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Die Kompetenz der Grünen beim Unweltschutz

keinstein - 19.11.18    

1. Frau Göring Eckardt sagte antwortete in einer Talkshow auf die Bemerkung , dass die Messstationen teilweise nicht richtig aufgestellt seien, natürlich sei e s wichtig Messstationen niedrig aufzustellen, da ja Kinder klein und besonders empfindlich seien.
Was für ein Blödsinn!
Natürlich gehören Grenzwert und Austellungsort sehr eng zusammen; ich würde sagen Grenzwerte machen ohne gleichzeitige Definition des Aufsttelungsort gar keinen Sinn , da natürlich die Schadstoff konzebtration mit der Enfernnung von den Schadstoffstellen abnimmt. Man könnte die Konzentration ja auch direkt am Auspuff messen; dann würden auch Benziner alle Grenzwerte brechen.
Bedenklich ist natürlich auch, dass wohl eurpäische Richtlinien zur Aufstellung der Messgeräte in deutschen Städten teilweise nicht befolgt wurden, so dass offensichtlich erhöhte Werte gemessen werden!

2. Herr Özdemir lobte die Elektroautos in einer Talkshow in den letzten Wochen als emissionsfrei.

Was für ein Blödsinn.
Die Herstellung der Akkus soll sehr viel Energie kosten, die weitgehend aus nicht erneuerbaren Energien stammt. Den Unterschied zwischen Emission und Immission brachte er jedenfalls nicht ins Spiel.
Da wir die Toten durch den Klimawandel nicht seriös mit den Toten durch Schadstoffimmissionen vergleichen können, tappen wir bei der Bewertung hier also zumindest solange im Dunkeln, als die Energie für die Akkus nicht komplett aus erneuerbaren Energien stammen.

attacca - 19.11.18    

Kann zur Unwelt werden...

japetus1962 - 19.11.18   +

Elektroautos sind halt am Ort der Mobilität emmisionsfrei, so wie jede Strassenbahn oder Elektro-Lokomotive. Entscheidend ist, wo der Strom produziert wurde, wie (Braunkohlekraftwerk in Tschechien?) und welche Leitungsverluste es bis zur Steckdose/Ladegerät es gibt. Zudem muss man den Wirkungsgrad geladene Energie am Ladegerät zur entnommenen Energie Mobilität betrachten, bzw. höflich verschweigen. Kurzum: die Emmissions-freiheit bei E-Mobilität ist schlicht ein Schmarrn.

Canal_Prins - 19.11.18   +

@japetus1962

deswegen plädiere ich auf Wasserstoff...ist umweltschonend und sparsam.

japetus1962 - 19.11.18    

oder Hybrid-Antrieb. ich selber fahre einen Prius, bei dem die Brems-Energie meine Akkus an Bord speist.

keinstein - 19.11.18    

Ich finde die Sache mit den Grenzwerten ja noch übler; entlarvt sie nicht das Schema, dass hier ohne jeden Sachverstand auf die Tränendrüse gedrückt wird?

Mikrowelle - 19.11.18    

Klimaschutz ist für mich keine Tränendrüse. Irgendwo muss einfach angefangen werden.

keinstein - 19.11.18    

@Mikrowelle
Natürlich ist Klimaschutz keine Tränendrüse.
Die Grenzwerte in den Städten dienen vorrangig dem Schutz der dort lebenden Menschen.
Diesen kann man aber nicht gewährleisten, wenn man den Zusammenhang zwischen dem Aufstellungsort der Messgeräte und den Grenzwerten nicht versteht und völlig zusammenhanglos den Schutz von Kindern ins Gespräch bringt! Das ist für mich ausschließlich Tränrendrüse!

macmoldis - 20.11.18    

Auch für den Aufstellungsort der Messgeräte und auch Messhöhe gibt es entsprechende Richtlinien ... nur ist da auch ein gewisser Spielraum drin, bspw. die Messhöhe ist von 1,50 m (Atemzone) bis zu 4 m, sogar bis 8 m, wenn für größere Fläche gemessen wird.

