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Aufräumen...

Alapin2 - 13.01.21    
...dabei eine "Rochade" von 1981 gefunden. Schlagzeile :" Schach-Partner mit Hammer erschlagen",danach :" Beim Schachspiel hat ein 21-jähriger Mann in Bochum seinen 46 Jahre alten Spielpartner mit einem Gummihammer erschlagen und dem Sterbenden ein Messer in den Hals gestoßen. Nach seiner Festnahme legte der 21-jährige am Montag ein Geständnis ab.Er will sich angeblich über hämische Bemerkungen seines Gegners geärgert haben "...(WAZ).
Also : Minusse geht hier garnicht mehr,sonst...,ach ne,wir spielen ja Fernschach !
Brett_im_Kopf - 13.01.21    
Zum Aufräumen bzw. Entrümpeln hat sich die 3-Kisten-Methode bewährt.
Das Prinzip ist einfach: Man sortiert die Dinge jeweils in 3 Kisten.
In die erste Kiste kommt der Müll.
In die zweite Kiste kommen alle Dinge, die für einen selbst wertlos sind, aber für jemand anders noch brauchbar sein könnten.
Die dritte Kiste ist für die Dinge bestimmt, die man behält, weil sie noch benutzt werden oder weil man sich nicht davon trennen kann.
Alapin2 - 13.01.21    
Danke, Brett im Kopf, Dein Tipp wird mir weiter helfen! Zu Kiste 2: Braucht noch wer alte Schachzeitungen?
Brett_im_Kopf - 14.01.21    
Heute am ist übrigens der internationale Tag der Ordnung.
Also aufräumen...aufräumen...aufräumen...
toby84 - 14.01.21    
heute ist der internationale tag der ordnung. statt jetzt also wie ein verrückter die komplette wohnung aufräumen zu wollen, sollte man sich selbst zur ordnung rufen und das besser sein lassen :)
Brett_im_Kopf - 14.01.21    
Da ich schon älter bin und zur sogenannten Risikogruppe gehöre, schütze ich mich vor Corona auch dadurch, dass ich meine Außenkontakte auf ein absolutes Minimum reduziere. Die Konsequenz: ich bin sehr viel daheim (vertrödele meine Zeit oft damit im Internet Schach zu spielen ;-)
Da mein Garten jetzt im tiefen Winterschlaf liegt, Reisen oder Besuche bei Kindern und Freunden nicht möglich sind, habe ich mich selbst zur Ordnung gerufen und mir dafür das Motto "weg damit!" gewählt.
Keller, Werkstatt und Dachboden will ich in der nächsten Zeit nach Dingen durchforsten, die ich jahrelang nicht angefasst, gebraucht habe (völlig unabhängig vom internationalen Tag der Ordnung und auch ohne den Anspruch "die komplette Wohnung wie ein Verrückter aufräumen zu wollen").
Heute heißt mein Motto "Schatzkiste". In diese kommen die Dinge, die mir so ans Herz gewachsen sind, dass ich sie behalten will/muss, weil sie mich glücklich machen. Dieser Kiste gab ich den Namen "Schach". Hier fällt es mir besonders schwer, mich zu trennen von zu vielen gesammelten Schachzeitungen, Computeroldies, Büchern, Brettern oder Figurensets.
Da einer meiner Freunde an einer Schule Kinder im Schach unterrichtet, werde ich ihm damit eine Schatzkiste für seine Kinder füllen.
@Alapin2: Hast du schon jemanden für deine Schachzeitungen gefunden? Wenn nicht, dann ist es für dich vielleicht eine Anregung, sie einem Schachverein oder einer Schule, die Schach als Unterrichtsfach oder im Rahmen des Schulhortes anbietet, zu schenken.
Alapin2 - 14.01.21    
Danke, für die vielen Tipps. Mir ging es allerdings mit diesem thread darum, die eigentlich unglaubliche Geschichte mit dem Gummihammer zu bringen. Meine
Überschrift sollte neutral sein, nicht wie in der Bild ("fieser Mord beim Kloetzchenschieben" oder"Verbot für brutalen Kampfsport gefordert ").
Brett_im_Kopf - 14.01.21    
...und mir ging es darum, diese Horrorgeschichte beiseite zu räumen, sie in der ersten Kiste zu entsorgen.
Danke, Alapin2, dass du mir das mit der neutralen Überschrift "Aufräumen" möglich gemacht hast. Du fühlst dich doch sicher in einem positiven thread auch wohler ;-))
Alapin2 - 14.01.21    
... direkt über dem letzten Kommentar von Brett im Kopf läuft bei mir gerade ein Werbeband : "Entrümpelung, Dresden - Pirna, keine Kosten, kein Aufwand, kein Risiko".... Zufälle gibt es... oder liest Google jetzt sogar schon unsere Überschriften?
Brett_im_Kopf - 14.01.21    
...nein, Alapin2, kreiere doch bitte nicht nicht aus diesem thread eine neue Verschwörungstheorie. Der Grund für diese Werbung ist doch nur, dass heute der "Internationale Tag der Ordnung" ist.
Vabanque - 14.01.21    
>>Du fühlst dich doch sicher in einem positiven thread auch wohler ;-))<<

