ok, damit ich das verstehe:
wir haben einen rating-wert, mit dem neue spieler ins system integriert werden. der lag hier im schnitt bei 1500 oder so? nehmen wir den mal an.
was passiert also:
1. wer deutlich höher als 1500 liegt, für den sind neuanmeldungen irrelevant, denn die position ändert sich dadurch nicht
2. wer deutlich unter 1500 liegt, für den bedeutet jede neuanmeldung für sich betrachtet ein absinken der platzierung.
dann verlassen immer mal wieder spieler das rating. dafür ist die aktuelle regelung, dass sie nach 4 monaten ohne wertungspartie rausfliegen oder so ähnlich? wie auch immer die regelung genau aussieht, hat sie folgenden effekt:
1. egal, wo man selbst punktetechnisch steht: wenn über mir spieler in die inaktivität rutschen oder sich komplett abmelden, zieht mich das in der positionierung nach oben.
gehen wir also davon aus, dass sich im winter mehr menschen anmelden und im sommer dann tendenziell mehr menschen aus dem rating fliegen. was sind die effekte?
- im sommer sacken spieler unter 1500 punkten von selbst immer weiter nach unten, abhängig von der zahl der neuanmeldungen. im bereich über 1500 wird sich relativ wenig tun
- im winter werden auch im höheren wertebereich mehr spieler aus der wertung rausfliegen, als neue hineinkommen. über den gesamten wertebereich hinweg werden spieler also langsam bessere positionen bekommen, ohne dass sich ihre wertung überhaupt ändert.
mir stellen sich folgende fragen:
1. wie groß sind diese effekte denn? ist 1.583 zu 1.876 ein realistisches beispiel? ich hätte den effekt geringer eingeschätzt.
2. was wäre, wenn wir statt der absoluten werte perzentile nehmen? wobei ich die erste kommastelle mitnehmen würde. die schwankungen dürften auf die perzentile weniger einfluss haben als auf die konkrete positionierung, weil eine zunahme oder abnahme der spielerzahl darin schon verrechnet ist. man könnte ja mal berechnen, welche auswirkungen das hätte.
abgesehen davon: ich sehe ein, dass diese effekte merkliche auswirkungen auf die position der spieler haben, allerdings eher über wochen und monate als über stunden und tage. da wäre also auch wieder die frage, wie groß die toleranz der chessmailer gegenüber derart langsamen veränderungen ist. wer sich für seine position interessiert, tut das üblicherweise nicht nur alle paar wochen oder monate.
also einen punkt sehe ich ein: spieler, die unterhalb der startwertung liegen, unterliegen einer deutlich größeren flukturation als solche, die darüber liegen.