Puzzles

Matt in 3 in der praktischen Partie (XII)

Vabanque - 01. Sep '23
Die Folge XI

https://www.chessmail.de/forum/thread.html?key=sfw3UI5wYP6x&sv=6

wurde ja als schwieriger empfunden.

Daher hier noch ein Beispiel, das hoffentlich viele Interessenten und Löser findet:

Weiß am Zug


Brech - Bogilow, Aachen 1938.

Weiß am Zug setzt in 3 Zügen matt.

Lösungen bitte wie immer nur per PN an mich!

Und für diejenigen, die wissen wollen, wie so eine Stellung denn in einer realen Partie entstehen kann, hier die vollständige Notation bis zur obigen Stellung (mit sparsamen Anmerkungen von mir versehen):

[Event "?"]
[Site "Aachen"]
[Date "1938"]
[Round "?"]
[White "Brech"]
[Black "Bogilow"]
[Result "*"]
[ECO "C37"]

1. e4 e5 2. f4 exf4 3. Nf3 g5 4. Nc3 g4 5. Ne5 Qh4+ 6. g3 fxg3 7. Qxg4 g2+ $2 (
7... Qxg4 8. Nxg4 d5 {(mit Angriff auf den Sg4) ist eindeutig besser, der mit dem Textzug eingeleitete Turmgewinn bringt Schwarz nur Sorgen ein} ) 8. Qxh4 gxh1=Q 9.
Qh5 Be7 $2 ( {etwas besser} 9... Nh6) 10. Nxf7 $1 Nf6 {Auf diesen Zug hatte
sich Schwarz verlassen, auf den ersten Blick scheint der Angriff auf die weiße Dame 10. Sxf7 ja sogar zu widerlegen, aber ...} *
Vabanque - 01. Sep '23
cutter und matun beginnen👍
Vabanque - 01. Sep '23
kluger schließt sich an👏
Vabanque - 01. Sep '23
Tschechov hält mit💪
Vabanque - 01. Sep '23
haribo02 und mr20 dicht hinterher👌
Vabanque - 01. Sep '23
brauna👏
Vabanque - 01. Sep '23
toby84👍
Vabanque - 01. Sep '23
gammapappa👌
Vabanque - 02. Sep '23 Edited
Nach einer anderen Quelle (gerade erst entdeckt) hieß der Gegner von Otto Brech hier Borobiloff (ist das nicht ein unwahrscheinlicher Name?) und die Partie wurde bereits 1932 gespielt, allerdings ebenfalls in Aachen. So viel zum Sinn oder Unsinn von Quellenangaben.
Außerdem soll ein und dieselbe Partie Zug für Zug bereits etliche Mal davor vorgekommen sein, und zwar seit dem späten 19. Jh., unter anderem auch in einer Simultanpartie von Henry Edward Bird.
Bei der obigen Kurzpartie scheint es sich also um eine typische Eröffnungsfalle zu handeln (vielleicht sollten Königsgambit-Spieler die mal merken?). Ob die jeweiligen Weißspieler die Vorgänger kannten? Diese Frage lässt sich kaum beantworten ... sicher scheint nur, dass den Schwarzspielern die Vorgänger-Partien offenbar unbekannt waren😁

P.S. Die hier zur Anwendung kommende Variante des Königsspringergambits mit 4. Sc3 wird mal als Quade-Gambit, mal als Rosentreter-Gambit bezeichnet. So viel zu Namen, die sich hier wieder mal als Schall und Rauch entpuppen. Bei korrektem Spiel (z.B. wie in meiner Anmerkung zum 7. Zug von Schwarz) sollte Schwarz damit keine allzu großen Probleme haben. Nur wenn er im Rosentreter-Gambit wirklich auf den weißen Rosen herumtrampelt und sich den Eckturm einverleibt (wohl bekomms!), dann ist Weiß mit dieser Variante erfolgreich.
Vabanque - 04. Sep '23
Auflösung nach 7 Tagen ab Aufgabenstellung, d.h. am 8.9.
Vabanque - 04. Sep '23
wodi👏
Vabanque - 06. Sep '23
Bis übermorgen ist noch Zeit, das lehrbuchmäßige (!) Matt (es hat auch einen Namen) zu finden.
Vabanque - 08. Sep '23
Also, es handelt sich um ein so genannte 'ersticktes Matt' (dem schwarze König wird von seinen eigenen Figuren, die ihn umgeben, die Luft zum Atmen genommen):

1. Sd6+ (Doppelschach)
1... Kd8 (falls Kf8, sofort Df7#)
2. De8+ (zwingt eine schwarze Figur nach e8)
2... Sxe8/Txe8
3. Sf7#

Die drollige Endstellung verdient ein Diagramm:

Schwarz am Zug


(alternativ mit S auf e8 und T auf h8)