Ob Aufräumen wirklich ein positives Thema ist? ;-)

Mir bereitet das Wort schon seit der Kindheit ('Räum jetzt endlich mal dein Zimmer auf!') ein ziemliches Unbehagen im Bauch :-(

Die 'Horrorgeschichte' mit dem Mord beim Schach, die ja eigentlicher Gegenstand dieses Threads ist, erweckt in mir dagegen merkwürdigerweise kaum Gefühle. Wäre sie aktuell, hätte ich wohl unbekannterweise Mitleid mit dem Opfer. Sie ist aber schon 40 Jahre her, das rückt die Erzählung fast schon in mystische Ferne.

Bei der Ermordung des Schachpartners dürfte es sind zudem um einen absoluten Einzelfall in der Schachgeschichte handeln. Dass jemand nach einer Niederlage durchdreht, Beschimpfungen ausstößt oder die Figuren vom Brett fegt, kommt dagegen vergleichsweise oft vor. Dass der Gegner tätlich attackiert wird, ist auch schon gelegentlich passiert, nur konnte fast immer Schlimmeres noch verhindert werden.

Jemanden wegen angeblicher hämischer Bemerkungen während einer Schachpartie zu töten, deutet jetzt - gelinge gesagt - nicht gerade auf besondere psychische Ausgeglichenheit des Täters hin.
Vabanque - 14.01.21    
>>toby84 - vor 4 Std.

heute ist der internationale tag der ordnung. statt jetzt also wie ein verrückter die komplette wohnung aufräumen zu wollen, sollte man sich selbst zur ordnung rufen und das besser sein lassen :)<<

