Zeitüberschreitung hat mal in jedem fall verloren. Da gab es den großen aufschrei, weil partien als gewonnen galten, die theoretisch ungewinnbar waren. Deshalb wurde die regel eingeführt, dass zumindest theoretisch eine siegchance existieren muss. Wenn du das jetzt noch weiter aufweichen willst, geht das irgendwann einfach nur noch am sinn von blitzschach vorbei. Die regeln kennt doch jeder blitzspieler, deshalb werden in totaler gewinnstellung oft die letzten gegnerischen bauern noch abgegrast, bevor die zeit fällt. Oder es kommt zu komplett abgedrehten endspielen in hochblitzphase. Weiß König und bauer gegen schwarz könig und läufer. Bauer kurz vor dem einzugsfeld, das vom läufer gedeckt ist, die könige stehen weiter weg. Die zeit von weiß kurz vor dem fallen, zieht ein und wandelt um in dame, weil das spiel totremis ist, sobald schwarz die dame schlägt. Schwarz weiß das und entscheidet sich dafür, das remis auszuschlagen, um in ein theoretisch verlorenes endspiel zu wechseln. Er zieht den läufer weg und hofft, dass die zeit von weiß fällt, bevor er den tausch dame gegen läufer erzwingen kann.
Das sind geschichten, die mit inkrement nicht passieren. Da dürfte auch der gm nicht verloren haben, egal wie knapp seine zeit war. Aber selbst wenn sowas passiert, finde ich das eher kreativ. Die spieler machen das beste aus den vorgegebenen regeln.
Ich selbst spiele zur zeit eigentlich nur 3+2, wenn ich blitze.
Dass unmögliche züge nicht automatisch verlieren, ist der pragmatik geschuldet. Es ist nicht immer ein schiedsrichter am brett, und wenn es keine mitschrift gibt, kann man hinterher viel behaupten. Deshalb werden unmögliche züge entweder sofort reklamiert oder gar nicht mehr.
Wie würdest du denn diese regeln ändern wollen, damit keiner mehr einen grund hat, sich über sie aufzuregen?