man könnte natürlich sagen, um vergleichbare Werte zu haben, müßte der Aufbauort und Messhöhe gleich sein, es geht aber nicht um Vergleichswerte, es geht um die Messwerte der Atemluft an dem Ort und in der Höhe wo die Messtation ist ... und die Atemluft sollte eigentlich überall sauber sein, also egal wo gemessen wird. Die Luft wird nicht sauberer, wenn man die Messstation woanders und den Einlass höher liegt, es ändern sich nur die Messergebnisse

Schutz der Kinder? Tränendrüse?
Warum sollen die Kinder da unten eigentlich schlechtere Luft atmen wie der Erwachsene da oben. Mich hat es immer angestunken, wenn ich mit meinen Kindern zu Fuß unterwegs war, das Auto am Strassenrand lässt den Motor an und bläst die Abgase meinen Kindern ins Gesicht.

keinstein - 20.11.18    

Es geht um die Messwerte an Ort und Höhe der Messtation? Natürlich werden dort die Werte gemessen. Grenzwerte können aber nur festgelgt werden, wenn auch der Aufstellungsort mehr oder weniger normiert ist.
Hier sind sinnvollerweise gewisse Abstände vorgeschrieben, die eben aus Unkenntnis der Richtlinie nicht eingehalten werden. Es macht doch gar keinen Sinn e inheitliche Grenzwerte festzulegen, aber unterschiedliche Aufstellungsorte mit Bezug zum Verkehrsgeschehen zu wählen.

Und wir sollten doch annehmen, dass die Grenzwerte so gewählt sind, dass auch unsere Kinder geschützt sind. Es ist purer Populismus dieses Thema zusätzlich einzubringen.

Verantwortungsvolle Eltern sollten in der Tat darauf achten, dass die Kinder nicht am Auspuff startender Autos vorbeilaufen und sie prinzipell (nach Möglichkeit) vom Straßenrand fernhalten. Aber man vertraut ja lieber auf die Einhaltung der Grenzwerte.

"Die Atemluft sollte überall sauber sein". Solange wir nicht durchgängig alles mit erneuerbaren Energien erledigen ist das ein grüner Traum. Illusionen helfen uns aber nicht unmittelbar weiter. Sie können nur ein Ziel vorgeben.

macmoldis - 20.11.18    

Aufstellungsort mehr oder weniger normiert?
hier mal die entsprechende Richtlinie, siehe Anhang III
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/..

keinstein - 20.11.18    

Vielen Dank für den Link zur Richtlinie!!

Der Ort von Probenahmestellen ist im Allgemeinen so zu wählen, dass die M
essung sehr kleinräumiger Umweltzu-
stände in ihrer unmittelbaren Nähe vermieden wird, was bedeutet, dass der
Ort der Probenahmestelle so zu wählen
ist, dass die Luftproben — soweit möglich — für die Luftqualität eines Stra
ßenabschnitts von nicht weniger als
100 m Länge bei Probenahmestellen für den Verkehr und nicht weniger als 250
m × 250 m bei Probenahmestellen
für Industriegebiete repräsentativ sind.

Das erreicht man sicherlich nicht, wenn mann die Messstation direkt an den Straßenrand stellt!
Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass man aus dieser Forderung eine genauere Positionierungs vorschrift ableiten könnte.

— Bei allen Schadstoffen müssen die Probenahmestellen in verkehrsnahen Z
onen mindestens 25 m vom Rand ver-
kehrsreicher Kreuzungen und höchstens 10 m vom Fahrbahnrand entfernt sei
n

b]Es ging in der Talkshow genau darum, dass diese 25 m häufig nicht eingehalten werden!
Das Argument von Kindermündern am Auspuff der Autos seitens Frau Göring Eckardt war hier m.E. völlig fehl am Platz

freak40 - 21.11.18    

Grüne und Umweltschutz....
Da muß ich ein bißchen (nur kurz) ausholen.
Ich bin schon älteres Semester...ich kann mich noch genau erinnern, wie die Grünen mit Kelly und Sebastian in den Bundestag gekommen sind (Turnschuh etc).
Das Umweltbewustsein wäre ohne diese Partei nicht so forciert worden.
Möchte nur anmerken, daß ich sie nie gewählt habe.

Sie haben (meines Erachtens) aber den Weg der Partei für Besserverdiener eingeschlagen....das Lehrerehepaar wählt natürlich grün.

keinstein - 22.11.18    

Es stimmt schon, dass Grünen den Umweltschutz vorangetrieben haben.

