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Retis Stellung

Alapin2 - 22. Sep '23
8/4K3/8/3pk3/3R4/8/8/8 w - - 0 1

Weiß zieht und gewinnt.
Bitte hier direkt.
P. S. : War vor dem Urlaub noch in der "Leih-" (was denn sonst!?) Bücherei.
"Schachbuch für die Meister von morgen".
Kommt für mich zu spät...
Vielleicht jemand von Euch? 😂
Vabanque - 22. Sep '23
>>"Schachbuch für die Meister von morgen".
Kommt für mich zu spät...
Vielleicht jemand von Euch? 😂<<

Das Buch ist ziemlich gut! Ein 'Steilkurs', der einfach anfängt und sich dann aber im Niveau rasant steigert.
Alapin2 - 22. Sep '23
Kommentare bitte hier direkt.
Bin ein höflicher Zeitgenosse, versuche daher meine Mails zeitnah zu beantworten.
Macht mir im Urlaub Streß (das "Muss, muss - Gefühl"!
cutter - 22. Sep '23
Intuitiv würde ich Dh4 ziehen.
cutter - 22. Sep '23
Naja, nicht ganz intuitiv...
Td1 dürfte wohl remis enden und auch Ta4 geht wohl schief.
Ich verfolge den Plan, den König so nahe zu bringen, dass ein matt droht, wenn Schwarz umwandelt...
Tschechov - 23. Sep '23
Ich denke Td1 gewinnt, ich sehe da kein Remis.
Bluemax - 23. Sep '23
>>Tschechov - vor 1 Min.
Ich denke Td1 gewinnt, ich sehe da kein Remis<<

Dem schliesse ich mich ebenfalls an.
Alapin2 - 23. Sep '23
1)Td1 d4,... Und dann?
Tschechov - 23. Sep '23
Ich habe wieder mal falsch geguckt, bei mir marschiert der Bauer in die falsche Richtung. Das wäre ja auch sehr einfach gewesen.
Tschechov - 23. Sep '23
Aber vielleicht ist Td1 ja trotzdem richtig. Mal sehen...
toby84 - 23. Sep '23 Edited
das problem ist dass der schwarze könig dem weißen folgt. z.b. Td1 d4 Kd7 Kd5 Kc7 Kc5

daran scheitert der weiße vorstoß über den anderen flügel.
Tschechov - 23. Sep '23
Also dann würde ich erst mal Schach bieten.
toby84 - 23. Sep '23
dann spiele ich Kb4
Tschechov - 23. Sep '23
Hmm, ich dachte, Schwarz würde am Ende ein Tempo fehlen, aber das scheint nicht zu stimmen.
Alapin2 - 23. Sep '23
Tschechov:
Also : 1) Td1 d4 2)Te1+ Kf4!?
...War das gemeint?...
gleich ziehe ich d3 und in der Folge kommt der wK 1 Zug zu spät.
Da musste ich am Brett etwas rumprobieren, scheint aber Remis zu sein.
toby84 - 23. Sep '23 Edited
ja was alapin beschreibt ist die symmetrische stellung am anderen flügel 😄

also ich fasse nochmal zusammen:

variante 1:

Td1 d4
Kd7 Kd5
Kc7 Kc5
Tc1 Kb4

symmetrische variante 2:
Td1 d4
Te1 Kf4
toby84 - 24. Sep '23
ok ich habe eine idee.

Th4 d4
Kd7 Kd5
Th1 und jetzt kann der schwarze könig den weißen nicht abdrängen, wenn der mit nach vorne läuft. z.b.
Ke4 Kc6 und schwarz ist jetzt einfach zu langsam.
Alapin2 - 24. Sep '23
1) Th4 d4 2) Kd7 d3!, und der wK bekommt ein neues Feld auf d4 dazu.
Toby, Dein Prinzip ist schonmal richtig. Es geht um die Abdraengung des sK und Zugzwang.
cutter - 24. Sep '23
@toby
Sieht vielversprechend aus 👍
Coffins - 24. Sep '23
Anfang des Jahres war diese Studie im CBM von Karsten Müller angeboten und durchanalysiert worden. Ich weiss jetzt nicht genau wie, aber ich glaube noch zu wissen, dass es wie folgt geht:
1.Td1! d4 2.Kd7 Kd5 3.Td2 (Zugzwang)
3...Ke5 4.Kc6 ... (+-),
3...Kc5 4.Ke6 ... (+-).
Das sollte erst mal reichen.
Coffins - 24. Sep '23
Falsch, was ich geschrieben habe!!!
Es muss mit 1.Td2!! beginnen
1...d4 2.Kd7 Kd5
3.Td1! (weg vom Geschehen)
3...Ke4 4.Kc6 ... (+-)
3...Kc4 4.Ke6 ... (+-).
cutter - 24. Sep '23
Dass Td1 so nicht funktioniert war klar, deshalb hatte ich auch 1. Td2 als besser eingeschätzt. Ist es aber m.E. nicht, weil schwarz nicht Kd5 spielt, sondern gleich Ke4 spielt und mit Bauer und K den T unter Druck setzen kann...
cutter - 25. Sep '23
Das ausweichen nach h4 oder a4 hat bisher in keiner Variante zum Ziel geführt. Auch Kd1 klappt nicht. Td2 ist aber doch die richtige Idee. Nur verschenkt 2. Kd7 das entscheidende Tempo.

