtot zu machen ist ja auch viel einfacher als Tatsachen zu widerlegen!

Higgins - 29.07.20    

Facebook und n-tv haben gemeinsam, dass es bei beiden vor allem um Werbeeinnahmen geht.

Es geht hier um den Ton, so was wie "Und fallst Du es partout nicht raffst,..." ist vielleicht auf dem Schulhof (oder facebook) adäquat, hier aber nicht! Für weitere Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

siramon - 29.07.20    

Das ist lächerlich @Higgins!

max55 - 29.07.20    

Ok, @higgins, soll noch mehrere Firmen und Medien geben, die auf Werbeeinnahmen angewiesen sind.
Wollen Sie alle diese Medien anzweifeln?
Ist aber hier nicht das Thema.
Aber bitte widerlegen Sie meine These, dass diese App überteuert ist.
Was ist daran falsch, dass es mir als Steuerzahler gegen den Strich geht, wenn Steuergelder verschwendet werden?

Möglicherweise habe ich auf MarkD‘s posting überreagiert.
Und wahrscheinlich habe ich den Schulhof etliche Jahre früher verlassen!

Higgins - 29.07.20    

@Siramon Mir ist nicht klar, was lächerlich ist. Meinen Sie, dass man im Forum freundlich bleiben könnte oder dass n-tv durch Werbeeinnahmen finanziert wird?

Higgins - 29.07.20    

Ich finde, man sollte sich grundsätzlich überlegen, ob ein Link zu einer Internetseite, in der sich ein 2 Minuten Filmchen befindet, irgendwas stichhaltiges aussagt.

Higgins - 29.07.20    

n-tv hat jedenfall das Ziel "Klicks generieren" ziemlich gut erreicht, auf diesen Film, der zu 20% aus Werbung besteht. Oder wie Helmut Thoma sagte "Der Wurm muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."

underdunk - 29.07.20    

@max55 ich versuche mich mal daran die These, dass die App überteuert ist zu widerlegen.

Zitat aus Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Wert_eines..):
Ausgaben für die Verhinderung tödlicher Unfälle
Unter Sicherheitsaspekten besonders relevant ist die Sicherheit am Arbeitsplatz. Es wurde beispielsweise untersucht, wie viel Arbeitgeber faktisch im Mittel ausgeben, um den berufsbedingten Tod eines Arbeitnehmers zu verhindern. Entsprechende Studien kommen je nach Kontext und Land auf sehr verschiedene Werte. Einige Studien setzen diesen Wert zum Beispiel mit ca. 10 Mio. Euro an.

Die Kosten für die App betrugen rund 20 Millionen Euro (https://de.wikipedia.org/wiki/Corona-War..).

Nun, wenn ein Arbeitgeber im Mittel im Jahr 10 Millionen Euro ausgibt um den Tod eines Mitarbeiters zu verhindern, ist für ganz Deutschland einmalig 20 Millionen Euro auszugeben nach meinem Verständnis deutlich im Rahmen.

Hanniball - 29.07.20    

@ unterdunk

bei 43 Mio. Beschäftigte an Arbeitssicherheitsmaßnahmen 10 Mio.

Für eine lausige App die noch nicht funktioniert ....bei 82 Mio Menschen 20 Mio.

Wo siehst du da den "deutlichen Rahmen"....?

siramon - 29.07.20    

@Higgins
- lächerlich ist das Androhen einer Forensperre, weil jemand nicht gerade die feinste Wortwahl hat (einer schreibt "laber nicht solchen Quatsch" und kriegt eine Androhung, der andere schreibt "Du bist recht unstrukturiert" und geht durch. Meinen tun beide das gleiche...)

- lächerlich ist auch, den n-tv Link zu kritisieren. Da wird in 1:10min eine Kritik angebracht (natürlich lässt sich über das Niveau streiten), das macht übrigens auch eine Tagesschau in 1-2Min-Beiträgen

- lächerlich sind diese sporadischen Higgins-Ansagen - entweder klare Linie oder bleiben lassen. Und v.a. irgendwo dokumentieren, was nun erlaubt/gewünscht ist und was nicht. Das wurde von mir und anderen schon mehrmals erwähnt.