Genau. Mit 'Ordnung' kann ja auch die Ordnung im Kopf gemeint sein, seine Gedanken ordnen. Das soll sich beim Schach ganz gut auswirken :-)
Brett_im_Kopf - 14.01.21    
@Vabanque: Natürlich beinhaltet der "Internationale Tag der Ordnung" nicht allein das Herstellen einer materiellen Ordnung am Arbeitsplatz oder in Wohnung, Haus, Werkstatt usw., sondern auch die Ordnung der Gedanken. Ich fühle, habe festgestellt, dass sich mein Denken (gerade auch beim Schach) viel besser entfaltet, wenn ich mich in einem geordneten Umfeld befinde. Und ich glaube, mit diesem Gefühl bin ich nicht allein auf dieser Welt.
Du schreibst, (zwar mit einem Augenzwinkern):
"Ob Aufräumen wirklich ein positives Thema ist? ;-) Mir bereitet das Wort schon seit der Kindheit ('Räum jetzt endlich mal dein Zimmer auf!') ein ziemliches Unbehagen im Bauch“ :-(
Wenn dich diese Erinnerung noch als erwachsener Mensch so anspringt, dann deutet das für mich auf eine "frühe Traumatisierung“ hin, von der du dich nie freimachen konntest. Und das tut mir ehrlich leid für dich.
Mich können schlimme Ereignisse, bei denen Menschen Gewalt und Qualen zugefügt wurden auch heute noch emotional sehr berühren, selbst wenn sie schon „in mystischer Ferne liegen“.
Mein Fazit zur Bedeutung des „Internationalen Tages der Ordnung“: Er gab mir einmal mehr den Anstoß, mein Umfeld und damit auch meine Gedanken zu ordnen und das halte ich in der Zeit von Corona für etwas sehr Positives; dafür bin ich so dankbar.
Deshalb schrieb ich: aufräumen… aufräumen… aufräumen…
Gruß Mirko
Vabanque - 14.01.21    
>>Ich fühle, habe festgestellt, dass sich mein Denken (gerade auch beim Schach) viel besser entfaltet, wenn ich mich in einem geordneten Umfeld befinde. Und ich glaube, mit diesem Gefühl bin ich nicht allein auf dieser Welt.<<

Das allerdings!
brauna - 14.01.21    
Im Spiel selbst kann das "Aufräumen" ebenfalls sehr negativ besetzt sein, z.B. wenn der Gegner mit seiner Dame meine Spielfiguren regelrecht ab-/aufräumt, und ich kann nur zuschauen.......furchtbar! ;-)
toby84 - 14.01.21    
nuja das kann ja auch umgekehrt sein. ist ja nicht gesagt, wer der aufräumer ist. oder sprichst du da aus eigener erfahrung eher aus passiver sicht? ;)
brauna - 14.01.21    
...wenn ich selbst der "Aufräumer" bin, ist natürlich die Freude groooooooßßßß :-)
Lisboa - 16.01.21    
Aufräumen auf dem Brett, hat auch was mit Respekt zu tun. Der der Aufräumt, geniesst seine Macht. Aber auch der Partner muss bei sich schauen, ob er das mit sich machen lääst, wo ist seine eigene Würde. Warum gibt es nicht auf? Und beendet dieses Trauerspiel. Ausser er hat noch einen Plan, z.B. eine Falle zu Patt.
toby84 - 16.01.21    
als ich noch sehr jung war, hat mir ein gegner nach dem mannschaftskampf gesagt, dass ich hätte aufgeben sollen, sobald ich die figur verloren hatte. seitdem halte ich gar nichts von ratschlägen, wann man aufzugeben hat.

wann man eine schachpartie aufgibt, hat in meinen augen nichts mit würde zu tun.
Mikrowelle - 16.01.21   +
Das ist eine Frage des Empfindens. Ich selbst gebe in internen Vereinsspielen gegen Gegner, die viel stärker als ich sind und in Vorteil kommen (+2) schnell auf, wenn die Stellung kein Wunder verspricht. Bei gleichstarken Spielern spiele ich deutlich länger, da die Fehlerbreite unter uns recht groß ist. Im Schnell- oder Blitzschach ist meine Leidensdauer länger. Es gibt natürlich auch Gegner, die auch ein totes Pferd immer weiter reiten würden. Muss man einfach ertragen. Schachmasochismus.
Vabanque - 16.01.21    
>>Ich selbst gebe in internen Vereinsspielen gegen Gegner, die viel stärker als ich sind und in Vorteil kommen (+2) schnell auf, wenn die Stellung kein Wunder verspricht. Bei gleichstarken Spielern spiele ich deutlich länger, da die Fehlerbreite unter uns recht groß ist<<

Und bei 'Schwächeren' spielt man halt noch länger. Man gibt üblicherweise dann auf, wenn man (subjektiv) für sich keine Chance mehr sieht.