Es handelt sich um eine Partie aus dem Wettkampf Pilnik - Olafsson, Reykjavik 1957. Der isländische GM hatte mit Schwarz hier absichtlich den Damentausch herbeigeführt, weil er dachte, dass diese Stellung für Schwarz gewonnen wäre (wie ja auch einige der Löser im ersten Anlauf glaubten!).
In der Tat, falls Weiß gleich mit seinem h-Bauern losläuft, zieht Schwarz mit Schach ein und erobert gleich im nächsten Zug durch Dh1+ die neugeborene weiße Dame.
Aber Weiß kann besser spielen. Er zog
1. Kh3!, was die Situation völlig umkehrt. Nun kann Schwarz nicht laufen, da nach 1... e2 2. Kg2 den schwarzen Bauern aufhalten würde, während der weiße zur Dame ginge. Er kann aber auch nicht gut mit 1... Kg5 den weißen h-Bauern abholen, da Weiß dann den schwarzen e-Bauern erobert und mit b4 und a5 am Damenflügel gewinnt.
Es bleibt also auf 1. Kh3 nur
1... Kf3, aber dann zieht der schwarze Bauer nicht mehr mit Schach ein, und Weiß kann sofort den Damentausch forcieren:
2.h6 e3 3. h7 e2 4. h8D e1D 5. Df6+,
(oder Df8+) und nun muss sich der sK auf die e-Linie begeben, wonach die wD dort Schach gibt, die Damen tauscht und anschließend mit b5 nebst a5 leicht gewinnt.
Olafsson gab übrigens schon nach Kh3 auf.