Klar? Für Rückfragen stehe ich nach meinen Ferien zur Verfügung - oder je nach Lust auch früher ;-)

MarkD - 30.07.20    

siramon, als Ergänzung... "Quatsch labern" empfinde ich schon als "persönlich", zumal ich mit den Sachargumenten recht hatte. Gut, es gibt weit schlimmere Aktionen, aber ich habe ja auch freundlich geantwortet.
Mit "unstrukturiert" wollte ich auf die Tatsache hinweisen, dass max55 immer wieder mit anderen oder neuen Aspekten kommt, statt mal einen Aspekt zu Ende zu diskutieren und Argumente zu widerlegen. Im Endeffekt schreibt er - und das ist ein weit verbreitetes Schema nicht nur bei ihm - immer wieder sinngemäß: "das ist meine Meinung und damit hat das schon seine Richtigkeit, egal was Du an Argumenten bringst. Und im Übrigen ist da ja noch ..." - und es folgt wieder ein neuer Aspekt, der oft gar nichts mit dem vorherigen zu tun hat. Das nenne ich dann "unstrukturiert". Es macht eine abschließende Diskussion im Sinne von toby84 unmöglich.

toby84 - 30.07.20    

@MarkD: ich gebe dir recht. für eine diskussion ist es sinnvoll, gedanken abzuschließen, anstatt sie irgendwann offen im raum stehen zu lassen. ich weiß allerdings nicht, ob ich selbst mich immer daran halte. ich werde versuchen, in zukunft mal darauf zu achten.

@Hannibal: dass die App so nicht direkt funktionieren würde war aus sicht der entscheidungsträger wohl kaum abzusehen. wenn dann wären sap und telekom meiner ansicht nach in der pflicht gewesen, in sorgfältigen vorstudien solche probleme zu eruieren. aufgrund des zeitdrucks war das wohl politisch nicht erwünscht, aber das wäre mit jeder anderen maßnahme ebenso gewesen. das ist ein grundsätzliches problem einer politik, die sich nach der wankelmütigen laune der masse richten muss.

abgesehen von den potenziell zu rettenden menschenleben sehe ich hier auch ein pilotprojekt für mögliche kommende apps ähnlicher art. dass weitere krankheiten aus der tierwelt auf den menschen übergehen, ist nur eine frage der zeit. die idee einer anonymen app zur unterstützung der sicherheit der bevölkerung halte ich grundsätzlich für sinnvoll. die tendenz wird wohl klar in die richtung gehen, dass auch ältere menschen smartphones haben werden, solche apps werden also in zukunft potenziell stärker genutzt. der aspekt eines aufschlussreichen feldversuchs spielt hier also m.e. auch mit ein.

die kosten der app finde ich prinzipiell von seiten des anbieters recht hoch. leistungen der telekom finde ich sowieso auch als einzelkunde immer ziemlich teuer. wie teuer lösungen der sap üblicherweise sind, kann ich nicht beurteilen, aber ich schätze, die lassen sich ihren namen auch immer gut bezahlen.

zum arbeitsschutz: es gibt doch sicherlich schätzungen, wieviele menschen durch die arbeitsschutzmaßnahmen jährlich vor dem tod bewahrt werden? das wäre in diesem zusammenhang m.e. eine interessante kennzahl. der vergleich mit der app ist da natürlich trotzdem etwas schwierig, da die app auch das ziel hat, die wahrscheinlichkeit einer zweiten krankheitswelle zu verringern, die erneut die komplette wirtschaft lahmlegt. dazu kommen die bereits zuvor erwähnten erheblichen chronischen beschwerden unterschiedlicher art.

dass sich die epidemie auch aus wirtschaftlicher sicht nicht einfach ignorieren lässt, sehe ich anhand der situation u.a. in den usa als erwiesen an.

max55 - 10.08.20    

Langsam wird es lächerlich, wenn es nicht Millionen gekostet hätte ...

https://www.google.de/amp/s/m.bild.de/po..

Bluemax - 10.08.20    

Aus Sicht des Datenschutzes keine schlechte Lösung, sofern die schriftlichen Daten von Infizierten wirklich nach 60 Minuten geschreddert werden. Sehe darin kein Problem.
Im Jahre 2020 gibt es zwar schon bessere Lösungen aber das setzt wohl spezielle digitale Kenntnisse aller beteiligten voraus.

macmoldis - 10.08.20    

Das in dem Artikel genannte Problem ist ja weniger die App, sondern eher der Stand der Digitalisierung in Deutschland... halt noch immer Neuland

Davon abgesehen, was wäre beim Home-Scooling alles möglich gewesen, was für Möglichkeiten hätte es gegeben bei ordentlicher Digitalisierung in D

OpaJuergen - 11.08.20    

War keine Verärgerung, sondern Verwunderung über eigene Erfahrungen ...

max55 - 13.08.20    

Die nächste App geht an den Start...

https://www.rtl.de/cms/dresdner-start-up..