Im Laufe der Zeit sind mir aber immer wieder Bemerkungen aufgefallen, die m.E. auf mangelnden Sachverstand schließen ließen.
Herr Özdemir hat einmal in einem Interview Gigawatt und Gigbyte mehrfach verwechselt. Beim ersten Mal habe ich ja noch an einen Versprecher geglaubt.

Ich kann mir auch nur schwervorstellen, dass jemand der ein Theologiestudium abgebrochen hat, diese technischen Zusammenhänge begreift.
Es gibt ja offensichtlich auch andere Menschen, die z.B. einen Zusammenhang zwischen Grenzwerten der Schadstoffkonzentration und Lage des Aufstellungsortes der Messgeräte im Verhältnis zum Verkehrsverlauf nicht einsehen.

brauna - 22.11.18    

Kompetenz der Grünen hin oder her;
wenn beim Spaziergang nur ein einziger Diesel (fast alle!) an dir vorbeifährt....was da aus dem Auspuff kommt, ist so was von unangenehm und mit Sicherheit absolut gesundheitssschädlich!!
Da es Techniken gibt (wie z.B. Ad-blue u.a.), die aber nur begrenzt aus Kostengründen eingesetzt werden, und VW und Konsorten nachweislich betrogen haben (!!!), sollte eine Nachrüstung von den Autofirmen verlangt werden (samt Bestrafung!!). Aber schaut euch nur diesen Be-Scheuer-ten an, wie der kuscht vor der Autoindustrie!

keinstein - 22.11.18    

Das Thema Diesel hatten wir hier hier ja schon.

Die unglaubliche Skrupellosigkeit und auch Dummheit der Autmanager ist in der Tat erschreckend; man kann nur hoffen, dass sie auch bestraft werden. Leider hat m.E. die Politik über Jahre und da die Giftigkeit von NOX und die besondere Intensität dieses Gases beim Diesel gegenüber Benzinern seit Jahrzehnten bekannt ist, auch über Jahrzehnte versagt. Regierungen mit Regierungsverantwortung der Grünen hat es hier auch gegeben.

Fachlich kompetente Vorschlägezur Behandlung des Themas haben hier gefehlt.

Auch in der augenblicklichen Situation würde ich gerne mal eine vernünftige Gegenüberstellung der Schäden sehen.

Immerhin ist der Diesel deutlich besser in Bezug auf den Ausstoß von CO2.

M.E. können die Klimaschäden durch CO2 die Schäden an der Menschheit die Gesundheitsschäden an den Menschen in den Ballungsgebieten durch NOX und andere Gifte ( CO etc) weit überwigen.
Übrigens steigt der CO2 - Ausstoß nach meiner Kenntnis bei den NOX- Reduktionsverfahren auch etwas an. Soweit ich weiß wird auch etwas mehr giftiges CO ausgestoßen.

Um die Giftigkeit der Abgase am Geruch festzumachen bräuchte man wohl die Kenntnisse und Nase eines Chemikers!

brauna - 22.11.18    

...Widerspruch: Da genügt meine eigene Nase vollkommen! ;-)

keinstein - 22.11.18    

Es ist jedenfalls besser zu glauben etwas sei giftig und ihm aus dem Weg zu gehen als umgekehrt :-)

keinstein - 23.11.18    

Zur Abhängigkeit der NOX - Konzentration von der Lage eines Messgerätes (Quellle Wikipedia):

Der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft beträgt 40 µg/m3. Für bestimmte Arbeitsplätze in Industriebranchen und Gewerbe, bei dem deutlich höherer Stickoxidemissionen zu erwarten sind, gilt ein gesonderter Arbeitsplatzgrenzwert, der bis zu 950 µg/m3 erlaubt. Dieser Wert gilt ausschließlich für gesunde Arbeitskräfte und maximal an acht Stunden täglich und für maximal 40 Stunden in der Woche.

Im Gegensatz dazu einmal die gemessene NOX- Konzentration am Auspuff eines Autos

NOx-Konzentrationen direkt am Auspuff von Fahrzeugen bewegen sich zwischen 1000 mg/m3 und 5000 mg/m3.

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