Miscellaneous

Simulant

attacca - 02.10.18    

Wer wagt den Tipp?

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach..

Oli1970 - 03.10.18    

Autokorrekturopfer? :-D

Vabanque - 03.10.18    

Ein Simulant ist jemand, der nur so tut als ob.

Carlsen tut als nur so, als könne er Schach spielen? ;-)

macmoldis - 03.10.18   +

"Herr Doktor, Herr Doktor, der Simulant von Zimmer 312 ist gestorben."

"Na jetzt übertreibt er aber wieder"

Jupp53 - 04.10.18    

Da brauchte ich anfangs einen Übersetzer. Der Hesse in der Frankfurter Umgebung spricht von simulieren, wenn er nachdenken meint.

Vabanque - 04.10.18    

Dann allerdings simuliert Carlsen viel :-)

toby84 - 04.10.18    

Hat er nicht mal gesagt dass er fast in jeder stellung intuitiv weiß was zu tun ist und sich das nachdenken in den meisten fällen als überflüssig erweist? ;)

Vabanque - 04.10.18    

Ich glaube das war Fischer, der sagte: 'Ich habe es nicht nötig zu rechnen. Ich weiß.'

Tschechov - 05.10.18    

Mir ist die Aussage von Fischer als Antwort auf die Frage geläufig, wieviele Züge er vorausrechne: "Überhaupt nicht. Ich gewinne auch so." Weiß aber nicht, wann er das gesagt hat, könnte nicht mal beschwören, daß das überhaupt stimmt.

attacca - 05.10.18    

Intuitives Schach oder rechnerisches? Intuitiv bedeutet Fantasie und Romantik, rechnerisch gute Vorausschau mit am besten fotografischem Gedächtnis für die Bretter der nächsten Züge. Intuitiv kann jeder, nur unterschiedlich gut, rechnerisch nur wenige, und ganz Wenige sogar Blind(Simultan). Stimmt dies und was ist lobenswerter?

Hasenrat - 05.10.18    

Ich würde sagen, intuitives Schach beruht ganz profan und banal auf einem guten Teil Erfahrung - Erfahrungsschatz! - weniger auf Phantasie und "Romantik" - das ist nämlich wiederum eine sehr romantische Vorstellung von "genialem" Schach ...

freak40 - 05.10.18    

@Vabanque
'Ich habe es nicht nötig zu rechnen. Ich weiß.'

Soviel ich weiß (das ist wenig....!) stammt dieser Ausspruch von Capablanca; es passt auch viel besser zu ihm als zu Fischer, der immer betont hat: Gutes Schach ist harte Arbeit.

freak40 - 05.10.18    

Eine kleine Story betr. rechnerischem und intuitivem Schach, die den Unterschied schön zeigt.
Taimanow erzählte wie er einer Tal gegen Botwinnik "post mortem" Analyse beiwohnte.

Bei Tal "flogen die Figuren nur so rum"; alles ganz konkrete Abspiele.

Bei Botwinnik kam oft: die Damen dürfen nicht getauscht werden....der Springer ist in dieser Stellung besser etc.
Botwinnik ist ja nicht gerade der Sympath, aber er hatte ein ganz, ganz starkes Schach/Stellungsgefühl.

Vabanque - 05.10.18    

>>freak40 - vor 1 Std.

@Vabanque
'Ich habe es nicht nötig zu rechnen. Ich weiß.'

Soviel ich weiß (das ist wenig....!) stammt dieser Ausspruch von Capablanca; es passt auch viel besser zu ihm als zu Fischer, der immer betont hat: Gutes Schach ist harte Arbeit.<<

Ja, du hast selbstverständlich Recht, ich habe die beiden Aussprüche falsch zugeordnet.

Jupp53 - 06.10.18    

Der Spruch zum Thema Rechentiefe ist auf jeden Fall bereits im 19, Jahrhundert verschiedenen Personen zugesprochen worden.
- Wie weit rechnen sie?
- Nur einen Zug weit. Der ist aber besser als der meines Gegners.
So in etwa.

keinstein - 07.10.18    

"ich rechne nicht, ich weiß" oder umgekehrt ist in der Software ein gängiges Schema.

Man kann ein z.B. einen "Sinus" als Tabelle ablegen( dann weiß man ihn) oder ihn als Reihe entwickeln (dann rechnet man ihn).
Eigentlich kann man das auf alle Problemlösungen übertragen. Selbstverständlich sind auch kombinierte Verfahren möglich : Ein Teil wird gerechnet, ein Teil wird gewusst.

Das Optimum hängt davon ab, welcher Weg der schnellere ist und welche Hardwaremöglichkeiten gegeben sind.

Das dürfte beim Schachspieler nicht viel anders sein.

Vabanque - 07.10.18    

Das ist schon richtig, nur war Capablanca seinerzeit wohl im Software-Bereich nicht so bewandert ;-)

keinstein - 07.10.18    

Aber den Unterschied zwischen Auswendiglernen und Nachdenken wird er schon gekannt haben.

Vabanque - 07.10.18    

Er meinte aber mit 'ich weiß' aber nicht 'ich habe es auswendig gelernt', sondern 'ich habe es im Gefühl, ob ein Zug gut sein kann oder nicht', was auch immer dieses 'Gefühl' sein mag und wie es sich anfühlen mag. Das ist eben die berühmte Intuition, die sich so schlecht beschreiben und erklären lässt. Capablanca gilt als intuitiver Spieler, er konnte selbst im Nachhinein manche seiner Züge nicht richtig erklären, er war aber auch ein guter Rechner, wie viele weit berechnete Kombinationen in seinen Partien beweisen, und noch mehr die langen Abspiele, die er direkt im Anschluss an einige seiner Partien zu gewissen Alternativen, die der Gegner hätte spielen können, angab.

attacca - 07.10.18    

Lese gerade von Gardiner: Bach, Musik für die Himmelsburg.

Darin kommt der Beruf des Kopisten vor. Vom Kopisten zur Vervielfältigung heute: ein weiter Weg wie Schach mit und ohne Software.

attacca - 08.10.18    

wohl 12 zu 0 für Carlsen ausgegangen. Wie wäre es hier gegen die Nr. 1 bis 12?


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Tschechov - 11.10.18    

Ich dachte, als einer der Amateure sei Arthur Abraham gemeldet gewesen, aber den habe ich da nicht gesehen.

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