NickNick - 14.08.20    

Die wird genauso wenig funktionieren wie die Bundes-App.
Wer sie nicht runterlädt oder das Handy zu Hause läst, der wird nicht erfasst.

underdunk - 15.08.20    

Wie wird die Kontaktverfolgung denn derzeit gemacht? Ich vermute mal, dass jemand den Erkrankten befragt und dann alle Kontaktpersonen kontaktiert werden.

Wie erinnert man sich denn an die Nebensitzer in einer Veranstaltung? Gar nicht. Also muss man entweder das Konzert absagen oder darauf bauen, dass die Menschen mitmachen.

Ich weiß, ich weiß, wenn etwas nicht 100% abdeckt ist es völlig nutzlos. *Sarkasmus*

max55 - 15.08.20    

Die Downloads stagnieren, ich glaube nicht, dass die App sich durchsetzen wird.
Außerdem sind Downloads wenig aussagekräftig, es gibt keine Zahlen wer sie aktiv nutzt oder bereits wieder deinstalliert hat.

faues - 15.08.20  

Ich glaube, wenn die zweite Welle ähnlich dramatisch wie die erste ausfällt, wird die App wieder an relevanz gewinnen und bis dahin hoffentlich die Kinderkrankheiten überwunden haben.

Vabanque - 16.08.20    

>>wenn die zweite Welle ähnlich dramatisch wie die erste ausfällt<<

Wie oft haben Experten uns in letzter Zeit beizubringen versucht, dass 'zweite Welle' kein wissenschaftlicher Begriff, dass er nicht mal definiert ist? Trotzdem ist das Unwort in aller Munde, vermutlich genau deswegen, weil nicht präzise festgelegt ist, worum es sich bei einer 'zweiten Welle' handeln soll ... der Begriff ist schwammig genug, dass jeder nach eigenem Gutdünken behaupten kann, die 'zweite Welle' käme, käme nicht, sei schon da etc.

Die 'erste Welle' (was nun das auch immer gewesen sein soll) war also 'dramatisch'? Das kommt auch wieder darauf an, was man unter dramatisch versteht. Die Reaktion der Medien jedenfalls war dramatisch genug. Für Betroffene war sie auf jeden Fall auch dramatisch gewesen. Aber wie sieht es denn jetzt aus objektiver Sicht aus? In D zumindest war das Gesundheitssystem nie auch nur in die Nähe der Auslastung gelangt (in anderen Ländern war dies zweifellos anders), und die teils prognostizierten Millionen von Toten (!!) blieben aus. Natürlich sind 9000 Tote immer noch viel (auch wenn die Streitfrage in etlichen Fällen bleibt, ob die Betroffenen nun am Virus oder an ihren Vorerkrankungen gestorben sind), aber selbst im Vergleich zu den 25000 Influenza-Toten der Grippewelle 2017/18 ist die Zahl wirklich moderat (und wo blieben damals die Schutzmaßnahmen? Man hätte dringend welche ergreifen müssen).

Nun steigen also die Zahlen, zumindest die Zahlen der gemeldeten Positiv-Tests (um präzise zu bleiben) wieder erheblich (wie erheblich, bleibt noch offen). Natürlich können wir die Gründe nicht mit letzter Sicherheit angeben, aber alles spricht dafür, dass die Reiserückkehrer einen bestimmenden Faktor bilden. Ich muss sagen, dass ich die Reisen in Risikogebiete ohne zwingenden Grund ziemlich unverantwortlich finde. Wären diese Reisen andererseits von vorneherein verboten worden, wäre das Geschrei wegen Einschränkung der Grundrechte natürlich groß gewesen. Trotzdem scheint es nicht anders zu gehen, Pflichttests für Reiserückkehrer sind nur eine relativ schlechte 'zweitbeste' Möglichkeit (ihr einzig Gutes sehe ich darin, dass sie die Reiselust von vornherein eindämmen könnten). Ich hoffe, die Bundesregierung lernt aus dem Chaos mit den Reiserückkehrern und findet Wege, eine Wiederholung dieses Szenarios zu verhindern.

Werden die Infektionszahlen wieder so hoch steigen wie im März/April? Angesichts der Tatsache, dass trotz aller Lockerungen viele Maßnahmen noch in Kraft sind und bleiben, erscheint dies doch recht unwahrscheinlich. Zudem wäre auch bei entsprechend hohen Infektionszahlen die Situation nicht vergleichbar, da das Virus mittlerweile deutlich mehr bei jüngeren Personen nachgewiesen wird, die größtenteils keine schweren Verläufe entwickeln. Dies ist ein weiterer Aspekt: der einseitige Blick auf die Anzahl der positiven Testergebnisse hilft nicht, denn diese sind kein gutes Maß für die Schwere der Pandemie. So gab es z.B. unter den ca. 1700 Infizierten im Zusammenhang mit dem Tönnies-Skandal nur ziemlich wenige wirklich schwer Erkrankte, die stationär behandelt werden mussten. Bei dem Ausbruch in dem Spargelhof bei Aichach waren es noch weniger. Eine detaillierte Aufstellung über die stationär eingelieferten Patienten (bzw. der intensiv behandelten oder sogar beatmeten Patienten) gäbe einen viel besseren Aufschluss über die Schwere des Infektionsgeschehens.