Das sofortige 2. Td1 hält aber den Zugzwang aufrecht und gewinnt...
Ohne Coffins spoiler hätte das ganze aber noch länger gedauert. Echt vertrackt...
Alapin2 - 25. Sep '23
Cutter, Coffins : Klasse! 👏👏...
Allerdings gibt es, ausser 1)Td2, noch einen anderen "Schlüsselzug". Mal sehen, ob den jemand findet!?
Meine superschlaue Erklärung (Kunststück mit dem Buch vor der
Nase 😊) folgt erst danach.
Vabanque - 25. Sep '23
>>Allerdings gibt es, ausser 1)Td2, noch einen anderen "Schlüsselzug"<<

Das kann doch nicht sein! Dann wäre die Studie ja nebenlösig und damit eher wertlos.
Alapin2 - 25. Sep '23
... Ist, in DEM Sinne, keine echte Studie.
Eher ein schwieriges Lehrbeispiel.
Zurück in Hamburg schaue ich mal, was "Cheron" dazu schreibt. Erinnere mich aber gaaanz dunkel, daß er auch 2 mögliche Schlüsselzuege angibt.
Zitat Rudolf Spielmann damals :
"Kein Schachspieler der Welt löst das am Brett!"
... Naja, der war als starker Angreifer bekannt. Endspielkuenstler wohl eher nicht.
toby84 - 25. Sep '23
ich hätte es nicht gefunden, da bin ich mir sicher.
Vabanque - 25. Sep '23
>>Zitat Rudolf Spielmann damals :
"Kein Schachspieler der Welt löst das am Brett!"
... Naja, der war als starker Angreifer bekannt. Endspielkuenstler wohl eher nicht.<<

Spielmann zu unterschätzen halte ich für sträflich. In seinem Buch 'Ein Rundflug durch die Schachwelt' finden sich sehr erhellende Abschnitte über Endspiele.
Diese ganzen Angriffskünstler, wie Spielmann, Tal, Keres, Stein, Shirov, Morozevich liebten das Endspiel vielleicht nicht so wie Capablanca, Rubinstein, Karpov, Leko und Carlsen und gingen daher nicht so wie Letztere gezielt auf Vereinfachung aus, aber wenn ein Endspiel auftauchte oder wenn es der beste Weg war, einen Vorteil zu verwerten, ließen sie sich schon auch auf dieses Endspiel ein und spielten es dann meistens überraschend gut.
Janowski wird zugeschrieben, dass er gesagt haben soll, das Endspiel zu verabscheuen. Anhand der vielen Beispiele in dem Janowski-Buch von Cherniaev und Meynell, wo Janowski gezielt ins Endspiel überging, scheint dieses 'Zitat' kaum glaubhaft.
Vabanque - 25. Sep '23
>>toby84 - vor 41 Min.
ich hätte es nicht gefunden, da bin ich mir sicher.<<

Das kann ich bestätigen, aber ebenso kann ich bestätigen, dass SF Alapin2 allergisch auf solche Beiträge reagiert, zumindest dann, wenn ich so was schreibe😉
Vabanque - 25. Sep '23
>>... Ist, in DEM Sinne, keine echte Studie.
Eher ein schwieriges Lehrbeispiel.<<

Aber ein wirklich schwieriges!

Endspiele Turm gegen Bauer (und nichts sonst außer den Königen) empfand ich sowieso schon immer als sehr schwierig. Es geht meist um ein einziges Tempo (so auch hier), und ich sehe die Züge, mit denen man dieses entscheidende Tempo gewinnt, einfach nicht. Ich wollte hier schon mal ein Beispiel posten, unterließ es aber dann doch, weil ich mir dachte, es wäre unfair, etwas zu stellen, das ich selber nicht lösen kann und nicht mal hinterher richtig verstehe.
Alapin2 - 25. Sep '23
Vabanque :... "das kann ich bestätigen, weiß aber, daß SF Alapin allergisch auf solche Beiträge reagiert"...
Da bin ich falsch verstanden worden.
Sachliche Aussagen wie "Da wäre ich nie drauf gekommen", "Schwierig, wer gibt mir einen Tipp?" oder "Brauche noch etwas Zeit, bitte um Verlängerung" waren nicht gemeint.
Meine Kritik bezog sich auf eine Bemerkung wie :" Ohweh weiß ja garnicht,wie das gehen soll!?", nur, um den Thread wieder hochzuholen.
Lamento statt Fakten.
Gerade weil ich Dich sehr schätze, fand ich solche Bemerkungen von Dir (schon etwas her) unter Deinem Niveau.
Vabanque - 25. Sep '23
Bei dieser Aufgabe zu lamentieren, wäre sicher KEIN Armutszeugnis.

Und den Thread nach oben zu holen, der sonst in der Vergessenheit versunken wäre, finde ich ganz und gar nicht verwerflich, falls es sich um eine Aufgabe handelt, die noch Löser heischt.
Alapin2 - 01. Okt '23
Auflösung, wörtlich von Awerbach übernommen :
" Nach dem " natürlichen " Zug 1) Td1? Und der Folge 1)...d4 2) Kd7 Kd5! geraet Weiß in Zugzwang und es wird remis.
Nach der paradox erscheinenden Alternative 1) Td3!!! (oder auch 1) Td2) und der Folge 1)...d4 2)Kd7 Kd5 bringt jedoch 3) Td1! diesmal den Schwarzen in Zugzwang".
P. S. : Cheron gibt natürlich dieselben Varianten an, er hat allerdings 1) Td2 als Hauptvariante und erst dann ( 1)Td3).
Ich persönlich finde, 1) Td3 zeigt das Prinzip noch deutlicher.