Die ausgewiesenen freien Kapazitäten der Krankenhäuser geben allerdings glücklicherweise keinen Hinweis darauf, dass das Gesundheitssystem kurz- oder auch mittelfristig an seine Grenzen kommen könnte.
Definitiveres werden wir freilich erst in einigen Monaten oder Jahren sagen können. Hoffentlich gibt es nicht das nächste massive Problem im nächsten Winter/Frühjahr mit den Rückkehrern aus dem Skiurlaub und den Karnevalisten. Wenn die Menschheit nicht lernwillig ist, dann hilft auch keine App, sondern irgendwann wirklich nur noch der komplette Reisestopp und die Absage aller Veranstaltungen gleich welcher Art. Hoffen wir, dass dies nicht nötig sein wird.

faues - 17.08.20    

Die App schliesst ja die anderen massnahmen nicht aus, sondern ergänzt sie. Die 'zweite Welle' ist sicherlich kein stehender Begriff, sondern eher ein Medienwort. Für mich bedeutet dies, wenn der exponentieller Verlauf wieder absehbar und greifbar wird. Wie zum Beispiel eine Verdopplung an neuerkrankten in zehn tagen. Das wollte ich nur kommunizieren. Jedenfalls wollte ich keine semantik diskussion starten.

Vabanque - 17.08.20    

>>Die 'zweite Welle' ist sicherlich kein stehender Begriff, sondern eher ein Medienwort.<<

Richtig, ein typisches Medien-Schlagwort, von dem niemand so recht weiß, was es eigentlich bedeutet, und das daher in jedem beliebigen Sinn gebraucht werden kann. Meine Polemik richtet sich nicht gegen dich persönlich, sondern nur gegen eben genau diesen Fehl-Gebrauch von Worten. Ein anderes solches Wort ist 'Lockdown', auch da weiß man nicht so genau, was das ist.

>>Für mich bedeutet dies, wenn der exponentieller Verlauf wieder absehbar und greifbar wird. Wie zum Beispiel eine Verdopplung an neuerkrankten in zehn tagen.<<

Was uns hoffentlich erspart bleibt. Nun wurden ja zwei Tage hintereinander wieder weniger Neuinfektionen gemeldet, woraus die 'Bild'-Zeitung messerscharf schließt, dass die Zahlen wieder sinken würden. Als wenn man aus 2 Tagen (noch dazu am Wochenende, wo ohnehin weniger Neuinfektionen gemeldet werden!) schon was schließen dürfte! Schön wär's ja, aber leider wenig glaubwürdig. Die nächsten Tage werden dann die am Wochenende nicht übermittelten Zahlen wieder nachgemeldet, und dann ist das Geschrei über den vermeintlich starken Anstieg groß, dabei gehört ein deutlicher Teil der Zahlen eigentlich zum vergangenen Wochenende.
Die Art und Weise, wie Statistik von den Medien übermittelt wird, ist schlicht und einfach irrenführend. Statistik von Nicht-Statistikern für Nicht-Statistiker, sozusagen. Das ist ähnlich, wie wenn ein Nicht-Jurist einem Nicht-Juristen juristische Zusammenhänge vermitteln will, oder ein Nicht-Schachspieler einem Nicht-Schachspieler etwas über Schach erklärt.

underdunk - 17.08.20    

Im Wikipedia-Diagram "Geschätzte Anzahl Neuerkrankungen pro Tag" (https://de.m.wikipedia.org/wiki/COVID-19..) kann man den vermutlichen Verlauf erkennen (Vergangenheit). Rein optisch würde ich nicht erkennen, dass es wieder Abwärts geht.

Vabanque - 17.08.20    

Aufgrund der extrem hohen statistischen Schwankungsbreite der gemeldeten Zahlen wird es bereits sehr schwierig zu sagen, nach wie vielen Tagen sich überhaupt ein neuer Trend abzeichnen würde.

Vabanque - 17.08.20    

Was mich als Statistiker halt immer ärgert, ist, wenn die Berichterstattung nicht-aussagekräftige Daten als aussagekräftig verkauft.